Was Jesus am Kreuz sagte

Was Jesus am Kreuz sagte

Curtis Peter van Gorder

Alles was Jesus am Kreuz sagte, stellte einen bestimmten Ausdruck seiner Liebe dar. Seine Worte von damals bewegen die Menschen auch heute noch.

Liebe zu Feinden

»Vater, vergib ihnen! Sie wissen nicht, was sie tun.« – Lukas 23,34

„Ihnen“ das waren die römischen Soldaten, die den Befehlen von Pontius Pilatus gefolgt waren, als sie Jesus zum Sterben ans Kreuz nagelten. Sie waren Befehlen gefolgt, aber waren grausam und bösartig in ihrem Verhöhnen und Peitschen gewesen und offenbarten somit, was in ihren Herzen steckte. „Ihnen“ das war auch die in die Irre geführte Menge, die nach Jesus’ Tod verlangte und Pilatus in Zugzwang brachte – dieselbe Menschenmenge, die Jesus nur wenige Tage zuvor als ihren König bejubelt hatte. (Markus 15,6-14; Markus 11,8-10) Ist das nicht makaber, schrecklich und ungerecht? Wie konnte Jesus behaupten, dass sie nicht wussten, was sie taten? Sie wussten es bis zu einem bestimmten Grad, aber sie waren sich nicht des Ausmaßes dessen bewusst, was sie taten – dass sie den Sohn Gottes töteten. Als er seinen Vater bat, denen zu vergeben, die sich gegen ihn gewendet hatten, und denjenigen, die seine Hinrichtung ausgeführt hatten, sprach er eigentlich zu ihrer Verteidigung und bewies in dieser größtmöglichsten Geste, dass er an das glaubte, was er gelehrt hatte: „Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch verfolgen.“ (Matthäus 5:44) Trotz all der Schmach und dem Leid, mit dem die Römer Jesus quälten, vergab er ihnen. Er vergab auch denen, die sich gegen Ihn gewendet hatten. Jetzt möchte er, dass wir genauso viel Liebe haben, genauso viel Vergebungsbereitschaft.

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Liebe zu den Sündern

»Ich versichere dir, du wirst noch heute mit mir im Paradies sein.« – Lukas 23,43

Jesus sprach diese Worte zu dem reuevollen Dieb, der an seiner Seite gekreuzigt wurde. Die nachfolgende Geschichte veranschaulicht, wie diese Worte sich heutzutage auswirken.
Ein Ehepaar in Mexiko war seiner Kreditkarten, seiner Papiere und seines Bargeldes beraubt worden. In der gestohlenen Brieftasche befand sich aber auch ein Traktat über Errettung. Einige Freunde beteten mit ihnen, um das Trauma des Überfalls zu überwinden und dass die gestohlenen Sachen sich wieder finden würden.
Eine Woche später erhielt das Paar einen dicken Umschlag mit der Post. Darin waren alle ihre Wertsachen und eine Notiz, unterschrieben „Von einem reuevollen Dieb und Räuber.” Daneben war eine Zeichnung mit drei Kreuzen. Das rechte Kreuz war eingekreist. Die Gnade Jesu und seine Vergebung verändert Menschen auch heute noch.

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Die Liebe zur Familie und zu Freunden

»Er ist jetzt dein Sohn … Sie ist jetzt deine Mutter!« – Johannes 19,26-27

Jesus richtete die Worte an seine Mutter und an Johannes, den ihm am nächsten stehenden seiner Jünger, als er vom Kreuz auf sie herabschaute. Jesus war sich der Lücke bewusst, das das Ende seines irdischen Lebens in jedem Leben von ihnen zurücklassen würde und dass sie sich gegenseitig helfen könnten, diese Leere wieder auszufüllen. Jesu Liebe zu ihnen war so groß, dass er sogar inmitten der Stunde seiner größten Versuchung die Bedürfnisse seiner Angehörigen spürte und sich darum kümmerte.
Danach kümmerte sich Johannes um Maria, als wäre sie seine eigene Mutter, und Maria liebte Johannes wie ihren eigenen Sohn.

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Jesus braucht unsere Liebe

»Ich habe Durst!« – Johannes 19,28

Am vergangenen Weihnachtsfest gestalteten einige Freunde und ich eine Aufführung in einem Zentrum für behinderte Kinder, das von den „Missionarinnen der Nächstenliebe“ geleitet wurde, dem katholischen Orden, der von Mutter Theresa gegründet worden war. Ich bemerkte dieses lange Spruchband an der Wand, auf dem zu lesen war: „Mich dürstet“, und ich erkundigte mich, warum sie diese beiden letzten Worte von Jesus ausgewählt hätten.
„Dieser Ausruf von Christus ist unser Schlagwort geworden”, erläuterte mir eine der Schwestern. „Kurz bevor sie zu ihrer himmlischen Belohnung hinüberging, sagte Mutter Theresa: ‚Sein Durst findet kein Ende. Er, der Schöpfer von Allem, fleht um die Liebe seiner Schöpfung, ihn dürstet nach unserer Liebe. Diese Worte: „Mich dürstet“, hallen sie nicht in unseren Seelen?’“

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Liebe zu Gott

»Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« – Matthäus 27,46

Zweifelte Jesus an der Liebe Gottes, als er starb? Hatte Gott ihn verlassen? Diese Worte beschäftigten mich von je her, bis ich folgende Erläuterung von David Berg las:
„Was Jesus den größten Schmerz am Kreuz bereitete, waren nicht unsere Sünden, da er wusste, dass uns vergeben würde und wir gerettet werden. Was ihn am meisten betrübte, war, dass er dachte, sein Vater hätte ihm den Rücken gekehrt. Jesus durchlebte diese Erfahrung, die wir, dank Gott, niemals selber erfahren müssen – nicht einfach die Kreuzigung, nicht einfach die körperlichen Qualen, sondern die Qualen des Verstandes und des Geistes, das Gefühl, dass Gott ihn tatsächlich im Stich gelassen hatte. „Mein Gott, mein Gott“, rief er aus, „warum hast Du mich verlassen?“ (Matthäus 27:46) Hatte Gott ihn verlassen? Für einen Moment ja, damit er den Tod eines Sünders ohne Gott sterben würde.
„Die Sünden der ganzen Welt hat Jesus ans Kreuz hinaufgetragen (hat das Opfer gebracht)“ – 1. Petrus 2,24 und diese Sünden trennten ihn von seinem Vater. Er gab sich aus eigenem Anlass hin, um an unserer statt zu sterben – so groß war seine Liebe!“

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Liebe zu dir und zu mir

»Es ist vollbracht!“ (Jetzt ist alles vollendet)!“« – Johannes 19,30

Was war es, was er vollendet hatte? Am selben Abend, an dem Jesus am Kreuz hing, wurde auch das Osterlamm geschlachtet. Wie das Blut des Lammes das hebräische Volk vor der Zerstörung in Ägypten rettete, so erlöst uns auch das Blut Jesu – das endgültige, höchste, eigentliche Passahlamm und echte Osteropfer – von der Macht der Sünde und des Todes.
Als er am Kreuz starb, war sein Werk abgeschlossen und unsere Erlösung errungen!

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Die Belohnung der Liebe

»Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist ! « – Lukas 23,46

Jesus, hilf uns dir unsere Leben anzuvertrauen und so zu leben, wie es dir gefällt, so wie du dein Leben dem Vater anvertraut hast und lebtest, um ihm zu gefallen. Was für ein Jubeltag das sein wird, wenn wir dich von Angesicht zu Angesicht sehen und zu unserer himmlischen Belohnung einkehren werden – ewiges Leben und Liebe zusammen mit dir und dem Vater!

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L i e b e   f ü r   A n d e r e

Meditationsmomente von Virginia Brandt Berg
Transkript einer Radiosendung aus den 60er Jahren

Was das Kreuz und Christsein bedeutet!

Diese Zeit jetzt, im Hinblick auf Ostern, ist, natürlicher Weise, dem Kreuz Christi gewidmet. Im Lukas 23, Vers 34 finden wir diese Worte:

„Jesus sagte: Vater, vergib diesen Menschen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ Wisst ihr, es beeindruckt mich so stark, dass so viele der Äußerungen vom Kreuz, Ausdrücke Seiner wunderbaren Liebe waren. Er betete für Seine Feinde als er sagte: „Vater, vergib diesen Menschen, denn sie wissen nicht, was sie tun“, in der Stunde ihres Triumphes über ihn, und der Schande und dem Leiden, das sie mit heimtückischer Freude über Ihn brachten. Und doch goss Er Seine Liebe im Gebet über sie aus. Ich würde sagen, das ist eine Aufforderung an alle, die an den gekreuzigten Christus glauben, genauso zu handeln!

Er sagte: „Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut denen Gutes, die euch hassen, betet für die, die euch beleidigen und verfolgen.“ (Matthäus 5,44) Ich frag mich, ob wir das wirklich tun? Denn du musst bedenken, das Gesetz des Meisters, ist das Gesetz für den Jünger! Die Liebe eines gekreuzigten Jesus ist die einzige Regel für die, die an Ihn glauben!

Hier der nächste Ausdruck der Liebe: „Frau, das ist jetzt dein Sohn! Das ist nun deine Mutter!“ (Johannes 19,26,27) Genau die gleiche Liebe, die sich um Seine Feinde kümmerte, kümmert sich um Seine Freunde! Jesus wusste, was für eine Qual im Herzen Seiner Verwitweten Mutter sein musste und er befahl sie in die Hände Seines geliebten Jüngers.

Es war also Liebe für die Feinde und Liebe für die Seinen. Genauso müssen wir, die Nachfolger Christi, nicht nur für unsere Feinde beten, sondern auch unsere Liebe Jesus gegenüber darin beweisen, dass wir die, in unserer Umgebung, lieben. Oh, ich frag mich, ob wir das wirklich tun?

„Ich versichere dir; Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“ Das war Liebe für den reuigen Dieb. Er hatte an Christus Erbarmen appelliert, sich an ihn zu erinnern und was für eine unmittelbare Antwort er bekam.

Sei es nun die Liebe, die für die Feinde betet oder die Liebe, die sich um Freunde sorgt oder die Liebe, die frohlockt um eines reuigen Sünders, der von den Menschen ausgestoßen wurde, in allem hat Christus das Kreuz als ein Kreuz der Liebe bewiesen: dass der Gekreuzigte die buchstäbliche Verkörperung oder der Inbegriff einer Liebe ist, die alle Erkenntnis übertrifft. (Eph.3.19) Wisst ihr, mit jedem Gedanken darüber, was wir dieser Liebe vom Kreuz schulden, bete ich, dass Gott uns hilft, uns darin zu bewähren, dass die Gedanken des gekreuzigten Christus unsere Gedanken sind, wir in Seine Liebe nicht nur für uns selbst vertrauen, sondern sie uns leitet, andere zu lieben, und unseren liebenden Umgang mit der Welt um uns herum.

Einmal lebte ich für einige Zeit mit einer äußerst lieblosen Person, die so perfekt war in ihrem gesellschaftlichen Verhalten, und die nie etwas tat, das auch nur das kleinste bisschen unhöflich oder nicht dem Anstand entsprach. Sie las ständig die Bibel – war vollkommen in ihrem Kirchendienst. Doch war dieses Leben einem kalten Eiszapfen gleich. In ihrer Vergangenheit ist einmal etwas geschehen, das in ihr Verbitterung zurückließ und diese Verbitterung wuchs zu einem Groll gegen eine bestimmte Person. Dies schien all die Liebe aus diesem Leben auszusaugen und hielt sie davon ab, je etwas aus wirklicher Liebe heraus zu tun (nur aus ihrem eigenen „gut-sein“ heraus).

Ich erinnere mich an eine bestimmte Geschichte – und wenn immer ich an diese Person denke, erinnere ich mich an sie – über einen kleinen Jungen im Waisenhaus und dem sehr wohlhabenden Ehepaar, die kamen, um ihn abzuholen, da sie ihn adoptierten.

Sie begannen damit, was er alles bekommen und was ihm einmal alles gehören wird bei ihnen zu Hause, wie auch ein schönes Hobbypferdchen! Und dass er eines Tages ein richtiges lebendiges Pony haben wird, und eine Uhr, die ganz ihm gehören wird, wenn er etwas größer ist und all solche Versprechen.

Aber sein kleines Herz war nur hungrig für eine Sache. Als sie mit ihrer ganzen Liste von Dingen, die er besitzen wird, durch waren und was sie für ihn tun würden, schaute er hoch mit flehenden Augen und sagte: „Könnt ihr auch ein klein wenig Liebe erübrigen?“ – Und genau das dachte auch ich so manches Mal, während dieser Zeit, wo ich bei dieser bestimmten Frau bleiben musste: „Oh, kannst du nicht ein kleines bisschen Liebe erübrigen?“ – denn ich ging zu diesem Zeitpunkt selbst durch alles Mögliche hindurch.

Wisst ihr, LIEBE, christliche Liebe, kommt absolut von Gott! Menschliche Liebe hat ihre Schwächen, aber christliche Liebe ist eine göttliche, gottgegebene Sache. Ihr  findet das in Römer 5,5 „…wir wissen, wie sehr Gott uns liebt, weil er uns den Heiligen Geist geschenkt hat, der unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt.“ Und im 1.Petrus 3,8 heißt es: „Schließlich sollt ihr alle gleichgesinnt sein, voller Mitgefühl und gegenseitiger Liebe. Seid barmherzig zueinander und demütig.“ Eine göttliche, brüderliche Liebe bindet Christen in eine solide, vereinte Familie. Judas 1,21 sagt: „Bleibt in der Liebe Gottes.“

Solange Christen in Liebe handeln, werden sie sich der Gemeinschaft mit ihrem himmlischen Vater erfreuen. Aber Satan hat viele Tricks und er versucht alles, um einen Christen außerhalb der Grenzen der Liebe zu ziehen, und er tut es, wenn immer er es nur kann.

Ein Christ kann sicher sein, dass er geistig wächst, wenn er in der Liebe bleibt, in Liebe handelt. Wenn du geistig wachsen willst, handle einfach bewusst in Liebe und praktiziere ständig die Liebe Christi in deinem Herzen. Aber wenn ein Christ anfängt zu kritisieren und damit seinen liebenden Geist verliert, hört er auf geistig zu wachsen, denn er handelt nicht mehr in Liebe. (1.Johannes 4,16)

Ein Christ sollte wachen und beten. (Markus 14,38) Nicht wachen und kritisieren, sondern wachen und beten! Satan ist der Urheber dieser Verbitterungen und des Grolls und dieses lieblosen Geistes.

Und diejenigen, die Unrecht tun, mein(e) Liebe(r), die brauchen kein kritisieren! Was sie brauchen ist Gebet und eine Menge Liebe. Gottes Wort sagt uns in Römer 12,10 „Liebt einander mit aufrichtiger Zuneigung und habt Freude daran, euch gegenseitig Achtung zu erweisen.“

Manche Dinge mögen zu einem Ende kommen, aber lass das niemals von Liebe gesagt werden. Es ist der anfachende Funken des Lebens und ohne ihn ist Christentum absolut tot. In Gottes Wort im Hebräer 10,24 heißt es: „Spornt euch gegenseitig zu Liebe und zu guten Taten an.“ Und wenn ich das noch hinzufügen darf: Liebe erzeugt Liebe!

Eine Person die in Liebe handelt, wird andere dazu ermutigen, das Gleiche zu tun! Wenn du nur ein wenig Liebe zeigst, wird jemand anderes davon angesteckt werden. Das ist solch eine ansteckende Sache, die Liebe Christi in Aktion! Und es verbreitet sich von Herz zu Herz.

Im 1.Petrus 4,8 heißt es: „Das Wichtigste aber ist, dass ihr einander beständig liebt, (beständig: in inbrünstiger Liebe), denn die Liebe deckt viele Sünden zu!“ Liebe geht nicht herum und erzählt von den Fehlern der anderen! Diese Schriftstelle sagt uns, dass Liebe mit einem Schleier des Schweigens die Fehler der anderen bedeckt.

Denk an den goldenen Schleier des Schweigens bei den Fehlern der anderen, die Liebe, die die Fehler der Brüder bedeckt! Gott segne dich während du in dieser Zeit an das Kreuz denkst und diesen wunderbaren Aussagen der Liebe von Jesus Christus, die so viel Liebe vom Kreuz manifestiert.

Gott segne dich!

Er ist immer noch auf dem Thron und Gebet verändert Dinge! Amen?

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