Der Gott, der in keine Schublade passt – unser Erzeuger

Wie stellst du dir vor, erschafft Gott menschliche Seelen?

Unseren Körper mögen wir durch unsere Eltern erhalten, doch unsere Seele, unser wahres ich, das was uns ausmacht, unser Denken, Fühlen, unsere Wünsche, unser Verlangen, unsere Ambitionen, unsere Talente und Charaktereigenschaften, all das was uns persönlich ausmacht und einzigartig auf der Welt ist, uns so kein zweites Mal gibt, das hat doch Gott selbst erschaffen, in Handarbeit sozusagen.

Oder wie stellst du es dir vor? Hat Gott so etwas wie eine Seelenherstellungsfabrik, wo Seelen am Fließband hergestellt werden? Ganz bestimmt nicht, denn dann wären wir ja alle gleich, sind wir aber nicht. Jeder von uns ist wie gesagt, einmalig.

Gott erschafft und erzeugt uns unter seiner Hand, ganz persönlich und individuell. Er ist also unser „Erzeuger!“

B.Jesaja 64,7-dt.

Manche Kinder reden über ihren Vater als ihren Erzeuger. Meistens wenn das alles ist, was der Vater für sie ist, also kein Vater der sich kümmert und Zeit mit ihnen verbringt.

So viele Menschen können es nicht verstehen, wie man Gott einen Vater nennen kann? Dabei denken sie an einen menschlichen Vater aus Fleisch und Blut, was er ja wirklich nicht ist. Im Alten Testament wird zwar Gott als Vater schon erwähnt, wie z.B. hier:

Er wird mich nennen: Du bist mein Vater, mein Gott und der Hort meines Heils. Psalm 89,27

Ein Vater der Waisen und ein Helfer der Witwen ist Gott in seiner heiligen Wohnung, – Psalm 68,6

Du bist unser Vater! Dein Name heißt von Urzeiten her „unser Erlöser“. – Jesaja 63,16 (Auch der große Prophet Jesaja nennt Gott Vater!)

– jedoch war die Bezeichnung Vater nicht geläufig, sondern er wurde nur als „Herr“ angesprochen.

Doch Jesus, der ja kam, um uns in das „Neue“ zu führen, sprach von Gott ständig als SEIN Vater und UNSER Vater. Wenn du jetzt also unter Vater nicht mehr einen Menschen siehst, sondern dahinter deinen „Erzeuger“ -nicht jemand, der sich aus dem Staub gemacht hat, sondern ein liebender führsorglicher Erzeuger-Vater –   macht es dann für dich Sinn, Gott als deinen Vater zu sehen und zu bezeichnen?

Dank Gott, er ist für uns alle nicht nur unser Erzeuger, sondern uns gegenüber auch wie ein wirklicher Vater, der uns nahe ist, so nahe, wie er es war, als er uns in seinen Händen hielt, um uns zu erschaffen. Und er sorgt sich um uns und ist immer bereit, uns zu helfen, wenn wir ihn um etwas bitten. Doch möchte er die Wahl bei dir lassen, ob du ihn als Vater haben möchtest oder nicht. Denn er zwingt sich niemandem auf und keiner wird schon gläubig geboren, das wäre auch Zwang und keine freiwillige Wahl. In eine Religion hineingeboren werden, hat nichts mit deiner Beziehung zu Gott zu tun. du kannst dein leben lang einer Religion angehören, aber doch fern von Gott sein. Nur deine Religion ausüben.

Jesus verspricht uns: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten (- Jesus Worte, nicht die von Mose); und mein Vater wird ihn lieben, und WIR werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen.“ ist dieser Gedanke nicht wunderbar, Gott wird mit seiner ganzen Fülle in unserem Herzen wohnen, wenn wir auf das hören was Jesus sagt und es dann auch tun und befolgen. Doch beachte hier das WIR, sie gehören zusammen, man kann den einen nicht ohne den anderen bekommen. so wie du die Sonnenstrahlen nicht ohne die Sonne bekommen kannst und umgekehrt, so kannst du auch Gott nur durch Jesus bekommen –  Jesus ist keine Option, sondern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ – Johannes 14,6 Das wurde so von Gott bestimmt und festgelegt, nur gibt er dir die Wahl, das anzunehmen oder nicht, denn Gott möchte freiwillige Anbeter, keine „hineingeborenen“, keine Zwangsrekrutierte. Jesus zwingt dich nicht sondern bittet dich inständig: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. – Offenbarung 3,20 

Aber um beim Thema zu bleiben:

Was sind nun aber Gottes Gedanken über uns?

Ich habe ein paar gute Artikel zu dieser Frage gefunden, die dich aufbauen, so bete ich. Einiges der verschiedenen Autoren ist identisch, aber so eine Wiederholung hilft ja nur, dass es besser hängen bleibt:

„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch Zukunft und Hoffnung gebe.“ – Jeremia 29,11

Inmitten von Prüfungen, Aufruhr oder Unsicherheit möchten wir vielleicht wie Jesus am Kreuz zum Herrn rufen: „Warum hast du mich verlassen?“ Wir mögen das Gefühl haben, der Situation allein gegenüberzustehen, aber die obige Schriftstelle gibt uns einen kleinen Einblick in Gottes Herz uns gegenüber. Seine Gedanken uns gegenüber sind nicht schlecht, böse. Sie sind voller Erwartung, Hoffnung und Frieden.

Der Psalmist schrieb auch über Gottes Gedanken über uns: „Der HERR denkt an uns und segnet uns;“ – Psalm 115,12 „Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele. Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand! Und wenn ich am Morgen erwache, bin ich noch immer bei dir!“ – Psalm 139,17–18

Wir alle sind mit Situationen konfrontiert, in denen wir versucht sind zu glauben, dass Gott uns verlassen hat oder sich nicht mehr schert. Aber sei versichert, dass seine Gedanken an uns zahllos sind und sie voller Segen, Hoffnung, Frieden, Liebe und Zielstrebigkeit sind. — Jack Hayford

Unzählig wie der Sand am Meer

„Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott! Es sind unendlich viele. Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand!“ – Psalm 139,17–18

Hast du schon einmal versucht, die Sandkörner am Meeresstrand zu zählen? Für diejenigen von uns, die es versucht haben, es ist absolut unmöglich! Es sind so viele in einer Handvoll, dass es unbegreiflich ist, zu denken, dass wir sie auch nur ansatzweise zählen können.

In diesem Bibelvers sagt uns der Psalmist, dass Gottes Gedanken an uns die Sandkörner an der Küste zahlenmäßig übertreffen! Was für eine Bildersprache. Der Vater, der dich erschaffen hat und der all deine Tage gezählt hat, denkt ständig an dich.

Er hört nie auf, an dich zu denken. … Und es sind keine verurteilenden oder richtenden Gedanken, sondern Gedanken der absoluten Liebe und des Wohlwollens. Ja, wie kostbar sind seine Gedanken uns gegenüber. Nach unserem begrenzten Verständnis ist dies einfach zu schön, um wahr zu sein … aber es ist wahr. Gott denkt in diesem Augenblick an dich! — Von Fathersloveletter.com 

Ständig in seinen Gedanken

„Herr, mein Gott, du hast so viele wunderbare Taten getan und deine Vorhaben sind so zahlreich. Du bist mit niemandem zu vergleichen. Wenn ich versuchen wollte, all deine wunderbaren Taten aufzuzählen, würde ich kein Ende finden.“ – Psalm 4,06 

Uns wird im lebendigen Wort gesagt, dass Gottes Gedanken an uns so zahlreich sind wie die Sandkörner auf der Erde. Dies wurde mathematisch kalkuliert (35 Trillionen), aber in Wirklichkeit bedeutet die Umschreibung „unermesslich.“ Die Anzahl der Gedanken, die Gott dir und mir entgegenbringt, übersteigt unsere Fähigkeit, sie zu begreifen oder zu erfassen. Wir sind so wichtig und geliebt, dass er nicht aufhören kann, an uns zu denken. Wir sind ständig in seinen Gedanken! …

So wie unsere irdischen Väter unzählige Gedanken über unsere Zukunft, unser Wohlergehen und ihre Liebe zu uns haben, nimmt Gott an diesen väterlichen Überlegungen teil. Der einzige Unterschied besteht darin, dass wir Tag und Nacht ständig in Gottes Gedanken sind. Darüber hinaus ist Gott ein tiefer Denker, daher sind seine Gedanken viel herzlicher, intensiver und komplexer als die der gesamten Menschheit. „O Herr, wie groß sind deine Werke! Deine Gedanken sind sehr tief.“ –  Psalm 92,5

Wenn Gott sieht, wie wir uns mit Sorgen und Ängsten herumschlagen, fragt er sich vielleicht, warum wir dabei vergessen, ihm bei der Versorgung unserer Bedürfnisse zu vertrauen. Und wenn wir mit vergangenen Erinnerungen und alten Gewohnheiten ringen, kann Gott im Schlaf sanfte Worte der Ermutigung flüstern. Auch Mahnungen, fest in unserer durch Christus Jesus gefundenen Freiheit zu stehen. Denn kein Vater möchte sein Kind in einem Joch der Knechtschaft verstrickt vorfinden.

Mit besonderer Sorgfalt und Aufmerksamkeit hat Gott uns im Schoß unserer Mutter geformt. Alles an uns wurde nach Seinem perfekten Plan und Willen entworfen. Wir sind Sein Werk, lebende Meisterwerke!

Ich stelle mir vor, dass Gott, wenn wir in den Spiegel schauen und unsere Gestalt kritisieren, denkt, wie traurig es ist, dass wir unsere wahre Schönheit und unseren Wert noch nicht erkannt haben. Er denkt sich vielleicht: „Warum kritisiert dieses Gefäß den Töpfer? Wie lange wird es dauern, bis dieses Kind seinen Wert erkennt?“ Wir sind sein Schatz, genau wie die schöne Perle, die der Kaufmann suchte und für einen hohen Preis erwarb.

Da ich keine Worte habe, die den Sandkörnern auf diesem Planeten gerecht werden würden, werde ich mit einem letzten Gedanken enden. Vielleicht denkt Gott, dass wir zu beschäftigt für Ihn sind und hat sich besondere Wege ausgedacht, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen (vielleicht eine Krankheit, wo wir nichts anderes tun können, als liegen und zu ihm aufschauen). Wenn du jemanden liebst, möchtest du Zeit mit ihm (oder ihr) verbringen. Man möchte Erfahrungen, Gespräche und Ideen miteinander teilen. Gott liebt uns mit einer unschätzbaren und bedingungslosen Liebe, und er wünscht sich unsere Gemeinschaft.

Warum nicht versuchen, ein bisschen mehr über Gott nachzudenken? Warum nicht ein Gespräch mit dem Schöpfer beginnen und sehen, was er zu sagen hat. Höre gut zu, denn Er wird sprechen! Höchstwahrscheinlich mit Worten der Liebe, Gnade und Hoffnung.— Cherylz

Und was erwartet Gott von uns? – Göttliche Gedanken

„Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist. Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen.“ – Philipper 4,8

Gedanken sind real, und oft erschöpfen wir unsere Energien, wenn wir uns mit den Fakten beschäftigen, und versäumen es, uns mit der Quelle zu befassen, die im Geist liegt, ihn rein zu halten, an die Lieblichkeit und Göttlichkeit zu denken, „an diese Dinge zu denken“, wie Gottes Wort sagt – das beharrliche, feste, intelligente Richten des Geistes, unserer Sinne auf das, was lieblich und rein ist. „Alles, was liebenswert ist“, sagt Gottes Wort, Denkt darüber nach!“

Viele von uns sind heute einfach zu beschäftigt, um innezuhalten und wirklich nachzudenken. Wir sind einfach so beschäftigt, dass wir uns mal hinsetzen und wirklich über das Wort Gottes meditieren, nachdenken und gottgemäß denken können und „unser Augenmerk auf das richten, was droben ist“, wie Gottes Wort sagt, und „nicht auf die Dinge, die auf der Erde sind – weltliche Angelegenheiten.“ Denn Gottes Wort sagt: „ihr seid gestorben, als Christus starb, und euer wahres Leben ist mit Christus in Gott verborgen. – Kolosser 3,23 Dein Sinn muss auf die Dinge ausgerichtet sein, die oben sind.

Die Kämpfe des Lebens werden zuerst auf dem Schlachtfeld der Gedanken ausgetragen und die Fragen des Lebens werden im Kopf, im Geist, deinem Sinn entschieden. Ein Mord wird zuerst im Bereich des Sinnes, des Verstandes begangen. Der unsichtbare Dieb streckt seine Hand aus und stiehlt die Uhr, aber zuerst hat er sie irgendwo in den Gefilden seines Geistes gestohlen.

Das Denken scheint einfach eine verlorene Kunst zu sein, und die Leute können heutzutage nicht mehr so denken, wie sie sollten, sie nehmen sich nicht die Zeit, sich hinzusetzen und die Sache durchzudenken. Gott würde dir einen Plan zeigen. Er würde dir zeigen, wie die Sache zu erledigen ist, oder er würde die ganze Situation für dich entwirren, wenn du dich einfach zu ihm setzen würdest, in seine Gegenwart, oder vor ihm niederknien und ihm eine Chance geben würdest.

Es war in alten Zeiten ein Vorwurf Gottes, dass sein Volk nicht denkt. Er sagte: „Mein Volk hat keinen Verstand.“ Weil sie nicht nachdenken.“ (Jesaja 1,3) Wie heißt es?: „Wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er.“ (Nach Sprüche 23,7) Gedanken mögen die unbedeutendsten Dinge sein, die nur man selbst kennt. Doch die Denker von heute und die großen Psychologen sagen uns, dass jeder Gedanke die Gesamtsumme des Gehirns beeinflusst. „Alles, was wahr ist“, sagt uns jedoch Gottes Wort, „alles, was rein ist, alles, was lieblich ist, daran sollt ihr denken“.

Was ist das Geheimnis des Ganzen? Das Geheimnis ist vor allem, deine Gedanken auf Gottes Wort und auf den Herrn Jesus Christus zu richten. Wenn du an ihn denkst, wenn du deine Gedanken auf den liebenswerten Christus richtest und deine Zuneigung, deine Liebe und Passion auf die Dinge im Himmel richtest, wird er dich verwandeln und dir einen erneuerten Geist, erneuerten Sinn mit guten Gedanken geben.

Wenn du auf den Herrn Jesus Christus und seine ganze Güte und Heiligkeit schaust, wirst du selbst dem Herrn Jesus ähnlich werden. Das ist der Weg und einzige Weise, den Sinn Christi anzunehmen. (1.Korinther 2,16) — Virginia Brandt Berg

– – –

Hier noch ein Punkt, den zu kennen es wichtig ist.

Die Natur und der Charakter Gottes 

die Schlussfolgerung einer Reihe von Studien.

– Eine Einführung und Erklärung zu dieser Reihe insgesamt findest du in Englisch hier 

Wenn wir Gottes Wesen und Charakter betrachten, können wir sehen, dass Gott viele Eigenschaften hat, und diese Eigenschaften machen Ihn aus, wie Er ist. Es ist nicht so, dass Gott teils gerecht und teils barmherzig ist, oder dass Er manchmal geduldig und manchmal zornig ist. Gottes Eigenschaften sind Gottes Wesen. Er ist nicht aufgeteilt. Er ist die ganze Zeit über alle Seine Eigenschaften. Was Er ist, bestimmt und was Er tut, und Seine Handlungen beruhen auf Seinem Wesen. Er ist in alle Ewigkeit ganz und gar vollkommen in jeder Seinen Eigenschaften, und diese vollkommenen Eigenschaften stehen in völliger Harmonie miteinander. Alles, was Gott tut, ist mit all Seinen Eigenschaften vereinbar.

Gottes Eigenschaften: Gleichbleibend und beständig

Es werden von Zeiten in der Heiligen Schrift geschrieben, in denen eine Eigenschaft Gottes stärker hervorgehoben wird, als eine andere. Sicherlich werden Gottes Heiligkeit, Gerechtigkeit und Zorn im Alten Testament deutlicher dargestellt, obwohl auch Seine Liebe, Barmherzigkeit, Geduld, Allwissenheit und Macht deutlich zu erkennen sind. Liebe und Gnade stehen im gesamten Neuen Testament im Vordergrund, doch lässt sich auch der Zorn, den es ebenfalls enthält, nicht verbergen.

Der Gott des Alten, wie auch des Neuen Testaments ist ein und derselbe Gott – unendlich gerecht, heilig, liebevoll und barmherzig zu beiden Zeiten, und alles, was Er tat, stimmt vollständig mit all Seinen Eigenschaften überein. Die Gläubigen des Alten Testaments lebten innerhalb des Bundes, den Gott mit Israel geschlossen hatte, in dem das Gesetz, das durch Moses gegeben wurde, vorherrschend war. Die Gläubigen des Neuen Testaments leben seit dem Tod und der Auferstehung Jesu und mit der Gabe des Heiligen Geistes an die Gläubigen unter einem neuen Bund. Es handelt sich um verschiedene Bündnisse mit demselben Gott, und auch wenn bestimmte Aspekte des Wesens Gottes in der Heiligen Schrift zu verschiedenen Zeiten hervorgehoben wurden, bedeutet das nicht, dass die anderen Teile Seines Wesens außer Acht gelassen werden.

Sowohl der Alte als auch der Neue Bund und Gottes Handeln in beiden Epochen basierten auf der Fülle von Gottes Wesen: Heiligkeit, Gerechtigkeit, Liebe, Barmherzigkeit, Gnade, Geduld, Zorn (wenn du gerecht sein willst, musst du auch Zorn gegen Ungerechtigkeit haben), Aseität (von lat. a se, von sich, aus sich selbst; insbesondere: aseitas darunter versteht man die Eigenschaft oder den Zustand, aus sich selbst hervorgegangen zu sein; also etwas, das sein Sein nicht von anders-woher empfangen hat die absolute Selbstgenügsamkeit, Unabhängigkeit und Autonomie Gottes.) Ewigkeitssein, Unveränderlichkeit, Allmacht, Allwissenheit, Allgegenwart und alle Eigenschaften Gottes sind durch beide Testamente hindurch verwoben, weil Gottes Handeln auf Gottes Wesen basiert; und Sein Wesen, die Essenz dessen, was Gott ist, findet sich in Seinen Eigenschaften.

Es gibt einige Theologen, die argumentiert haben, dass die Liebe die wichtigste oder dominierende Eigenschaft Gottes ist und dass alle anderen auf Gottes Liebe basieren. Andere haben argumentiert, dass Seine Heiligkeit, Gerechtigkeit oder eine andere Eigenschaft der wichtigste Teil von Gottes Wesen sind. Diese Positionen werden von der Mehrheit der Theologen nicht vertreten. Die Annahme, dass eine Eigenschaft wichtiger oder dominanter ist, führt zu der Möglichkeit, dass einige von Gottes Handlungen mit Seiner göttlichen Natur unvereinbar sein könnten – dass Er möglicherweise eine Eigenschaft zugunsten einer anderen aufhebt und entgegen eine Seiner Eigenschaften handelt. Dies würde dann bedeuten, dass Gott sich in Seinem Wesen verändern könnte, dass Er ungerecht handeln könnte, dass Er lieblos oder unheilig sein könnte, was, wie wir aus der Schrift sehen, nicht möglich ist (was ja aber auch nicht Liebe wäre).

Während die Bibel uns ausdrücklich sagt, dass Gott Liebe ist, sagt sie nicht, dass Gott nur Liebe ist. Die Bibel sagt auch ausdrücklich, dass Gott Geist ist, Licht ist und ein verzehrendes Feuer ist. Auch hier heißt es nicht, dass Gott nur eines dieser Dinge ist.

(Anmerkung. Was Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Gnade, Treue, gerechtfertigter Zorn betrifft, so sehe ich das persönlich so, dass jemand z.B. nicht absolut gerecht sein kann, es sei denn er hat wahre Liebe im Herzen. Das gleiche gilt für Barmherzigkeit, Gnade, Treue, gerechtfertigter Zorn, die alle ohne wahre Liebe nicht wahrlich sind. Für mich sind Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Gnade, Treue also eine Frucht von Liebe, Eigenschaften die aus der Liebe hervorgehen. Ohne die Basis Liebe keine dieser Eigenschaften. Liebe steht aber auch nicht alleine, sie braucht diese Früchte, diese Auswirkungen, sonst steht sie ja leer da.)

Wer nicht liebt, kennt Gott nicht, denn Gott ist Liebe. – 1. Johannes 4,8

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. 1. Johannes 4,16

Das ist die Botschaft, die er uns gegeben hat, damit wir sie euch weitersagen: Gott ist Licht; in ihm ist keine Finsternis. – 1. Johannes 1,5

Gott ist Geist; deshalb müssen die, die ihn anbeten wollen, ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. – Jesus, Johannes 4,24

Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer. – Hebräer 12,29

Als Gott Moses von sich selbst erzählte, sagte Er, Er sei barmherzig, gnädig, geduldig, liebevoll, treu, vergebend, gerecht und rechtschaffen.

„Dann zog er vor seinen Augen vorbei und rief: „Der Herr, der Herr, Gott: barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte und Treue, der Gnade über tausend Generationen hin erweist, der Schuld, Vergehen und Sünde vergibt, aber keineswegs ungestraft lässt, der die Schuld der Väter an den Kindern und Enkeln bis in die dritte und vierte Generation heimsucht.“ – 2.Mose 34,6–7

Gottes Wesen ist also eine Einheit all Seiner Eigenschaften. Keine ist von einer anderen getrennt oder wichtiger als eine andere. Sie alle machen die Essenz Gottes aus.

Lernen, Verstehen, Anbeten

Über Gottes Natur und Charakter zu lernen hilft, Gott besser zu verstehen. Es ist natürlich nicht möglich, alles über Gott zu wissen, aber wir können wissen, was Er durch die Schrift über sich selbst offenbart hat. Was Er offenbart hat, zeigt, dass Er aller Achtung, allem Respekt, allen Lobes und aller Anbetung würdig ist. Er ist der ehrfurchtauslösende Gott der Schrift.

Wer ist wie Du, o Herr, unter den Göttern? Wer ist wie Du, majestätisch in Heiligkeit, ehrfurchtgebietend in herrlichen Taten, Wunder vollbringend? – 2.Mose 15,11

Sie sollen deinen großen und gewaltigen Namen preisen, denn er ist heilig! Mächtiger König, weil du Gerechtigkeit liebst, hast du das Recht eingesetzt und hast in ganz Israel [Jakob] Recht und Gerechtigkeit geschaffen. Preist den Herrn, unseren Gott! Fallt vor ihm nieder, denn er ist heilig! – Psalm 99,3–5

„O Herr, Gott des Himmels, großer und Ehrfurcht gebietender Gott, der seinen Bund der beständigen Liebe denen hält, die ihn lieben und seinen Geboten gehorchen.“ – Nehemia 1,5

Er hat sein Volk befreit und seinen Bund mit ihm für immer bestätigt. Heilig und gewaltig ist unser Gott! – Psalm 111,9

Gottes persönliche Fürsorge und unser Glaube an ihn

Der Schöpfer aller Dinge, der die Macht hat, die Schöpfung ins Sein zu rufen, der alles weiß, was es zu wissen gibt, der von Ewigkeit zu Ewigkeit ist, der in Seinem ganzen Wesen unendlich ist, ist kein fernes Wesen, das der Welt und allem, was in ihr ist, keine Beachtung schenkt. Das Gegenteil trifft zu. Gott ist persönlich. Dass Gott persönlich ist, bedeutet, dass Er Beziehungen zu uns eingeht. Er liebt uns und interagiert mit uns. Er hört uns zu, kümmert sich um uns und erhört unsere Gebete. Er kam in unsere Welt und starb für uns, damit wir für immer mit Ihm leben können.

Er ist besorgt um Seine Geschöpfe, insbesondere um die Menschen. Er hat sie nach Seinem Ebenbild geschaffen, Er hat mit ihnen Bündnisse geschlossen, und Er baut Beziehungen zu ihnen auf. Er liebt sie und kümmert sich um sie, tut Gutes für sie und findet Gefallen an ihnen. Obwohl Seine Ebenbilder gesündigt haben, indem sie sich von Seinem Willen abwandten, hat Gott sie nicht verlassen und verstoßen. Seine hingebende Liebe hat einen Weg geschaffen, damit den Menschen ihre Sünden vergeben werden und sie sich mit Ihm versöhnen können. Jesus litt und starb eigens für unsere Sünden. Der persönliche, barmherzige, liebende und gnädige Gott hat in einem Akt tiefer Liebe zu denen, die Er geschaffen hat, den Erlösungsplan hervorgebracht.

Gottes Heiligkeit, Rechtschaffenheit, Gerechtigkeit und Beständigkeit sind die Eigenschaften, die eine Grundlage für unseren Glauben und unser Vertrauen in Gott bilden. Er ist unveränderlich, der Fels, der starke Turm, in dem wir sicher sind. Er ist unendlich heilig, so dass wir wissen können, dass Er uns gegenüber nie etwas Unheiliges tun wird. Er ist unendlich rechtschaffen und gerecht, deshalb können wir wissen, dass Er uns immer fair und gerecht behandeln wird. Weil Er in Seinem Wesen, Seiner Natur und Seinem Charakter konstant ist, wissen wir, dass Er uns gegenüber immer liebevoll handeln und immer barmherzig und geduldig sein wird.

Seine Allwissenheit und Allmacht tragen dazu bei, den Glauben zu wecken, dass das, was Gott in Seinem Wort gesagt hat, geschehen wird, da Er die Macht hat, es geschehen zu lassen. Wenn wir für uns selbst oder andere beten, wenn wir den Kranken die Hände auflegen, wenn wir Ihn um irgendetwas bitten, können wir im Glauben beten, da wir wissen, dass der Allmächtige alles tun kann, was Seinem Willen und Seiner Absicht entspricht.

Sich der Einheit Seiner Eigenschaften bewusst zu sein, der Harmonie zwischen ihnen, kann uns helfen, eine vertrauensvollere Einstellung zu haben, wenn wir manches von dem, was in der Welt um uns herum geschieht, nicht verstehen können. Zu wissen, dass Gott heilig und gerecht ist, dass Er das Böse hasst und diejenigen richten wird, die Böses tun, aber auch geduldig ist, kann uns helfen zu wissen, dass die Ungerechtigkeit in der Welt beseitigt werden wird, dass die Rache Gott gehört. Wenn wir Seine Eigenschaften in einem ausgewogenen Verhältnis betrachten, hilft uns das, unser Leben, unsere Entscheidungen und unseren Umgang mit anderen zu gestalten. Auch wir sollten das Böse, die Sünde und die Ungerechtigkeit hassen, aber wir sollten auch liebevoll, freundlich, barmherzig und geduldig mit anderen sein. (Hasse die Sünde, aber liebe den Sünder)

Zu wissen, dass Gott ein ungeschaffener Geist ist, dass Sein Wesen einzigartig und anders ist als alle anderen Wesen, dass Er alle Dinge geschaffen hat, alle Dinge weiß und alles tun kann, kann uns helfen zu akzeptieren, dass es einige Dinge über Gott gibt, die unser Wissen und unser Verständnis übersteigen. Wir kennen nicht alle Seine Gedanken und Wege, und wir können nicht immer Antworten auf alle Fragen haben, die wir über Ihn haben. Wir können jedoch wissen, dass wir, weil Gott Seiner Natur treu ist, darauf vertrauen können, dass Er in Übereinstimmung mit Seiner Natur handelt. Auch wenn wir vielleicht nicht alles über Ihn verstehen oder warum Er tut, was Er tut, hat Er uns Sein Wesen, Seine Natur und Seinen Charakter, Seine Eigenschaften, Seine Macht und Seine Fähigkeiten offenbart, und wir wissen, dass dies das ist, was Gott ist und immer sein wird. Dies zu wissen, kann uns helfen, Ihm zu vertrauen, auch wenn wir Ihn oder Sein Handeln nicht vollständig verstehen.

Mehr über Gottes Natur und Charakter zu wissen, über Seine Großartigkeit, kann und sollte uns dazu bringen, Ihn zu lieben, zu preisen und anzubeten. (Nicht aus dem Zwang, dass du in eine bestimmte Religion hineingeboren wurdest und es deshalb dein Pflicht ist, deine Kultur und Religion zu bewahren)  Er ist derjenige, der das Universum erschaffen hat, der die schöne Welt, in der wir leben, gemacht hat. Er liebt uns und sorgt sich um uns, und zwar so sehr, dass Er möchte, dass wir in Ewigkeit bei Ihm leben – was Er durch Sein höchstes und unvergleichliches Liebesgeschenk, das kostenlose Geschenk der Erlösung, ermöglicht hat.

Gott ist wundervoll! Er liebt uns so sehr. Er kümmert sich um jeden Menschen. Er kümmert sich persönlich um dich. Es ist wunderbar zu wissen, dass Er es uns ermöglicht hat, für die Ewigkeit bei Ihm zu sein und dass Er uns beauftragt hat, anderen zu helfen, mehr über Ihn, Seine Liebe und die wunderbare Erlösung zu erfahren, die allen zugänglich ist.

Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen (griech. monogenes; d. h. einzig in seiner Art; o. einziggeboren) Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. – Johannes 3,16

All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht (Anrecht, die Macht, Vollmacht), Gottes Kinder zu werden. – Johannes 1,12 

Wen ich liebe, den weise ich zurecht und erziehe ihn streng. Bleibe nicht gleichgültig, sondern kehre um! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. – Offenbarung 3,19-21

Seht, was für eine Liebe unser himmlischer Vater uns geschenkt hat, nämlich, dass wir seine Kinder genannt werden – und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind. – 1.Johannes 3,1

– – –

Auch wenn das schon sehr viel ist, möchte ich nicht schließen ohne Jesus selbst zu Wort kommen zu lassen. Er ist das Wort Gottes, der Mund Gottes (wie heißt es im Koran? Allah hat keinen Mund und doch kann er reden – das tut er durch Jesus hindurch – Johannes 1,1.14) und er redet auch heute noch zu Menschen, die ihm zuhören, so wie er es zu allen Zeiten getan hat. Hier sind noch wunderbare Worte von deinem Schöpfer, lass sie als solche zu deinem Herzen sprechen:

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich dich formte. Mit großer Aufmerksamkeit und viel Sorgfalt wählte ich jedes Talent, jede Gabe, jeden Charakterzug, jede Faser deines Wesens aus, bis die Kombination genau richtig zusammengestellt und aufeinander abgestimmt war, und jedes einzelne Detail meinem Willen und Sinn für dein Leben entsprach und auch dem Leben derer, denen du auf deinem Lebensweg noch begegnen würdest.

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, wie ich dir den Lebensatem einhauchte. Das überwältigende Gefühl der Liebe war so intensiv, ich konnte es nicht zurückhalten! Denn ich kannte die Freude, die du nicht nur mir, sondern auch denen bringen würdest, die deinen Weg auf der Straße des Lebens kreuzen würden.

Ich liebe dich von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe großen Gefallen an dir. – mit Liebe, Jesus

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