Galater 5,22-23 – LIEBE

Februar-März 2018

Um unsere Studie während der Fastenzeit, der in-sich-gehen Zeit, fortzusetzen, möchte ich Galater 5,22-23 in Augenschein nehmen, mit Artikeln aus dem Activated Magazin. Es beschreibt die Basis des wahren Christentums, wie ein christliches Leben aussehen sollte, damit die Welt uns daran erkennen kann, dass wir zu Jesus gehören.

In der Kraft des Geistes leben beginnt Galater 5 mit:
16 Deshalb: Lebt so, wie es eurem neuen Leben im Heiligen Geist entspricht. Dann werdet ihr auch nicht tun, wozu eure sündigen Neigungen euch drängen.
17 Die alte sündige Natur liebt es, Böses zu tun – genau das Gegenteil von dem, was der Heilige Geist will. Der Geist weckt in uns Wünsche, die den Neigungen unserer sündigen Natur widersprechen. Diese beiden Kräfte liegen in ständigem Streit miteinander, sodass ihr nicht das tun könnt, was ihr wollt.
18 Doch wenn ihr vom Heiligen Geist geleitet werdet, seid ihr nicht dem Gesetz unterworfen.
19 Wenn ihr den Neigungen eurer sündigen Natur folgt, wird euer Leben die entsprechenden Folgen zeigen: Unzucht, unreine Gedanken, Vergnügungssucht, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zorn, selbstsüchtigen Ehrgeiz, Spaltungen, selbstgerechte Abgrenzung gegen andere Gruppen, 21 Neid, Trunkenheit, ausschweifenden Lebenswandel (Völlerei) und dergleichen mehr. Ich wiederhole, was ich bereits gesagt habe, dass niemand, der ein solches Leben führt, das Reich Gottes erben wird.
22-23 Wenn dagegen der Heilige Geist unser Leben beherrscht, wird er ganz andere Frucht in uns wachsen lassen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Nichts davon steht im Widerspruch zum Gesetz.
24 Diejenigen, die zu Christus Jesus gehören, haben die Leidenschaften und Begierden ihrer sündigen Natur an sein Kreuz geschlagen.
25 Wenn wir jetzt durch den Heiligen Geist leben, dann sollten wir auch alle Bereiche unseres Lebens von ihm bestimmen lassen.
26 Lasst uns darauf achten, dass wir nicht stolz werden und uns gegenseitig verärgern oder beneiden.

Der Herausgeber des Activated Magazins Keith Phillips beginnt seine Studie mit dieser Einführung:
Die [englische] Redewendung „Wer mich liebt, liebt auch meinen Hund“, erwachte zu neuem Leben, als meine Frau und ich einen Welpen bekamen – für mich das erste Hundebaby überhaupt. Wir bewundern Sophie und sie bewundert uns. Eigentlich bewundert sie jeden. Sie gehört zu jener Hunderasse, die einerseits sehr aktiv und verspielt, andererseits aber auch bekannt für ihre Geselligkeit ist. Sophie beginnt mit dem Schwanz zu wedeln, sobald eine neue Person ihre Welt betritt. Und innerhalb von einer oder zwei Sekunden wedelt dann ihr Schwanz den Rest ihres Körpers. Und zwar so heftig, dass sie beinahe den Halt verliert.

Wenn dann die neue Person Sophies Existenz auch nur ein bisschen zur Kenntnis nimmt, wird sie ganz aufgeregt, freut sich noch mehr und will sich auch gleich anschmiegen. Daran erkennen wir dann, wer ein Hundeliebhaber ist und wer nicht.
Bevor ich auf den größeren Zusammenhang eingehe, möchte ich noch eine andere kleine Geschichte erzählen, die die meisten Eltern nachempfinden können. Als meine Kinder noch klein waren, benahmen sie sich – kindisch. Sie jammerten und weinten wegen der geringsten Kleinigkeit, verschütteten mehr von ihrem Essen und ihren Getränken, als sie hinunter kriegten, zerbrachen Sachen aus Tollpatschigkeit und Neugier. Sobald sie alt genug wurden, zu wissen, wo ihre Grenzen lagen, begannen sie, entschlossen gegen sie vorzugehen. Trotzdem liebte ich sie. Ja, sie konnten einem auf die Nerven gehen, einen sogar ziemlich ärgern und deine letzte Kraft kosten, doch sie waren eben Kinder, trotz alledem. Alles das gehörte zu ihrem Lern- und Reifeprozess dazu. Außerdem waren es meine Kinder. Was mich wirklich ärgert, ist, wenn andere ihren Ärger über meine Kinder zu erkennen geben. Denen möchte ich am liebsten zurufen: „Wer mich liebt, liebt auch meine Kinder.“

In diesem Zusammenhang wird die Beziehung zwischen den beiden Lebensregeln deutlicher, von denen Jesus sagt, sie würden alles andere einschließen. Die beiden Lebensregeln lauten: Gott zu lieben und andere zu lieben „Liebe Gott, liebe die, die Er liebt“, (Matthäus 22,37-39) und das ist jeder. Wenn wir Gott wahrhaftig lieben und daran glauben, dass Er uns als Sein Ebenbild erschaffen hat, wie die Bibel sagt, werden wir jeden Menschen Seiner Schöpfung genug lieben und respektieren, um unser Bestes zu versuchen, ihn oder sie zu verstehen und zu akzeptieren – mit Fehlern, Ängsten und allem.
Diese Activated Ausgabe ist die erste Folge einer neunteiligen Serie über die Früchte des Geistes (Galater 5: 22-23) und beginnt mit der allumfassendsten, allerwichtigsten Frucht:
Liebe.

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Wie wichtig ist Liebe? Als Jesus gefragt wurde, welches Gebot denn das wichtigste sei, antwortete Er, „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das erste und wichtigste Gebot. Ein weiteres ist genauso wichtig: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Alle anderen Gebote und alle Forderungen der Propheten gründen sich auf diese beiden Gebote.“ – Matthäus 22,37-40 Mit anderen Worten, wenn du diese beiden Gebote befolgst – Gott zu lieben, sowie deinen Nächsten – wird sich alles andere regeln. Alle anderen Gebote wurden uns gegeben, um das Richtige in Liebe zu tun.

Welchen Rang nimmt die Liebe unter den Früchten des Heiligen Geistes ein? Der Apostel Paulus schloss seine Erläuterung über die Gaben des Heiligen Geistes (Korinther 12) mit einer Ermahnung, die Liebe an die erste Stelle zu setzen, „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größere von ihnen“ – 1.Korinther 13,13

Es klingt ganz einfach, aber es ist natürlich nicht immer leicht. Wo findest du diese Art von Liebe, die aus sich heraus geht, die gibt, die sich opfert? Wo findest du die Liebe, die dir dabei hilft, genauso um das Glück deines Nachbarn besorgt zu sein, wie um dein eigenes, oder sogar deine Feinde zu lieben? 

Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: `Liebe deinen Nächsten´ und hasse deinen Feind (3.Mose 19,18). Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Segnet die, die euch verfluchen, tut denen Gutes, die euch hassen. Betet für die, die euch verfolgen! – Matthäus 5,43-44;
Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für die Freunde hingibt. – Johannes 15,13;
Wir haben die wahre Liebe daran erkannt, dass Christus sein Leben für uns gegeben hat. Deshalb sollen auch wir unser Leben für unsere Brüder einsetzen. – 1.Johannes 3,16

Solch eine Liebe ist nicht menschlicher Natur; sie ist eine Frucht des Heiligen Geistes, der in deinem Leben wirkt.

Wie bekommst du diese Liebe? Wenn du Jesus in dein Herz aufgenommen und den Heiligen Geist empfangen hast, dann hast du bereits ein Maß von dieser Liebe erhalten, und du kannst Gott immer darum bitten, dir mehr zu geben.

Aber die beste Methode, um mehr Liebe zu bekommen, ist, zu geben, was du bekommen hast. „Dem Großzügigen geht es gut und er ist zufrieden; wer anderen hilft, dem wird selbst geholfen werden.“ – Sprüche 11,25

Sich selbst also vergessen und an andere denken, denn schon ein kleines bisschen Liebe, selbstlos gegeben, kann viel erreichen – viel mehr als du dir je erträumen  könntest. – Rafael Holding

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DEFINITION EINES MERKMALS

Bevor Er verhaftet, ins Gefängnis geworfen, geschlagen und getötet wurde war eine zentrale Stelle in der letzten Botschaft Jesu an Seine Jünger beim letzten Abendmahl: „Daran wird jeder erkennen, dass ihr Meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt. – Johannes 13,35

Die frühen Christen stellten die Welt mit der Liebe Gottes, die sie in Jesus Christus gefunden hatten, auf den Kopf. Die Art und Weise, wie die Christen lebten, überzeugte die Römer, dass ihr Glaube echt war. – David Brandt Berg

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Meine Prinzessin

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Ursprünglich wollten meine Frau und ich den ersten Geburtstag unserer Tochter Audrey zuhause im kleinen Kreis mit ein paar Freunden und Familienmitgliedern feiern. Stattdessen feierten wir schließlich eine extravagante Muffin-Party in dem Restaurant, das ihre Großeltern leiteten. Zugegeben, die Gäste hatten mehr davon als das Geburtstagskind. Audrey verbrachte die meiste Zeit damit, das Geschehen misstrauisch aus der Geborgenheit von jemandes Armen heraus zu verfolgen. Sie weigerte sich standhaft, sich zusammen mit ihrer einsamen Geburtstagskerze für Fotos zu posieren, trotz (oder eben wegen) der zahlreichen Ermunterungsversuche.

Wir sprechen oft darüber, wie schnell die Zeit vergeht, und ich finde, es ist tatsächlich so. Vielleicht liegt es daran, dass ich älter werde. Als Kind schienen für mich Tage, Wochen und Monate – und erst die Jahre – so langsam zu vergehen. Jetzt scheint es erst ein paar Wochen her zu sein, als ich Audrey das erste Mal sah. Ich kann mich noch gut an jenen Tag erinnern, an all meine ersten Eindrücke und Emotionen, als ich zusah, wie die Krankenschwester Audrey das erste Mal badete, und als Audrey dann zum ersten Mal in meinen Armen einschlief.

Vor Audreys Geburt habe ich oft von Eltern gehört, wie schön es ist, Kinder zu haben. Aber davon ich war nicht überzeugt. Mir war bewusst, dass diese Eltern wirklich glücklich waren, aber ich habe nie verstanden wieso. War ihr Leben nicht stressiger, anstrengender und hektischer als vorher? Hatten sie jetzt nicht weniger Freizeit? War es ihnen nicht peinlich, wenn ihre Kinder einen Teller mit Essen umschütteten? Waren sie nicht erschöpft vom Quengeln ihrer Kinder, wenn diese müde waren? Waren sie nicht genervt von ihrem Anklammern oder dem wiederholten, kindlichen Ungehorsam? Ich war mir sicher, ich wäre es. Ich fand es immer schön, die Kinder meiner Freunde um mich herum zu haben. Aber ich dachte, dass mir meine Zeit und Ruhe zu wichtig sind, um jemals selbst eigene Kinder zu bekommen.

Heute kann ich mir mein Leben ohne Audrey gar nicht mehr vorstellen. Jedes Lächeln, jeder Klang von Lachen, jede ihrer neuen Entdeckungen, jedes neue gemeisterte Spielzeug, jedes Tiergeräusch, das sie nachzuahmen lernt, erfüllt mich mit einer großen Freude und Dankbarkeit für ihr Dasein in meinem Leben. Ihre neueste Entdeckung ist, dass sie mit einem durchdringenden Quietschlaut meine Aufmerksamkeit erregen kann, wenn sie mit mir spielen oder ein Buch vorgelesen bekommen möchte. Aber auch das vermindert nicht meine Liebe zu ihr oder verringert nicht die Freude, die sie mir bringt.

Man sollte meinen, dass unserem himmlischen Vater unsere fehlende Weisheit peinlich wäre, dass unsere ständige Hilflosigkeit Ihn ermüdet und unsere eingeschränkten Fähigkeiten Ihn nerven. Aber genauso wenig wie Eltern wird es Gott nie Leid mit uns, und Er wird unserer Anwesenheit nie müde.

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Zeige ehrlich Liebe und Interesse für andere, und es wird dir leicht fallen, Freunde zu gewinnen. Man kann nicht umhin, sich von einem Menschen mit einem liebevollen Auftreten angezogen zu fühlen. Wer andere liebt, wird von anderen wiedergeliebt. Wenn du der Goldenen Regel folgst: „Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden willst.“ – Matthäus 7,12 werden sich die Menschen zu dir hingezogen fühlen, wie die Bienen zum Honig. Früher oder später werden sie ebenso freundlich reagieren. Das ist einer der Vorteile, die man hat, wenn man Jesus kennt und liebt und Seiner Goldenen Regel folgt. – Shannon Shayler

Wahres Glück erlangst du nicht durch eigenes Streben nach selbstsüchtigem Vergnügen und Erfüllung, sondern darin, Gott zu finden, Sein Leben anderen zu schenken und ihnen Freude und Glück zu bringen. Dann wird dir das Glück folgen, dich überraschen und dich überwältigen, und zwar sogar dann, wenn du selbst gar nicht danach gesucht hattest. Finde jemanden, den du glücklich machen kannst, dann wird dich das Glück finden. Beschäftige dich so stark damit, jemand anderen glücklich zu machen, dass du nicht anders kannst, als selbst glücklich zu sein. Zeige anderen uneigennützige Liebe und Interesse, dann werden sie dich so lieben, wie sie noch nie jemanden geliebt haben. – David Brandt Berg

Lasst uns einander mehr liebhaben. Lasst uns miteinander so umgehen, wie andere mit uns umgehen sollen. Lasst die Liebe des Herrn stärker durch uns hindurchscheinen. Lasst diese Liebe durch mehr Vergebung, Verständnis, Gespräche, Anteilnahme, Unterstützung, Mitleid, Zuneigung und in praktischen, liebevollen, fürsorglichen Taten zum Ausdruck kommen.

Lasst uns einen Teil unserer Zeit an andere verschenken. Lasst uns ein offenes Ohr für andere sein. Lasst uns unser Herz und Leben für andere öffnen. Lasst uns schnell vergeben und vergessen. Lasst uns versuchen, unseres Bruders Hüter zu sein. Lasst uns nicht die einfache Zuneigung zurückhalten, die so wunderbar des Herrn Liebe vermittelt. Lasst uns von ganzem Herzen versuchen, ein gutes Beispiel für andere zu sein. Lasst uns eine starke Schulter sein, an der man sich anlehnen oder ausweinen kann. Lasst uns nicht vorschnelle Schlüsse ziehen oder unfair urteilen, sondern stattdessen im Zweifel zugunsten derjenigen entscheiden, die gestrauchelt sind. Lasst uns einander unsere Lasten tragen und auf diese Weise Gottes oberstes Gebot erfüllen: Liebe. Lasst uns danach streben, anderen gegenüber ein Beispiel von Gottes bedingungsloser Liebe zu sein. – Maria Fontaine

Jeder übt Einfluss auf andere aus. Jemand, der sich liebevoll verhält, wird andere anspornen, es ihm gleich zu tun. Wenn alles, was du tust, ist, Liebe zu zeigen, wird jemand anderes von dieser geistigen Kraft angesteckt werden. Sie ist äußerst ansteckend – die aktive Liebe Christi – und sie breitet sich von Herz zu Herz aus. Wenn wir mit genügend Liebe strahlen, werden andere sie reflektieren. – David Brandt Berg

Liebe kann wunderbare Kettenreaktionen auslösen. Sobald sich jemand voller Liebe jemand anderem zuwendet, setzt er eine immerwährende Kettenreaktion der Liebe in Gang. Eine einzige liebevolle Handlung, ein liebevolles Wort oder auch nur ein liebevoller Gedanke ist alles, was dazu nötig ist. Liebe erzeugt Liebe. – Shannon Shayler

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Soziales Bewusstsein

Von Lani Woods

„Wen möchten sie hier besuchen?“, fragte mich die zierliche dunkelhaarige Krankenschwester, als ich im Wartebereich des Krankenhauses saß, einen Tee schlürfte und in einer Zeitschrift blätterte.

„Meinen Neffen“, gab ich lächelnd zur Antwort. „Er schläft gerade und deshalb warte ich hier.“

„Oh, er braucht wirklich Besuch. Er ist ja noch ein Kind“, sagte sie in ihrer mütterlichen Art. Obgleich mein fast erwachsener Teenager-Neffe mich an Körpergröße überragt, wenn er nicht gerade in einem Krankenhausbett dahinsiecht, kann ich mich doch noch an seine Pausbäckchen und pummeligen Beinchen erinnern, als ich ihn als drei Monate altes Baby zum ersten Mal in meinen Armen hielt.

Die Schwester, ebenso wie der freundliche Pfleger vor dem Zimmers, der mir zeigte, wie der Plastikkittel zu tragen sei, der den ganzen Körper bedeckte, sprach mit Zuneigung von meinem Neffen. „Wir machen uns Sorgen um ihn. An manchen Tagen kommt niemand vorbei, um ihn zu besuchen.“ Ich nickte zustimmend. Auch wenn er in Quaran-täne lag und Chemotherapie bekam, war es doch nicht so, dass wir alle jeden Tag zu jeder Zeit hereinschauen konnten.

Ein wenig später gab mir mein Neffe während des Gesprächs seine Handynummer und sagte, er würde sich darüber freuen, wenn ihn mehr Leute anrufen würden. In diesem Moment empfand ich noch stärker als zuvor, dass jegliche Ausreden äußerst mager erscheinen würden. Ist es wirklich so schwer, einmal zum Telefonhörer zu greifen?

Ich selber war als Kind kränklich, sowie als Teenager und in meinen Zwanzigern. Ich erinnere mich, ans Bett gefesselt gewesen zu sein, während meine robusteren Ge-schwister und Freunde draußen herumsprangen, die frische Luft und den Sonnenschein genossen, Fahrrad fuhren, mit ihren Kameraden spielten und Spaß hatten. Es war schwer, mit dem Gefühl der Frustration über die Schwachheit meines Körpers umzugehen. Und jeder Besuch von Menschen, die mich nach meinem Ergehen fragten, bedeutete mir viel. Während der Zeit meiner Krankheit fühlte ich mich oft einsam, aber jetzt, da ich gesund bin, erfinde ich Ausreden. „So gut kenne ich ihn doch gar nicht.“ … „Er findet mich vielleicht gar nicht so cool.“ … „Wieso sollte er Zeit damit verbringen wollen, um mit seiner Tante zu plaudern?“

In unserer modernen schnelllebigen Zeit versuchen wir, Arbeit und Kinder, Haushalt und Haustiere, Einkäufe und andere Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Wir le-ben in einer Ära größter Herausforderungen, was den Faktor Zeit anbelangt.

Aber wenn wir eines Tages Jesus begegnen, wird Er nicht sagen: „Du warst ziemlich beschäftigt, dennoch konntest du Zeit finden, diesen dicken Roman zu lesen oder deine Fußnägel zu lackieren. Toll gemacht!“ Vor 2000 Jahren regelte Er freundlich unsere Prioritäten, als Er sagte: „Ich war hungrig, … ich war durstig, … ich war ein Fremder, … ich war nackt, … ich war krank, … ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.” (Matthäus 25,34-40)

Bei solcher Klarheit fallen unwichtigere Dinge einfach weg.

Anmerkung: Wie viele Menschen gibt es in Krankenhäusern und Pflegestätten denen es genauso geht, dass sie wenig Besuch bekommen, oder ihr Besuch ihnen nicht wirklich die Kraft geben können, die sie bräuchten, weil sie selbst den nicht kennen, der, wenn alles andere Versagt, dich stützt und hält. In Krankenhäuser zu gehen, ist ein wunderbarer Weg, um Jesus Willen von Matthäus. 25,34-40 zu erfüllen.

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In Krankheit und Gesundheit

Von Bryan Clark

Kürzlich sah ich den Film „Love and other Drugs“ („Nebenwirkungen inklusive“), eine Romantikkomödie, die auf den Memoiren von Jamie Reidys Buch „Aggressive Ver-kaufsmethoden: Die Evolution eines Viagra Verkäufers“ basiert.

Während ich zunächst dachte, der Film wäre ein buntes Allerlei enthielt er doch eine Art nüchterne und sachliche Liebesgeschichte, die nicht dem typischen romantischen Liebesfilm oder dem üblichen Hollywoodstil entsprach: Die junge und hübsche Maggie Murdock (Anne Hathaway) ist unheilbar an Parkinson erkrankt. Für mich machte das die Teile des Films wieder wett, die mir nicht so gut gefallen haben. Denn im wirklichen Leben, in der realen Welt und in echten Beziehungen kommen diese Szenarien tatsächlich vor.

Vor ein paar Wochen hörte ich mir ein herzzerreißendes Interview mit Toben Heim an. Toben hat zusammen mit seiner Frau Joanna etliche Bücher geschrieben. In dem Interview sprach Toben über seine Ehe, sein tiefergehendes Engagement für seine Partnerschaft, seit Joanna einen schweren Schlaganfall erlitten hat, der sie lähmte, ihr die Sprache raubte und ihr schreckliche körperliche und seelische Schmerzen bereitete. Es war sehr berührend, zu hören, was geschehen war; wie es ihr Leben und das ihrer Kinder beeinflusste; wie es die Liebe zu seiner Frau vertieft und seinen Glauben an Gottes Verheißungen gestärkt hatte.

Ebenfalls las ich kürzlich einen Auszug aus einem Interview mit Laura Hillenbrand, der Bestseller-Autorin von „Seabiscuit: An American Legend“ [„Der Hufschlag des Siegers – Die Geschichte eines legendären Rennpferdes“, verfilmt unter dem Titel: „See-Biskuit – Mit dem Willen zum Erfolg“] „Sie ist bekannt für ihre lebhafte Erzählweise und ausgeprägten Charaktere. Sie selbst aber ist seit Jahrzehnten ans Bett gefesselt, da sie an einer schweren und schwächenden Krankheit leidet. Manchmal hat sie nicht einmal die Kraft, zu sprechen oder sich im Bett herumzudrehen.

Als der Interviewer sie fragte, wie sie denn damit zurechtkomme, betonte Hillenbrand die Rolle ihres Mannes – ihrem „Schulschwarm“. Sie erzählte: „[Bei unserer Vermählung] war ich zu krank, um zum Empfang zu gehen. Ich war nur für wenige Minuten anwesend. Er hat viel mit mir durchgemacht. Einige Ehen wären daran zerbrochen, uns hat es zusammengeschweißt. Wir haben ein tieferes Verständnis füreinander. Er sieht mich nicht als Kranke, sondern als das, was ich wirklich bin. Es ist nicht einfach, als Paar mit einer Krankheit zu leben.“

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Beim Lesen ihrer rührenden Geschichte und dem Gedanken, was für ein außergewöhnlicher Engel der Mann sein müsse, mit dem sie verheiratet ist, musste ich unweigerlich an meine eigene Situation denken und an alles, mit dem sich meine engelhafte Frau, Kristina, selbstlos bei mir Jahr um Jahr abfinden muss. Dabei geht es hier nicht nur um meine regelmäßigen Migräneanfälle und andere chronische Krankheiten, bei denen sie mir geholfen hat, sie zu überstehen. Dies alles hat mit Sicherheit ihr Leben nachhaltig beeinflusst. Doch es geht auch um alles andere, das sie von meiner Seite her engelhaft überlebt hat. – Ein Verhalten, wie ich es selbst sehr schwer erduldet hätte, wenn ich an ihrer Stelle gewesen wäre.

Ich glaube, man kann ohne weiteres behaupten, dass die meisten von uns auf die eine oder andere Weise unter irgendetwas leiden. Die Wahrheit ist, dass es zudem nicht leicht ist, eine Beziehung zum Funktionieren zu bringen. Wir alle haben Schwächen und anhaltende Probleme. Sie verlangen ein unendliches Maß an opferbereiter, bedingungs-loser Liebe und Vergebung von unserem Partner. Ich weiß, wovon ich spreche, da auch ich davon betroffen bin. Ich weiß nicht, wie Kristina es all die Jahre mit mir ausgehalten hat. Aber sie hat es geschafft, und darum bewundere ich sie. Und ich danke Gott, dass Er sie mir zur Seite gestellt hat. Sie ist ganz bestimmt eine Heilige.

Vor ein paar Monaten hörte ich ein sehr bewegendes Interview (2012). Dieses Mal wurden Joni Eareckson Tada und ihr Mann Ken befragt. Joni (Tschohnny ausgesprochen) leidet seit langem an Tetraplegie (= Lähmung der Arme und Beine) und ist mittlerweile auch an Brustkrebs erkrankt. Das Interview war ein solch bewegender Bericht des Glaubens und gegenseitiger ehelicher Widmung und Hingabe, dass ich es nie wieder vergessen werde. Mit Krebs zurechtzukommen und die schwächenden, medizinischen Behandlungen durchzumachen, ist für jeden schwierig genug, doch es war sehr ergreifend zu hören, welchen Herausforderungen Joni und Ken gegenüberstanden. Die eigentliche Absicht des Interviews war, die Öffentlichkeit über Jonis Krebserkrankung und ihrer Behandlung auf dem Laufenden zu halten und um Gebet für die beiden zu bitten. Doch im Verlauf der Fragestunde wurde daraus weit mehr als das – eine wundervolle und erstaunliche Liebesgeschichte.

Beim Zuhören war ich zu Tränen gerührt. Nicht allein wegen der Geschichte der Kämpfe, die diese wunderbare Frau durchzustehen hatte, sondern mehr noch wegen der tiefen Liebe, die in der bebenden Stimme ihres Mannes zum Ausdruck kam, als er zutiefst bewegt schilderte, wie schwer es für ihn gewesen war, Joni unter solchen extremen Schmerzen leiden zu sehen. Das alles hatte die beiden noch enger zusammengebracht und die Liebe zwischen ihnen noch weiter verstärkt.

Joni schilderte: „Es ist eigentlich wunderbar – wenn es dich am härtesten trifft und das Ganze zum Alptraum wird – dass du dann jemanden hast, der an deiner Seite steht.

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Einmal hatte ich nachts starke Schmerzen und betete kurz vor dem Schlafengehen, „Oh Herr, könntest du dich bitte heute Nacht zeigen? Lass mich dich sehen und dich fühlen. Gib mir Gewissheit, dass du bei mir bist. Du hast versprochen, mich niemals zu verlassen oder mich im Stich zu lassen. Lass mich das heute Nacht bitte spüren.“ (Denn Gott hat gesagt: »Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen. – Hebräer 13,5)

„Was jedoch geschah, war, dass ich Ken aufwecken musste, um mir zu helfen. Wie er da so stand im schwachen Schein der Nachttischlampe, sagte ich, ‚Du bist es! Du bist Jesus! Ken, ich spüre Ihn in deiner Berührung, ich sehe Ihn in deinem Gesicht, in deinem Lächeln. Ich höre Ihn im Ton deiner Stimme.‘ Und es war das schönste Gefühl, das ich je hatte, Jesus in meinem Gatten gegenwärtig zu wissen.“

Ich kann völlig nachvollziehen, was Joni sagte. Dankbarerweise musste ich so etwas wie sie nie durchmachen, etwas, womit sie so tapfer schon seit Jahrzehnten lebt, seit sie durch einen Tauchunfall gelähmt wurde. Doch die, die mich näher kennen, wissen, dass ich diverse Gesundheitsprobleme habe und unter Schmerzen leide. Zeitweise war ich so krank oder hatte solche Schmerzen, dass ich weder denken noch reden konnte. Ich bin sicher, dass die Menschen, die anhaltende Gesundheitsprobleme haben, das sehr gut nachempfinden können.

Doch selbst in den aller schwierigsten Zeiten, war Jesus immer an meiner Seite, um mich zu beruhigen, zu trösten und letztendlich wieder gesund zu machen. Unzählige Male war es Kristina, die Jesus für mich gewesen ist, mit ihrer liebevollen Pflege, ihrer unendlichen Geduld, ihrer zähen Ausdauer und bedingungslosen Liebe. So ist sie einfach. Wie Joanne Heims Ehemann, Laura Hillenbrands Ehemann, Joni Eareckson Tadas Ehemann und unzählige weitere Partner und Partnerinnen, von denen die Welt nie gehört hat, geht meine Frau mit mir durch dick und dünn, in Krankheit und in Gesundheit.

Natürlich gibt es Momente in unserem Leben, in denen niemand dergleichen für uns da ist. Doch selbst in diesen Zeiten ist Jesus immer da. Er sieht, was uns fehlt, unsere Krankheiten berühren Ihn (Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir… _ Hebräer 4,15) und Er versagt nie darin, uns aus dunkelsten Nächten heraus zu bringen. Selbst wenn wir Ihn nicht so huldigen, wie wir sollten, bleibt Er doch treu an unserer Seite. Was auch geschieht, Er ist immer da.

Doch wenn es da jemand anderen in deinem Leben gibt, – einen Partner, einen Verwandten oder einen engen Freund oder enge Freundin – jemand, der bereitwillig und entschlossen ist, für dich da zu sein, egal, was du durchmachst, jemand, der dich nicht als Kranken betrachtet oder als das Häufchen Elend, das du eigentlich bist, sondern als das, was du gerne sein möchtest und könntest, dann ist das etwas Erstaunliches, Wunderbares – fast zu schön, um wahr zu sein.

Mögen wir alle, Tag ein, Tag aus, opferbereit, selbstlos und liebevoll leben und Jesus für jene sein, mit denen Gott uns zusammen bringt, „in guten wie in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit.“

Was genug Liebe erreichen kann

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Aller Guten Dinge sind drei

Yvette Gladstone

Ich bin zum dritten Mal verheiratet – eine Tatsache, die ich nicht unbedingt in Gegenwart frisch Vermählter erwähne. Ich bin dankbar für meine beiden ersten Ehen, denn daraus gingen mehrere wunderbare Kinder hervor, meine kostbarsten Schätze, aber für mich ist das dritte Mal zauberhaft.

Als meine zweite Ehe endete, dachte ich: Das war´s, nun bin ich alleinerziehende Mutter und würde für meine Kinder mein Bestes geben. Ich hatte die Nase voll von Eheerfahrungen und rechnete nicht damit, noch einmal einen anderen Mann in meinem Leben zu haben. Aber ich lag falsch.

Jeden Tag sehe ich Gottes Liebe für mich in den Augen meines lieben Gatten. Er ver-liebte sich nicht nur in mich und heiratete mich, nein, zudem adoptierte er 5 meiner Kinder, die damals noch minderjährig waren. Das geschah vor über 10 Jahren, und wir sind heute noch immer glücklich verheiratet.

Was unsere Ehe noch ungewöhnlicher macht, ist die Tatsache, dass auch er vorher bereits zweimal verheiratet war. Wir verstehen nicht alle Gründe, warum unsere Lebenswege diesen Verlauf nahmen, und ehrlich gesagt, ist es demütigend für uns, zugeben zu müssen, dass vier fehlgeschlagene Ehen zwischen uns liegen. Aber wenn Gott uns trotz unserer Mängel, Schwachheiten und Fehler lieben und akzeptieren kann, dann kann Er uns auch jemanden aus Fleisch und Blut über den Weg schicken, der uns so liebt und akzeptiert, wie wir sind, ist das nicht beeindruckend?

Wegen unserer ähnlichen Vergangenheit können wir einander besser verstehen und unsere Gedanken in der Tiefe unseres Herzens austauschen. Wir lachen zusammen, wir weinen gemeinsam und teilen unsere wunderbaren Erfahrungen im Leben miteinander. Ganz am Anfang unserer Beziehung beschlossen wir, Gott in das Zentrum unseres Lebens zu rücken, und wir halfen uns gegenseitig dabei, diese Verpflichtung einzuhalten. Täglich lesen wir gemeinsam Gottes Wort, beten zusammen und sprechen über die verschiedenen Lektionen, die Gott uns als Paar und jedem persönlich lehrt. Wir lernen immer noch voneinander, und das hilft uns, uns einander mehr zu respektieren. Unsere Ehe ist eine geistig äußerst zufriedenstellende Verbindung geworden.

Mein Rat an frisch vermählte Paare ebenso wie an solche, die durch steinige Ehezeiten gehen, oder die sich von einer zerbrochenen Beziehung erholen, lautet: Gottes Liebe macht den wahren Charme in einer Ehe aus. Ob man es beim ersten Mal entdeckt oder wie wir erst später, Gottes Liebe macht den Unterschied, und sie enttäuscht einen nie.

Liebe versagt nie… – 1.Korinther 13,8, nach der KJV

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„Wissen kann andauern, Prinzipien können andauern, Angewohnheiten können andauern; aber Gefühle kommen und gehen… Natürlich muss nicht mehr „verliebt“ zu sein nicht bedeuten, dass man aufgehört hat zu lieben. Liebe in diesem zweiten Sinn, diesem zweiten Stadium – Liebe, im Unterscheid zu „verliebt sein“ – ist nicht lediglich nur ein Gefühl. Es ist eine tiefe Vereinigung, aufrechterhalten durch den Willen und absichtlich und bewusst gestärkt durch Angewohnheiten; untermauert (in einer christlichen Ehe) durch Gnade, nach der beide Partner sie von Gott erbitten und erhalten…

„Verliebt sein“ bewegte sie zuerst zu Treue: diese stillere Liebe macht es für sie möglich, dieses Versprechen zu halten. Durch diese Liebe wird die „Ehemaschine“ angetrieben: verliebt sein war die Zündung die sie in Gang brachte.“ – C. S. Lewis

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LASS MICH DIR SAGEN WIE

Eine geistige Übung   – Von Abi F. May

In einem ihrer berühmtesten Gedichte verfasste Elizabeth Barrett Browning eine wunderschöne Liebeserklärung, die so beginnt:

 

Wie liebe ich dich?
Lass mich dir sagen, wie!
Ich liebe dich bis in alle Tiefe und Weite und Höhe, die meine Seele erreichen kann.

Diese Worte sind ein wunderbares Echo eines anderen Ausdrucks von Liebe. Dieses Mal ist der Verfasser der Apostel Paulus, und er spricht nicht von der Liebe zwischen Menschen, sondern von der Liebe Gottes zu jedem einzelnen Seiner Kinder:

Ich bin überzeugt: Nichts kann uns von Seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen. Und wären wir hoch über dem Himmel oder befänden uns in den tiefsten Tiefen des Ozeans, nichts und niemand in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus, unserem Herrn, erschienen ist. – Römer 8,38-39

Gott  liebt dich auf diese Weise?
Wirklich?
Sogar mit all deinen Fehlern und Schwächen?
Ja, das tut Er! Keiner von uns ist perfekt (sieh Römer 3,23), aber Gottes Liebe wird dadurch nicht geschmälert.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit, um über folgende Aussagen über Gottes Liebe zu dir zu meditieren. Versuche nicht, sie zu analysieren; nimm die Worte einfach nur in dir auf und ruhe in dem Wissen, dass Seine Liebe für dich bedingungslos und unendlich ist.

Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt. – Jeremia 31,3 

Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen. — Hebräer 13,5

[Ich wünschte, ihr könntet] … begreifen, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist,- das ganze Ausmaß – … und die Liebe Christi erkennen könnt, die alle Erkenntnis übertrifft, – eine Liebe, die größer ist, als ihr je begreifen werdet – damit ihr erfüllt werdet mit der ganzen Gottesfülle. – Epheser 3,18-19

Seht, die Liebe Gottes. In all den Jahren die vergangen sind, hat sie nie versagt. Wenn wir fielen, hat sie uns aufgerichtet; wenn wir abschweiften, hat sie uns zurückgerufen; wenn wir schwach wurden, hat sie uns wieder neu belebt und gestärkt; wenn wir sündigten, hat sie uns vergeben; wenn wir weinten, hat sie uns getröstet. In jenen Momenten der Qual, Zweifel und fast Verzweiflung, an die sich so mancher erinnern kann, war sie vollkommen genug. – Pfarrer Canon Money

Gott liebt dich so, als wärst du die einzige Person auf der Welt, und Er liebt jeden so, wie Er dich liebt. – Heiliger Augustinus (354–430)

Jetzt bist du an der Reihe, deine Liebe auszudrücken. Vielleicht möchtest du Gott einen Brief, ein Gedicht oder eine Karte schreiben. Sag Ihm, was Er dir bedeutet. Was bringt deinem Leben Seine Gegenwart, Seine Gaben und das Versprechen des ewigen Lebens? Wie beeinflusst dich das Wissen über Seine bedingungslose Liebe? Fasse deine Gefühle in Worte, so wie es David in alten Zeiten immer und immer wieder im Buch der Psalmen tat. „Dich, Herr, will ich preisen von ganzem Herzen, von all deinen Wundern will ich erzählen.“ – Psalm 9,2

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Jesus, Deine Liebe berührt
Deine Liebe berührt mich; sie berührt mein Herz. Sie erweckt mir Leib und Seele; ich fühle mich wie neu. Jeder Tag mit Dir ist frisch, neu und hell; Du bringst Licht in mein Leben.
Ich danke Dir Jesus für das Privileg im Glauben nahe bei Dir gehen zu können. Danke Jesus für Glauben. Ich danke Dir für die Macht deines Geistes. Danke, dass Du jeden von uns durch unser Leben führst. Danke, dass Du jeden von uns ganz individuell liebst.
Ich danke Dir Jesus, dass ich zu jeder Zeit mit Dir reden kann – wann immer ich möchte. Ich kann Dir mein Herz ausschütten und Du bist immer da. Danke, dass Du die nötige Antwort hast und mir antwortest.
Ich danke Dir für dein Wort, das viele Antworten gibt. Danke, dass ich zumindest einiges kenne, denn es ist ein andauernder Prozess, noch mehr zu lernen.
Danke, dass Du mich befreit hast — frei um für Dich zu leben, frei von den Fesseln der Furcht. Du sagst uns, wo dein Geist ist, da ist Freiheit. Ich weiß. Ich habe es erlebt und ich bin so dankbar. – Aus dem Büchlein „Mein König und ich“ Gebete der Dankbarkeit und des Lobpreises in Liebe zu Jesus“. Erhältlich auf Anfrage.

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07-Gal-Liebe-10Von Jesus mit Liebe für dich:
KEINE BEDINGUNGEN
Ich liebe dich nicht dafür, was du bist oder was du nicht bist. Ich liebe dich nicht dafür, wer du bist. Ich liebe dich nicht dafür, wie viel du tust, oder wie gut du es tust. Ich liebe dich nicht dafür, wie wenig du sündigst und vermasselst, oder wie oft du das Richtige tust. Ich liebe dich einfach – ohne damit verbundene Bedingungen. Diese Wahrheit mag schwer zu begreifen sein, aber sobald du sie verstanden hast, wird alles in deinem Leben eine neue Bedeutung und eine neue Tiefe, eine neue Realität annehmen. Du bist vollkommen, weil du geliebt wirst. Du bist frei, weil du geliebt wirst. Du bist fähig, andere wahrhaft zu lieben, weil du vollkommen und bedingungslos geliebt wirst.
04-comeIch entschied mich nicht dazu, dich aufgrund deiner Liebe zu mir zu lieben, oder aufgrund dessen, was du für mich tust. Ich liebte dich schon, bevor irgendetwas Derartiges existierte, bevor du deinen ersten Atemzug getan hast.
Ich liebe es, wenn du mir sagst, dass du mich liebst, und wenn du diese Liebe in die Tat umsetzt, indem du im Gebet näher zu mir kommst. Ich liebe es, wie du mich liebst, und wie du dir wünschst, mir zu gefallen. Aber selbst wenn dies abnehmen oder von den Sorgen des Lebens verdrängt würde, besteht meine Liebe für dich unverändert weiter. Meine Liebe für dich wird nicht weniger, und ich bin nie zu beschäftigt für dich.

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