Solltest du nicht wirklich wissen, was an Pfingsten gefeiert wird oder um was es da geht, sieh hier zuerst nach
Pfingsten …?
Kurz vor seiner Verhaftung, Kreuzigung und Auferstehung, als Jesus seine Jünger auf seinen Tod vorbereitete, verhieß er ihnen, dass er ihnen einen Tröster und Beistand senden würde – den Heiligen Geist – um sie in ihrem geistlichen Leben und ihrer Beziehung zu ihm zu stärken, zu befähigen, zu führen und zu leiten. „Doch wenn der Vater den Ratgeber als meinen Stellvertreter schickt – und damit meine ich den Heiligen Geist – wird er euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. … Doch wenn der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. – Johannes 14,26; 16,13
In der Apostelgeschichte erfahren wir, dass Jesus sich ihnen nach seiner Auferstehung vierzig Tage lang lebend zeigte und mit ihnen über das Reich Gottes sprach (Apostelgeschichte 1,3). In seinen letzten Momenten mit seinen Jüngern vor seiner Himmelfahrt gebot er ihnen: „Wartet, bis die Verheißung des Vaters in Erfüllung geht, die ihr von mir vernommen habt.“ Er fuhr fort: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein … bis an die Enden der Erde“ – Apg. 1,4.8
Die Jünger kehrten daraufhin nach Jerusalem zurück, wo sie zusammen mit über hundert der engsten Anhänger Jesu beteten und warteten. Als der Pfingsttag, ein jüdisches Erntedankfest, gekommen war und sie alle versammelt waren, erlebten sie eine wundersame Offenbarung der Macht Gottes: „Plötzlich ertönte vom Himmel ein Brausen wie das Rauschen eines mächtigen Sturms und erfüllte das Haus, in dem sie versammelt waren. Dann erschien etwas, das aussah wie Flammen, die sich zerteilten, wie Feuerzungen, die sich auf jeden Einzelnen von ihnen niederließen. Und alle Anwesenden wurden vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu sprechen, wie der Heilige Geist es ihnen eingab.“ – Apostelgeschichte 2,2–4
Dies war die „Verheißung des Vaters“, auf die sie gewartet hatten – Gottes übernatürliche Kraft, die sie befähigt, Jesu Werk nach seinem Weggang fortzuführen. Wo die Jünger zuvor Angst, Sorgen und die Unfähigkeit erlebt hatten, nach ihren Überzeugungen zu handeln, hatten sie nun die Kraft des Heiligen Geistes empfangen. Daraufhin ereignete sich eine der spektakulärsten Evangelisationserfahrungen der Bibel.
Zu jener Zeit wurde in den Straßen Jerusalems ein großes religiöses Fest gefeiert, an dem Tausende von Jerusalemer Einwohnern und jüdische Pilger aus vielen Ländern teilnahmen. Als die Jünger den Heiligen Geist empfingen, verkündeten sie die wunderbare Botschaft von Gottes Liebe und der Erlösung durch Jesus in den vielen Sprachen der Anwesenden – Sprachen, die die Jünger zuvor noch nie gesprochen hatten. Als sich die Nachricht von diesem Wunder verbreitete, strömten schnell unzählige Menschen herbei (Apostelgeschichte 2,5–13).
Da stand der Apostel Petrus mit den Jüngern auf, hob die Hände und sprach zu der Tausende von Menschen zählenden Menge. Er sprach mit solcher Überzeugung und Autorität zu ihnen, dass 3000 Menschen Jesus als ihren Retter aufnahmen – Apostelgeschichte 2,36–41
Knapp zwei Monate zuvor, nach Jesu Verhaftung, hatte Petrus solche Angst verspürt, dass er sogar geleugnet hatte, Jesus zu kennen (Matthäus 26,69–75).
Doch nachdem der Heilige Geist über ihn gekommen war, stand er vor Tausenden in eben jener Stadt, in der Jesus verhaftet, verurteilt und hingerichtet worden war, und verkündete mutig Gottes Botschaft allen, die ihm zuhören wollten. Der Heilige Geist hatte Petrus’ Glauben wiederhergestellt und ihn verwandelt, genau wie der Herr gebetet hatte (Lukas 22,32), und er war nun erfüllt von der verheißenen Kraft des Vaters.
Der Heilige Geist befähigt uns, Zeugen Jesu zu sein. In der Apostelgeschichte 4 lesen wir, „sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. Und sie predigten mutig und unerschrocken die Botschaft Gottes.“ – Apostelgeschichte 4,31 Seine Kraft hilft uns, Gefühle der Unzulänglichkeit, Schüchternheit, Hemmungen, Sorgen darüber, was andere denken könnten, oder sonstige Ängste zu überwinden, die uns davon abhalten würden, anderen die Botschaft von Gottes Liebe und der Erlösung in Jesus zu verkünden.
Die meisten von uns werden nie Tausenden von Menschen gleichzeitig das Evangelium verkünden können, wie es Petrus oder viele andere Evangelisten im Laufe der Geschichte getan haben. Doch jeder von uns ist berufen, die gute Nachricht zu verkünden und den Menschen, denen wir im Alltag begegnen, ein lebendiges Beispiel dafür zu geben. Gott hat uns verheißen, uns seine Kraft zu schenken, seine Zeugen zu sein.
Seine Kraft, die gute Nachricht zu verkünden, kann sich in unserem Leben auf unterschiedliche Weise zeigen. Sein Geist kann uns salben, um die Botschaft des Evangeliums klar und überzeugend darzulegen oder um für den Glauben einzutreten und denen Rede und Antwort zu stehen, die nach dem Grund unserer Hoffnung fragen (1.Petrus 3,15). Gott kann dir besondere Einsicht in Menschen und ihre Probleme schenken – die Fähigkeit, Dinge über sie zu erkennen, die sie dir nicht erzählt haben und die du sonst niemals erfahren würdest. Vielleicht legt sein Geist dir den starken Wunsch ins Herz, deine Pläne zu ändern, einen Umweg zu machen oder innezuhalten, um jemandem, dem du begegnest, das Evangelium zu verkünden.
Der Heilige Geist kann uns einen Bibelvers in den Sinn bringen, der genau das ist, was wir für unser Gespräch brauchen. Jesus lehrte uns: „Der Heilige Geist wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ – Johannes 14,26 Natürlich müssen auch wir unseren Teil dazu beitragen, Gottes Wort zu studieren und es in unseren Herzen zu bewahren (Psalm 119,11), damit wir anderen das Wort der Wahrheit richtig erklären können (2.Timotheus 2,15).
Die Bibel lehrt uns, dass es für ein wirkungsvollen Zeugnis- und Vorbildgeben für Christus nicht auf unsere eigenen Talente oder Fähigkeiten ankommt. In der Apostelgeschichte lesen wir über die ersten Jünger Jesu: „Die Mitglieder des Hohen Rats waren erstaunt, wie furchtlos und sicher Petrus und Johannes sprachen, denn sie konnten sehen, dass sie ganz einfache Männer ohne besondere Bildung waren. Außerdem wussten sie, dass diese Männer dem engsten Kreis um Jesus angehört hatten.“ – Apostelgeschichte 4,13
Auch der Apostel Paulus schrieb an die Korinther und erinnerte sie daran, dass ihre Berufung nicht auf ihrer Herkunft oder ihren persönlichen Fähigkeiten beruhte: „Erinnert euch, liebe Brüder, dass nur wenige von euch in den Augen der Welt weise oder mächtig oder angesehen waren, als Gott euch berief. Gott hat das auserwählt, was in den Augen der Welt gering ist, um so diejenigen zu beschämen, die sich selbst für weise halten. Er hat das Schwache erwählt, um das Starke zu erniedrigen. Er hat das erwählt, was von der Welt verachtet und gering geschätzt wird, und es eingesetzt, um das zunichtezumachen, was in der Welt wichtig ist, damit kein Mensch sich je vor Gott rühmen kann. – 1.Korinther 1,26–29
Wir sind berufen, treue Zeugen und Botschafter Christi zu sein, die gute Nachricht zu verkünden, sein Licht in die Welt um uns herum zu tragen und Gottes große Liebe zur Welt lebendig zu bezeugen. Wir spielen eine wichtige Rolle bei der Verkündigung des Reiches Gottes, denn „… wie können sie an ihn glauben, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn niemand ihnen die Botschaft verkündet? – Römer 10,14 Wenn wir treu unseren Teil beitragen, wirkt der Heilige Geist in den Herzen und im Leben der Menschen, um sie zu Gott zu führen und sie dazu zu bewegen, dem Ruf von Christus zu folgen.
Wir werden Kraft erhalten
Als Johannes der Täufer kam und zur Buße aufrief, sagte er zu den Menschen, die zu ihm kamen, um Wahrheit und Versöhnung mit Gott zu suchen: „Ich taufe all diejenigen mit Wasser, die ihren Sünden den Rücken kehren und sich Gott zuwenden. Doch bald kommt einer, der ist viel stärker als ich – so viel gewaltiger, dass ich nicht einmal wert bin, sein Diener zu sein. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen. – Matthäus 3,11
Gott ist Liebe (1.Johannes 4,8), und wenn wir vom Heiligen Geist erfüllt sind, erfahren wir die Kraft seiner Liebe, die wiederum von uns auf andere überfließt. Sein Geist wohnt in uns (1.Korinther 3,16) und wirkt in unseren Herzen und in unserem Leben, um uns zu verwandeln und unseren Sinn und unsere Lebensweise zu erneuern (Römer 12,2). Der Geist wirkt, um uns in das Ebenbild Christi zu verwandeln. „Von uns allen wurde der Schleier weggenommen, sodass wir die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel sehen können. Und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine Herrlichkeit widerspiegeln“ – 2.Korinther 3,18
Wenn wir in unserem Leben positive Veränderungen anstreben und in unserer christlichen Nachfolge wachsen wollen, reichen Selbsthilfebücher, gute Vorsätze und Willenskraft allein nicht aus – wir brauchen Gottes Hilfe und die erneuernde Kraft des Heiligen Geistes. „Er rettete uns, nicht wegen unserer guten Taten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit. Er wusch unsere Schuld ab und schenkte uns durch den Heiligen Geist ein neues Leben“ – Titus 3,5.
Der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwäche und tritt für uns ein. „Der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwäche. Denn wir wissen ja nicht einmal, worum oder wie wir beten sollen. Doch der Heilige Geist betet für uns, … denn der Geist bittet für die, die zu Gott gehören, wie es dem Willen Gottes entspricht. – Römer 8,26–27
Welche Anzeichen für das Wirken des Heiligen Geistes zeigen sich im Leben eines wiedergeborenen, vom Heiligen Geist erfüllten Christen? Die Bibel sagt: „Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. – Galater 5,22–23 Wenn wir unser Leben Gott anvertrauen und uns entscheiden, nach seinem Wort zu leben, Gott von ganzem Herzen zu lieben und unseren Nächsten wie uns selbst (Markus 12,30–31), dann wird die Wunderkraft des Heiligen Geistes diese Frucht in unserem Leben hervorbringen. „Denn Gott bewirkt in euch den Wunsch, ihm zu gehorchen, und er gibt euch auch die Kraft, zu tun, was ihm Freude macht – Philipper 2,13.
Jesus nannte seine Nachfolger „das Licht der Welt“ und rief sie auf ihr Licht vor den Menschen leuchten zu lassen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen (Matthäus 5,14–16). Jeder Christ ist dazu berufen, sein Leben so zu führen, dass es Gott verherrlicht und ein lebendiges Beispiel für Gottes Liebe und Wahrheit ist.
Wo immer Gott dich hinstellt und zu welchem Beruf, Arbeit oder christlichen Dienst du auch berufen bist, der Heilige Geist wird dich stärken und dir Kraft geben. Er wird dir im Umgang mit deiner Familie, deinen Kollegen, Nachbarn und Freunden helfen, in deiner Rolle als Elternteil und in allem, was zum Alltag gehört. „Wenn wir jetzt durch den Heiligen Geist leben, dann sollten wir auch alle Bereiche unseres Lebens von ihm bestimmen lassen“ – Galater 5,25.
Du kannst Jesus um Einfüllen des Heiligen Geist bitten, indem du folgendes Gebet sprichst:
Lieber Jesus, erfülle mich bitte reichlich mit deinem Heiligen Geist, damit ich dich mehr lieben, dir enger folgen und die Kraft habe, anderen von deiner Liebe und deinem Heil zu erzählen. Hilf mir, eine tiefere Beziehung zu dir aufzubauen, dein Wort besser zu verstehen und es in meinem Leben umzusetzen. Amen!
Lese von Beispielen was die Macht Gottes vollbringen kann:
Pfingstausflug oder wundersame Wunder



