Wahren Frieden finden und haben

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„Wenn Gott unser Gott ist, dann gibt Er uns Frieden inmitten von Unruhe. Wenn es um uns herum stürmt, schafft Er in uns Frieden. Die Welt kann Unruhe in Friedenszeiten stiften, Gott aber vermag, Frieden mitten in Unruhe zu stiften.“ – Thomas Watson (ca. 1620 – 1686)

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Frieden war zu allen Zeiten ein Thema und ist jetzt durch den Krieg in der Ukraine wieder umso mehr zu einem wichtigen Thema geworden, als zuvor. Doch kannst du von dir behaupten, dass du Frieden im Herzen hast? Tiefen inneren Frieden? 

Jesaja war einer der größten Propheten der Bibel des Alten Testament. Er wirkte zwischen 740 bis 701 vor Christus. In einer seiner berühmtesten Prophezeiungen, dem Kapitel 53, prophezeite er über Jesus, seinen Leidensweg und Tod für uns, damit wir frei sein können. Dass diese Prophezeiung über Jesus ist, wird im Neuen Testament im Matthäusevangelium bestätigt in Kapitel 8,14-17.

In Vers 5 von Jesaja 53 heißt es: Aber er ist um unsrer Missetat (Übertretungen von Regeln, Gesetzesverstoß) willen verwundet (durchbohrt) und um unsrer Sünde (Schuld, Zielverfehlung) willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden (Striemen) sind wir geheilt. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, was für ein Versprechen, wenn wir darüber nachdenken, denn wer hat nicht schon „das Ziel verfehlt“. Niemand in dieser Welt ist ohne Schuld, ohne Sünde, NIEMAND. Folglich, keine Vergebung der Sünden durch Jesus, keinen Frieden im Herzen!

Zuvor in Kapitel 48 sagt der Prophet in Vers 22: Aber die Gottlosen, spricht der HERR, haben keinen Frieden. Und er wiederholt das in Kapitel 57,21. – Die Gottlosen, das sind Menschen die wählen, also eine Entscheidung treffen, keinen Gott haben zu wollen, sie haben keinen Frieden. Als Kind glaubte ich ernsthaft an Gott und betete zu ihm, doch als Jugendliche ging ich weg von Gott, weil ich die Kirche nicht mochte. Und ich erinnere mich noch zu gut, wie die Unruhe in mir mehr und mehr zunahm, genauso die Unzufriedenheit. Ich war unglücklich, fand keinen Sinn im Leben, nichts, wofür es sich lohnte zu leben. Bis mir jemand von Jesus erzählte, mich aufforderte, ihn in mein Herz und Leben zu bitten und neu die Bibel zu lesen. Das ist wie ich wieder Frieden fand, innerer tiefer Frieden und Zufriedenheit, wahres Glück.

Gottes Frieden ist also nur für jene, die Gottes Wege wählen und sein Weg ist, wie Gott es durch Jesaja sagte, durch den Messias, Jesus. Deshalb kann Jesus uns auch Frieden versprechen, wie wir es in Johannes 14,27 finden: Ich lasse euch ein Geschenk zurück – meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst.

Jesus gab dieses Versprechen seinen Jüngern, und er gibt es auch heute noch all jenen, die ihm nachfolgen, so wie seine Jünger. Was Jesus auch lehrte ist, dass wir neugeboren werden müssen, um das Reich Gottes sehen zu können. (Johannes 3) Frieden ist also für wiedergeborene Christen, er ist in unserem wiedergeborenen Geist oder Gemüt. Ein wiedergeborener Geist ist gefüllt mit Gottes Heiligem Geist und eine der Früchte des Heiligen Geistes ist Frieden, wie wir es in Galater 5,25 lesen.

Solange wir also „weltlich“ sind, haben wir nur den Frieden, wie ihn die Welt auch gibt. Dort haben wir „Frieden“, wenn alles gut läuft, wir eine gute Arbeit und Arbeitsplatz haben, der Arzt uns gute Gesundheit bestätigt, alles in Ordnung ist mit der Familie und Freunden und kein Nachbarland plötzlich mit Krieg droht und unsere Politiker zu den Waffen rufen, und dergleichen. Frieden wie ihn die Welt gibt, ist also abhängig von Umständen. Verändert sich etwas zum Negativen, ist es hin mit unserem sogenannten Frieden. Angst und Besorgnis übernehmen oder wir werden unglücklich und unzufrieden.

Haben wir jedoch Jesus in uns und sind es gewohnt, zu ihm und seinem Wort und seinen Versprechungen zu gehen – regelrecht zu ihm zu fliehen – finden und haben wir Frieden, der jegliches Verständnis übersteigt – es ist unerklärbar.

Du bewahrst den in vollkommenen Frieden, dessen Gedanken auf dich gerichtet sind (die mit einem festen Sinn), denn er verlässt sich auf dich. – Jesaja 26,3 (Nach der KJV)

Wenn wir uns also für Jesus entscheiden, ihn annehmen und an ihn glauben, uns auf ihn verlassen, wählen wir mit ihm Frieden, wahren bleibenden Frieden, Frieden der wie gesagt über den normalen Verstand geht. In einem früheren Artikel habe ich schon einmal über Frieden geschrieben: Gott im Blickfeld zu behalten, gibt uns die Möglichkeit, mit Frieden im Herzen und einer noch intakten Seelenruhe die Sorgen des Lebens zu überstehen.

Beschreite den Weg des Friedens: Bete für den vor dir liegenden Tag, wenn du aufwachst. Halte inne, um zu beten, wenn sich Dinge hektisch entwickeln, eine Entscheidung ansteht oder Probleme auftreten. Nimm dir am Abend ein paar Minuten Zeit für stille Reflektion. All dies sind ideale Zeitpunkte, um in Gottes Gegenwart Frieden zu finden. (lies den gesamten Artikel hier)

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren. – Philipper 4,6.7

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. – Sprüche 3,5.6 

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 „Echte Zufriedenheit muss von innen kommen. Du und ich können die Welt um uns herum nicht ändern oder kontrollieren, wohl aber die Welt in uns.“ – Warren Wiersbe (1929-2019)

Frieden entsteht nicht durch die Abwesenheit von Schwierigkeiten, sondern durch die Anwesenheit von Gott. – Autor unbekannt

Der Friede Gottes regiere in euren Herzen. – Kolosser 3,15 Das ist eine Aufforderung, er ist also nicht automatisch da, sondern du musst wählen, Frieden in dir haben zu wollen. Wie es auch in 5.Mose 30, 19 heißt: Heute stelle ich euch vor die Wahl zwischen Leben und Tod, zwischen Segen und Fluch. …! Der Frieden ist ein Segen und du musst ihn wählen. Er ist nicht etwas, das du durch gut-sein oder Gutes-tun erringen kannst, du erhältst ihn, wenn du wie gesagt Gottes Bedingungen in Jesus annimmst.

Und Jesus versichert uns in Johannes 10,10 10 … Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken. – Das Leben in seiner ganzen Fülle, das schließt den Frieden mit ein. In Hesekiel Kapitel 13 warnt Gott vor falschen Propheten (falschen Religionen), die Frieden weissagen, wo doch aber kein Frieden ist. Gott vergleicht ihr Versprechen mit einer rissigen Mauer, deren fehlender Mörtel einfach von ihnen überstrichen wurde, damit man nicht sieht, wie unstabil die Mauer ist.

Doch jenen, die die Wahrheit durch Jesus im Herzen annehmen, verspricht Gott: Eher weichen die Berge von ihrem Platz und die Hügel fallen um, als dass meine Gnade von dir weicht und mein Friedensbund fällt, spricht Jahwe (der Herr), dein Erbarmer.“ – Jesaja 54,10 

Berge und Hügel symbolisieren die physischen Dinge, die alle weichen und fallen können, deshalb ist es nicht gut uns auf sie zu verlassen. Berge und Hügel schließen auch Versicherungen, Krankenhäuser und Ärzte mit ein, auf die wir so leicht unser Vertrauen und unsere Hoffnungen setzen, für Frieden in uns. Doch all das kann schnell versagen, doch Gottes Gnade und Frieden, wenn wir uns auf sie verlassen, wird in alle Ewigkeit nicht von uns weichen.

Dann können wir mit König David sagen und singen: Gott ist unsre Zuflucht und unsre Stärke, er hat sich als Hilfe in der Not bewährt. Deshalb fürchten wir uns nicht, auch wenn die Erde bebt und die Berge ins Meer stürzen, wenn die Ozeane wüten und schäumen und durch ihre Wucht die Berge erzittern! – Psalm 46,2-4 

Gottes Frieden kann nicht erschüttert werden, ganz egal was um uns herum passiert. Jesus versichert uns: Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben (Angst haben). Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden. – Johannes 16,33 Jesus kann uns nicht versprechen, nie Probleme oder eine schwere Zeit zu haben, aber er hat schon einen Weg bereitet, all das Schwere mit Frieden im Herzen bestreiten zu können.

Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren. – Philipper 4,6-7 Vers 6 beginnt mit der Bedingung, sich um nichts zu sorgen, was bedeutet, sich nicht von Angst und Sorgen überkommen zu lassen, sondern stattdessen im Gebet zu Gott zu kommen und gleichzeitig ihm zu danken, wie sehr er sich immer gekümmert hat und auch dieses Mal dich nicht im Stich lassen wird. Bete, bis Gottes versprochener Frieden dich überkommt. Anstatt Angst, Sorgen und alles, das das Gegenteil von Frieden ist, dich überkommen zu lassen, wählst du deine Gedanken auf Jesus zu richten und ihm alles was dich bedrückt zu sagen, mit Lobpreis am Ende.

Nachdem er (Gott) sie (Adam und Eva) aus dem Garten vertrieben hatte, stellte Gott, der Herr, Cherubim auf, die mit einem flammenden, blitzenden Schwert den Weg zum Baum des Lebens bewachen.– 1.Mose,3,24 Das zeigt uns, dass Gott seinen Frieden von dem der Welt schon damals, als er Adam und Eva aus dem Garten und seiner unmittelbaren Nähe vertrieb, trennte. Doch wir haben die Wahl, seinen Frieden wieder zu erhalten durch Jesus Christus, wir müssen uns nur für ihn entscheiden.

Doch sei dir bewusst, wie Jesus sagte: „Glaubt nicht, dass ich gekommen bin, um der Welt Frieden zu bringen! Nein, sondern das Schwert. – Matthäus 10,34 Das bedeutet, da ist ein Kampf zwischen der Dunkelheit der Welt und Gottes Licht, seinem Frieden. Sei aber nicht verzagt denn: alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche. – Philipper 4,3 

Möge Gottes Frieden immer in dir regieren.

Text teilweise nach einer Übersetzung einer Bibelstudie von Steven Gilb (von Geburt an blind)

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Viele würden alles im Austausch für Frieden geben, wagen aber nicht, auf Freude und Liebe zu hoffen, denn Beides erscheint ihnen unmöglich… Lese hier weiter

Ein Werkzeug seines Friedens

Herr, mach‘ mich zum Werkzeug Deines Friedens.
Wo Hass herrscht,
dort lass‘ mich Liebe säen;
Wo Schmerz ist, die Vergebung;
Wo Zweifel sind, den Glauben;
Wo Verzweiflung herrscht, die Hoffnung;
Wo Dunkelheit ist, das Licht;
Wo Traurigkeit herrscht, die Freude.

O göttlicher Meister, gewähre mir, dass ich nicht so sehr danach suche
getröstet zu werden wie zu trösten,
verstanden zu werden
wie zu verstehen,
geliebt zu werden wie zu lieben;

Denn es liegt im Geben,
dass wir empfangen,
Darin zu vergeben,
dass uns vergeben wird;
Darin zu sterben, dass wir ins ewige Leben geboren werden. – Autor unbekannt, jedoch oftmals dem heiligen Franz von Assisis zugeschrieben

Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir (wende sich dir freundlich zu) und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich (sei dir besonders nahe) und gebe dir Frieden. 4. Mose 6,24-26

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