Zu der Frage, wer Gott gemacht hat, hat jemand einmal geantwortet: wenn ich das wüsste, dann wäre ich selbst Gott. Nun, er hat es uns nicht wissen lassen. Aber wenn wir einmal zu ihm kommen, können wir ihn ja fragen. Bis dahin müssen wir in Bestimmtem einfach vertrauen, dass das, was wir wirklich wissen müssen, er uns in seinem Buch gegeben hat. Und in diesem Buch lesen wir, dass er immer „ich bin“ ist. Keine Vergangenheit, keine Gegenwart keine Zukunft, sondern ein ewiges „ICH BIN!“ (zu hoch für unseren kleinen, menschlichen Verstand)
Moses wollte wissen, was er sagen soll, wenn er nach dem Namen von Gott gefragt wird und Gott antwortete: „Ich bin, der ich immer bin. Sag ihnen einfach: ‚Ich bin‘ hat mich zu euch gesandt.“ – 2.Mose 3
Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich“. – Johannes 8,58 – Jesus der eins mit dem Vater ist beteuert uns das auch: er ist ohne Vergangenheit, war schon immer und wird immer sein.
Ich wurde vor ewigen Zeiten eingesetzt, von Anfang an, noch bevor es die Erde gab. – Sprüche 8,23 – Hier spricht die Weisheit, was der Heilige Geist ist und genauso schon immer da ist, eins mit Gott dem Vater und Gott dem Sohn.
„Ich bin das Alpha und das Omega – der Anfang und das Ende“, spricht Gott der Herr, der ist, der immer war und der noch kommen wird, der Allmächtige. – Offenbarung 1,8 Und der noch kommen wird ist Jesus, der Allmächtige, eben weil er eins mit dem Vater und dem Heiligen Geist ist! Anstatt Anfang und Ende heißt es in manchen Bibeln: der Ursprung und das Ziel!
Ein Gedanke hilft mir ein wenig, der Gedanke, dass es im All keine Zeit gibt – wiederum unvorstellbar für unseren kleinen Verstand. Es bedeutet aber, dass Gott der im All ist, von seinem Standpunkt aus auf die Welt sehen kann und alles auf einmal sehen kann, was für uns Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist. Er konnte deshalb auch Prophezeiungen geben, die für uns in der Zukunft liegen.
English: Isaiah 44:6; 1.John 5:7; John 1,14
Gott ist also tatsächlich keine einzelne Kraft und steht alleine da. Das Problem ihn richtig zu sehen liegt bei uns Menschen wo es sich eingebürgert hat, dass wir hinter dem Namen Gott eine einzelne Person oder Wesen, bzw. Macht sehen. Wie viele Namen in unserer Sprache aber gibt es, die mehrere Dinge durch ein Wort bezeichnen? Wie z.B. Wasser. Das ist eigentlich 2 Teile Wasserstoff und ein Teil Sauerstoff. Und nur in dieser Kombination ergibt es das, was wir einfach Wasser nennen.
Oder da ist das wunderbare Beispiel der Sonne. Sie besteht aus dem Ball, der Licht und Wärme abgibt. Der Sonnenball, das Licht und die Wärme, macht das die Sonne zu dreien? Nein, wir bezeichnen nur das Ganze als die Sonne. Und Gott können wir leicht mit der Sonne vergleichen. Gott nennt sich selbst “Vater“ er ist wie der Sonnenball, zu hell strahlend für unsere irdischen Augen. Aber wir können das Licht sehen ohne geblendet zu werden und manchmal auch Sonnenstrahlen, was immer besonders ist.
Und was sagte Jesus? Dass er das Licht für die Welt ist. Ihm können wir voll ins Angesicht sehen. Dann ist da noch die Wärme, die, zusammen mit dem Licht Leben gibt. Leben wäre ohne beide nicht möglich. Die Wärme – der Heilige Geist wärmend mit Liebe. Drei Mächte oder Kräfte vereint in Liebe und Weisheit, was wir den einen wahren Gott nennen. Ein Wort also, hinter dem wir Gott den Vater, Gott den Sohn und Gott den Heiligen Geist sehen sollten!
Und Gott ist in seinem Kern, seinem Wesen und Charakter, Liebe. Liebe ist aber erst Liebe, wenn wir sie geben. Und so gibt Gott in sich selbst Liebe. Weil diese Liebe aber so groß und stark ist, musste sie einfach explodieren, sie weitergeben in der Erschaffung des gesamten Universums, mit Engeln und himmlischen Wesen und schließlich in der Schöpfung der Erde und alles darinnen, samt des Menschen. Wobei Gott die Engel zu Dienern der Menschen ernannt hat. Etwas, dem der Erzengel Luzifer widerstanden hat, dagegen rebelliert hat – was ihn zum Teufel oder Satan werden lies – weil er selbst dachte, er müsste Gott sein, denn in ihn wurde das ganze Wissen Gottes gelegt – was aber ist Wissen ohne Weisheit und ohne Liebe? (Schau dir die Welt an und was aus ihr geworden ist, dann weißt du es.) Er möchte herrschen und nicht dienen. Worin sich Jesus unterscheidet, der kam um zu dienen…
Und wie kann Gott verständnisvoll, barmherzig und gnädig uns Menschen gegenüber sein? Durch Jesus! Er kam auf die Welt unter der Bedingung ganz Mensch zu sein, genau wie wir also. Er durchlebte alles was wir durchmachen und durchgehen, genauso wie wir. Er wusste nicht alles im Voraus, sondern musste zuerst beten und den himmlischen Vater fragen, wie das Beispiel gut zeigt, als die Pharisäer ihm eine Frau im Ehebruch erwischt, brachten, und ihn herausforderten, was mit ihr zu tun sei, denn nach dem Gesetz Moses sollte sie gesteinigt werden. Die Pharisäer wollten Jesus damit versuchen, um einen Beweis zu haben, dass er die Mosaischen Gesetze nicht befolgt, was für sie ein Beweis wäre, dass er nicht von Gott ist.
Und Jesus, konnte er sofort mit einer Antwort heraussprudeln? Nein, er musste sich hinknien und im Sand herumkrizeln um Zeit zu schinden, eine SMS hochzuschicken, was er tun soll. Und die Antwort kam prompt. Um seinen Triumpf über die Pharisäer zu verstecken kniete er wieder hin und war darin ein Beispiel nicht über andere zu triumphieren (weil das nicht Liebe wäre). Und seine Antwort war aus Liebe und Gerechtigkeit geboren: „Wer von euch ohne Sünde ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen!“ – sieh Johannes 8,1-11
Des Menschen Denken und Gerechtigkeitssinn ist also nicht mit dem von Gott zu vergleichen, der auch sagte: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken“, sagt der HERR, „und meine Wege sind nicht eure Wege. Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so viel höher stehen meine Wege über euren Wegen und meine Gedanken über euren Gedanken.“ – Jesaja 55,8-9
Menschliches Verständnis von Macht und Ehre. Doch Jesus kam nicht mit einem Zepter und in Herrlichkeit, sondern mit einem Handtuch: Jesus: „Bei euch aber soll es nicht so sein. Wer bei euch groß sein will, soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave von allen sein. Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld für viele zu geben.“ – Markus 10:43-45
Jesus ging in seinem wie wir Menschen zu sein sogar so weit, bereit zu sein, wie ein sündiger Mensch ohne Gott zu sterben – deshalb das „mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen“. Ich hatte einmal solch eine Erfahrung, als mir schrecklich übel und schwindlig war. Ich saß im Bett und hielt mich fest, und weil sich die Welt um mich in einem Wahnsinnstempo drehte, schloss ich die Augen, fiel dann aber in eine schreckliche Dunkelheit in der ich mich absolut verloren fühlte und schrecklich einsam, wie verloren im All. Ich suchte verzweifelt nach etwas an dem ich mich festhalten konnte, und mir kam der Gedanke, „ich bin nicht verloren, ich habe Gott“ und mit diesem beruhigenden Gedanken bin ich irgendwie eingeschlafen. Wie ich aufwachte, war der Schwindel weg, ich fühlte mich wieder OK. Doch hatte ich einen so starken Drang in mir, nach draußen zu laufen und jedem zu sagen, wie schrecklich es ist, ohne Gott zu sterben.
Jesus hat solch einen schrecklichen Tod auf sich genommen, Ist da durchgegangen, damit wir da nicht durchgehen müssen, sondern wenn wir an Jesus als unseren Erretter glauben, werden auch wir auferstehen, so wir Jesus nach 3 Tagen in der Hölle auferstanden ist. – Sieh genaueres dazu im Link am Ende.
Menschen, die keinen Gott über sich haben wollen, sondern sie ihr eigener Herr sein wollen, behaupten deshalb oft, Gott sei kleinkariert, mit wenig Toleranz für andere Meinungen und Ansichten.
Aber wenn Gott jemand ohne festen Plan und Prinzipien wäre, könnte er doch kein Gott des Friedens und der Ruhe sein! Denk einmal darüber nach. Wir Menschen wollen uns eine Welt des Friedens schaffen, voll Toleranz gegenüber jedermann, was bedeutet, dass es keine Regeln mehr geben kann, von was nun wirklich gut und gesund oder von Übel und ungesund ist. Was wiederum Menschen, denen Toleranz egal ist ziemlich aufbringen kann, weil sie nicht mit allem einverstanden sind. Und das Ergebnis von Toleranz ist was wir heute in der Welt haben – keinen Frieden, sondern Aufruhr, Krieg und Flüchtlinge.
Es gibt da ein Beispiel in der Bibel, das Gottes Denken und Wesen zeigt, so wie er wirklich ist, verglichen mit Menschlichem Denken.
Was Hagar mir beibrachte
– Autor unbekannt*
Durch verschiedene Bilderbibeln, die mir als Kind vorgelesen wurden, hatte ich ein grundlegendes Wissen darüber, wer Hagar war. Aber als Erwachsener entschied ich mich dafür, die Bibel nach und nach durchzulesen, was mir neue Einsichten gab. Hagars Geschichte lehrte mich neue Perspektiven auf Gottes individuelle Liebe zu jedem von uns.
Hagar war eine ägyptische Dienerin von Sarah, Abrahams Frau. (Lies die Geschichte in 1. Mose 16) Sie erscheint zunächst als eine Art Nebenfigur in der Geschichte von Abraham und den Bündnissen, die Gott mit ihm schließt. Gott hatte Abraham Nachkommen so zahllos wie die Sterne verheißen, aber Sarah – immer noch nicht schwanger und ungeduldig wegen der mangelnden Erfüllung von Gottes Versprechen – fordert Abraham auf, ihre Dienerin Hagar als Nebenfrau anzunehmen.
Abraham stimmt zu, und Hagar findet sich bald in der Erwartung eines Kindes wieder. Hier fangen die Dinge an, brisant zu werden. Jüdische und muslimische Traditionen sagen, dass Hagar die Tochter eines Pharao war und Abraham als Geschenk während einem seiner Aufenthalte in Ägypten gegeben wurde. Ob dies tatsächlich der Fall ist oder nicht, ist schwer zu bestimmen. Unabhängig von ihrer Stellung begann ich mir vorzustellen, wie isoliert sich dieses ägyptische Mädchen inmitten eines völlig anderen Volkes und einer völlig anderen Kultur gefühlt haben muss. Als sie also feststellt, schwanger zu sein, beginnt sie vielleicht zu spüren, wie ihre Situation beginnt, sich zu verbessern. Vielleicht hofft sie, dass es hier eine Möglichkeit gibt, inmitten eines fremden Volkes einen Platz zu finden. Vielleicht fängt sie an, sich zu brüsten. (Wir Menschen sind Extremisten, können von sich minderwertig fühlen, zu eingebildet, überheblich und stolz fallen.) Wie dem auch sei, die Bibel sagt uns, dass sie „anfing, ihre Herrin zu verachten“. Andere Bibeln übersetzen es mit herabzusehen, sie als gering zu achten (vertrocknete alte Zwetsche) . (1. Mose 16,4)
Sarah beschwert sich bei Abraham, und Abraham sagt Sarah, Hagar sei ihre Angelegenheit und Sarah könne tun, was sie für richtig hielte. Was auch immer Sarah beschlossen hat, sie behandelte sie so hart, was dazu führte, dass die schwangere Hagar in die Wüste flüchtete, wo wir sie als nächstes an einer Quelle sitzen und ihren Durst stillen sehen.
Hier ist der Teil der Geschichte, den ich liebe: Gott schickt einen Engel, um dieses entlaufene Mädchen zu finden und sie zu überreden, in Abrahams Lager zurückzukehren. Dies war ein Mädchen, das sich zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich wertlos, unerwünscht und ungeliebt fühlte; ein Mädchen mit Stolz und Fehlern und Versagen; ein Mädchen, das ägyptisch war und vielleicht noch an ihren früheren Traditionen und heidnischen Göttern festhielt; ein Mädchen, das ihre Herrin verachtet hatte; ein Mädchen, das zweifellos in der Zukunft noch einiges falsch machen würde.
Aber hier in der Wüste – mitten in ihrer Verzweiflung – erscheint Gott Hagar, denn unter all den Umständen, der Entscheidungen, der Fehler und des Versagens schlägt das Herz einer Schöpfung, in die Gott Leben eingehaucht hat. Und das ist es, was Gott sieht und zu retten versucht, wenn er einen Engel schickt, um dieses Mädchen zu finden, dessen Existenz in seiner Vorstellungskraft begann und dessen Lebensgeschichte er in seinem Buch festgehalten hat.
Die Begegnung mit einem Engel in jener Wüste reicht aus, um Hagar Mut zu machen, nach Hause zurückzukehren. Aber zuvor gibt sie diesem Gott einen Namen, der sie ausfindig gemacht und zu ihr gesprochen hat. Sie nannte Ihn „der Gott, der mich sieht“. (Mose 16,13)
Sind es nicht genau diese Zeiten, die dich verändern, in denen du dich der Liebe am unwürdigsten fühlst, und doch tut Gott etwas für dich und sagt, du seist immer noch würdig. Und das ist es, was Gott an diesem Tag für Hagar getan hat. Er zeigte ihr, wie er sich um sie kümmerte, er auf sie aufpasste und er einen Plan für ihr Leben hatte. Das ist die Antriebskraft, wenn man von Gott gesehen wird. Es war diese Macht, die Hagar innere Stärke gab, sich umzudrehen und zu einer Situation zurückzukehren, die sie nur wenige Tage zuvor für unerträglich hielt.
Es gibt so viel, was ich an dieser Geschichte mag, aber hier sind drei Schwerpunkte:
Erstens: es gibt keine Nebendarsteller bei Gott. Möglicherweise hat die biblische Erzählweise Hagars Geschichte auf ein oder zwei Kapitel gekürzt und spricht ihre Rolle als Unterstützerin der zentralen Geschichte von Abraham und Sarah an. Aber Gott hatte ein Buch mit ihrem Namen darauf, in dem sie der Star war – die Geschichte ihres Lebens. Und das gilt für alle, die sich in der Geschichte eines anderen wie in einer Nebenrolle vorkommen.
Zweitens: Gott ist sich der hässlichsten und niedrigsten Momente deines Lebens bewusst, und dennoch glaubt Er immer noch an dich. Wo immer du dich gerade befindest, egal in welchem geistigen oder körperlichen Zustand, Gott sieht dich und glaubt an dich.
Drittens: ich liebe es, dass Gott hinging und Hagar fand, als sie weggelaufen war. Es gibt so viele Male in meinem Leben, in denen ich vor Situationen davongelaufen bin. Nicht wirklich physisch, aber ich habe mich emotional versteckt, oder verschloss mich, wenn Gefühle mich überwältigten. Ich weiß, dass ich das auch Gott angetan habe. Aber Gott sieht genau, wo ich bin, emotional und physisch – auch geografisch – und es gibt nichts, was mich von Seiner Liebe trennen könnte.
Sieht so ein Gott aus, der kleinkariert ist? Er ist Gott der Herr, der über allem steht. Doch ist er Liebe und handelt deshalb ganz in Liebe. Etwas das wir erst noch lernen müssen, ganz Liebe zu sein.
Die Nachfolgerin von Mutter Teresa – die Mutter der Ärmsten in Kalkutta – wurde einmal gefragt warum sie sich nicht gegen soziale Ungerechtigkeit ausgesprochen hat? Warum hat sie nicht auf die verbrecherischen Systeme und die bösen, üblen Menschen hingewiesen, die die Armen unterdrücken und ausbeuten?“
Die Antwort kam ruhig, unmittelbar und aus erster Hand. Mutter Teresa war der Ansicht, dass sie, wenn sie Partei ergreifen oder als Aufwieglerin auftreten würde, nicht das sein könnte, was Jesus ihr aufgetragen hatte – Liebe zu und für alle zu sein. Sie sagte, wenn sie anfinge, „Sünder“ zu korrigieren und auf sie hinzuweisen, könne sie für sie nicht länger ein Werkzeug der Liebe und Versöhnung sein. Wie ihre Schutzpatronin Thérèse von Lisieux bestand „ihre Berufung in der Kirche darin, Liebe zu sein“. Sie wusste, dass ihre wichtigste Botschaft ihr Leben selbst sein musste.
Das erinnert mich an 1.Johannes 4,8 „Wer aber nicht liebt, kennt Gott nicht – denn Gott ist Liebe.“
Wie viele Menschen kennen dem nach Gott wirklich? Nennen ihn alles Mögliche und beschuldigen ihn allem Möglichen, aber kennen ihn kein bisschen?
* Artikel über Hagar übernommen von hier
– Link zu was Jesus in der Hölle machte
Jesus im Herzen der Erde




