Jesus, das Wort und Yin und Yang

22.8.2016

Wir leben im Zeitalter der Toleranz und Toleranz am richtigen Ort ist auch die richtige Sache. Wenn es jedoch um die Wahrheit geht, endet Toleranz. Entweder ist etwas die Wahrheit oder nicht.

Leider denken einige Christen, dass neben Jesus und seinen Lehren, anderes auch gut ist und dann wundern sie sich, wenn in ihrem Leben einfach nichts richtig läuft. (Ich habe es aber auch schon erlebt, dass Menschen, die dachten sie könnten Jesus und Philosophien mixen, Schizophren geworden sind – das ist kein Scherz und nichts zum Scherzen!) Ich habe mit so jemand in letzter Zeit Bekanntschaft gemacht, eine Frau, der es schwerfällt, nein zu sagen, wenn sie eigentlich etwas nicht will (etwas das ich auch überkommen musste). Ich habe ihr schließlich diesen Brief geschrieben. Vielleicht könnt ihr daraus auch Lektionen ziehen oder möchtet es weiterleiten.

Liebe Schwester in Christus,

Gottes Segen und einen schönen Tag wünsche ich dir.

Ich habe mich über deinen Anruf gefreut und ja ich bin auch erstaunt, wieviel gemeinsames wir haben. Gottes Wege sind unergründlich und wie er Menschen in Antwort auf Gebete zusammenbringt, die sich gegenseitig helfen können, geistigen Fortschritt zu machen.

Ich bin heute wie üblich früh aufgewacht (deshalb bin ich auch immer früh müde. Schon als Kind war ich immer schon um 6 wach heute ist es meist 4 Uhr dass ich aufwache) und musste dann wieder an unser Gespräch denken.

Wenn du Internetzugriff hast kannst du hier meine Lebensgeschichte lesen – oder in Kurzfassung hier

Obwohl in der Kirche (evangelisch) getauft und aufgewachsen, bekam ich erst mit 26 Jahren wirklich Glauben in Jesus, als mich damals jemand auf der Straße angesprochen hat und mich herausgefordert hat, Jesus in mein Herz zu bitten, denn dort möchte er leben, nicht in einem Gebäude oder nur in meinen Gedanken.

Ich war von da an ein neuer Mensch, aber nur ein Baby das wachsen und viel lernen musste. Auch musste ich viel Altes, das im Weg in meinem neuen Leben mit Gott war, zurücklassen, doch das Schwierige daran war, zuerst einmal zu erkennen, was alt ist, und weg muss. Wie ich dir schon sagte, bin ich durch eine große Veränderung gegangen, und gehe selbst heute noch durch Veränderungen, besonders nachdem ich erkennen musste, dass ich Bitterkeit „geerbt“ hatte.

Eine sehr große Veränderung, die mir fast das Genick gebrochen hat, kam, als mir jemand ins Gesicht sagte, dass ich einen störrischen rebellischen Geist habe. Das hat mich umgehauen und am Boden zerschmettert. Ich liebte doch Jesus und wollte mich ihm ganz hingeben, wie konnte ich denn da einen rebellischen Geist haben? Seither hatte ich immer gedacht, dass ich in Bestimmtem recht habe und deshalb dafür aufstehen und meinen Kopf durchsetzen sollte. Nie kam es mir in den Sinn, dass das ein Ausdruck eines rebellischen Geistes ist. Was mir später dann klar wurde ist, ich habe diesen rebellischen Geist entwickelt, um meine Schwäche, dieses nicht nein sagen zu können zu dem, was ich nicht wollte, auszugleichen, bin also von einem Extrem zum anderen geschwankt. Doch hat es nicht geklappt, denn beides ist ja falsch und nicht Gottes Weg.

Ich hatte schon eine gute Ausbildung im Wort Gottes und das hat sehr viel geholfen, dass ich schließlich meinen Stolz schlucken, was mehrere Wochen gebraucht hat, bis ich völlig auf meine Knie gehen und die Korrektur annehmen konnte und bereit war, mich gänzlich vom Herrn und seinem Wort neu machen zu lassen. Das war das Ausschlaggebende, bereit zu sein neu gemacht zu werden! Um Neues aufnehmen zu können, muss man das Alte rauswerfen, entfernen, das seither diesen Platz einnahm, in unseren Gedanken und unserem Herzen.

Ich habe dir schon gesagt, dass ich viel über die jeweiligen Themen (Bitterkeit und seinen eigenen, störrischen, rebellischen Willen aufzugeben) gelesen habe und im Fall der Bitterkeit habe ich dieses sehr lange ausführliche Gebet in mein Notizbuch geschrieben und über mehrere Wochen jeden Tag darin gelesen und mitgebetet, bis die Veränderung vollbracht war, was vergleichbar mit einem Computer neu programmieren ist. Heute muss ich immer noch darauf achten, damit nichts vom Alten wieder zurückkommt, aber es ist sehr viel einfacher geworden, zu erkennen, wenn etwas Altes hochkommen möchte und ist deshalb auch einfacher, dem zu widerstehen.

So wie ich es sehe, solltest du in deinem Fall so ziemlich alles hinter dir lassen, an das du dich bis jetzt so sehr festgehalten hast. Lass dich das jetzt nicht verletzen, denke daran Außenstehende können meist besser sehen, wo ein Problem ist, als wir selbst. Wir Menschen hängen meist an unseren alten Angewohnheiten, Vorlieben und Gebräuchen und lassen uns nicht so ohne weiteres etwas davon wegnehmen. An was ich speziell hier denke, ist dein „Lieblingsgebet“ das du mir am Telefon an 2 verschiedenen Malen hergesagt hast. Das erstaunt dich jetzt wahrscheinlich und kannst es nicht verstehen, aber denke darüber nach, hat es dir seither genützt? Hat es dich stärker gemacht und geholfen zu überwinden?

Wenn ich dir vorschlagen darf, kremple deinen Tag und deine Angewohnheiten völlig um. Sag nicht mehr deine gewohnten Gebete, sondern lese erst einmal etwas aus der Bibel oder den Sachen, die ich dir gegeben habe. Du kannst die Reihenfolge auch verändern. Anstatt deinem gewohnten „Lieblingsgebet“ beginne mit Lobpreis. Nimm das Büchlein „Mein König und ich“ und lese daraus Lobpreis – auch wenn es dir widerstrebt und du im Moment nicht sehen kannst, was falsch an deinem Lieblingslobgebet sein soll – vertraue einfach! Dann nimm auch das kleine Bibel Schlüsselversebuch und lerne ein oder zwei Verse auswendig, die du tagsüber wiederholst, um sie gut „gespeichert“ zu bekommen, sie in dein Herz und Gedanken eingravierst. Ich habe dir vorgeschlagen Verse aus „Fürchte dich nicht“ zu lernen und diese sind auch gut und wichtig für dich. Aber ich denke jetzt, dass eine neue Einstellung zu Gottes Wort fast wichtiger ist, um die Veränderung einzuläuten (Seite 9). Solch eine neue Einstellung musste ich mir auch zu Grunde legen und ich bin sehr froh, dass ich es getan habe, sonst wäre ich längst untergegangen. (Wenn du weiterliest, weißt du warum das für dich wichtig ist.)

Um es ein wenig besser zu verstehen, so wie ich es mitbekommen habe, stehst du sehr auf diesem deinem Lieblingsgebet. Das einfach meiner Meinung nach, nicht auf sehr festen Beinen steht. Das Neue, das ich lernen musste, war, Bibelverse in meinen Gebeten einzubeziehen, auf diesen Versen mein Gebet und meinen Glauben aufzubauen. Katholiken sind darin das beste Beispiel von einem Mangel an Glauben in das Wort Gottes. Wenn sie beten, fügen sie zu ihrem Gebet kein Versprechen von Gottes Wort auf das sie sich beziehen bei, sondern betteln, Kyrie Eleison – Herr erbarme dich! doch Gott möchte, dass wir Glauben haben, wie Jesus sagte: Worum ihr im Gebet auch bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, dann werdet ihr es auch erhalten. – Markus 11,24 denn: Euch geschehe nach eurem Glauben! – Mt. 9,29 Du glaubst, dass was Gott für andere getan hat, kann er auch für dich tun. 

Ich weiß jetzt auch nicht, wie du Gott ansprichst, mit Vater oder Herr, woran auch wiederum nichts Verkehrtes ist. Jedoch wenn man bestrebt ist, Jesus immer näher zu kommen, wird er es uns ans Herz legen, ihn nicht bloß mit Herr anzusprechen, sondern mit seinem Namen, ob das nun Jesus oder Jeshua oder auch als Arabisch-sprechender Isa ist. (Wir hatten über Muslime und wie sie Jesus nennen gesprochen.) Dass Jesus angesprochen werden möchte finden wir in Matthäus 11,28-30 Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken. Nehmt mein Joch (meine Lehre) auf euch. Ich will euch lehren, denn ich bin demütig und freundlich, und eure Seele wird bei mir zur Ruhe kommen. Denn mein Joch passt euch genau, und die Last, die ich euch auflege, ist leicht. Jesus sagte nicht, geh zum „Herrn“, der dir vielleicht ziemlich fremd da hoch oben ist, auch nicht, geh zum Vater und vor allem nicht zu Maria oder irgend einem anderen Heiligen und bitte die, für dich zu sprechen, sondern er bittet dich direkt zu ihm, dem Mittler (Galater 3,19; 1. Timotheus 2,5; Hebräer 8,6; 9,15) zwischen Gott und dem Menschen, zu kommen. 

– – –

Hier musste ich eine Schreibpause einlegen, um mir was zum Essen zu machen. Dabei sind mir noch andere Gedanken gekommen. Du verspürst so viel Liebe für alle Menschen. Das scheint das Wunderbarste zu sein, das es gibt. Doch ich musste an einen Gärtner denken. Ein guter Gärtner liebt nicht nur seine Pflanzen, Sträucher und Bäume, sondern wenn er einen schönen Garten haben möchte, muss er auch das Unkraut erkennen und es genug hassen, um es zu entfernen, da wo es nicht hingehört. Für die meisten Gartenanfänger ist das aber gar nicht so leicht, denn sie können das Unkraut noch nicht gut von den guten, nützlichen Pflanzen unterscheiden. Kannst du sehen worauf ich hinaus möchte?

Da gibt es dieses Beispiel von Jesus und dem reichen Jüngling. Du kennst diese Geschichte, oder? Mir gefällt die Version von Markus am besten. Es heißt dort: 10,21 Da sah Jesus den Mann voller Liebe an. – Jesus empfand Liebe für diesen Mann und doch hat ihn das nicht daran gehindert, ihm die Wahrheit zu sagen, nämlich: »Eins fehlt dir noch«, sagte er zu ihm. »Geh und verkaufe alles, was du hast, und gib das Geld den Armen, dann wirst du einen Schatz im Himmel haben. Danach komm und folge mir nach.« Als er das hörte, verdüsterte sich das Gesicht des Mannes, und er ging traurig fort, denn er war sehr reich. – Jesus wusste, was im Herz von diesem Mann war und er hat ihn geliebt, aber gerade deshalb musste er ihm die Wahrheit sagen, auch wenn der Mann sie nicht annehmen konnte. Wenn der Mann die Wahrheit wollte und nichts als die Wahrheit, hätte er dem Weg – Jesus – nachfolgen sollen, etwas anderes – seine Reichtümer – ist nicht der Weg. Genauso ist aber auch nicht Buddhismus, Hinduismus, Islam, Konfuzius und auch nicht Yin und Yang die Wahrheit (Reichtümer für manche). Man muss nicht nur die Nutz- und Zierpflanzen kennen, sondern auch wissen, was Unkraut ist – Unkraut das nützliche Pflanzen beim Wachstum hindern und ihnen Nährstoffe und Licht wegnehmen. Und man muss die Tricks von Satan kennen: 2.Korinther 2:11 „damit der Satan uns nicht überlistet. Schließlich kennen wir seine Fallen und Tricks nur zu gut.“ Und zu seinen Fallen gehört, dass er seine Lügen nimmt und sie mit ein wenig Wahrheit einpackt, damit du die schreckliche Lüge dahinter nicht siehst und nicht schmeckst, sondern sie ganz schluckst in dem Glauben, dass das bisschen Gute bedeutet, dass alles gut ist. Mohammed kannte die Bibel von einem Mönch, und doch verleugnet der Islam Jesus als Gott der Sohn, gekreuzigt für dich und mich. Wenn du den Koran liest, bekommst du auch unweigerlich den Eindruck, dass darin sehr oft die Bibel aus einer verschwommenen Erinnerung heraus zitiert wird, verdreht und verzerrt, geschrieben auf eine Weise, wie sie ihn in ihren Kram, ihre Religion, passt. Und bei Yin und Yang ist es das gleiche. Es kommt von den „Heiden“ und ist Yin_yang.svgein Abklatsch der Wahrheit und Wirklichkeit. Eine Philosophie, die der Durchschnittsmensch (jemand wie ich) meist gar nicht versteht oder irgendwie anwenden kann:

„Yin und Yang sind Begriffe, mit denen eine gegensätzliche Beziehung zwischen zwei oder mehr Dingen ausgedrückt wird.“ – Roger T. Ames

Die Bibel drückt es so aus: Die Wahrheit ist das Licht. Die Dunkelheit ist die Lüge. Und im Licht kann keine Dunkelheit sein oder es wäre nicht mehr reines Licht, auch nicht ein Fleck, so wie es bei Yin ist. Ja, in der Lüge, der Dunkelheit können Lichtflecken sein, es bleibt aber trotzdem Lüge – Halbwahrheiten sind die Schlimmsten, weil sie so verführerisch sind. Und dass Licht und Dunkelheit sich anziehen, ist falsch. Sie stoßen sich ab wie ein Plus- und Minuspol es machen. Wir Menschen stehen dazwischen. Und dahin wo wir unseren Blick wenden, davon werden wir angezogen. Wenden wir uns dem Licht zu, werden wir davon angezogen. Sehen wir aber nur ein wenig zur Seite in Richtung Dunkelheit, werden wir sofort davon angezogen, es sei denn wir erkennen wohin sich unser Blick gewendet hat und fokussieren uns wieder ganz auf das Licht.

Crystalp.

Jesus sagte zu den Leuten: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, braucht nicht im Dunkeln umherzuirren, denn er wird das Licht haben, das zum Leben führt.“ – Johannes 8,12

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Was würdest du jetzt sagen, was du tun solltest? Dich ganz auf Jesus konzentrieren und all diese „Weisheiten“ von Yin und Yang und was noch aus deinem Gedächtnis streichen, sie in der Datei „Gefährlich“ ablegen? (Zu fanatisch, sagst du? Oder mit einer Einstellung von, wenn schon, dann schon richtig?)

Wenn wir Neubekehrten die Bibel unterrichten, zeigen wir gewöhnlich als erstes dieses auf und heben hervor wie wichtig es ist, die Bibel zu kennen und auf ihr als der Wahrheit zu stehen und sie in unserem Leben, in unseren Gebeten, und im Lobpreis anwenden. (Dein von dir geliebtes Gebet gehört in meinen Ohren irgendwie auch in diesen Mischmasch von Wahrheit und Yin und Yang und was noch – bitte das nicht verletzen lassen, sondern spreche mit Jesus darüber.) Mir scheint es jetzt so, dass wenn du all diese Halbwahrheiten absagen könntest, dich ganz auf Jesus konzentrieren möchtest und dem, was er gelehrt hat, sich auch dieses Problem mit S. und deinem nicht nein sagen zu können, lösen wird. (Ich habe es auch dadurch gelernt.)

Und wenn es dich mal in meine Gegend verschlägt, würde ich mich freuen, wenn wir uns treffen könnten.

Ich umarme dich als Schwester in Jesus Christus mit ganz viel Liebe!

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Mehr darüber, wie wichtig das Wort Gottes ist, findest du hier:

 

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