Der Frühling ist da…

das Leben erwacht in der Natur aufs neue und mit ihr neue Hoffnung. Doch hast du dich jemals gefragt, warum es so aussieht, als ob manche Menschen ein vom Glück gesegnetes Leben führen und manche scheinbar nicht? Jesus gibt hier in einer Botschaft eine Antwort:

Die Jahreszeiten des Lebens

Worte von Jesus

Hast du dich jemals gefragt, warum es so aussieht, als ob manche Menschen ein vom Glück gesegnetes Leben führen? Sie scheinen bei blendender Gesundheit zu sein und erfolgreiche Ämter und ein großartiges Familienleben zu führen, während andere Menschen ein Leben voller Prüfungen und Kämpfe in allen Richtungen zu ertragen scheinen?

Eine einfache Antwort wäre, dass es nicht klug ist, zu vergleichen. Es stimmt zwar, dass man lernen muss, nicht zu vergleichen, aber im Leben eines jeden Menschen geht hinter den Kulissen viel vor sich, was andere oft nicht sehen. Wenn du das verstehst, ist es für dich leichter, nicht zu vergleichen.

Ein Teil der Antwort findet sich in den weisen Worten des Predigers: „Alles hat seine Zeit, alles auf dieser Welt hat seine ihm gesetzte Frist“. – Prediger 3,1 Nicht jeder durchläuft gleichzeitig schwierige Situationen oder Jahreszeiten, aber jeder erlebt sie irgendwann. Meine Kinder, die mich lieben und ihre Hoffnung auf mich setzen, können sicher sein, dass ihre Mitgläubigen ebenfalls irgendwann in ihrem Leben schwierige Zeiten erleben.

Kein Leben ist vollständig ohne Zeiten des Leidens, der Traurigkeit und der Schwierigkeiten. Ich erlaube jedem Menschen, verschiedene Arten von Schwierigkeiten zu erleben und zu durchkämpfen, denn durch diese lernt man, sie zu überwinden. Durch die Erfahrung, am Ende deiner selbst zu sein, lernst du, dich an mich zu klammern und meine Kraft und Stärke zu finden. Es braucht oft Verzweiflung, um dich an diesen Punkt zu bringen, und oft resultiert die Verzweiflung aus Zeiten großer Schwierigkeiten heraus.

Wenn du versucht bist, jemanden anzuschauen und denkst, dass er nie viele Schwierigkeiten im Leben zu haben scheint, zumindest nicht solche, die mit deinen vergleichbar sind, kannst du sicher sein, dass jeder Schwierigkeiten hat oder noch haben wird.

Was für dich wie das ideale Leben, der ideale Dienst oder die idealen Umstände aussieht, kann für jemand anderen in Wirklichkeit ein Leben mit großen Opfern bedeuten. Wenn du in diesen Situationen in das Herz oder das Leben eines anderen Menschen schauen würdest, würdest du oft sehen, dass er große Opfer gebracht hat, um das zu werden, was er sein musste, um seine Rolle einzunehmen oder diese Segnungen zu erhalten – und er bringt weiterhin jeden Tag Opfer.

Ich sehe all die geheimen Dinge des Herzens, die du nicht sehen kannst. Manche Menschen scheinen aufgrund ihrer Umstände sehr zu leiden und haben dennoch eine Quelle inneren Glücks und Zufriedenheit in sich, die die von anderen, die weniger herausfordernde Probleme haben, übersteigt. Vielleicht bist du versucht, ein gesegnetes Leben als ein sorgloseres oder sichtbar erfolgreicheres Leben mit weniger Problemen, Schwierigkeiten oder Gebrechen anzusehen. Ich betrachte das gesegnete Leben als ein volles Leben – ein Leben, das reich ist an Glauben, Tiefe des Geistes, Verständnis, aufopfernde Liebe und Sorge für andere, eine innige Beziehung zu mir, innere geistliche Stärke und ein Herz des Mitgefühls. Oft kommen diese Schätze des Geistes, diese unbezahlbaren Qualitäten, nicht ohne Prüfungen, Leiden oder das Überwinden großer Schwierigkeiten, die als Lehrer dienen.

Im Himmel wird jeder ein glückliches Leben führen. Es wird kein Leiden, keine Traurigkeit mehr geben, oder Zeiten, in denen man „im Glauben wandelnd“ durch sehr schwierige Umstände hindurch muss. Aber die Eigenschaften, die du durch diese schwierigen Bedingungen in diesem Leben erlangst, werden für die Ewigkeit bei dir sein. Deine Zeit in diesem Leben ist deine Chance, diese Tugenden zu erlangen, durch Erfahrungen, die du nur auf Erden haben wirst. Obwohl es Schwierigkeiten gibt, führen sie zu wertvollen Lektionen, die von allen gelernt werden, die durch das Feuer gehen und die Prüfungen ertragen.

Entscheide dich dafür, von jeder Erfahrung und Jahreszeit im Leben zu lernen, um in der Schule des Lebens zu brillieren und zu überwinden. Und wenn du jemanden siehst, der es leichter zu haben scheint oder mehr zu zeigen hat, denk daran, dass du nicht weißt, was hinter den Kulissen in seinem oder ihrem Leben passiert ist. Jeder Mensch erlebt Schwierigkeiten und steht vor herausfordernden Wachstumschancen. Vielleicht haben sie gelernt, es hinter einem Lächeln zu verbergen, oder vielleicht sind sie jetzt nicht in dieser Lebensphase. Denke daran, dass du nicht das vollständige Bild sehen und nicht alles begreifen kannst, was das Leben eines jeden Menschen ausmacht.

Dein Teil ist es, das Beste aus dem Leben zu machen, das ich dir gegeben habe. Wenn du in den Himmel kommst, wirst du verstehen, wie ich jeden einzelnen Kampf, jede Herausforderung, jeden Verlust und jede schwierige Saison deines Lebens zu deinem Wohl bearbeitet habe. Du wirst dankbar sein, wenn du siehst, wie jedes Kreuz, das du im Leben getragen hast, perfekt gestaltet wurde, um deinen Glauben zu stärken und deinen Charakter auf eine schöne Art und Weise abzurunden.

Die Reise nach vorn

Ich führe dich immer vorwärts. Wenn du durch schwierige Zeiten gehst, neigst du dazu, sehnsüchtig auf Jahreszeiten zurückzublicken, in denen dein Leben einfacher, weniger kompliziert erschien. Man träumt von diesen einfacheren Zeiten – man sieht sie durch die rosarote Brille. Sogar deine Gebete spiegeln diese Sehnsucht wider, zu früheren, einfacheren Umständen zurückzukehren. Aber das ist nicht mein Weg für dich!

Aufgrund der Natur der Zeit gibt es nur eine Richtung, in die man reisen kann, und das ist vorwärts. Dein Leben auf der Erde ist eine Reise, die bei der Geburt beginnt und an den Toren des Himmels endet. Ich bin dein Führer, und deine Verantwortung ist es, mir zu folgen, wohin ich dich auch führe. Manchmal führe ich dich an Orte, zu denen du lieber nicht gehen würdest, aber das ist mein Vorrecht als dein Retter-Gott.

Ich bin auch dein Hirte. Ich führe dich immer auf dem bestmöglichen Weg – egal wie schmerzhaft oder verwirrend es sein mag. Wenn dein Weg dich durch ein dunkles Tal führt und du dich abmühst, dann schaue zu mir um Hilfe. Folge mir gehorsam und vertraue mir inmitten von Dunkelheit und Verwirrung. Ich bin bei jedem Schritt deiner Reise ganz dicht bei dir. Solange du in meiner Nähe bleibst, zeige ich dir den Weg nach vorn. Nach und nach verwandle ich deine Dunkelheit in Licht …

Verzweifle also nicht, wenn harte Zeiten auf dich zukommen, und versuche nicht, ihnen vorzeitig zu entkommen. Der Zeitplanung ist mein Vorrecht! Es gibt für alles eine Zeit, und eine Jahreszeit für jede Tätigkeit unter dem Himmel …

Im Gegensatz zu den vier Jahreszeiten sind die Jahreszeiten deines Lebens nicht geordnet oder vorhersehbar. Wenn du trauerst, hast du vielleicht das Gefühl, dass dich die Trauer den Rest deiner Tage begleiten wird. Aber vergiss nicht, dass ich versprochen habe, Verständnis zu zeigen. So groß ist meine unfehlbare Liebe zu dir!

Wenn du leidest, suche nach Zeichen meiner barmherzigen Gegenwart. Sogar während deiner dunkelsten Tage durchbrechen Streifen des Lichts die Sturmwolken und geben dir Hoffnung und Trost. Meine unfehlbare Liebe strahlt immer auf dich. Schaut auf zu mir und sieh mein Gesicht auf dich herab scheinen. Mir geht das Erbarmen nie aus. Es ist jeden Morgen neu. (Klagelieder 3,32, 23) – Sarah Young, Jesus ruft Thomas Nelson, 2010

Hier noch eine Zusammenstellung  von Artikeln zu diesem Thema:

Unsere jetzigen Sorgen und Schwierigkeiten

Denn unsere jetzigen Sorgen und Schwierigkeiten sind nur gering und von kurzer Dauer, doch sie bewirken in uns eine unermesslich große Herrlichkeit, die ewig andauern wird! – 2. Korinther 4,17

Mein Gott, ich habe dir nie für meinen „Dorn“ gedankt! Ich habe dir tausendmal für meine Rosen gedankt, aber nicht ein einziges Mal für meinen „Dorn“; ich habe mich auf eine Welt gefreut, in der ich für mein Kreuz eine Entschädigung bekomme, die mir selbst als Geschenk Ehre bringt. Lehre mich die Herrlichkeit meines Kreuzes; lehre mich den Wert meines „Dorns“. Zeige mir, dass ich auf dem Weg des Schmerzes zu dir geklettert bin. Zeige mir, dass meine Tränen meinen Regenbogen gemacht haben. – George Matheson, ein bekannter blinder schottischer Prediger, der die Hymne „O Love that Will Not Let Me Go“(Oh Liebe, die mich nicht loslässt) geschrieben hat.

Trittsteine

Ich erlaube zwar manchmal Schwierigkeiten, aber immer, um etwas Gutes in deinem Leben zu erreichen. Sogar wenn du diese Schwierigkeiten durch deine eigenen Fehler oder Sünden herbeiführst, möchte ich, dass du sie als Sprungbrett benutzt, um dich auf eine höhere Ebene zu bringen. Ich möchte, dass jeder von ihnen dich einen Schritt näher zu Mir bringt.

Die Probleme zeigen dir, dass du es nicht wirklich selbst und nicht genug in dir hast. Sie lassen dich erkennen, dass du Mich brauchst, und sie helfen dir, zu lernen, dich auf mich zu verlassen. Wenn du mir durch schwierige Zeiten hindurch vertraust, wirst du im Glauben wachsen, du wirst mein Wort besser verstehen und weise und liebevolle Wege gehen, und du wirst meine Liebe fühlen und mich auf eine tiefere und persönlichere Weise kennen lernen, als du es sonst je könntest.

Eines Tages wirst du in der Lage sein, Schwierigkeiten und Prüfungen zu betrachten und sie als notwendige Sprungbretter zu sehen. Dann wirst du sehen, dass sie dich an den besonderen Ort gebracht haben, den ich für dich habe, nahe an meinem Herzen. – Jesus, in einer Prophezeiung

„Wenn wir mit ihm leiden, werden wir mit ihm herrschen“

Das Leben ist voller Probleme. Wenn wir nicht aufpassen, wird diese gegenwärtige Welt und all ihre Kämpfe unsere Zeit und unsere Gedanken auffüllen. Wir verstricken uns in unsere Probleme und können nichts darüber hinaus sehen.

Gott will, dass wir nach vorne schauen, über unsere gegenwärtigen Probleme hinaus. Er will, dass wir nicht in Begriffen denken, wie die Dinge sind, sondern wie sie sein könnten.

Kurz bevor Jesus diese Erde verließ und in den Himmel zurückkehrte, erklärte er uns, dass er vor uns geht, um einen Ort für uns vorzubereiten – einen Ort mit vielen Wohnungen – wunderschöne Villen stelle ich mir vor, wo es keinen Tod mehr geben wird, keine Trauer, kein Klagen und keinen Schmerz. (Johannes 14,2; Offenbarung 21,4) „Kein Auge hat je gesehen, kein Ohr je gehört und kein Verstand je erdacht, was Gott für diejenigen bereithält, die ihn lieben, … weil Gott es uns durch seinen Geist offenbart hat.“ – 1. Korinther 2,9-10

Zu wissen, welche Herrlichkeiten, Schätze und Belohnungen uns im Himmel erwarten, macht unsere gegenwärtigen Schwierigkeiten, Prüfungen und Drangsale erträglich. Wie es im Refrain einer alten englischen Hymne heißt:

08-happy-loving Es wird das alles wert sein, wenn wir Jesus sehen;
Die Prüfungen des Lebens werden uns so klein erscheinen,
wenn wir Christus sehen;
Ein Blick auf Sein geliebtes Gesicht und alle Trauer schwindet,
Also lauft tapfer das Rennen, bis wir Christus sehen!

„Denn unsere jetzigen Sorgen und Schwierigkeiten sind nur gering und von kurzer Dauer, doch sie bewirken in uns eine unermesslich große Herrlichkeit, die ewig andauern wird! Denn die Sorgen, die wir jetzt vor uns sehen, werden bald vorüber sein, aber die Freude, die wir noch nicht gesehen haben, wird ewig dauern. Wenn wir mit ihm leiden, werden wir mit ihm herrschen.“ – 2. Korinther 4,17-18; 2. Timotheus 2,12

Unsere Zeit auf der Erde ist ein wichtiger Teil von Gottes Plan für jeden von uns, aber sie endet nicht hier. Alles, was wir jetzt durchmachen, macht uns nicht nur zu den Männern und Frauen, die wir sein müssen, um Seine unmittelbaren Ziele zu erreichen, sondern es ist auch für unsere Zukunft, für das nächste Leben. Es ist die Vorbereitung auf alles, was der Herr für uns auf Lager hat, kurz- und langfristig.

Wenn du also bedrängt und von Prüfungen, Sorgen und Ängsten geplagt wirst, wenn das Leben ein täglicher Kampf ist und du dich fragst, ob es das wirklich wert ist, erinnere dich daran, worauf du dich freuen kannst. Wenn deine Zeit auf der Erde vorbei ist und du Jesus begegnest und in Sein Himmelreich eintrittst, wirst du eine unbeschreibliche Belohnung dafür erhalten, dass du den „guten Kampf“ gekämpft hast. (2.Timotheus 4,7-8)

Ja, das Leben ist ein Kampf. Aber du kannst wissen, dass deine Schwierigkeiten und Prüfungen einen Sinn haben.

Er liebt dich, und alles, was er in dein Leben kommen lässt – ob es gut oder schlecht erscheint – kann zu deinem Besten zusammenwirken. Wenn du Ihm dadurch vertraust, wirst du ein besserer, weiser, liebevoller, nützlicher Christ werden – ein Werkzeug in Seinen Händen, ein Gefäß, durch das Er das Wasser Seiner Liebe und Seines Wortes frei ausgießen kann, um andere in Not zu trösten und zu stärken.

Wenn es also dunkel, verwirrend oder wolkig erscheint, wenn Tränen deine Augen füllen und Verzweiflung versucht, dein Herz zu ergreifen, schaue weg von dir selbst und den Sorgen dieser Welt. Schau auf in die Augen von jemandem, der dich liebt und sich zärtlich um dich kümmert. Finde Trost in Seinen liebenden Armen und finde Frieden und Glauben durch Seine stärkenden Worte des Lebens.

Achte auf alles, womit Er dich gesegnet hat, und danke Ihm dafür. Und dann schau auf und freue dich auf all das, was Er für dich auf Lager hat, die Belohnungen und Segnungen, die Er für diejenigen versprochen hat, die ausharren und durchhalten. Deine Augen auf das Ende des Weges – den Himmel – zu richten, wird eine große Ermutigung für dich sein und wird dich bestärken, dass die Schwierigkeiten, die du hier durchmachen wirst, es alles wert sind.

„Freu dich am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz wünscht. Denn ich bin aber davon überzeugt, dass unsere jetzigen Leiden bedeutungslos sind im Vergleich zu der Herrlichkeit, die er uns später schenken wird.“ (Psalm 37,4; Römer 8,18) – Sei ein Überwinder! – Shannon Shayler

Lauf mit dem Wind!

Vor ein paar Monaten begann ich, mich von dem zu entfernen, von dem ich wusste, wozu Gott mich berufen hat. Ich glaube, ich bin des Strebens und mich Abmühens einfach müde geworden. Wenn ich darüber nachdenke, bin ich nicht wirklich weggegangen, sondern habe sogar aufgehört zu gehen. In jedem Rennen bedeutet Anhalten zurückzufallen. Ich fragte mich unbewusst, warum ich mich überhaupt für das Laufen entschieden hatte. Ich vergaß den Nervenkitzel der Verfolgungsjagd, und dachte nur noch daran, wie heiß der Asphalt war.

Was ich wollte, war nur, kurz anhalten, um zu verschnaufen, und jetzt ist die Meute weit weg, weit in der Ferne. Es fühlt sich an, als ob ich schrecklich weit zurückliegen würde. Und doch fühle ich eine wunderbare Kraft neben mir. Es ist die Stimme meines Trainers, die mich trotz meines schwachen Wesens immer wieder anspornt. Warum kümmert ihn das noch? Sieht er nicht, dass ich ein Verlierer und ein Aufgeber bin? Nicht nur das, sondern ich habe ihm und anderen – den anderen Läufern, Sponsoren, Fans, Freunden, der Familie und mir selbst – leere Versprechungen gemacht.

Er sagt mir, dass nichts davon von Bedeutung ist; alles, was er von mir verlangt, ist, die Vergangenheit, die zermürbenden letzten Kilometer, zu vergessen und aufzustehen und wieder zu laufen. Ich sage ihm, dass ich das nicht kann; ich kann dieses Rennen einfach nicht bis zum Ende laufen

Er sagt mir, dass er mir die Kraft geben wird. Er gibt mir einen Becher kühlen Wassers zu trinken. Es schmeckt wunderbar, und ich stelle fest, dass ich aufgehört hatte, dieses erfrischende Wasser zu trinken. Ich dachte, dafür keine Zeit mehr zu haben.

Er sagt mir, dass er das Tempo vorgeben wird, damit ich es bis zum Ende schaffe. „Aber“, so argumentiere ich, „ich werde nicht gewinnen, wenn ich nicht noch mehr arbeite, mir selber Druck mache.“

Er erinnert mich daran, dass ich für mehr als nur den Pokal unterwegs bin. Ich laufe nicht, um die anderen Läufer zu schlagen. Ich laufe aus einem Grund – um mein Banner über die Linie zu tragen. Ich bin nicht gestartet, um aufzugeben.

Der Becher ist jetzt leer, mein Durst ist gestillt, und es ist Zeit, wieder auf die Straße zu gehen. Ich bin mir der Zeit bewusst, die ich durch das Sitzen unter dem Baum verloren habe, aber ein Teil von mir schreit immer noch, dass ich mich wieder hinsetzen soll. Es ist ganze fünf Grad heißer auf der Straße! Aber reicht das aus, um mich am Boden zu halten? Ich bin zum Laufen geboren! Sage ich mir selbst. Aber ich kann mich immer noch nicht dazu bringen, anzufangen. Ich kann ihn nicht im Stich lassen! Ich versuche, mich damit selbst zu überzeugen, aber der Schatten hält mich immer noch fest.

Doch dann höre ich es, getragen von dem sanften Wind, der mich umspielt! Gleich hinter der nächsten Kurve winken sie mir zu – die Champions der vergangenen Rennen. Nein, nicht die Urlauber, die gleich hinter dem Zaun an Cocktails nippen; diese Stimmen kommen von viel höher, von oben, den Tribünen, von den Plätzen, die für diejenigen reserviert sind, die schon einmal gelaufen sind, die die Ehre und Anerkennung verdienen, die denen zuteil wird, die den Preis bezahlt haben und das Rennen bereits bis zur Ziellinie gelaufen sind.

Sie rufen mich – nein, sie schreien meinen Namen. „Lauf mit dem Wind!“, rufen sie mir zu.

Jetzt ist die Zeit gekommen! Mein Herz rast, aber ich zögere noch einmal. Werde ich es schaffen? „Ja“, verspricht mein Trainer, „denn ich bin hier bei dir, und ich werde dich den ganzen Weg begleiten. Konzentriere dich nicht auf die Anstrengung, sondern auf das Ziel. Und vor allem, mach dich nicht selbst fertig, denn was am Ende zählt, ist, nicht aufzugeben.“

Der erste Schritt ist wie immer der schwierigste, aber irgendwie schaffe ich es. Ich glaube, das ist es, was er mit „Laufe mit Geduld“ meinte. Jeder Schritt fühlt sich irgendwie leichter an als der letzte, jetzt, wo ich wieder angefangen habe zu laufen. Ich glaube, ich kann das tun. Nein, ich glaube, wir können das gemeinsam tun. – John Kelly

Definierende Momente

Wenige Ereignisse ziehen die Aufmerksamkeit der Welt so auf sich, wie die Weltmeisterschaften alle vier Jahre. Das Finale 2006 zog geschätzte 715 Millionen Fernsehzuschauer an, und der gesamte Prozess, einschließlich der Qualifikations- und Ausscheidungsrunden, belief sich auf insgesamt über 26 Milliarden – das entspricht fast vier Sendungen für jede Person auf der Welt. Selbst diejenigen, die dem Sport normalerweise wenig oder gar keine Aufmerksamkeit schenken, werden mitgezogen, wenn die Ergebnisse der Weltmeisterschaft Schlagzeilen machen.

Für uns Zuschauer kann die Vorbereitung ein Jahr dauern, das Endspiel ein paar Stunden und die Feier ein paar Tage, je nachdem, wie genau wir den Fußball verfolgen und wie gut unsere Mannschaft abschneidet. Dann kehren wir in unser normales Leben zurück. Aber für Spieler, Trainer und andere, die auf höchster Ebene involviert sind, ist die Weltmeisterschaft ein entscheidender Moment, der Höhepunkt von Jahren des Träumens, der Planung, der Opfer und der harten Arbeit.

Es ist ein entscheidender Moment, aber es ist nicht das A und O ihres Lebens, wie es wohl den Anschein hatte, als sie ganz darauf konzentriert waren, die Weltmeisterschaft zu erreichen und dort gut abzuschneiden. Es ist wirklich nur ein Meilenstein, ein Neuanfang.

Die wirklichen Prüfungen beginnen jetzt. Wie werden die Verlierer die Niederlage einstecken? Werden sie aufgeben oder weitermachen und möglicherweise beim nächsten Mal gewinnen? Welche Möglichkeiten werden sich den Siegern eröffnen, und wie werden sie mit dem Erfolg umgehen? Werden sie ihn nutzen, um ihr fußballerisches Glück zu fördern, sich andere Karrieren nach dem Fußball zu sichern oder für Dinge zu werben, die ihnen wichtig sind? In den kommenden Monaten und Jahren werden wir herausfinden, wer diese großen Namen wirklich sind.

Und das gilt auch für uns. Wir sind vielleicht nicht die Athleten, die im Rampenlicht der Welt stehen, aber jeder Tag ist eine weitere Chance, zu prüfen, wer wir wirklich sind, und zu entscheiden, wofür wir bekannt sein und in Erinnerung bleiben wollen. Jeder Tag kann ein entscheidender Moment sein, wenn wir uns dafür entscheiden, ihn so zu gestalten. – Keith Phillips

Ausdauer im Laufsport

Zwei Stunden, fünf Minuten und zehn Sekunden: So lange brauchte der Kenianer Samuel Wanjiru, um beim 42 km und 195 m London-Marathon im April 2009 als Erster ins Ziel zu kommen.

Dreizehn Tage: Die Zeit, die Major Phil Packer, ein britischer Soldat, der nach einer Wirbelsäulenverletzung querschnittsgelähmt wurde, brauchte, um denselben Marathon zu absolvieren und unter 36.000 Teilnehmern den letzten Platz zu erreichen. Durch diese Ausdauerleistung konnten über 600.000 Pfund (702.900 Euro) für wohltätige Zwecke gesammelt werden.

Wanjiru sorgte mit seiner Schnelligkeit für Schlagzeilen. Packer sorgte nicht wegen seiner Schnelligkeit, sondern wegen seines Mutes und seiner Entschlossenheit für Schlagzeilen. Eine tausendköpfige Menge versammelte sich, um ihn am Ende eines Rennens zu begrüßen, an dem er sich gegen die Unwahrscheinlichkeit einer Teilnahme, geschweige denn eines kompletten Rennens beteiligt hatte. Nach seiner Verletzung ein Jahr zuvor hatte man ihm gesagt, dass er nie wieder laufen würde. Tatsächlich lernte er erst einen Monat vor dem Marathon das Gehen mit Krücken wieder.

Obwohl beide Männer für ihre Leistungen respektiert werden, hatte der Triumph Packers etwas Besonderes an sich. Er war während der anstrengenden und schmerzhaften sechs Stunden, die er für das tägliche Gehen von zwei Meilen benötigte, nie allein. Wohlwollende – sowohl Freunde als auch Fremde – begleiteten ihn auf der Strecke, gingen neben ihm her und feuerten ihn an, vom Start bis zur Ziellinie. Zu den Glückwünschen auf seiner Website gehört auch eine Botschaft der Bewunderung von Prinz Charles.

Der Weg des Lebens ist nicht immer leicht, und manchmal stehen wir vor scheinbar unmöglichen Hindernissen. Aber wir gehen ihn nicht allein. Wir haben auch Gönner – unsere Familie und Freunde –, die uns auf dem Weg ermutigen. Und auch wir haben einen Prinzen, der uns unterstützt – nicht einen aus diesem Reich, sondern Jesus, den Friedensfürsten, der verspricht, uns zu helfen, uns über die Umstände zu erheben, gegen alle Widrigkeiten zu bestehen und über die Schwierigkeiten zu triumphieren: „Meine Gnade ist alles, was du brauchst,“ sagt Er uns. „Meine Kraft zeigt sich in deiner Schwäche.“ 2. Korinther 12,9 Deshalb „wollen [wir] den Wettlauf bis zum Ende durchhalten, für den wir bestimmt sind. Dies tun wir, indem wir unsere Augen auf Jesus gerichtet halten, von dem unser Glaube vom Anfang bis zum Ende abhängt.“ Hebräer 12,1-2 – Marge Banken

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