Auf zum Kampf

Auf zum Kampf – von „Herr der Ringe“ bis „Matrix“

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Von Peter Amsterdam

„Von uns allen wurde der Schleier weggenommen, sodass wir die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel sehen können. Und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine Herrlichkeit widerspiegeln!“ – 2.Korinther 3:18

Eine Fabel aus dem fernen Persien erzählt
Von einem Klumpen Ton
ein Wanderer einmal hat entdeckt
So herrlich duftend nach Parfüm so süß
Sein Wohlgeruch das ganze Haus hat erfüllt
„Was bist du?“, sein Finder fragte unverwandt.
„Bist du ein Juwel aus Samarkand,
oder ein Lavendel rar, in seltsamer Gestalt?
Oder andre Kostbarkeit von hohem Preis?“
„Nichts dergleichen, ein Klumpen Lehm bin ich doch nur.“
„Dann sag, die wunderbare Lieblichkeit, woher denn nur?“
„Freund, wenn ein Geheimnis ich verberge,
Es ist die Rose, mit der ich gelebt!“ – Autor unbekannt

Christen sollten versuchen, so wie Jesus zu sein – so zu leben, wie Er leben würde; zu handeln, wie Er handeln würde; zu reden, wie Er reden würde und sogar zu denken, wie Er denken würde. Aber wie schaffen wir das? Wie können wir Ihm ähnlicher werden, so wie es in der persischen Fabel steht? Es gelingt uns, wenn wir in der Nähe Jesu leben.

Viele von uns verbringen Zeit mit Jesus. Doch wie viel dieser Zeit, die wir mit Ihm verbringen, ist wirklich von Qualität? Wie sehr schließen wir die Belange des Tages aus und widmen Ihm unsere volle Aufmerksamkeit, kommunizieren mit Ihm, haben Freude an Ihm, lernen Ihn besser kennen, um Ihm ähnlicher zu werden? Wenn wir das nicht tun, spielt es keine Rolle, wie viele gute Charaktereigenschaften wir selbst besitzen. Es ist ohne Belang, wie dynamisch und engagiert wir sind. Es ist ohne Bedeutung, wie gut wir mit Menschen umgehen können, oder worin wir sonst noch gut sind. Wenn wir nicht Zeit mit Jesus verbringen, werden wir auch kein gutes Spiegelbild von Ihm oder Seiner Liebe für andere sein.

Das Wörterbuch definiert Kommunion als „ein Gefühl der geistigen oder gefühlsmäßigen Nähe, Gemeinschaft“, und kommunizieren „in Verbindung stehen“. Demnach bedeutet Kommunion mit Jesus, eine gefühlsmäßige und geistige Gemeinschaft mit Jesus. Lob, Gebet und das Lesen von Gottes Wort sind Mittel, diese Verbindung herzustellen und die Gemeinschaft aufrecht zu erhalten. Sie sind das A und O unseres geistigen Lebens.

Die Zeit ausnutzen

Viele von uns haben die Tendenz, erst in die Gänge zu kommen, wenn die Arbeitsbelastung zunimmt. Und das führt zu weiterem Stress. Entspannungspausen können helfen, den Stress zu vermindern. Aber Zeit mit sich allein oder mit Freunden zu verbringen, kann einem nicht das geben, was Jesus bietet.

Hobbys können ebenfalls entspannend sein und Spaß machen. Aber wenn wir nicht aufpassen, können sie das Problem noch verschlimmern und uns vom Wesentlichen ablenken, einschließlich vom Allerwichtigsten – sich Zeit für Jesus zu nehmen. Das ist ein Fehler, der allgemein gemacht wird. Man beschäftigt sich jede freie Minute mit noch mehr Arbeit oder sonstigen Angelegenheiten. Dabei möchte der Herr eigentlich, dass wir diese Zeit mit Ihm verbringen.

Der sicherste Weg, komplett und anhaltend erneuert zu werden – in der Tat ist das der einzige Weg – ist, mit Jesus Zeit zu verbringen. Wir brauchen Seine Liebe, Seine Kraft und Seine Weisheit. Und der einzige Weg, auf dem wir sie bekommen, besteht darin, Zeit mit Ihm zu verbringen.

Aber einfach nur von seinem Tagesablauf Zeit abzuzweigen, ist noch keine Garantie dafür, dem Herrn näher zu kommen. Es hängt vor allem davon ab, was man mit dieser Zeit anstellt. Man muss still werden und seinen Verstand von der Geschäftigkeit des Tages befreien. Und dann lässt man sich vom Herrn mit positiven, Mut machenden, stärkenden, den Glauben festigenden Gedanken Seines aufgezeichneten und lebendigen Wortes füllen.

Jesus sagte, dass die Voraussetzung für ein produktives Leben darin liegt, in Ihm zu bleiben. „Bleibt in mir, und ich in euch.“ (Johannes 15:4) Das bedeutet, verbunden mit Ihm zu sein, dadurch dass wir uns Zeit nehmen, um Sein Wort zu lesen, zu beten und Ihm zuzuhören.

Gebet kann leicht zu einer Formalität werden. Doch etwas das dir helfen kann, das zu vermeiden ist, dir Jesus als deinen persönlichen Freund, Ratgeber und Liebhaber vorzustellen, der Er für jeden persönlich sein möchte. Wie jemand einmal sagte: „Je mehr einer Jesus liebt, umso mehr liebt er es, alleine mit Ihm zu sein. Liebende lieben es alleine zu sein.“

Aber Er wird dich nicht dazu drängen. Er wartet ab, in wie weit du bereit bist, auf alle anderen Ablenkungen zu verzichten, um Ihn an die erste Stelle zu setzen. Wenn Er bei dir an erster Stelle steht, dann wirst du Seine Kraft und Hilfe sehen und spüren, weit über das Maß hinaus, das du dir je vorgestellt hast.

Das Wesen von Jesus

Die Liste der Früchte des Geistes sind: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung. – Galater 5:22-23

Dies sind Tugenden, die Jesus kennzeichnen. Und wenn wir Sein Wort lesen und regelmäßig mit Ihm Zeit im Gebet verbringen, werden wir einige Seiner Charaktereigenschaften übernehmen. Wie können wir erwarten, zum Besseren verändert zu werden? Lasst uns die Liste durchgehen und sehen.

Liebe: Gott ist Liebe. Jesus ist die Verkörperung der Liebe Gottes. Als Nachfolger Jesu, sollten wir Liebe ebenfalls auf jedwede mögliche Art manifestieren.

Freude: Wahres Glück resultiert aus der Nähe zu Jesus und daraus, unser Leben auf seine Art zu leben.

Frieden: Das im Alten Testament mit „Frieden“ übersetzte Wort hat eigentlich eine weitaus größere Bedeutung: Vollständigkeit, Verlässlichkeit und generelles Wohlbefinden. Im Neuen Testament bezieht sich Frieden oft auch auf innere Ruhe, eine Kombination aus Hoffnung, Vertrauen und Stille in Geist und Seele. Frieden resultiert aus dem Glauben, und Glauben erwächst durch das Lesen und Vertrauen in Gottes Wort. – Römer 10:17

Geduld: Die Fähigkeit, Ruhe zu bewahren, wenn man mit Schwierigkeiten konfrontiert wird. Oft müssen wir entweder mit anderen Personen oder in bestimmten Situationen geduldig sein. Und das sollten wir mit einem liebevollen Herzen tun.

Freundlichkeit: Freundlich zu sein, bedeutet, eine milde und freundliche Natur zu haben, ein liebenswürdiges und ehrenhaftes Verhalten zu zeigen, Rücksicht zu nehmen sowie ein faires und mitfühlendes Wesen zu besitzen. Klingt das nicht so, als wäre Jesus ein wahrer Gentleman?

Güte: Mein Wörterbuch der Bibel erklärt, dass Güte aus Rechtschaffenheit, Heiligkeit, Gerechtigkeit, Freundlichkeit, Gnade, Erbarmen und Liebe besteht. Andere Definitionen schließen hier noch einen aufrechten, tugendhaften Charakter und eine freundliche, sanfte Gemütsverfassung mit ein. Diese Eigenschaften charakterisieren sicherlich wiederum Jesus. Und wenn Sein Geist in uns bleibt, werden sie auch uns charakterisieren.

Treue: Eine der Bedeutungen von Treue ist unerschütterlicher Glaube. Eine andere  Definition sagt, Treue bedeutet, Gewissenhaftigkeit, Verantwortungsgefühl und Pflichtbewusstsein zu haben.

Sanftmut: Mir gefällt eine Definition ganz besonders, die besagt, dass Sanftmut eine demütige Haltung gegenüber Gott und eine sanfte Haltung gegenüber den Mitmenschen ist. Diese Haltung entspringt der Erkenntnis, dass Gott alles unter Seiner Kontrolle hat.

Selbstbeherrschung: Das ist die Fähigkeit, sein Benehmen zu kontrollieren, besonders was Impulse und Reaktionen anbetrifft.

Jesus möchte uns diese Charaktereigenschaften mit auf den Weg geben, damit sie sich mit dem Kern unseres Wesens vermischen. Dann werden diese Eigenschaften in unserem Leben zum Vorschein kommen. Es geschieht nicht nur zu unserem eigenen Nutzen, wenn sich unser Wesen verändert und sich unsere Persönlichkeit verbessert. Es dient auch zum Wohl anderer, die Er durch unser Beispiel segnen und erreichen möchte.

G E B E T   F Ü R   D E N   T A G
Lieber Jesus, bitte bewahre mich davor, das mein Leben so voll Gutem ist, dass ich keine Zeit mehr für das Beste habe. Hilf mir, nicht so unter Druck zu geraten, dass ich meine Zeit mit Dir verschiebe. Hilf mir, mich in Deinem geistigen Sonnenschein zu baden, in Deinen Armen zu ruhen, in vollen Zügen von deinem Wort zu trinken und tief Deinen Geist einzuatmen. Hilf mir, täglich Deine Gegenwart zu suchen und vor allem Dich zu lieben – mehr als alles andere das ich gerne tu. Hilf mir, mich an Deine Worte zu erinnern, dass ich ohne Dich nichts tun kann. (Johannes 15:5) Hilf mir, keine falschen Prioritäten zu setzen, sondern Dich, Deine Liebe und Deine Werte an der richtigen Stelle zu haben – der ersten!

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So zu werden wie Jesus, dem Meister immer ähnlicher werden, hört sich wie ein lohnens- und erstrebenswertes Ziel an, ist aber oft alles andere als einfach, ja manchmal ist es ein regelrechter Kampf. Aber genau so beschreibt die Bibel einen Christen – einen Kämpfer. Von daher hat auch die Heilsarmee ihren Namen abgeleitet – eine Armee von Soldaten, die Heil oder Errettung bringt. Verschiedene Schriftstellen sprechen über diesen Kampf.

  • Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste Schwert und durchdringt unsere innersten Gedanken und Wünsche. Es deckt auf, wer wir wirklich sind, und macht unser Herz vor Gott offenbar. – Hebräer 4:12
  • damit der Satan uns nicht überlistet. Schließlich kennen wir seine Fallen und Tricks nur zu gut (denn uns ist wohl bewusst, was er im Sinn hat.) – 2.Korinther 2:11
  • Wir sind zwar Menschen, doch wir kämpfen nicht mit menschlichen Mitteln. Wir setzen die mächtigen Waffen Gottes und keine weltlichen Waffen ein, um menschliche Gedankengebäude zu zerstören. Mit diesen Waffen zerschlagen wir all die hochtrabenden Argumente, die die Menschen davon abhalten, Gott zu erkennen. Mit diesen Waffen bezwingen wir ihre widerstrebenden Gedanken und lehren sie, Christus zu gehorchen. – 2.Korinther 10:3-5
  • Gebt dem Teufel keinen Raum in euch! – Epheser 4:27
  • Seid besonnen und wachsam und jederzeit auf einen Angriff durch den Teufel, euren Feind, gefasst! Wie ein brüllender Löwe streift er umher und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann. Ihm sollt ihr durch euren festen Glauben widerstehen. Macht euch bewusst, dass alle Gläubigen in der Welt diese Leiden durchmachen. – 1.Petrus 5:8-9
  • Ich erinnere euch daran, dass ihr stark seid und das Wort Gottes in euch lebt und in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.- 1.Johannes 2:14b
  • Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, um die Werke des Teufels zerstöre. – 1.Johannes 3:8b
  • Ihr aber gehört zu Gott, meine Kinder. Ihr habt euren Kampf … bereits gewonnen, weil der Geist, der in euch lebt (Jesus), größer ist als der Geist (Satan), der die Welt regiert. – 1.Johannes 4:4b
  • Deshalb ordnet euren Willen Gott unter! Widersteht dem Teufel, und er wird euch verlassen (flieht er von euch). – Jakobus 4:7
  • Und keiner, der in den Krieg zieht, verstrickt sich in die Angelegenheiten des täglichen Lebens, um dem zu gefallen, der ihn in seine Armee aufgenommen hat. – 2.Timotheus 2:4

Und nicht zu vergessen Epheser 6:10-18. Hier wird aufgelistet, wie ein echter Christ erscheinen soll, als ein Kämpfer in voller Montur.

  • Und schließlich meine Brüder: Lasst euch stark machen durch den Herrn, durch seine gewaltige Kraft!
  • Zieht die volle Rüstung Gottes an, damit ihr den heimtückischen Anschlägen des Teufels standhalten könnt.
  • Wir kämpfen ja nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen dämonische Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher der Finsternis, gegen die bösartigen Geistwesen in der unsichtbaren Welt.
  • Greift darum zu den Waffen Gottes, damit ihr standhalten könnt, wenn der böse Tag kommt, und dann, wenn ihr alles erledigt habt, noch steht!
  • Steht also bereit: die Hüften umgürtet mit Wahrheit; den Brustpanzer der Gerechtigkeit angelegt;
  • die Füße mit der Bereitschaft beschuht, die gute Botschaft vom Frieden mit Gott weiterzutragen!
  • Greift vor allem zum Großschild des Glaubens, mit dem ihr die Brandpfeile des Bösen auslöschen könnt.
  • Setzt auch den Helm des Heils auf und nehmt das Schwert des Geistes, das Wort Gottes, in die Hand!
  • Und betet dabei zu jeder Zeit mit jeder Art von Gebeten und Bitten in der Kraft des Heiligen Geistes, und seid dabei wachsam und hört nicht auf, für alle Gläubigen zu beten.

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Spätestens jetzt wird uns bewusst sein, dass an dem Tag, an dem wir ja zu Jesus sagten und ihn als unseren Erretter akzeptiert und angenommen haben, wir einer Armee beigetreten sind. Aber wie gesagt, hier ist unser Lukas (vorhergehende Seite) und es liegt an uns, ob und wie sehr wir bereit sind, drauf zu hauen. Gottes Wille wäre es, doch er überlässt es dir, deinem Herzenswunsch, wie deine Nachfolge ihm gegenüber aussehen soll.

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Ich schwebte auf Wolke 7 nachdem ich Jesus in mein Herz und Leben gebeten habe, und ich habe mir nichts mehr gewünscht, als für immer in diesen Gefühlen zu schwelgen. Doch das Alltagsleben setzte sich wieder durch und ich verspürte innere Kämpfe mehr als je zuvor. Manchmal musste ich weinen und wusste noch nicht mal so recht, warum. Dann hörte ich von einem christlichen Ehepaar, mit dem ich mich gerade angefreundet hatte und die ich sehr für ihre Hingabe an Gott bewunderte, dass sie sich trennen wollten. In mir brach eine Welt zusammen. Ich kam mir vor, als ob ich in einer Waschmaschine steckte und nur so herumgewirbelt wurde.

Bis ich mich dann einer Glaubensschwester anvertraute und sie mir das erklärte, dass wir uns mitten in einem Krieg befinden, der in uns stattfindet. Das Ziel ist nicht, Jesus als unseren Erretter zu finden und anzunehmen, das ist eigentlich erst der Anfang. Das Ziel ist, von da an jeden Tag mehr und mehr wie Jesus zu werden. Dazu gehört ein inneres Brechen – ein Brechen unserer eignen Ideen und Vorstellungen, ja selbst unserer eigenen Wünsche, die nicht parallel mit Gottes Willen laufen. Ein Brechen unseres eigenen Ichs, damit Jesus durch uns hindurchscheinen kann. Dazu muss er uns „reinigen“ von allem was gegen Jesus Natur und Eigenschaften ist, wie unseren Egoismus, unsere Selbstsüchtigkeit, Selbstgerechtigkeit – selbstgerecht, dass wir es besser wissen und können als andere, ja selbst als Gott und uns mit dieser Einstellung deshalb höher stellen als andere oder Gott, und uns damit gerechter machen – aber weil es unsere eigene Einschätzung ist, unser eigener Dünkel, haben wir nicht recht, sondern sind einfach nur selbst-gerecht! Murren und Undankbar sein ist ein großes Hindernis im Werden wie Jesus und noch so vieles mehr, was meist Stolz als Wurzel hat, die Wurzel von allem Üblen.

Wenn wir anfangen regelmäßig täglich in der Bibel zu lesen, zum Beispiel ein Kapitel in den Sprüchen (es gibt 31 also für jeden Tag im Monat einen) können wir dort viel über Stolz lesen, wie dieser Spruch: Stolz kommt vor dem Verderben und Hochmut vor dem Fall. –Sprüche 16:18 Ein Spruch den so ziemlich alle kennen, ob sie nun gläubig sind oder nicht. Nur wenden wir ihn zu gerne auf andere an. Bei diesem Brechen geht es aber um dich persönlich und darum, dass du lernst zuerst den Balken in deinem Auge zu sehen, bevor du den Splitter im Auge eines anderen herausziehen kannst.

Und natürlich gehören Prüfungen dazu. Das Buch Hiob ist dazu ein gutes Beispiel. Die Prüfung, ob wir Gott auch noch lieben, selbst wenn alles schief geht und nicht nach deinen Vorstellungen.

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Auch der Film „Herr der Ringe“ ist ein gutes Beispiel – der Ring, der in allen die Gier nach Macht auslöste. Die Gier ist einer der größten Feinde des Menschen. Gier nach Macht, Reichtum, Ansehen und was gibt es sonst noch. Wenn wir überlegen, so ist unsere Welt heute in solch einem schlimmen Zustand doch nur wegen Gier. Gier, die Menschen veranlassen, die Profite höher zu stellen, als das Wohl des Planeten und der Menschen darauf, oder? Neben der Gier der Macht und Rechthaberei die grausame, sinnlose Kriege auslöst!

Aber damals, als ich durch diese ersten Kämpfe in mir durchging, war das das letzte was ich wollte, kämpfen. Das hatte sich schon so in meinem Kopf, meiner Logik festgesetzt, dass Gott Liebe ist und doch deshalb nicht möchte, das doch nicht sein kann, dass wir etwas anderes jetzt mehr erfahren, erleben und spüren als reine wunderbare Liebe. Einen roten Teppich sozusagen vor mir, wo ich problemlos den Rest meines Lebens in Richtung Himmel schreite. Aber Gott hat uns nicht ewig blauen Himmel versprochen, noch eine sturmfreie Überfahrt, nur eine sicher Ankunft!

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Wie oft sagen wir das am Tag über unseren Willen?

Und hier lag nun mein Wunschtraum in Trümmern und ich war wie vor die Entscheidung gestellt, Gottes Wege zu akzeptieren und wie Gott das handhaben möchte oder Gott den Rücken wieder zuzukehren, weil er nicht meinen Wünschen entsprechend handelte. In dem Moment wütete in mir der größte Kampf den ich je gekämpft habe. Aber wie Gott schon in seinem Wort verspricht, dass er uns nie mehr geben wird als wir ertragen können, so stand er auch mir bei und machte die Entscheidung erträglich. Er hat mich daran erinnert, was ich zurückgelassen habe – ein Leben das ich so nicht hätte weiterleben wollen – und er hat mich daran erinnert, dass wenn ich die Welt verbessert sehen möchte, ich bei mir selbst anfangen muss und nicht darauf warten kann, bis andere es tun, denn ich selbst werde dadurch nicht besser, dass die Welt um mich herum besser wird.

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`Nicht durch Gewalt und Kraft wird es geschehen, sondern durch meinen Geist´, spricht der Herr, der Allmächtige. – Sachaja 4:6b

Ich habe also meinen Willen unter Gottes Willen gebeugt und das war der Anfang von vielem Beugen das ich bis heute tun musste und noch tun muss. Denn der alte Mensch mit seinen Vorstellungen und Wünschen und Gewohnheiten möchte immer wieder die Oberhand wieder gewinnen. Aber mit jedem gewonnenen Kampf wird der nächste Kampf leichter.  Wie bei Matrix, nachdem Neo gelernt hat, nicht in seiner eigenen Kraft zu kämpfen, waren die nächsten Kämpfe fast ein reines Kinderspiel. Und das ist das Geheimnis, nicht in unserer eigenen Kraft und Anstrengung zu kämpfen, sondern mit der Kraft des Wortes, des Geistes. Und wenn es wirklich zu schwer wird, einfach in Jesus Arme zu laufen und ihn bitten für dich zu kämpfen und dich hindurchzutragen, wenn es sein muss.

Und jetzt bin ich bei meinem Vers angekommen, den ich zur Konfirmation gezogen hatte und versuche dich damit anzuspornen und zu ermutigen:

„Kämpfe den guten Kampf, der zu einem Leben im Glauben gehört, und ergreife das ewige Leben, zu dem Gott dich berufen hat und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.“ – 1.Timotheus 6;12

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Sei bereit, als ein treuer Kämpfer für Christus Jesus zu leiden. (andere Übersetzung: „Du nun erdulde die Widrigkeiten als ein guter Streiter Jesu Christi!“) – 2.Timotheus 2:3

Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. So lasst uns die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen. – Römer 13:12

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Was nun könnte auf Gottes Skala seines Lukas stehen? Das vielleicht:

Matthäus 7: 13, 14 Ihr könnt das Reich Gottes nur durch das enge Tor betreten. Die Straße zur Hölle (der Weg, der in das Verderben führt) ist breit und ihre Tür steht für die vielen weit offen, die sich für den bequemen Weg entscheiden. Das Tor zum Leben dagegen ist eng und der Weg dorthin ist schmal, deshalb finden ihn nur wenige.

Lukas 13:24 Ringt danach, dass ihr durch die enge Pforte eingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, hineinzukommen, und werden es nicht können.

Matthäus 4:19 Folgt mir; ich will euch zu Menschenfischern machen!

Matthäus 6:24 Niemand kann zwei Herren dienen; entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen treu sein und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Matthäus 12:50 Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter.

Matthäus 19:29 Wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder [Besitz] verlassen hat um meines Namens willen, der wird es hundertfach wieder bekommen und das ewige Leben empfangen.

Lukas 9:23,24 Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz täglich auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erretten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es erretten

Lukas 9:62 Wer seine Hand an den Pflug legt und zurücksieht, der ist nicht tauglich für das Reich Gottes.

Johannes 8:31b Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger

Johannes 15:8 Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und [so] meine Jünger werdet.

2.Timotheus 2:4 Kein Soldat verstrickt sich in die Geschäfte des täglichen Lebens, um dem zu gefallen, der ihn angeworben hat.

Matthäus 10:16 Seht, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

Johannes 15:19 Wärt ihr von der Welt, dann hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt

Römer 12:2 Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eurer Gesinnung, damit ihr prüfen könnt, was der gute, wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.

2. Korinther 6:14 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit mit der Gesetzlosigkeit zu schaffen? Welche Gemeinschaft hat das Licht mit der Finsternis?

2. Korinther 6:17 Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, sagt der Herr; und rührt nichts Unreines an, dann will ich euch annehmen.

1. Johannes 2:15,16 Liebt weder die Welt noch die Dinge in der Welt. Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist: die Lust des Fleisches und die Lust der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.

Jakobus 4:4 Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer nun ein Freund der Welt sein will, der wird Gottes Feind sein.

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Wir haben die freie Wahl, was wir mit unserem Leben tun wollen, was aber wäre Gottes Willen für uns? Welche Entscheidung hätte er gerne, die wir als erstes treffen sollten?

Deshalb sollt ihr euer altes Wesen und eure frühere Lebensweise ablegen, die durch und durch verdorben war und euch durch trügerische Leidenschaften zu Grunde richtete. Lasst euch stattdessen einen neuen Geist und ein verändertes Denken geben.  Als neue Menschen, geschaffen nach dem Ebenbild Gottes und zur Gerechtigkeit, Heiligkeit und Wahrheit berufen, sollt ihr auch ein neues Wesen annehmen. Epheser 4:22-24

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Afrikanische Antilopen sind erstaunliche Kreaturen, die bis zu 3 Meter hoch und mehr als 30 Meter weit springen können. Wohingegen man Antilopen im Zoo in einem Gehege mit einem 1 Meter hohen Zaun halten kann. Warum? Antilopen springen nicht, wenn sie nicht sehen können, wo sie mit ihren Läufen landen werden. Haben wir etwas mit den Antilopen gemeinsam? Wir könnten große Schritte im Glauben machen, doch weigern wir uns, wenn wir nicht sehen, wo wir landen werden?

George Müller sagte über den Glauben, „Glaube bewegt sich nicht im Bereich des Möglichen. Es gibt nichts Ruhmreiches in dem, was menschlich möglich ist. Glaube beginnt dort, wo die Fähigkeit des Menschen endet.“

In biblischen Begriffen: „Was ist nun also der Glaube? Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.“ (Hebräer 11:1) Wahrer Glaube vermag den Landevorgang nicht vorauszusehen … er springt einfach voller Überzeugung, dass er geschehen wird. Denk daran, biblischer Glaube beginnt dort, wo unsere Möglichkeiten sich erschöpfen! – George Witten

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Wenn du also meine Fußspur vor dir oder neben dir auftauchen siehst und du spürst, wie mein Hauch des Geistes dich zu ihr drängt, mach den Schritt. Es kann ein ganz banaler und gewöhnlicher Schritt sein, oder es verlangt einen Sprung im Glauben, um ihn zu erreichen, aber was es auch ist, folge mir! Das ist der erste Schritt in Richtung Neuland, etwas, das die Welt verändert! Wer weiß, wohin die Fußspur führen wird und was du am Ende des Pfades vorfinden wirst. Setze einfach weiterhin einen Fuß des Gehorsams vor den anderen; folge dem, was ich dir zu tun auftrage, und gehe dahin, wohin ich dich schicke. Schließlich wirst du an dem Punkt ankommen, den ich für dich bestimmt habe. Ich werde dich dort treffen, wenn du mir folgst und gehorchst! – Jesus in Prophezeiung

Auszüge von hier:

http://anchor.tfionline.com/de/post/mit-dem-sprung-gehts-los/

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Unter der Kategorie „Kämpfertraining“ wirst du hilfreiches für deinen neuen Lebenspfad finden (ich arbeite noch an dieser Kategorie).

Wie wichtig es jedoch ist, das Wort zu kennen und in uns gespeichert zu haben, seht ihr am Beispiel auf der nächsten Seite…

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