Riesen im Land!

RIESEN IM LAND!

4.Buch Mose 13-14; 5.Buch Mose 1:19-46; 9:1-13; Josua 11:21-23; 14:6-15; 15:13-17

Es waren jetzt schon viele Monaten vergangen, seit die Israeliten Ägypten verlassen hatten, und nun lagerten sie bei Kadesch-Barnea in der Wüste. Nur einige Meilen nördlich lag das Bergland des Verheißenen Landes. Moses rief das Volk zusammen und sprach: »Wir haben das Land erreicht, das der Herr unser Gott uns verheißen hat, zu geben, also geht hinauf und nehmt Besitz davon, wie der Herr euch gesagt hat! Fürchtet euch nicht!«

Die Ältesten von Israel waren nicht so sicher, dass sie das tun könnten und zögerten und sagten: »Lass uns zuerst Männer losschickenen, die das Land für uns erkunden sollen. Sie sollen herausfinden, wie wir am besten ins Land kommen können  und wie die Städte sind, zu denen wir kommen werden.«

Trotz ihrem Mangel an Glauben war der Herr mit ihrem Plan einverstanden und sagte zu Mose: »Wähle aus jedem der 12 Stämme ein Oberhaupt aus und sende sie aus, das Land Kanaan auszukundschaften.« Und so wählte Mose die Kundschafter aus und sandte sie los.

Die 12 Spione verkleideten sich und gingen hinauf und erkundeten das Land von einem Ende bis zum anderen. Auf ihrem Weg zurück hielten sie schließlich bei der Bergstadt Hebron an.

Sie schauten die Stadt an, und einer der Spione, mit Namen Palti, rief aus: »Schaut euch die Höhe dieser kolossalen Befestigungsmauern an! Sie reichen bis zum Himmel hinauf!«

Jos-Riesen»Und schau wer hier lebt!« rief ein anderer Spion mit Namen Nachbi, aus.

»Du lieber Himmel!«, Palti rang nach Luft, als er die Straße hinunterblickte. »Riesen

Ein paar große, haarige Riesen kamen vorbeigeschritten und wendeten unheilvoll ihre Köpfe und schauten grimmig auf die kleinen Männer hinunter. »Wer sind denn diese kleinen Heuschrecken?«, brüllte einer von ihnen mit einer tiefen, polternden Stimme, und zeigte mit seinem riesigen Speer in ihre Richtung. Der andere Riese brüllte vor Lachen:» Du meinst diese kleinen Feldmäuse?«

Nachbi zitterte, Schweiß perlte von seinem Gesicht, und er stammelte: »L-l-lasst uns abhauen! – Sch-schnell!«

Aber Kaleb sagte entschlossen: »Nein. Wir müssen zuerst mehr über diesen Ort herausfinden!« Er und Josua ließen den Rest der Kundschafter zurück, gingen Richtung Stadt und verschwanden in den massiven turmartigen Toren. Es vergingen mehrere Stunden, bis sie, nachdem sie die Stadt ausspioniert hatten, zurückkehrten. Sie hatten herausgefunden, dass alle Hügel rund um Hebron von einem Stamm von Riesen bewohnt waren, die als die Amalekiter bekannt waren, von denen ein jeder über 3 Meter groß war!

»Hebron wurde umbenannt zu Kiriath-Arba, nach dem größten der Riesen, Arba,« sagte Josua, »und sie wird von drei Riesen regiert!«

»Ich bin davon überzeugt, dass wir die Stadt erobern können!« fügte Kaleb hinzu. »Es wird ein Kampf sein, aber …«

»Die Stadt erobern?! – Bist du verrückt?« schnaubte der Kundschafter Gaddi. »Ich möchte dieses Land der Riesen nie mehr wieder sehen!«

Als die Spione die Stadt verließen, gingen sie in das Tal des nahegelegenen Eschkol-Baches hinunter, wo die Weingärten der Riesen in der Sonne reiften. Sie schnitten eine Rebe mit einem Büschel von Trauben ab, die dann zwei von ihnen zusammen mit den anderen Früchten zu Mose zurück trugen.

Vierzig Tage waren vergangen bis sie schließlich südlich von Kadesch-Barnea, in der Wüste zurück waren. Mose und Aaron und das ganze Lager kamen, als sie die Spione zurückkommen sahen, heraus, um sie zu begrüßen. Die Spione zeigten dem Volk all die mitgebrachten Früchte und Josua erzählte Mose: »Wir gingen in das Land, in welches du uns gesandt hast, und es ist tatsächlich ein sehr reiches Land, das von Milch und Honig fließt, wie der Herr es verheißen hat!«

Aufgeregt begann das Volk darüber zu diskutieren, wie sie hinaufgehen und das Land einnehmen sollten, aber Palti und die anderen stellten alles negativ dar und sagten: »Aber das Volk, das dort lebt, ist stark, und die Städte sind befestigt und sehr groß! – Und zudem leben die Anakiter dort! – Sie sind eine Rasse von grimmigen Riesen, über 3 Meter groß!«

Das Volk begann bestürzt zu murren, aber Kaleb rief: »Wir sollten sofort hochgehen und vom Land Besitz ergreifen, ohne zu zögern, denn wir sind sehr wohl in der Lage, es zu tun!«

Aber Nachbi protestierte: »Wir können sie nicht angreifen! Sie sind weit stärker als wir sind!«

Dann begannen Nachbi und die anderen Spione weitere entmutigende Nachrichten und selbst Gerüchte zu verbreiten. Palti sagte: »Das Land, durch das wir gezogen sind, um es zu erkunden, verschlingt seine Bewohner! Und ihre Städte sind stark und bis zum Himmel hinauf mit Mauern umgeben!«

»Ja« pflichtete Nachbi bei, »Und alle Menschen dort sind von enormer Größe! Wir fühlten uns wie Heuschrecken, im Vergleich zu ihnen! Es gibt sogar ein Sprichwort in Kanaan, das sagt: ‚Wer kann gegen die Anakiter bestehen?’«

Als sie das hörten, weinte das ganze Volk laut und fingen an, gegen Mose und Aaron zu murren. »Warum hat uns der Herr in dieses Land geführt, damit wir durchs Schwert fallen?«, riefen sie. »Und unsere Frauen und Kinder werden als Sklaven verschleppt werden. Lasst uns einen Anführer wählen und nach Ägypten zurückkehren!«

Andere riefen aus: »Wären wir doch bloß in Ägypten oder hier in der Wüste gestorben!«

Da zerrissen Josua und Kaleb ihre Kleider und sagten zur gesamten Versammlung: »Das Land, das wir durchwandert und ausgekundschaftet haben, ist sehr gut! Und wenn der Herr Gefallen an uns hat, wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben! Aber lehnt euch nicht gegen den Herrn auf und habt keine Angst vor den Bewohnern des Landes. Sie werden eine leichte Beute für uns sein! sie haben keinen Schutz, aber mit uns ist der Herr!«

Aber das Volk antwortete: »Weil der Herr uns hasst, hat Er uns aus Ägypten hierher geführt! – Damit wir von den Amoritern und den Riesen, vernichtet werden! Denn wie können wir sie bekämpfen? – Unsere Brüder haben uns den Mut genommen!«

Dann rief Mose: »Habt keine Angst vor den Riesen! Der Herr euer Gott, der vor euch hergeht, der wird für euch kämpfen!«

Aber es war zu spät. Das ganze Lager hatte all seinen Glauben an den Herrn verloren und sogar darüber angefangen zu reden, Kaleb und Josua steinigen zu wollen. Aber plötzlich erschien die Herrlichkeit des Herrn über der Stiftshütte, und der Herr sprach zu Mose: »Wie lange will dies Volk nicht an Mich glauben und Mir vertrauen trotz all der Wunder, die Ich unter ihnen getan habe?«

»Wie lange soll Ich dieses böse Volk noch ertragen, das Mich bezweifelt und gegen Mich murrt? Ich habe ihre Klagerei und ihr Murren, womit sie gegen mich gemurrt haben gehört! Sage ihnen: »So wahr ich lebe, werde Ich euch genau das antun, mit dem ihr Mir in den Ohren gelegen habt, spricht der Herr. Ihr sollt hier in der Wüste sterben! – Alle, von 20 Jahre an, die gegen Mich gemurrt haben! Nicht einer von euch soll in das verheißene Land gehen!«

»Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will Ich in das Land bringen, und seine Nachkommen sollen es besitzen! Und Josua wird Israel führen, um es einzunehmen!«

»Aber eure Kinder, o ihr Rebellen, von denen ihr gesagt habt, sie würden von euren Feinden verschleppt werden, bringe ich sicher in das Land und sie werden davon Besitz ergreifen. Sie werden das Land genießen, das ihr verschmäht habt! Eure Leichen werden jedoch in der Wüste verwesen. 40 Jahre lang werdet ihr leiden für euren Mangel an Glauben, und werdet herumwandern bis auch der Letzte von euch in der Wüste gestorben ist! Kehrt nun um und geht zurück in die Wüste!«

Dann schlug der Herr die zehn Spione, die den entmutigenden Bericht zurückgebracht hatten, und sie alle starben an einer Plage!

Jos-UnglaubeDas gesamte Lager weinte und klagte vor dem Herrn, aber Er zeigte ein taubes Ohr und schenkte ihnen keine Aufmerksamkeit. Also wendeten sie sich wieder um Richtung Wüste, und begannen ihre langen, langen Jahre der Wanderschaft. Schließlich waren die 40 Jahre vergangen, und der letzte von der alten Generation starb. Mose war jetzt selbst schon sehr alt und nahe am Sterben; da sagte er zur jüngeren Generation von Israeliten: »Hör, O Israel! Ihr seid im Begriff den Jordan zu überqueren, um Völker zu vertreiben, die größer und mächtiger sind als ihr. Sie leben in großen Städten mit Mauern, die bis in den Himmel reichen! Sie sind hoch gewachsen und stark – Nachkommen der Anakiter. Aber seid versichert, der Herr, euer Gott, wird vor euch herziehen wie ein verzehrendes Feuer und sie vernichten. Er wird sie in eure Hand geben, sodass ihr sie schnell vertreiben und vernichten könnt, wie der Herr es euch versprochen hat!«

Nachdem Mose gestorben war, führte Josua mutig die Armeen von Israel ins Verheißene Land, und bald hatten sie weite Teile davon erobert. Als sie das Land zwischen den 12 Stämmen aufteilten, kam Kaleb zu Josua und sagte: »Denke daran, was der Herr in Kadesch-Barnea zu Mose, dem Mann Gottes, über dich und mich sagte. Ich war 40 Jahre alt, als mich Mose losschickte, um das Land zu erkunden. Und ich brachte einen guten Bericht zurück. Deshalb schwor mir Mose an diesem Tag: ‚Das Land, das du betreten hast, wird für immer der Erbteil deiner Familie sein, weil du dem Herrn, meinem Gott treu gefolgt bist.’«

Mit Gottes Hilfe werde ich das Land einnehmen!

Mit Gottes Hilfe werde ich das Land einnehmen!

Der weißhaarige alte Mann hielt seinen Speer in der Hand und sagte: »Der Herr hat mich seit damals 45 Jahre lang am Leben erhalten, und hier bin ich heute, mit 85 Jahren! Ich bin immer noch so stark wie damals, um in die Schlacht zu ziehen, wie ich es damals war. Gib mir jetzt das Bergland von Hebron, das der Herr mir versprochen hat! Die Riesen sind dort und ihre Städte sind groß und befestigt. Doch wenn der Herr mit mir ist, werde ich sie aus dem Land vertreiben, wie der Herr gesagt hat!«

Da segnete Josua Kaleb und gab ihm Hebron als Erbteil. Und Kaleb führte seinen Stamm in der Kühnheit und Macht des Herrn, seines Gottes, hinauf in die Berge! In der grimmigen Schlacht, die darauf folgte, besiegte er die Armee der Riesen und nahm ihre Städte ein! Von da aus marschierte er gegen die Riesen, die im nahegelegenen Debir lebten, und sein junger Neffe Otniel griff an und besiegte sie! Josuas Armeen vernichteten dann die Anakiter auf dem restlichen Bergland, sodass keine Riesen mehr übrigblieben im ganzen Land Israel!

 

Zum Nachdenken

(1) Die 10 ängstlichen Spione gingen im Sehen und nicht im Glauben (sie sahen auf die Riesen und hohen Mauern), aber noch schlimmer war, sie und das Volk bezweifelten des Herrn Verheißungen, dass Er sie segnen würde und ihnen helfen würde, das Verheißene Land zu erobern. Paulus sagte, dass sich der Herr deshalb »40 Jahre grämte« über ein Volk, das keinen Glauben hatte! »Aber das Wort der Predigt half jenen nichts, weil es nicht mit Glauben verbunden wurde bei denen, die es hörten.« (Hebräer 4:2)

(2) Die furchtsamen Berichte der Spione brachten die Leute zum Zweifeln. Abtrünnige werden selten alleine abtrünnig! – Sie nehmen fast immer andere mit sich. Es ist so leicht, logische, vernünftige Gründe zu finden, warum du es nicht schaffen kannst, und die meisten Leute werden deine Entschuldigungen akzeptieren. Denn sie haben auch keinen Glauben, und wenn sie dich entschuldigen, entschuldigen sie sich damit selbst! – Aber wird Gott dich entschuldigen?

(3) Zuerst murrte das Volk nur gegen ihre Anführer, aber später direkt gegen Gott, und sie sagten, dass Gott sie hasst! Hatte Gott nicht bereits unzählige Wunder für sie getan, während all der vielen Monate in der Wüste? – Aber sie glaubten noch immer nicht, dass Gott sie vor den überwältigenden Widerständen beschützen könnte.

(4) Was ist abtrünnig werden? Was immer Gott dir zu tun gezeigt hat, und dich dafür gesegnet hat, wenn du dich zurückwendest, ist das abtrünnig werden! Du musst nicht einmal Gottes Arbeit verlassen, um abtrünnig zu werden, du musst nur ablehnen, Seinen Willen zu tun, oder auch nur zurückschauen (Lukas 9:62), ist abtrünig werden. – Selbst wenn du dich nur in deinem Herzen abwendest, denn dann wird bald dein Körper folgen! Gott hasst es, wenn Leute zu dem, was Er ihnen gesagt hat zu tun, den Rücken zudrehen, oder auch bei Dingen, die sie bereits begonnen haben, für Ihn zu tun. »Wenn er aber zurückweicht (sich abwendet), wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben!« (Hebräer 10:38) »Meine Seele verabscheut den, der sich zurückwendet!« (3. Mose 26:27,30b).

(5) Was wäre gewesen, wenn sie versucht hätten, das Verheißene Land mit all den Zweiflern und Ungläubigen zu erobern? Es hätte Disaster bedeutet! Sie wären vielleicht alle getötet worden, also hat der Herr klugerweise sie so von den Rebellen gesäubert, und erlaubte nur die gläubige Jugend mit Josua und Kaleb hineinzuziehen, und es gelang ihnen und sie gewannen!

(6) Die Leute, die sich über den Kampf beklagen und schließlich aufgeben, kurz bevor der Sieg gewonnen ist, werden niemals die Früchte des Sieges genießen! Eine Menge Abtrünniger gaben auf, gerade bevor Gott dabei war, ihnen die Krone zu geben. Verpass um Himmels Willen deine Belohnung nicht, indem du kurz vor dem Sieg aufgibst!

– – –

Schlüsselversprechungen: (Von Jesus für uns heute)

Großer Glauben liegt in den Schlüsseln. Rufe die Schlüssel von Glauben an und sie werden dir die Augen öffnen, Dinge im Geist zu sehen, so wie ich sie sehe.

Wenn du dich vor dem nächsten Tag fürchtest, beanspruche die Kraft der Schlüssel und ich werde deine Hoffnungslosigkeit in gespannte Erwartung verwandeln, jeglicher Herausforderung zu begegnen.

Lösche aus und zerstöre die ‚es-ist-nicht-zu-schaffen‘ Lügen des Feindes mit der unbesiegbaren Kraft der Schlüssel des Glaubens.

– – –

Weitere Geschichten unter der Kategorie 13-Von Bibelgeschichten lernen

– – –

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s