Ab 18! – Ich bin besser als du! – Ein Kommentar dazu

Betreff:

Man kann Leuten nicht etwas wegnehmen ohne ihnen zuvor etwas besseres dafür zu geben.

Lieber Herr …

Durch „Zufall“ habe ich zu einem der Dokumentarfilme „Ab 18!“ eingeschaltet, wo ein Junge so ungefähr sagt, „man hat mir alles genommen, meine Religion, meinen Glauben …“ und er ist jetzt leer zurückgelassen. Wie sich das anfühlt, kann ich mir sehr gut vorstellen. Das Problem liegt tatsächlich, wie sie sagen, darin:

„Das Abwerten von Menschen ist sicher kein deutsches Alleinstellungsmerkmal. Hier in Deutschland ist die rassistische Idee, dass Menschen wegen ihres Aussehens oder ihrer Herkunft weniger wert sind als andere, jedoch oft tödlich. Die Wurzeln liegen in der Vergangenheit und wirken bis heute. Wir schauen gerne in die Welt, um das Böse zu finden, aber der Mörder in Hanau war Ferhats Nachbar. „Biodeutsch“, Mittelschicht mit Karohemd, Reihenhaus, abgeschlossenes Studium.“

… Die Wurzeln liegen in der Vergangenheit und wirken bis heute.  … Das ist absolut richtig. Doch müssen wir sehr viel weiter in die Vergangenheit zurückgehen, als nur die Nazi-Zeit, um die tatsächlichen Wurzeln, deren Ursache und die Auswirkung zu finden. Wir müssen dahin zurückkehren, zu dem, was der moderne, aufgeschlossene, gebildet Mensch als Unsinn, nur ein Gleichnis, meist als Ammenmärchen eingestuft hat, der Bibel und ihrer Geschichte im Garten Eden. Die meisten wiederum denken bei der Geschichte an Nacktheit und Sex, dass das die Sünde war und die Frau der Bösewicht war, der wir den Rausschmiss aus dem Paradies zu verdanken haben. Deshalb finden wir auch in den 3 großen Monotheistischen Religionen, Judentum, Katholische (und andere) Kirchen (ich sage hier absichtlich nicht Christentum, denn solches Denken ist nicht Christlich) und Islam, diese Abwertung der Frau, die ständig in ihren Platz verwiesen, ja geschlagen werden muss, damit sie zu ihrem Heil kommt. So hat es den Männern seither gefallen, das so auszulegen. Gott sei Dank wurde das in den modernen und aufgeschlossenen Ländern abgeschafft – doch leider zu dem Preis, dass Gott und die Bibel mitabgeschafft wurden.

Martin Luther hat versucht, diese Missinterpretation der Bibel zu ändern, doch seine Zeit war dafür noch nicht reif. Er lies seine Frau am Tisch, wo religiöse, geistige Themen ausgetauscht wurden mit mit den Männern sitzen und am Gespräch teilhaben. Etwas Unerhörtes bis dahin. Er hat Schulen für jeden, den kleinen Bürgern und Bauern, sowohl als auch den Mädchen propagiert und ins Rollen gebracht. Und er hat seine Frau als Erbin eingesetzt, das aber auch nicht anerkannt wurde. Es hat noch 400 Jahre und 2 Weltkriege gedauert, und eben die Abschaffung aller religiöser Einflüsse (Trennung von Staat und Kirche) aus dem öffentlichen Leben, bis das verwirklicht werden konnte – zumindest in manchen Staaten und Gehirnen (wohl in Deutschland selbst, aber nicht in Gehirnen wie den Nazis und anderen).

Wie ich jung war, hatte ich nicht wie der junge Mann im Film das Gefühl, dass mir etwas genommen wurde, sondern dass mir nie das gegeben wurde, was wirklich Herz, Seele, Geist, mein ganzes Inneres befriedigt. Und ich war nicht alleine damit. Darum ging es doch bei der Hippiebewegung. Die suchten das in Drogen und einem anderen Lebensstil, zu finden, verschwanden dann aber mit der Zeit wieder in der sozial anerkannten und akzeptierten Masse. Die einzigen die wirklich das fanden, was sie tief in ihrem Inneren suchten, waren die „Jesusfreaks“. Die Presse nannte sie „Moses und die Kinder Gottes“ was sie auch als ihren Namen dann annahmen. Sie waren zu radikal, zu revolutionär für die Kirchen, aber auch für den Durchschnittsbürger und verfolgten sie deshalb, verschrien sie in der Presse, selbst wenn sie dabei Lügen benützen und Dinge verdrehen mussten.

Es bildeten sich daneben aber auch weitere Gruppen, eine davon die Jesus People, die akzeptiert und von den Kirchen unterstützt wurde und mit der Zeit auch in den Kirchen wieder verschwand.  

Eine andere Gruppe waren die Yogis mit ihren Gurus und schließlich den Esoterikern. Leute die es selbst durch ihre eigene Willenskraft schaffen wollen, inneren Frieden zu finden, ohne Gott.  

Und ich persönlich? Sie haben es wohl erraten, ja ich habe auf meiner Suche mit 26 Jahren schließlich die Kinder Gottes gefunden, nachdem ich bereits zuvor durch so ziemlich alles, was es auf dem Markt gab, durchgewatet bin. Dort habe ich gelernt, die Bibel sorgfältig zu lesen, so wie Luther es auch getan hat. Dort steht nämlich nicht Sex und Nacktheit waren die Sünde, sondern des Menschen Hunger nach „Wissen“. Eigentlich ist das keine negative Eigenschaft, sondern es zeigt in dem Fall den Mangel an Vertrauen zu Gottes Wort. Doch Adam und Eva lebten ja im Paradies, was bedeutet, da ist nichts Schlechtes, nichts Böses, es ist einfach alles perfekt und sie wussten gar nicht was Vertrauen ist, denn sie kannten ja nur Gott. Und so hat Gott es zugelassen, dass Satan sich mit ins Bild setzte, damit sie das Gegenteil von Gott erfahren und somit eine Vergleichsmöglichkeit haben. Denn wie wissen wir was gut ist, wenn wir nicht auch Schlechtes erfahren? Oder wie könnten wir dankbar für Gesundheit und Nahrung sein, wenn wir nicht auch Krankheit, Leiden und Hunger erfahren? Selbst was es bedeutet, in den besten Umständen ewig Leben zu können, könnten wir nicht ermessen und schätzen, wenn wir nicht auch die Vergänglichkeit der Zeit und den Tod erleben. Und vor allem könnten wir nicht Gottes Gerechtigkeit schätzen lernen, wenn wir nicht auch die Rechtsprechung Satans erfahren würden. 

Dass der Mensch wohl nach dem Angebot „zu wissen“ greifen wird, da der Mensch von Natur aus neugierig ist, war Gott wohl bewusst und gehörte sogar in seinen Plan, dem ganzen Universum, den Engeln und anderen Kreaturen zu veranschaulichen, dass es wirklich besser ist, auf Gott zu vertrauen, denn die Alternative Satan bedeutet ja nur Leid, Gewalt und Tod. Satan war ja auch einmal ein wunderschöner Erzengel, der sozusagen die rechte Hand Gottes war, denn in ihm war alles Wissen gebetet. Sein Engelsname war Luzifer – Luz – Licht, symbolisch für Wissen. Doch diese Position war ihm nicht genug, er wollte Gott selbst sein – da war schon dieses ‚ich bin besser als du‘, und deshalb verdiene ich eine höhere Position! Was war bei dem „wissen“ wollen in der Geschichte noch dabei? Dieses:

Da sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“ Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. – 1.Mose 3,4-6

Ich glaube nicht, dass Eva etwas mit dem Begriff „klug“ anfangen konnte, denn sie kannte ja niemand nicht kluges. Doch es war etwas verlockend neues, was sie doch gerne haben und ausprobieren wollte. Aber sind Männer nicht genauso? Die Schuld also auf die Frau zu schieben, dass sie sich von solchen Worten verführen hat lassen und dann noch mir ihrem „Sexappeal“ den Mann dazu brachte, auch davon zu kosten, ist unbegründet. Denn dass sich der Mann von der Frau hat verführen lassen, zeigt doch nur wie schwach der Mann eigentlich ist oder zumindest nicht stärker, nicht besser ist, als die Frau. Doch das ist das natürliche, das menschliche im Menschen, die Schuld weiterzureichen, den Schwarzen Peter jemand anderem zuzustecken, eher als seine eigene Schuld und damit seine Schwäche einfach einzugestehen und zu bekennen – was er auch sich selbst gegenüber schwer kann.

Und hier sind wir wieder bei diesem „besser sein als du“ sein. Da hat es angefangen und hat sich durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch fortgesetzt.  Die ersten Menschen lebten als eine einzige große Familie zusammen, doch bald erhob sich einer aus der Masse und wurde zu ihrem Führer und auch das hat sich in der Weltgeschichte fortgesetzt, dass bestimmte Menschen sich dachten, sie müssten allen anderen sagen, wo es lang geht und sie beherrschen, sie untertan machen. Auch das ist irgendwie nötig, damit nicht völlige Anarchie und das reinste Chaos herrschen. Denn das ist was dieser erste Anführer mit seiner misslungenen Anstrengung, einen Turm bis in den Himmel hinein zu bauen (falls wieder eine Flut kommen sollte und er wollte mit dem Turm Gott eine Strich durch die Rechnung ziehen), bewirkte, dort in Babel, dass völliges Chaos unter den Menschen ausbrach und sie in Sippen auseinander gingen und sich in aller Welt verstreuten, wo jeder seine eigene Sprache sprach. Und auch hiermit möchte Gott beweisen, dass er der einzig gute Führer ist, der gute Hirte für die Schafe, wie er sich selbst nennt.

Als Gott das Volk Israels als sein auserwähltes Volk ernannte, tat er das nicht, weil er sie als etwas besseres als den Rest der Menschheit betrachtete, sondern weil er wollte, dass sie ein lebendiges Beispiel dafür sein sollten, wie gesegnet ein Volk sein kann, wenn sie den einen wahren Gott anbeten und ihm zu gefallen leben, indem sie seine Gebote halten. Aber sie konnten noch nicht einmal das erste Gebot einhalten, keine anderen Götter neben ihm zu haben. Und so konnte Gott auch sein Versprechen nicht einhalten, das er zu dem „Vertrag“ dazugegeben hatte, denn der war nur gültig wenn – WENN – sie die Gebote einhalten, DANN werde ich …

Bei Gott ist also niemand besser als der andere. Und weil Gott Liebe, Gnade und Vergebung ist, schaffte er auch einen Weg, damit der Mensch wieder zurück ins Paradies kann und der Weg heißt: Jesus Christus. Deshalb ist Weihnachten ein so „FROHES“ Fest, weil da Liebe, der Weg zurück ins Paradies, geboren wurde.

Doch Menschen wollen beweisen, dass sie stark sein können, es selbst schaffen können gut und gerecht zu sein und wollen nicht auf die Knie gehen müssen und um jemanden um das Geschenk der Gnade zu erbeten. Und auch, um Macht auszuüben, über ihre „Schäfchen“ und so ist die katholische Kirche um etwa 2oo Jahre nach Christi Geburt, aus den ersten Christen entstanden. Sie wollte nicht nur Macht über andere ausüben sondern legte auch fest, dass du dir das Recht in den Himmel zu kommen, verdienen musst, du gut sein und alle Kirchenregeln befolgen musst. Damit machten sie es sich einfacher, für Recht und Ordnung im Land zu sorgen, etwas das andere Religionen auch benützen.

Doch Jesus lehrte, dass wir ein neuer Mensch in ihm werden müssen, um ins Himmelreich eintreten zu können, müssen neu in unserem Denken und Handeln werden und das können wir nur, wenn wir Gottes Geschenk in Jesus annehmen und an ihn glauben – und du beweist dein Glauben durch dein Handeln von Gott lieben und unseren Nächsten. Und das ist eben der Haken, den die meisten nicht anbeißen wollen, zugeben zu müssen, dass wir es nicht in uns selbst schaffen können, sondern diesen Jesus brauchen, um ein neuer Mensch mit einem selbstlosen Denken zu werden, der den anderen achtet, wertschätzt, ihn vor dem selbst vorzieht und sogar liebt, was das Denken von „ich bin besser als du“ ausschließt.  

Wie lasse ich sie hier zurück? Wie sehr können sie das annehmen?

Jesus: Wenn die Welt euch hasst, dann denkt daran, dass sie mich schon gehasst hat, ehe sie euch gehasst hat. Die Welt würde euch lieben, wenn ihr zu ihr gehören würdet, aber das tut ihr nicht. Ich habe euch erwählt, aus der Welt herauszutreten; deshalb hasst sie euch. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: ›Ein Diener ist nicht größer als sein Herr.‹ Da sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen. Und wenn sie auf mein Wort gehört haben, werden sie auch auf euch hören! Die Menschen in der Welt werden gegen euch sein, weil ihr zu mir gehört, denn sie kennen Gott nicht, der mich gesandt hat. – Johannes 15,18-21 

Ich habe darüber auch hier geschrieben:

Darüber, dass es nicht einfach ist, ein Christ zu sein, lese hier

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