Der Augenzeuge

Karfreitag 2019

Vorwort von mir: Wenn man älter wird – ich gehe auf die 70 zu – schläft man nachts meist nicht mehr so viel. Ich wache deshalb meist schon um 4 Uhr auf, bin aber meist noch müde und liege dann einfach still da und döse vor mich hin. Und in dieser Stille kommen dann auf einmal Gedanken und Ideen und breiten sich in meinen Kopf aus und machen mich schließlich hellwach. So sind die meisten meiner Artikel hier entstanden, in der Stille des frühen morgens.

In den vergangenen Tagen habe ich immer wieder gebetet, was die Botschaft für den Karfreitag dieses Jahr werden sollte. Dieses Beten und sich auf die Antwort zu konzentrieren, wurde durch den Brand von Notre Dame unterbrochen. Ich fand einen älteren Artikel, den ich gut fand wieder zu posten, es schien aber etwas zu fehlen und so habe ich passende Schriftstellen dazugefügt. Darunter war auch der Vers von Johannes 15,8 der in den verschiedenen Bibeln unterschiedlich ausgedrückt wird.

Ja und heute früh kam dann die Antwort für meine Karfreitagsbotschaft. Wir alle rechnen doch damit, dass sich die Dinge zur Wiederkehr von Jesus hin entwickeln werden, was bedeutet, dass, je näher wir „dem Ende“ kommen, wir umso mehr mit Verfolgung rechnen müssen. Eines Tages werden nicht nur Kirchen brennen, sondern werden uns sehr wahrscheinlich auch die Bibeln weggenommen werden. Die zukünftige Eine-Welt-Regierung, wenn sie friedlich und gerecht sein will, muss das sein, was so viel heute schon anstreben, tolerant sein, was aber die Bibel nicht ist. Da gibt es keine Toleranz mit dem was dort als Übel, falsch und schlecht bezeichnet wird, in dieser Welt aber „vertoleriert“ wird, damit man jedem gefallen kann, jeder akzeptiert und jeder in diese neue wunderbare Welt passt und mit eingeschlossen werden kann. Die Bibel wird also mehr und mehr zu einem dieser Toleranz und „Frieden“ gefährdenden Buch und die Gläubigen davon zu gefährlichen, friedengefährdenden Fanatikern.

Wenn wir eine vermummte Frau oder Männer mit Käppchen auf dem Kopf sehen, wissen wir, zu welcher Religion sie gehören ohne sie fragen zu müssen. Auch die meisten Handwerkerberufe, Klubs und Orden haben ihre bestimmte Kleidung, an der man sie erkennt und einordnen kann. Wie ordnet man aber wahre Christen ein? An was erkennt man sie? Johannes 15,8 sagt es:

Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und euch so als meine Jünger erweist.

Die Luther, Elberfelder, Schlachter, und einige andere Bibeln drücken den Vers so aus: Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.“ Aber das …und werdet … macht keinen Sinn. Das „Frucht bringen“ macht uns doch erst zu Jüngern, wahre Jünger. Ansonsten sind wir doch nur Namenschristen.

Ist das die Botschaft der brennenden Kathedrale an uns Christen, dass wir uns besser darauf vorbereiten, dass wir vielleicht selbst auch bald unters Feuer kommen? Uns deshalb intensiv darauf vorbereiten sollen? Wie werden wir je die Kraft haben, für unseren Glauben aufzustehen und auch die Bereitschaft dafür zu sterben, wenn wir heute unseren Glauben nicht aktiv leben? Wir heute nicht schon die Frucht bringen, die unseren Glauben aussagt?

Lasst euch das durch den Kopf gehen heute und die nächsten Tage. Lasst euch auch die Worte vom folgenden und auch diesem Artikel* (* Link am Ende) ins Herz gehen, um mehr und mehr wie Jesus zu werden und jeder an eurem Wesen und euren Handlungen erkennen kann, dass ihr zu Jesus gehört.

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Kennst du das, du versetzt dich so in eine Situation oder Person hinein, bis es wie deine eigene wird. Wenn du dann noch betest, kann es sein, dass es für dich sogar noch lebendiger und realer wird. Solch ein Szenario wird so ungefähr in diesem Bericht beschrieben:

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Von Curtis Peter Van Gorder

DIE LETZEN 24 STUNDEN WAREN SEHR VERWIRREND, JA ERSCHRECKEND UND GLEICHZEITIG WUNDERVOLL Es begann mit einem Befehl von Kaiphas, dem Hohepriester, der Marionette von Rom, Kaiphas, dem ich diene. „Malchus mach dies! Malchus mach das!“ Und natürlich muss ich machen, was er mir befiehlt. Ich bin die Marionette einer Marionette. Ich bin hier, um seine schmutzige Arbeit auszuführen. Und dies war der schmutzigste Auftrag, den ich je bekommen hatte.

Ich sollte die Anweisungen des Hohepriesters an den Obersten der Tempelwache weitergeben und dann mit ihm und seinen Leuten zusammen losgehen, um Jesus zu ergreifen und Ihn vor Gericht zu bringen. Wir hatten so etwas schon öfter gemacht, als wir andere verbrecherische Lehrer verhafteten, aber dieses Mal wehrte sich etwas in mir gegen den Befehl.

Monate vorher hatte ich Jesus sprechen hören, und ich sage euch: niemand hat je so gesprochen wie er! „Liebe deine Feinde. Tue Gutes denen, die dich hassen.“ Nun, das ist eine Botschaft, die man nicht oft hört! Bei allen anderen geht es immer nur um „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Die Zeloten wollen ihr Land zurück. Die religiösen Fanatiker wollen ihre Religion zurück. Die  korrupten Händler, die selbst betrogen wurden, wollen ihr Geld zurück. Es scheint, als ob alle nach Rache verlangen. Jesus war anders.

Kaiphas wollte, dass wir Jesus in der tiefen Nacht verhafteten, denn er fürchtete, es könne einen Aufstand geben, wenn die einfachen Leute das mitbekommen würden. Jesus hatte viele Wunder vollbracht, und die meisten Leute liebten Ihn. Tatsächlich hatte die Menge bei Seinem Einzug in die Stadt, gerade vor einigen Tagen, nach Ihm  als ihren König gerufen.

Der Plan war, Ihn in dem  Garten zu finden, in den Er zum Beten gegangen war, Ihn zu überraschen und festzunehmen, bevor Er fliehen konnte. Aber als wir dort ankamen, war es, als ob Er gewusst hätte, dass wir kommen würden und auf uns wartete. Judas Iskariot tat, wofür er bezahlt worden war und zeigte auf Jesus in einer Gruppe von zwölf Männern und ging auf ihn zu. Welche Schande, den eigenen Meister zu verraten und noch dazu – mit einem Kuss!

Die 30 Silberstücke aus dem Tempelschatz, die die obersten Priester an Judas ausgezahlt hatten, hätten wir uns sparen können, denn bevor wir irgendetwas sagen oder tun konnten, fragte uns Jesus: „Wen sucht ihr?“ „Jesus von Nazareth“, antwortete ich.

„Der bin ich”, sagte Jesus. Seine Erscheinung war so überwältigend, dass wir alle, die Ihn verhaften wollten, zurückwichen und zu Boden fielen. „Wen sucht ihr?“ fragte Jesus wieder.

„Jesus von Nazareth“, wiederholte ich, während ich mühsam versuchte, schnell wieder auf die Beine zu kommen.

„Ich habe euch gesagt, dass ich derjenige bin, nach dem ihr sucht, also lasst die anderen gehen”, sagte Er, indem Er auf Seine Jünger zeigte.

Einer von Jesus Anhängern trat plötzlich hervor, zog ein Schwert, und schwenkte es in meine Richtung. Ich wich aus und dachte, er hätte mich verfehlt; aber dann spürte ich einen stechenden Schmerz und Blut strömte an der Seite meines Kopfes herab. Mein Ohr war weg! Ich sank auf meine Knie und griff nach der Wunde; vergeblich versuchte ich, den Blutfluss zu stoppen. Mein Gewand wurde zu einer rotgetränkten Masse und ich begann, das Bewusstsein zu verlieren.

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Plötzlich war ich von einem glänzenden Licht umhüllt. Jemand rief meinen Namen. Es war Jesus, der über mir kniete und meine Wunde mit meinem Ohr in Seiner Hand abdeckte. Ich fühlte ein warmes Prickeln. Der Schmerz hörte auf. Jesus’ Augen waren voller Liebe. Er sagte kein Wort, aber in dem Moment wusste ich, Er war mein Freund und nicht mein Feind. Auch wusste ich, dass bei mir alles wieder in Ordnung sein würde – aber was würde mit Jesus geschehen? Ich hatte Mitschuld an seiner Verhaftung, und jetzt bereute ich es.

„Steck das Schwert weg”, sagte Jesus, indem er sich Petrus zuwandte. „Wer mit dem Schwert lebt, wird durch das Schwert sterben.“

Ich denke, einige der Wächter waren genauso überrascht wie ich, dass Jesus  in Seiner Liebe sogar Seine Feinde heilte. Manche, so wie auch ich, werden sich sicher gefragt haben, ob Er wirklich der Sohn Gottes war. Der Oberste der Tempelwache fragte sich das natürlich nicht, der zweifelte Befehle nie an. Er riss Jesus auf Seine Füße, und einen Moment später waren sie alle weg.

Allein im Garten zurückgeblieben, staunte ich immer noch über das Wunder, das sich soeben ereignet hatte. Mein Ohr war wieder völlig hergestellt; nur mein blutgetränktes Gewand und das Blut an meinem Hals und meinen Händen waren der Beweis dafür, dass etwas Erstaunliches passiert war. Wie konnten die anderen dieses Wunder so einfach abtun? Wie konnten sie so gefühllos, so herzlos sein?

Zu Hause angekommen, wusch ich mir das angetrocknete Blut von Gesicht und Armen und wechselte mein Gewand. Ich konnte den Gedanken nicht abschütteln, dass ich soeben Komplize eines entsetzlichen Verbrechens gewesen war.

Ich rannte zum Palast des Hohepriesters, um zu sehen, was mit Jesus geschehen würde und fand den Platz voller Leute. Trotz der späten Stunde hatte sich die Nachricht von Jesus’ Verhaftung schnell herumgesprochen.

„Wo ist Er?” fragte ich einen von der Wache.

„Die Gerichtsverhandlung hat begonnen. Kaiphas ist bereits davon überzeugt, dass dieser Typ sich der Gotteslästerung schuldig gemacht hat. Er wird rasch das Urteil fällen. Dieser Jesus hat keine Chance“, antwortete der Wächter nüchtern.

Immer wieder musste ich nach meinem Ohr greifen. Da war kein Schmerz, auch keine Verletzung. Ich fuhr mit dem Finger über die Stelle, aber ich konnte nicht einmal eine Narbe fühlen! Wie konnte das sein? Dann kehrte jener Gedanke wieder zurück und zwar viel lauter als zuvor: ‚Ich bin dafür verantwortlich!‘ Ich fühlte mich, als wäre ich derjenige, der vor Gericht stand. Er hat mich geheilt. Er hat  mir Liebe und Gnade gezeigt. Jetzt ist Er von Wölfen umzingelt, die nach Seinem Blut lechzen. Was habe ich getan?

Der Wächter hatte Recht. Kaiphas und die Hohepriester fällten rasch das Urteil; jedoch nach Römischem Gesetz hatten sie nicht die Befugnis, Jesus zum Tode zu verurteilen.

Ich folgte, als Jesus zum Verhör von Pontius Pilatus, dem Römischen Statthalter, geführt wurde. Den Anklägern von Jesus erging es ähnlich wie uns in jenem  Garten – jedes Mal, wenn Er sprach, fielen sie fast nieder. Sie wussten, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch war.

„Ich finde keinerlei Schuld an Ihm”, erklärte Pilatus nach seinem Verhör. Aber als er sah, dass die Menge von den Priestern aufgewiegelt worden war, Jesus Hinrichtung zu fordern, und drauf und dran waren, einen Aufruhr zu starten, verlangte er nach einer Schüssel Wasser, wusch seine Hände darin und sagte: „Ich bin unschuldig am Blut dieses gerechten Mannes. Wenn ihr Ihn kreuzigen wollt, dann müsst ihr euch selbst darum kümmern!“

Daraufhin lieferte Pilatus Jesus zur Kreuzigung aus, und die ganze Garnison der Römischen Soldaten versammelte sich um Jesus. Sie kleideten Ihn in ein scharlachrotes Gewand und setzten Ihm eine Dornenkrone auf den Kopf. Sie spuckten auf Ihn und verspotteten Ihn. „Heil, König der Juden!“ Dann zogen sie Ihm wieder Sein eigenes Gewand an und führten Ihn weg, um Ihn zu kreuzigen.

Ich wurde von der Menge, die durch die engen Straßen von Jerusalem brandete, vorwärts geschoben, bis wir etwas außerhalb der Stadt zu dem Berg Golgatha kamen – auch „Schädelstätte“ genannt. Bis ich mich durch die Menge nach vorne gekämpft hatte, hatten die Soldaten Jesus schon an ein Kreuz genagelt und zogen Ihn hoch, denn Er sollte wie ein gewöhnlicher Krimineller sterben. Sein Gesicht und Körper waren blutverschmiert, so wie bei mir zuvor in jenem Garten.

In Gedanken reiste ich ein paar Monate zurück, zu dem Zeitpunkt, als ich Ihn zu einer Menschenmenge hatte sagen hören: „Ich bin gekommen, um die Verlorenen zu suchen und zu retten.”

Obwohl ich sicher war, dass Er mich bei dem Lärm der Menschenmasse, die sich versammelt hatte, um Ihn sterben zu sehen, nie würde  hören können, sagte ich zu Ihm: „Jesus, ich bin verloren. Vergib mir, was ich getan habe!“

Da schaute Er direkt zu mir,  mit derselben Liebe in Seinen Augen, die ich schon in jenem Garten gesehen hatte. Ich wusste, Er hatte mir vergeben. Es war schon ein Wunder, wie Er mein Ohr geheilt hatte, aber ein noch größeres Wunder geschah, als Er mein Herz heilte.

Einen Moment später erschien Kaiphas, um Jesus zu verhöhnen und sich triumphierend an seinem Sieg zu weiden. Er war so anders als Jesus – so voller Hass und Bosheit.  „Wenn Du der König von Israel bist, wie Du behauptest, so komm doch vom Kreuz herunter! Dann werden wir Dir glauben. Du hast auf Gott vertraut – dann lass Dich jetzt von Ihm befreien!“

05-frohe O.-2

Der Himmel verdunkelte sich, ein Wind kam auf, Donner erschütterte den Berg und Jesus schrie auf: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!” Selbst während Er sterbend dort hing, vergab Er noch seinen Henkern

Ich weiß jetzt, was ich tun muss: Ich muss einen Weg finden, meinem neuen Herrn zu dienen, aus lauter Liebe und Dankbarkeit.

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Jesus:

Kommt, folgt mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen. – Matthäus 4,19

Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon (Aramäischer Begriff für Besitz oder Vermögen). – Matthäus 6,24

Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter. – Matthäus 12,50

Wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder [Besitz] verlassen hat um meines Namens willen, der wird es hundertfach wieder bekommen und das ewige Leben empfangen. – Matthäus 19,29

Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz täglich auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erretten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es erretten. – Lukas 9,23,24

Wer seine Hand an den Pflug legt und zurücksieht, der ist nicht tauglich für das Reich Gottes. – Lukas 9,62

Wenn ihr euch nach meinen Worten richtet, seid ihr wirklich meine Jünger. – Johannes 8,31b

Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und euch so als meine Jünger erweist. – Johannes 15,8 – HfA, NGÜ, GNB, NeÜ, MENG

Kein Soldat verstrickt sich in die Geschäfte des täglichen Lebens, um dem zu gefallen, der ihn angeworben hat. – 2.Timotheus 2,4

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Teil von etwas Größerem

Eine Zusammenstellung

„Der menschliche Körper hat viele Glieder …, doch nur gemeinsam machen die vielen Teile den einen Körper aus. So ist es auch beim Leib Christi. Aber wir haben alle denselben Geist empfangen und gehören durch die Taufe zum Leib Christi. Gott hat unseren Körper mit vielen Gliedern und Organen geschaffen und jedem Körperteil seinen Platz gegeben, wie er es wollte. So bildet ihr gemeinsam den Leib Christi, und jeder Einzelne gehört als ein Teil dazu.“ – 1. Korinther 12,12-13,18,27

Paulus sprach die Korinther darauf an, dass jeder Mensch in seinem Amt seinen Teil für den Herrn zu tun hat und dass nicht alle Anerkennung nur einer Person gegeben werden sollte. Im Endeffekt ist der Herr derjenige, der das Leben der Menschen berührt und zum Besseren verändert; wir helfen lediglich, sie zu Ihm zu führen. Vielleicht bestand unser Teil darin, ein freundliches Wort zu sagen, ihnen ein Lächeln zu schenken, ihnen eine Schriftstelle oder ein Zitat zum Lesen zu geben oder mit ihnen zu beten. Und abgesehen von unserem Teil werden wir nie wirklich wissen, wie viele andere auch zur Ermutigung oder Veränderung dieser Person beigetragen haben.

Paulus sagte: „Jeder von uns tat die Arbeit, die der Herr ihm auftrug. Meine Aufgabe bestand darin, den Samen in eure Herzen zu pflanzen, und Apollos hat ihn bewässert; aber es war Gott – nicht wir –, der ihn wachsen ließ. Wichtig ist nicht der, der pflanzt oder bewässert, wichtig ist Gott, denn er lässt den Samen wachsen. Derjenige, der pflanzt, und derjenige, der bewässert: Beide arbeiten zusammen auf dasselbe Ziel hin. Belohnt aber wird jeder für sich, entsprechend seiner Arbeit. Wir arbeiten Hand in Hand an derselben Sache als Menschen, die zu Gott gehören.“ – 1.Korinther 3,5-9

„Wir arbeiten Hand in Hand an derselben Sache.“ Das gefällt mir. Es hilft mir, Mitchristen anders zu betrachten. Anstatt über lehrmäßige Unterschiede oder Konfessionen nachzudenken, betrachte ich sie als Mitarbeiter.

Ich habe mich auch entschieden, mich nicht entmutigen zu lassen, wenn ich die Ergebnisse meiner Arbeit nicht sofort oder vielleicht gar nicht sehe. Ich überlasse das dem Herrn und Seinem Zeitplan. Denkt daran, die Belobigung, die wir vom Herrn am Ende des Tages wollen, lautet: „Gut gemacht, mein guter und treuer Diener. Du bist mit diesem kleinen Betrag zuverlässig umgegangen, deshalb will ich dir größere Verantwortung übertragen. Lass uns miteinander feiern!“ – Matthäus 25,2

Genießen wir in der Zwischenzeit die kleinen Segnungen und Erfolge, die sich uns auftun, in dem Wissen, dass wir alle Teil von Gottes großem Gesamtplan sind. – Tina Kapp

Warum gibt es Konfessionen?

„So bildet ihr gemeinsam den Leib Christi, und jeder Einzelne gehört als ein Teil dazu.“ – 1. Korinther 12,274

Ein Grund für die Existenz so vieler Konfessionen ist die Verschiedenheit in Persönlichkeit, Leidenschaften und Talenten. Denke einen Moment lang an die einzelnen Personen. Einige Menschen verbinden sich am besten mit Gott durch Betätigung ihres Geistes oder in der Natur. Andere erleben Geistigkeit durch kreativen oder künstlerischen Ausdruck. Wieder andere fühlen eine heilige oder göttliche Verbindung, wenn sie anderen dienen oder denen helfen, die leiden.

Während all dies bewundernswerte und hilfreiche Mittel sind, um sich mit Gott zu verbinden, ist es nicht verwunderlich, dass verschiedene Kirchen und sogar ganze Konfessionen entstanden sind, die diese charakteristischen Persönlichkeitsmerkmal verkörpern.

Ein weiterer Grund liegt in der Rolle der Tradition. Einige Menschen schätzen die Struktur und das Erbe der Anbetung Gottes gemäß den über viele Jahrhunderte überlieferten Traditionen. So könnten sie sich in östlich-orthodoxen, römisch-katholischen, bischöflichen oder lutherischen Kirchen wohler fühlen. Andere hingegen bevorzugen es, neue und andere Formen der Anbetung Gottes oder der Ausübung ihres Glaubens zu erproben; sie könnten sich von Ritualen oder Traditionen eingeengt fühlen. Daher könnte eine konfessionslose Gemeinde am besten zu ihnen passen.

Auch die Kultur spielt eine entscheidende Rolle; Menschen aus verschiedenen Kulturen üben ihren Glauben auf unterschiedliche Weise aus. Es sollte uns nicht überraschen, wenn sich die Kirchen in einer bürgerlichen englischen Stadt extrem von denen in einem kriegszerstörten, armen Dorf in Afrika unterscheiden. Folglich werden Kirchen und ganze Konfessionen je nach geographischer Lage und kulturellen Werten der Menschen selbst sehr unterschiedlich sein …

Schließlich ist anzumerken, dass ein Mangel an Uniformität unter den christlichen Konfessionen nicht unbedingt einen Mangel an Einheit bedeutet. Unabhängig von Kirche, Konfession, Kultur oder geographischer Lage gibt es einige zentrale Grundsätze, die praktisch alle Christen vereinen.

Christen glauben an einen dreieinigen Gott, der aus Vater, Sohn und Heiligem Geist besteht. Sie glauben, dass alle Menschen sündig sind und Gnade brauchen. Darüber hinaus vertreten Christen die Ansicht, dass nur Jesus – durch Sein Leben, Seinen Tod und Seine Auferstehung – es uns ermöglicht, die Vergebung und Gnade Gottes zu erfahren. Christen glauben auch, dass die Bibel diese geistlichen Wahrheiten am deutlichsten offenbart.

Wie ein Christ einmal schrieb: „Im Wesentlichen, Einheit; im Unwesentlichen, Freiheit; in allen Dingen, Liebe.“ – Norton Herbst

Unser Beitrag

„In der Gemeinde gibt es verschiedene Aufgaben, aber es ist ein und derselbe Herr, dem wir dienen. Gott wirkt auf verschiedene Weise in unserem Leben, aber es ist immer derselbe Gott, der in uns allen wirkt.“ – 1. Korinther 12,5-6 6

Ein Verständnis des Willens Gottes ist für jeden Christen, der ein Leben führen will, das seinem Schöpfer gefällt, äußerst wichtig. Es ist eine sehr praktische Sache für uns zu wissen, was Gott für unser Leben will.

Ein Christ fragt: „Was sind meine Marschbefehle? Welche Rolle sollte ich dabei spielen, zur Errichtung des Reiches Gottes beizutragen? Was will Gott, dass ich mit meinem Leben mache?“ Es ist unvorstellbar, dass ein Christ sehr lange leben könnte, ohne sich diesen spannenden Fragen zu stellen. – R. C. Sproul

„Jedem von uns wird eine geistliche Gabe zum Nutzen der ganzen Gemeinde gegeben.“ – 1. Korinther 12,7

Die Berufung bezieht sich auf die einzigartige Art und Weise, in der Gott dich auserwählt hat, um in Seinen großen Plan zu passen. Bevor das Knie vor Christus gebeugt wird, fehlt vielen Menschen der Sinn für das Ziel, der nur in lebendiger Vereinigung mit Gott zu finden ist. (Römer 8,28) Mit anderen Worten, es besteht ein Zusammenhang zwischen dem, was als Gottes wirksamer Ruf bekannt ist, und Seinem Ruf zu einer bestimmten Berufung. Wenn Gott jemanden wirksam beruft, indem Er ihr Herz ändert, gibt Er ihnen auch eine Lebensaufgabe; Er stellt sie in Seinen Dienst …

Die Berufung ist, deine Fähigkeiten zu nehmen und sie auf den Bereich des Lebens anzuwenden, den Gott dir gegeben hat. Die Grundzüge unseres Lebens sind unterschiedlich, aber unser Ziel ist dasselbe: die Prinzipien des Reiches Gottes in jedem Lebensbereich zum Tragen zu bringen. Wenn dies der Fall ist, lautet die nächste logische Frage: „Wie finde ich meine Berufung?“ …

Unser Hauptaufruf und unsere Berufung ist es, als Bürger Seines Reiches richtig vor dem Angesicht Gottes zu wandeln. Die Talente, die Gott jedem von uns verliehen hat, sollen Gottes Königreich aufbauen, nicht unser eigenes. (Kolosser 3,17) – William Boekestein

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