In Erinnerung an den Journalisten James Foley

 28.2.2015

In Erinnerung an den Journalisten James Foley, der von der ISIS enthauptet wurde – seine Eltern wünschen sich, dass dieses Bild VIRAL geht, anstelle dem Hinrichtungs-Video der ISIS. – August 2014

James Foley ist jetzt sicher und beschützt in Gottes Hand und niemand kann ihm mehr Leid zufügen. Den Verfolgern jedoch steht aber noch ein Leben und Tod bevor, wo alles, was sie je in ihrem Leben taten, wie ein Bumerang mit voller Wucht auf sie zurückkommen wird. Deshalb ermahnte Jesus uns: „Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut denen Gutes, die euch hassen, bettet für die, die euch beleidigen und verfolgen,“ damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel. (Mt. 5:44,45, vgl. Lk 6,27-28) – denn Gott möchte, dass auch diese verlorenen Seelen zu ihm zurückfinden.

Vergessen wir nicht, diese Welt wird von Satan regiert und wir werden als Sklaven in diese Welt hineingeboren, sind aber blind zu dieser Tatsache, bis wir Jesus, das Licht der Welt finden und lernen zu sehen. So lasst uns dieses Licht, das Jesus uns gegeben hat, hell leuchten und die Liebe, die er in unsere Herzen verströmt hat, reichlich fliesen, um die Werke des Teufels zu zerstören! Amen?

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Hier kommt in vielen aber bestimmt die Frage wieder hoch, warum erlaubt Gott so etwas Schreckliches – was ich an verschiedenen Stellen schon beantwortet habe. Doch wäre es nicht besser sich zu fragen, was kann ich für meinen eignen Frieden tun, und den in meinem Umfeld? Hier sind Ausschnitte aus dem Activated Magazin Jahrgang 9, Ausgabe 10 (Copyright 2009 © Aurora Production AG. Alle Rechte vorbehalten) in denen wir bestimmt Antworten finden:

Vergeb-0Vor einigen Jahren ging es in einem bekannten Lied darum, alles Unrecht in der Welt wieder gut zu machen. Ich kann mich nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern, aber der Hauptgedanke war: „Wenn ich der König der Erde wäre, würde ich alles anders machen.“ Es gäbe keinen Krieg mehr, keinen Hass, kein Leid und keines der anderen Übel, die unsere Welt plagen.

Es war ein edler Gedanke, zumindest beim oberflächlichen Zuhören. Doch es ließ einen wichtigen Punkt außer Acht: Gott hat jedem von uns einen freien Willen geschenkt, die freie Wahl. Und so gesehen sind wir „Könige der Welt“. Mir mögen vielleicht nicht über die ganze Welt herrschen oder einen sichtbaren Einfluss auf den großen Plan hinter allem haben, aber es ist uns gegeben, über unsere eigene persönliche Welt zu regieren. Abhängig davon, wie gut uns das gelingt, können wir dann einen positiven Einfluss auf die Welt um uns herum ausüben.

Als Könige und Königinnen haben wir die Herrschergewalt, aber auch die Verantwortung. Königin Elisabeth I. von England, sagte: „König sein und eine Krone tragen, ist dem, der sie sieht, eine glorreichere Sache, als es dem angenehm ist, der sie trägt.“

Ich denke, wenn du dich ehrlich in deiner Umgebung umschaust, wirst du erkennen, dass es menschlich unmöglich ist, immer gerecht zu regieren. Weder kann man es immer allen richtig machen, noch kann man das von denen um dich herum erwarten. „Denn alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes.“ Römer 3:23 (Damit ist wohl die ursprüngliche Herrlichkeit gemeint, die der Mensch als Ebenbild Gottes hatte.)

Aber die gute Nachricht ist, dass trotz unserer Unfähigkeit es richtig zu machen, Gott kann und möchte es durch uns vollbringen. (1) Das soll aber nicht heißen, dass wir von einem Tag auf den anderen perfekt wären, sondern Schritt für Schritt wird er uns die Liebe, Demut, Weisheit, Verständnis und alles geben, was wir brauchen, um gerecht zu sein, wenn wir Ihn darum bitten. Gott kann uns helfen, das Menschenunmögliche zu tun: Unvoreingenommen zu lieben. (2)

Keith Phillips – Für Activated

  • (1) Menschlich gesehen ist es unmöglich. Aber bei Gott ist alles möglich. – Matthäus 19:26; Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche. – Philipper 4:13
  • (2) Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: `Liebe deinen Nächsten und hasse deinen Feind. Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen! Segnet die, die euch verfluchen, tut denen Gutes, die euch hassen. So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten. – Matthäus 5:43-48  

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Der Gefangene

Von Nyx Martinez

Sie hielt das Handy in ihrer zitternden Hand. Sie wollte die Nachricht, die gerade hereinkam, gar nicht lesen. Aber Sie hatte es ja heraufbeschworen.

Einen ganzen Monat hatte sie auf seine Rückkehr gewartet – und die letzte Woche war die reinste Qual gewesen. Als er gestern schließlich anrief, um zu sagen, er sei wieder in der Stadt, blieb ihr das Herz fast stehen. Es stellte sich heraus, dass er nun schon wieder seit vier Tagen zurück war, ohne Kontakt mit ihr aufgenommen zu haben. Sie plauderten ein wenig und lachten, aber als sie ihn fragte, wann sie sich sehen würden, wich er aus.

Heute musste sie unbedingt wissen, was in ihm vorging, also sandte sie ihm per Handy eine Nachricht, in der sie genau das fragte.

Sie fürchtete seine Antwort mehr als alles andere, und nun hatte sie sie also vor sich. „Er hatte sich entschieden. Er würde nicht zu ihr zurückkommen.“ Das war’s also.

Wie konnte sie nur wieder denselben Fehler machen. Hatte sie alles so schnell vergessen? Es war nicht das erste Mal, auch die vorigen Beziehungen hatten ein abruptes Ende gefunden. Dennoch sagte sie sich jedes Mal, diesmal ist es anders, dieser Typ ist was Besonderes, diesmal klappt es bestimmt. Aber jede Beziehung endete wie die andere, mit einem kurzen, gefühllosen Telefonat oder einer Notiz. Obendrauf endete diese mit einem banalen „könnten wir Freunde bleiben?“ Was für eine Anmaßung, was für eine Frechheit!

Sie hatte schon so eine Vorahnung, dass das passieren würde – Gott hatte versucht, sie auf die Entscheidung ihres Freundes vorzubereiten. Aber sie hatte versucht, Gott vom Gegenteil zu überzeugen. Und auch jetzt brachte sie ihre Argumente vor. So wollte sie es nicht. Sie hatte das nicht verdient.

Sie ging sehr früh ins Bett, in der Hoffnung, schlafen und vergessen zu können. Aber als sie sich in ihrem Bett herumwälzte, schossen ihr die Erinnerungen an eine glückliche Zeit durch den Kopf – Momentaufnahmen einer Zeit, in der sie gemeinsam lachten, glücklich waren und Spaß miteinander hatten. Jetzt war eine Erinnerung

schmerzlicher als die andere. All dies war nun Vergangenheit! Wie würde sie je vergessen können, dass er sie so dermaßen verletzt hatte?

Sie würde keine Gefühle mehr zeigen – ja, das war es! Sie würde Abstand halten. Sie würde ihr Herz in einen Stein verwandeln.

Zuerst schien das eine gute Idee zu sein, würde sie aber wirklich so den Rest ihres Lebens verbringen wollen?

Da sie noch immer nicht schlafen konnte, setzte sie sich an ihren Computer und begann durch die Titel ihrer digitalen Bibliothek zu scrollen. War es Zufall, dass ihr Blick prompt auf den Titel „Bitterkeit oder Vergebung“ fielen?

Ein Teil in ihr schrie, lies das bloß nicht! Ein anderer Teil flüsterte, es wird dich befreien. Sie öffnete es und fing an zu lesen. Sie hatte es schon einmal gelesen, diesmal aber bekamen die Worte einen neuen Sinn.

Sie las über Menschen, die sehr viel Schlimmeres als sie durchgemacht hatten – Frauen, die schlimme Misshandlungen erlitten hatten, Eltern, die ihre Kinder in sinnlosen Unfällen oder Verbrechen verloren hatten, Familien, die der Krieg auseinander gerissen hatte – und doch lernten die Betroffenen zu vergeben.

Eine Stunde verging, dann noch eine, und während sie so las, wurde ihr klar, dass vieles, was ihr in der Vergangenheit weh getan hatte, daher rührte, dass sie den wunden Punkten und den Fehlschlägen erlaubte, sie zu verbittern.

In diesen zwei Stunden des Lesens hatten sich ihre Umstände zwar nicht verändert, aber es hatte sich eine Verwandlung in ihr vollzogen. Sie fühlte sich erneuert … fast zumindest. Sie wusste, nun gab es nur noch eins, das sie tun musste.

Sie öffnete eine neue E-Mail in ihrem Computer. Mit dieser leeren Seite würde ihr Heilungsprozess beginnen. Sie wollte sich mit diesem Problem auf der Stelle befassen – nicht mit Rachegedanken, sondern mit wirklicher Liebe. Sie begann zu tippen.

„Wenn ich jetzt sagen würde, dass ich wegen deiner Entscheidung nicht sauer war, würde ich lügen. Dennoch weiß ich, dass der Heilungsprozess nur dann beginnen kann, wenn ich dir auch meine Entscheidungen mitteile. Ich betete und bat Gott mir zu helfen, die Zeit mit uns und unsere Trennung mit seinen Augen zu sehen. Nun, jetzt weiß ich, dass meine erste Reaktion auf deine Entscheidung falsch und eher lieblos war. „Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie ist nicht neidisch oder überheblich, stolz oder anstößig. Die Liebe ist nicht selbstsüchtig. Sie lässt sich nicht reizen, und wenn man ihr Böses tut, trägt sie es nicht nach.“ (1.Korinther 13:4-5)

„In der Vergangenheit habe ich mental über meine verletzten Gefühle regelrecht Buch geführt– ‚der hat mir das angetan’, ‚der hat mir jenes angetan’ – ‚dieser hat mich immer wieder gekränkt’ und nach deiner Nachricht war ich dabei, wieder eines zu addieren. Sehe aber jetzt, dass ich mich damit selbst nur noch mehr verletzt hätte.

Vergebung ist der Schlüssel, der die Türen der Verbitterung und die Fesseln des Hasses aufschließt. Sie ist die Kraft, die die Ketten der Verbitterung und die Fesseln des Egoismus sprengt.“ – E. C. McKenzie

Vergebung ist der Schlüssel, der die Türen der Verbitterung und die Fesseln des Hasses aufschließt.
Sie ist die Kraft, die die Ketten der Verbitterung und die Fesseln des Egoismus sprengt.“ – E. C. McKenzie

„Heute Nacht habe ich gelernt, dass Gott diese schlechten Erinnerungen nicht unbedingt auslöscht, sie aber so transformiert, dass sie keinen negativen Einfluss mehr auf unsere Gefühle, unser Denken oder unsere Taten haben müssen. Ich bin nun mehr um dein Wohlergehen besorgt, als um mein eigenes. Ich möchte dir nun vergeben, damit ich erfahren kann, wie es wirklich ist, frei von aller Bitterkeit zu sein. Ich habe ein Zitat  gefunden, von dem ich glaube, dass es mir sehr helfen kann `Vergebung ist die Befreiung eines Gefangenen und herauszufinden, dass du selbst dieser Gefangene warst.“

„Kannst du mir vergeben und meine Vergebung akzeptieren? Und ja, — lass uns Freunde bleiben – bessere Freunde sogar, weil wir diese Erfahrung gemeinsam durchgemacht haben.“

Dann nahm sie den letzten Schritt und klickte die ‚Senden’ Taste. Der Brief verschwand und mit ihm aller Schmerz und alle Bitterkeit. Der Gefangene war frei.

Dies ist eine wahre Geschichte. Ich sollte es wohl wissen, denn ich war der Gefangene.

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Vergebung

Von Virginia Brand Berg

„Herr, mache alle bösen Menschen zu guten“, betete ein kleiner Junge, „und dann mache alle guten Menschen nett und lieb.“ Leider müssen wir in dieser unvollkommenen Welt mit Menschen leben, die nicht immer nur gut sind, und manchmal auch mit eigentlich guten Menschen, die aber nicht immer nett sind. Wir alle waren schon in Situationen, in denen wir uns falsch behandelt oder missverstanden fühlten, und ganz sicher wird es uns auch wieder passieren.

In diesen Zeiten ist es gut, sich daran zu erinnern, dass auch wir nicht immer gut oder nett waren. „Richtet nicht“, sagt uns die Bibel, „damit ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.“ Oder wie es eine moderne Bibelübersetzung ausdrückt: „Hört auf, andere zu verurteilen, dann werdet auch ihr nicht verurteilt. Denn andere werden euch so behandeln, wie ihr sie behandelt. Der Maßstab, nach dem ihr andere beurteilt, wird auch an euch angelegt werden, wenn man euch beurteilt. ( Matthäus 7:1-2) Wir sollten also ein wenig über unsere Haltung anderen gegenüber nachdenken, ganz besonders denen gegenüber, die uns verletzt haben, weil wir das, was wir geben, auch wieder zurückbekommen. „Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verurteilst du dich selbst, weil du genau dasselbe tust, was du richtest.“ – Römer 2:1

Vielleicht hast du das Gefühl, du müsstest etwas dagegen tun, dass du verletzt wurdest, möchtest zurückschlagen und anderen so weh tun, wie sie dir weh getan haben; lass es aber lieber sein; hege keinen Groll. Nichts schadet dir mehr und zerstört dein Glück mehr, als Bitterkeit, die du in dir zulässt. „Achtet darauf, dass nicht jemand Gottes Gnade versäumt; dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele durch diese verunreinigt werden.“ (Hebräer 12:15) Viel besser ist es, die Verletzung zu vergeben und zu vergessen. Habe Mitleid, liebe und bete für die, die dich verletzt haben, und lass dann die Angelegenheit in Gottes Händen. – Matthäus 5:44-48; 1.Petrus 3:9

Gott weiß alles, und Seine Worte sagen uns doch schließlich, dass wir allen vergeben sollen, die uns Unrecht getan haben, egal wie unfair uns das auch erscheinen mag. Jesus sagte: „Wenn ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben“ (Matthäus 6:15) und „So wird auch mein himmlischer Vater an euch handeln, wenn ihr nicht jeder seinem Bruder von Herzen seine Fehler vergebt.“ – Matthäus 18:35

Du selbst kannst das nicht, es liegt nicht in der menschlichen Natur zu vergeben. Es muss Jesus in und durch uns sein. Sag es ihm, bitte ihn dich von aller Erbitterung oder Bitterkeit zu befreien, und lege die Situation vollkommen in Seine Hände – nimm es auch nicht wieder zurück, wenn du wieder einmal an diese Person oder Situation denkst. Nur dadurch kann Er etwas für dich tun, deinen Geist heilen und dir helfen vorwärts zu gehen. Es ist gewöhnlich nicht unbedingt das, wonach wir uns fühlen, aber es ist Gottes Lösung.

Wenn du verletzt wurdest, wartet Er darauf, dir helfen zu können, Er möchte dir helfen und wird es auch. Du musst aber die Dinge in Bewegung setzen. Du musst vergeben.

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Weit über menschliche Grenzen hinaus

Vergeb-2Eine Zusammenstellung

Wenn uns Unrecht angetan wurde, tun wir uns manchmal schwer, den Verursachern zu vergeben. Dann helfen uns die Beispiele von anderen, die viel größeres Unrecht haben vergeben können, alles im rechten Licht zu sehen. Wenn diese Menschen von der Kraft der Vergebung sprechen, hält die Welt den Atem an und merkt auf.
Wenn wir über Vergebung nachdenken, könnten wir möglicherweise Angst bekommen, dass begangenes Unrecht nicht bestraft wird. Es ist, als würde Vergebung bedeuten, dass man das Recht der Bestrafung von Unrecht aufgibt.
Trotzdem sollte man in Betracht ziehen, was das Unrecht uns antut – Gleiches mit Gleichem vergelten zu wollen. Damit aber sehe ich alles durch das dunkle Glas des Bösen. Es lähmt mich und entfremdet mich dem Leben. Vergebung heißt Abschied vom Bösen zu nehmen, um nicht mehr davon geleitet zu werden.
Der Prozess zu einer Versöhnung braucht sicher seine Zeit, da auch die andere Seite ihre Schuld einsehen muss. Aber um jemandem zu vergeben brauche ich nicht zu warten oder zu zögern. Vergebung gibt mir die Freiheit jetzt zu lieben. Wenn wir diese Freiheit erlangen, wird uns bewusst, dass die Verursacher des Unrechts, ihre eigenen Opfer sind.
– Pater Andrijy Vrane, Kroatischer Überlebender des 1990er Bürgerkrieges der ehemaligen Republik Jugoslawien

Ich war zutiefst von ihm berührt. Ich spürte die Aufrichtigkeit seiner Entschuldigung. Ich möchte ihn bei der Hand nehmen und ihm zeigen, dass es eine Zukunft für ihn gibt und, dass er sich noch ändern kann.
– Perla Facu in Südafrika, erklärte in diesen Worten, warum sie Eugene de Kock vergab, dem Mann, der in der Apartheid-Ära, der Drahtzieher hinter einer Bombenexplosion war, die in der kleinen Gemeinde Motherwell in Südafrika ihren Ehemann und drei andere tötete.

Warum soll ich jemandem vergeben, der sich noch nicht einmal bei mir entschuldigt hat?” werde ich oft gefragt. Ich antworte dann: „Das Leben ist zu kurz, um lange auf eine Entschuldigung von jemanden zu warten.“ Zu sagen „es ist in Ordnung – ich vergebe dir“, hängt nicht davon ab, ob andere bekennen, dass es ihnen Leid tut. Für mich ist das keine Bedingung. Im ‚Vater unser’ steht ja auch nicht „Bitte vergib mir, damit ich dann anderen vergeben kann“. Jesus lehrte, dass wir anderen vergeben müssen, bevor wir selbst um Vergebung bitten können.
– Stella Sabiti, die während der 1970er Herrschaft des Diktators Idi Amin in Uganda gefoltert wurde. Heute ist sie Geschäftsführerin des Zentrums für Konfliktlösung (CECORE), eine ugandische nichtkommerzielle und nichtstaatliche Organisation, die 1995 von Frauen gegründet wurde, die alternative und kreative Lösungen zur Vermeidung, Behebung und Leitung von Konflikten anstreben. Ihre Botschaft von Vergebung und Versöhnung wurde von ihr in alle fünf Kontinente gebracht und war Instrument zur Behebung von blutigen Konflikten in über einem halben Dutzend afrikanischer Länder.

Eure Liebe unserer Familie gegenüber hat für die Heilung gesorgt, die wir so dringend benötigten. Eure Gaben haben uns in einer Weise berührt, die man nicht mit Worten beschreiben kann. Euer Mitgefühl reichte über unsere Familie und unsere Gemeinde hinaus und verändert unsere Welt, wofür wir Euch von Herzen dankbar sind.
– Marie Roberts, Witwe von Charles Carl Roberts, in einem offenen Brief an ihre Amischen Nachbarn, in dem sie ihnen für ihre Vergebung, Gnade und Barmherzigkeit dankt. (Am Morgen des 2. Oktober 2006 betrat Charles Roberts das Einzimmerschulhaus, einer Amischen Gemeinde in der Stadt Lancaster, Pennsylvanien, USA. Er nahm 10 junge Mädchen als Geiseln, fesselte sie, schoss auf sie und tötete dann sich selbst. Fünf der Mädchen – alle waren Amisch – starben. Kommentatoren in der ganzen Welt waren über die Vergebung, die von den Amischen ausgedrückt wurde, zutiefst erstaunt – Vergebung, die sich nicht nur in Worten ausdrückte, sondern auch in Taten der Liebe gegenüber Roberts trauernder Familie.)

Während einer Messe in einer Kirche in München sah ich ihn plötzlich – ein ehemaliger SS-Soldat, der die Türen zur Dusche in der Abfertigungshalle in Ravensbrück bewachte. Er war der erste Gefängniswärter, der mir seit jener Zeit wieder begegnet ist. Plötzlich war alles wieder da – der Raum mit den spottenden Männern, die Berge von Kleidung, meiner Schwester Betsies bleiches, schmerzverzogenes Gesicht. Als die Kirche sich leerte, kam der Mann strahlend auf mich zu und verbeugte sich. „Ich bin ihnen sehr dankbar für ihre Predigt, Fräulein“, sagte er. „zu wissen, dass Jesus – wie sie sagten – mich von Sünden rein gewaschen hat.” Seine Hand streckte sich aus und wollte meine ergreifen. Und ich, die ich so oft von der Notwendigkeit des Vergebens predigte, behielt meine Hand unten. Doch als die zornigen, rachsüchtigen Gedanken in mir aufzuwallen begannen, erkannte ich deren Sündhaftigkeit. Jesus Christus ist für diesen Mann gestorben, wollte ich denn noch mehr fordern als das?
Herr Jesus, betete ich, vergib mir und hilf mir, ihm zu vergeben. Ich versuchte zu lächeln, immer noch mit meiner Hand kämpfend. Ich konnte es nicht. Ich fühlte nichts, nicht den kleinsten Funken Wärme oder Nächstenliebe. Und so sprach ich wieder ein stilles Gebet. Jesus, betete ich, ich kann ihm nicht vergeben. Gib mir Deine Vergebung. Als ich seine Hand ergriff, geschah etwas Unglaubliches. Über meine Schulter den Arm entlang und durch meine Hand hindurch schien von mir etwas zu ihm zu strömen, während sich in meinem Herzen eine Liebe für diesen Fremden Platz machte, die mich überwältigte. Und so entdeckte ich, dass der Heilungsprozess dieser Welt nicht von unserer Vergebung oder Güte abhängig ist, sondern von Ihm. Wenn Er uns sagt, unsere Feinde zu lieben, gibt Er uns zusätzlich mit dem Gebot auch die Liebe selbst dazu.
– Corrie ten Boom, niederländische, Überlebende eines Nazikonzentrationslagers des 2.Weltkrieges, in dem ihr Vater und ihre Schwester starben.

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Vergebung ist göttlich

Eine Botschaft von Jesus an dich mit Liebe:

Die Kraft zu vergeben ist die größte Kraft, die den Menschen gegeben wurde. Sie ist Teil der Natur und des Wesens von Gott, und wenn du sie ausübst, nimmst du gottähnliche Gestalt an. Du hast die Kraft, zu vergeben und dich dadurch über die Engstirnigkeit von Sterblichen hinweg zu heben.

Sich dafür zu entscheiden, jemandem zu vergeben, ist für die meisten Menschen das Schwerste, was sie je in ihrem Leben vollbringen, besonders wenn es unverdient scheint. Es fällt so schwer, weil es nicht der menschlichen Natur entspricht. Das menschliche Bedürfnis schreit nach Rache und Vergeltung. Aber warum in der menschlichen Natur verharren?

comfortIch bin gekommen um Vergebung und Rettung von Sünde zu bringen, aber ich bin auch gekommen, um euch von der Natur des Menschen zu befreien. Wenn du mich als deinen Retter angenommen hast, hast du damit ein Maß meines übermenschlichen Wesens erhalten. Wenn du mich einmal aufgenommen hast, hängt es von dir ab, in welchem Maß du dieses übermenschliche dein Leben bestimmen lässt, und das spiegelt sich in deinen Entscheidungen wieder. Da die Bereitwilligkeit zu vergeben eine meiner überragenden Eigenschaften meiner Natur ist, ist wie schnell du bereit bist, anderen zu vergeben, ein guter Indikator dafür, ob du dich von meiner übermenschlichen Natur leiten lässt oder nicht.

Ob der Mensch, der dir Unrecht angetan hat, Vergebung verdient oder nicht, ist nicht der zentrale Punkt. Entscheidend ist, ob du die richtige Entscheidung triffst oder nicht. Niemand verdient wirklich Vergebung. Wenn Menschen Unrecht getan haben, verdienen sie gerechte Bestrafung. Aber Vergebung ist größer als Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist menschlich; Vergebung ist göttlich.

Vergib denen, die dir Unrecht getan haben, genauso wie dein himmlischer Vater dir vergibt.

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Vergeb-3Manche sind schwarz, manche sind weiß,
Manche sind arm und andere reich,
Manche haben recht, manche nicht,
Manche sind für Frieden, andere für Krieg.

Manche sind gelb und andere braun,
Manche sind unten, andere fallen kaum,
Manche sind hinten und andere vorn,
Manche sind gemein und andere fromm,

Manche sind rot und andere grün,
Manche schweigen, manche schreien,
Manche sagen Ja und manche verneinen,
Manche werden dir sagen, was sie meinen.

Doch Haut und Farbe ist egal,
Das gleiche Herz schlägt überall,
Sind Brüder, Schwestern und auch Freund
in Gemeinschaft, nicht als Feind.

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DIE FARBE DER LIEBE

Von Michael Roy

In vergangenen Jahren (Artikel von vor 2008) haben wir alle Berichte über die Schrecken gesehen oder gehört, die entstehen, wenn Feindseligkeiten zwischen Völkern und Nationen verschiedener Herkunft ausbrechen. Ethnische Konfrontationen in der Region von Darfur im Sudan, politische Ausschreitungen und Gewalt in Kenia und Sri Lanka, unaufhörliches Blutvergießen im Nahen Osten, nicht endende Blutbäder in Irak und Afghanistan und angespannte Beziehungen zwischen Rassen und Kulturen weisen auf die Tatsache hin, dass mit der Menschheit etwas Grundlegendes nicht stimmt. Von den gegenwärtig in Kriegen Getöteten oder Verletzten sind 75% oder mehr einfache Zivilisten. (Anm. aber die restlichen 25% an Soldaten sind ja auch Menschen! Warum werden immer Zivilisten hervorgehoben, als ob es in Ordnung und rechtlich ist, Soldaten an die Kriegsmaschinerie zu verfüttern?)

Wäre es nicht wunderbar, wenn ein Gesetz in Kraft träte, dass sich alle Menschen aller Völker und Nationen, aller Hautfarben und Religionen trotz ihrer Unterschiede gegenseitig respektieren und akzeptieren müssten? Unglücklicherweise würde solch ein Gesetz, selbst wenn jemand die Befugnis hätte, es zu erlassen, nie funktionieren. Einfach ausgedrückt: Gerechtigkeit kann nicht irgendwie erzwungen werden. Güte, Verständnis und Liebe müssen von Herzen kommen, nicht als eine pflichtbewusste Reaktion auf ein Gesetz.

Jemanden plötzlich zu akzeptieren und zu respektieren, wenn dir seit deiner Kindheit beigebracht wurde, dass deine eigene Hautfarbe, Religion oder Kultur besser ist als die anderer Menschen, ist keine leichte Aufgabe. Es wäre sogar noch schwieriger, jemanden auf der Stelle zu akzeptieren, gegen den du starke Aversionen verspürst, weil du weißt, dass sein Volk dem deinen jahrelang (vielleicht sogar jahrhundertlang) Leiden, Demütigung, Missbrauch, Ausbeutung oder Verfolgung gebracht hat.

Wer seiner Lieben beraubt wurde, sein Haus oder Land verloren hat oder auf andere Weise ein Opfer von Gewalt oder Grausamkeit seitens einer anderen ethnischen Gruppe wurde, dessen Einstellung kann nicht über Nacht per Dekret verändert werden. Selbst wenn er andere lieben und akzeptieren wollte, sind alte Angewohnheiten schwer loszuwerden und auch die größte Anstrengung an Willenskraft kann tief liegenden Groll oder Hass nicht auf der Stelle überwinden. Wie können also Vorurteile, Furcht und Misstrauen abgebaut werden, wenn diese seit Jahrhunderten eingebläut worden sind? Die Antwort kann in einem einfachen Wort zusammengefasst werden: Liebe!

„Hass bewirkt Streit, doch Liebe deckt alle Vergehen zu.“ (Sprüche 10:12) Wenn du jemanden hasst, wird der Umgang zwischen euch wahrscheinlich nur Meinungsverschiedenheiten und Konflikte auslösen. Aber wenn du deine Kontrahenten liebst, selbst wenn sie dir Unrecht getan haben, ist es möglich, über ihre Fehler hinwegzuschauen, ihnen zu vergeben und sie zu akzeptieren.

Das mag sich wie ein nobles Ziel anhören – all die Fehler und Schwächen anderer zu übersehen und zu vergeben – doch realistisch gesehen, wer ist im Stande, plötzlich Groll, Hass, Furcht oder andere tief verwurzelte negative Einstellungen, die er gegen Einzelne oder ganze Gruppierungen hegt, loszulassen? Den meisten von uns fehlt es an der nötigen Entschlusskraft und emotionalen Stärke, das zu tun.

Die gute Nachricht ist, dass es trotz unserer begrenzten menschlichen Fähigkeiten dennoch möglich ist, andere wirklich zu lieben, sie zu verstehen und zu akzeptieren – ungeachtet ihrer Vergangenheit oder Herkunft. Der Schlüssel für solch eine Liebe kommt von der ultimativen Quelle der Liebe, Gott selbst. In der Bibel steht: „Gott ist Liebe.“ (1.Johannes  4:8) Er ist der allmächtige Geist der Liebe, der das Universum geschaffen und uns alle ins Dasein gerufen hat.

Um uns zu zeigen, wie er ist, schickte er seinen eigenen Sohn, Jesus Christus, in der Form eines Menschen auf die Erde. In seiner ganzen Mission ging es Jesus nur um Liebe. Er erfuhr menschliches Leiden am eigenen Leibe, und er hatte großes Mitleid mit den Menschen, deren geistige und körperliche Nöte er linderte. Er wurde einer von uns.

Er lehrte, dass wir alle Gesetze Gottes erfüllen können, indem wir nur ein einziges Gebot halten: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ – Galater 5:14

Als ein selbstgerechter Religionsexperte hörte, wie Jesus das lehrte, forderte er ihn öffentlich mit der Frage heraus: „Und wer ist mein Nächster?“ Jesus antwortete ihm mit der Geschichte des guten Samariters, durch die er klar zeigte, dass unser Nächster jeder ist, der unserer Hilfe benötigt, unabhängig von seiner Rasse, Religionszugehörigkeit, Hautfarbe, Nationalität oder sozialer Herkunft. – Lukas 10:25-37

Wie können wir unseren Nächsten oder Nachbar lieben und dadurch unseren Teil beitragen, Frieden in diese Welt zu bringen? Wir müssen unser Herz dem ‚Prinz des Friedens’, Jesus (Jesaja 9:5), schenken und ihn bitten, uns die Liebe zu geben, die wir für andere brauchen. Wenn wir einmal mit dem Gott der Liebe verbunden sind, kann sein Geist, der nun in uns wohnt, uns dazu befähigen, das sonst Menschenunmögliche zu tun: Andere ebenso zu lieben, wie wir uns selbst lieben.

In der Bibel steht über Jesus: „Denn Christus selbst brachte Frieden zwischen die [unterschiedlichen Rassen], indem er uns zu einem einzigen Volk vereinte. Er hat die Mauer der Feindschaft, die uns früher trennte, niedergerissen.“ (Epheser 2:14) Nur die übernatürliche Liebe Gottes kann wirklichen Frieden, Einheit und gegenseitigen Respekt zwischen uns bringen.

„Der Mensch sieht auf das Äußere; aber Gott sieht auf das Herz.“ (1.Samuel 16:7) Und wenn wir mit Gott im Einklang sind, können auch wir über die Hautfarbe eines anderen hinwegschauen und ihr Herz und ihre Seele sehen. (1) Wir können dann jede Person als die wunderschöne und einmalige Schöpfung Gottes erkennen, die sie sind.

Selbst wenn Furcht, Vorurteile und Hass seit Jahren verwurzelt sind, kann Gottes wunderbare Liebe alles wegwaschen! Wenn du einmal persönlich erfahren hast, dass Gott dich liebt und dir vergibt, wird es viel leichter, andere zu lieben und ihnen zu vergeben. Dann kannst du all die Bitterkeit, Wut und den Ärger loswerden, einschließlich jeder Form von Groll und „freundlich und barmherzig miteinander sein, einander vergeben, so wie Gott uns vergeben hat in Christus.“ – Epheser 4:31-32

Wenn du dein Herz für Jesus öffnest, kann er dich auf wunderbare Weise von der Knechtschaft des Hasses und der Missgunst anderen gegenüber frei machen. „Wenn jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung;  das Alte ist vergangen, sieh es ist alles neu geworden!“ – 2.Korinther 5:17

Was für eine wunderbare Welt es sein könnte, wenn wir alle ‚Hautfarbenblind’ und ‚Rassenunbewusst’ wären! Wir würden dann nur Liebe sehen, wenn wir eine Person einer anderen ethnischen Herkunft begegnen – die Hautfarbe der Liebe! Es ist möglich: „Denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.“ – Galater 3:28

Möchtest du solche Liebe für andere? Sie kann dein sein; Tatsächlich liebt Gott dich so sehr, dass er Jesus sandte, der schließlich Sein Leben für uns gab. „Denn so sehr hat Gott die Welt (dich und mich) geliebt, dass er seinen einziggeborenen Sohn (Jesus) gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ – Johannes 3:16

Jesus wird dir großzügig all deine Sünden vergeben und ewiges Leben schenken, wenn du ihn einfach darum bittest, in dein Herz zu kommen. Empfange ihn jetzt, indem du ernsthaft ein Gebet wie das folgende betest:

 Lieber Jesus, ich möchte dich kennen lernen. Danke, dass du dein Leben für mich gegeben hast. Bitte vergib mir all das, was ich falsch gemacht habe. Ich öffne jetzt die Tür zu meinem Herzen und bitte dich hereinzukommen und mir dein großes Geschenk des ewigen Lebens zu geben. Fülle mich mit deiner Liebe und hilf mir, toleranter mit anderen zu sein, ganz gleich wer sie sind. Amen!

In der Bibel lesen wir, dass der Tag nahe ist, an dem Jesus persönlich und „mit großer Kraft und Herrlichkeit“ zurückkommen wird, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten. Die ausbeutenden Regierungen des Menschen, die andere ausschließen und unterdrücken, werden dann nicht mehr sein, wenn „die Königreiche dieser Welt das Königreich unseres Herrn geworden sind.“ – Offenbarung 11:15

Alle ethnischen Schranken werden dann weggefegt sein und die Menschen der Welt, die den Frieden lieben, werden sich in wahrer Harmonie vereinigen. „Alle Völker, Nationen und Sprachen gaben ihm die Ehre und dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nie-mals vergehen wird. … Keine Nation wird mehr gegen eine andere ziehen und sie werden nicht mehr lernen Krieg zu führen.“ – Daniel 7:14; Jesaja 2:4

  • Von uns allen wurde der Schleier weggenommen, sodass wir die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel sehen können. Und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine Herrlichkeit widerspiegeln. – 2.Korinther 3:18;
  • Lasst euch stattdessen einen neuen Geist und ein verändertes Denken geben. Als neue Menschen, geschaffen nach dem Ebenbild Gottes und zur Gerechtigkeit, Heiligkeit und Wahrheit berufen, sollt ihr auch ein neues Wesen annehmen. Epheser 4:23-24

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It‘s gonna take a lot of Love to turn this world around – es braucht eine Menge Liebe um diese Welt rechtzusetzen:

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Vergeb-4Zum Frieden durch Loben!

Eine meditative Übung

  Du hast einen schweren Tag hinter dir. Probleme bei der Arbeit. Eine  Auseinandersetzung mit Deinem Partner. Schlechte Nachrichten: Der Gesundheitszustand eines Verwandten hat sich verschlimmert. Deine Lieblingskaffeetasse ist runtergefallen. Das Waschbecken ist verstopft. All die schlechten Nachrichten im Fernsehen kann man nicht mehr mit ansehen. Da scheint es nicht viel zu geben, über das man sich noch freuen könnte? Oder doch?

Wenn du dich das nächste Mal in einem solchen Tief befindest, versuch’ die folgende meditative Übung.

Das Konzept ist einfach. Jesus ist der Prinz des Friedens (Jesaja 9:6) und wir können keinen größeren Frieden genießen, als wenn wir Zeit mit ihm verbringen. Die Bibel zeigt uns einen sicheren Weg, wie wir ihm näher kommen können: Wir können mit Dank und Lob zu ihm eingehen. – Psalm 100:4

Indem wir Gott selbst für unsere Schwierigkeiten loben, finden wir die Freude Gottes, die uns Kraft gibt (Nehemia 8:10) sie zu bewältigen. Gott zu loben, erzeugt Freude, und Freude erzeugt Kraft. Wenn wir den Herrn loben, vergessen wir uns selbst, unsere Probleme und Sorgen. Uns nicht auf uns selbst, sondern auf ihn und seine Güte zu konzentrieren, erzeugt in unseren Herzen tiefe Freude. Mit solcher Freude gewappnet, fallen wir unseren negativen Gefühlen, Zweifeln, Sorgen oder Ängsten nicht länger zum Opfer.

Finde einen ruhigen Ort. Es spielt keine Rolle, wo du diese Übung machst, vorausgesetzt du weißt, dass du 10 oder 15 Minuten Ruhe finden kannst.

Nun zähle in Gedanken die Dinge auf, die dich heute genervt haben und alles, was dir gegen den Strich ging – deine Probleme, groß oder klein. Richte dabei deine Gedanken auf Jesus, und danke ihm für seine Hilfe dabei, jedes einzelne Problem zu konfrontieren und zu bewältigen, und dafür, dass es nicht noch schlimmer war.

Geh’ ins Detail. Sprich deine Dankbarkeit für jedes einzelne Problem aus. Zum Beispiel so: „Danke Jesus, dass das Problem auf der Arbeit schon bis zum Mittag gelöst wurde, und dass ich jetzt die Erwartungen meines Chefs besser verstehe“, oder „Danke dass Großmutter es schafft, trotz ihrer Krankheit so gut gelaunt zu bleiben, danke, dass sie einen kompetenten Arzt hat, und dafür, dass du sie in dieser Zeit umsorgst“, oder „Jesus, die Weltsituation wird unerträglich aber danke für die Gewissheit, dass du trotz allem in Kontrolle bist und für die Hoffnung dass du bald zurückkommen wirst und alles Leid und Ungerechtigkeit beenden wirst!“ und so weiter.

Wenn du diesen Rat befolgst, wirst du dich sogleich besser fühlen. Jetzt nimm’ Dir noch ein paar Minuten, um ihm für alles Gute zu danken, das heute passiert ist. Wenn du die Ereignisse des Tages in chronologischer Reihenfolge nach verfolgst, wirst du wahrscheinlich überrascht sein, wie viele von ihnen positiv waren.

Dies ist eine großartige Übung für jeden Tag, nicht nur für schlechte Tage. Mach’ es dir zur Gewohnheit, Gott für alles in deinem Leben zu danken – für Gutes und Schlechtes, das Schöne und Hässliche, das Freudige sowie das Traurige – und du wirst Zufriedenheit und innere Ruhe verspüren.

  • Ein Dankpsalm. Jubelt dem Herrn zu, ihr Bewohner der Erde! Betet ihn voll Freude an. Kommt zu ihm und lobt ihn mit Liedern. Erkennt, dass der Herr Gott ist! Er hat uns erschaffen und wir gehören ihm. Wir sind sein Volk, die Schafe seiner Weide. Geht durch die Tempeltore mit Dank, tretet ein in seine Vorhöfe mit Lobgesang. Dankt ihm und lobt seinen Namen. Denn der Herr ist gut. Seine Gnade hört niemals auf, und seine Treue gilt für immer. – Psalm 100

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D e r  F r i e d e  G o t t e s

Zusammengestellt von Abi May

Innerer Frieden
Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus. – Saint Paul, Philipper 4:7

Wenn wir keine Ruhe in unseren Gemütern finden, wird angeblicher Trost für uns nicht mehr sein, als ein goldener Schuh, an einem gichtkranken Fuß. – John Bunyan

Friede kommt nicht durch das Fehlen von Problemen, sondern durch die Gegenwart Gottes. – Unbekannt

Unser Alltag kann ganz schnell mit Stress, Druck, und Durcheinander über-häuft werden. Wir können jedoch immer anhalten und uns durch Gebet und Meditation in die Gegenwart von Gottes Geist begeben, und dort Frieden und Erfrischung finden. – Mottos zum Erfolg

Liebes unruhig Herz sei still,
weil Frieden Gottes eigen Lächeln ist.
Durch Seine Liebe ist jedes Falsch
und jeder Gram versöhnt gewusst.
Drum liebe einfach, und liebe, und liebe und warte ruhig
auch wenn’s sich ein Weilchen hinzieht.
– Edith Willis Linn

Jesus lag im Boot und schlief. Die Wellen erhoben sich, der Wind blies und der Sturm warf das kleine Schiff hin und her. Seine Jünger hatten Angst: Angst vor dem Wind, Angst vor den Wellen und Angst um ihr Leben. Sie kamen zu Jesus, weckten ihn auf und baten Ihn um seine Hilfe. Die Antwort lag in Seiner Kraft. Er sagte, „Friede, sei still”, und es ward Frieden. Der Wind legte sich, und es entstand eine große Stille. (Markus 4:35-41) Egal wie
groß die Hektik deines Lebens ist, auch wir können Frieden finden wenn wir uns an Jesus um Hilfe wenden. – Abi F. May

Lasst Meinen Geist auf euch ruhen und euch mit Frieden füllen. Lasst Meinen Geist durch eure Gedanken fließen, sich mit eurem Geist vereinen und euch Kraft geben. – Jesus

Friede mit unseren Mitmenschen
Habt Frieden untereinander. Dann wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein. – Saint Paul, 2.Korinther 13:11

Alle Menschen sehnen sich nach Frieden, aber nur wenige sehnen sich nach den Dingen die Frieden bringen. – Thomas a Kempis

Jegliche Arbeiten aus Liebe sind Arbeiten des Friedens. …Frieden beginnt mit einem Lächeln. – Mutter Theresa

Jesus gab uns den Schlüssel zu Glück und Harmonie als Er sagte, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Mt. 22:39). Und denkt daran, dass dein ‚Nächster’, nicht nur derjenige, der nebenan wohnt, ist; dein Nächster ist jeder, den Er dir über den Weg schickt.
Wenn Menschen andere nicht mit viel Liebe behandeln, werden sie natürlich Probleme haben. In der Tat kann sogar jegliches Übel auf dieser Welt auf den Mangel an Liebe der Menschen zu Gott und untereinander zurückgeführt werden. Die einfache Liebe Gottes und die unseres Nächsten ist immer noch die Lösung, sogar in so einer konfusen und höchst komplexen Gesellschaft wie der unseren. Wenn wir Gott lieben, können wir einander lieben, seinen Regeln des Lebens, der Freiheit und des Glücks folgen und alles wird gut sein und jeder glücklich in Ihm. – David Brandt Berg

Manchmal kann es schwierig sein, das Richtige zu tun, besonders wenn die Person mit der du zu tun hast, dir Unrecht getan hat, ich habe aber nicht gesagt: „Tu anderen was sie dir getan haben.“ Mein Code für das Leben ist weit über dem normalen Verständnis von Fairness. Ich möchte dass ihr auf einer höheren Ebene lebt. Jeder kann zu denen nett sein, die nett sind, aber der Mensch der zu jenen nett sein kann, die es nicht sind, ist der großartigere Mensch und mehr von Mir gesegnet. – Jesus

Frieden in einer Welt des Konflikts
Glückselig sind die Friedensstifter; denn sie werden Gottes Kinder heißen. – Gott segnet die, die sich um Frieden bemühen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. – Jesus, Matthäus 5:9

Wir freuen uns auf eine Zeit in der die Macht der Liebe, die Liebe zur Macht ersetzen wird. Dann wird unsere Welt den Segen des Friedens kennen. – William E. Gladstone

Frieden ist nicht eine Beziehung zwischen Nationen. Es ist ein Zustand des Gemütes, hervorgerufen durch die Gelassenheit der Seele. Friede ist nicht einfach die Abwesenheit von Krieg. Es ist auch eine Einstellung. Währender Frieden kann nur zu friedfertigen Menschen kommen. – Jawaharlal Nehru

Die Ablehnung der Liebe Gottes und Seiner liebevollen Gesetze ist es, was die Menschen egoistisch und grausam ihren Nachbarn gegenüber macht – des Menschen Unmenschlichkeit gegenüber anderer Menschen, welche so offensichtlicht in der heutigen leidigen Welt ist, mit all ihrer Versklavung durch Unterdrückung, Tyrannei und Ausbeutung.
Hunderte von Millionen leiden unnötigerweise an Hunger und Unterernährung, Krankheiten und schlechter Gesundheit, Armut, Überarbeitung und Missbrauch, nicht zu erwähnen die Qualen des Krieges und Albträume von ständiger von Angst beladener Unsicherheit. – David Brandt Berg

Betet für die, die genau in diesem Moment von Krieg betroffen sind. Sie brauchen deine Gebete, und jeder einzelne braucht mich, den Friedensfürst. – Jesus

Friede mit Gott
Da wir nun gerechtfertig geworden sind durch Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus. – Heiliger Paulus, Römer 5:1

Du kannst in deinem eigenen Herzen Frieden haben, auch wenn um dich herum Krieg und Konfusion herrschen. Du kannst Frieden haben indem du ganz persönlich, Jesus Christus in dein Herz aufnimmst, bitte Ihn einfach herein zu kommen. Er sagte: „Sieh, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hören und die Tür öffnen wird, zu dem werde ich hineingehen.“ – Offenbarung 3:20 – David Brandt Berg

„Wer den Herrn fürchtet (achtet), hat eine sichere Zuflucht, und seine Kindern werden auch beschirmt.“ (Sprüche 14:26) Dieser Ort der Zuflucht wird allen Gläubigen versprochen, und doch sind es so wenige die sich da hineinwagen. Ich sage euch, kommt her, meine Lieben. Kommt unter Meine Flügel, an Meinen Ort der Zuflucht, damit ihr Meine Liebe und Meinen Frieden erfahrt. – Jesus

(Zitate von Jesus die keine Bibelreferenz haben, sind Botschaften, die einzelne Personen im Gebet von Jesus bekommen haben.)

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Ein Bibelstudium zum Thema Toleranz

Ganz gleich der Unterschiede, Gott wünscht sich, dass wir in Frieden leben
3.Mose 19:34a Den Fremden, der bei euch wohnt, sollt ihr wie einen von euch behandeln und ihr sollt ihn lieben wie euch selbst.
Psalm 34:14 Wendet euch ab vom Bösen und tut Gutes. Bemüht euch, mit anderen in Frieden zu leben.
Römer 12:18 Tragt euren Teil dazu bei, mit anderen in Frieden zu leben, so weit es möglich ist!
1.Thesaloniker 5:15 Seht zu, dass niemand Böses mit Bösem vergilt, sondern versucht immer, einander und auch allen anderen Gutes zu tun!

Toleranz erfordert Geduld und Vergebung
Matthäus 18:21,22 Dann kam Petrus zu ihm und fragte: „Herr, wie oft soll ich jemandem vergeben, der mir Unrecht tut? Sieben Mal?“ „Nein!“, antwortete Jesus, „siebzig mal sieben Mal!
Lukas 17:4 Und wenn er dir sieben Mal am Tag Unrecht tut und jedes Mal umkehrt und um Vergebung bittet, vergib ihm.“
Römer 15:5 Gott, der diese Geduld und Ermutigung schenkt, soll euch helfen, eins zu sein und in Frieden miteinander zu leben. Geht miteinander so um, wie es Christus vorgelebt hat.
1.Korinther 13:4a Die Liebe ist geduldig und freundlich.
Kolosser 3:12,13 Da Gott euch erwählt hat, zu seinen *Heiligen und Geliebten zu gehören, seid voll Mitleid und Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftheit und Geduld. Seid nachsichtig mit den Fehlern der anderen und vergebt denen, die euch gekränkt haben. Vergesst nicht, dass der Herr euch vergeben hat und dass ihr deshalb auch anderen vergeben müsst.

Toleranz ist auf Übereinstimmungspunkte aufgebaut
Römer 14:19 Bemühen wir uns also um Frieden miteinander und versuchen wir, einander im Glauben zu stärken.
1.Korinther 9:19-22 Das bedeutet, dass ich an niemanden gebunden bin. Dennoch habe ich mich zum Diener aller gemacht, um möglichst viele für Christus zu gewinnen. Den Juden bin ich einer von ihnen geworden, um sie für Christus zu gewinnen. Bei denen, die sich an das Gesetz halten, verhalte ich mich ebenso – obwohl ich nicht unter dem Gesetz stehe – damit ich sie für Christus gewinne. Wenn ich bei Nichtjuden bin, die das jüdische Gesetz nicht haben, passe ich mich ihnen so weit wie möglich an, um sie für Christus zu gewinnen. Allerdings lasse ich Gottes Gesetz dabei nicht außer Acht, sondern befolge das Gesetz Christi.
Epheser 4:3 Bemüht euch, im Geist eins zu sein, indem ihr untereinander Frieden haltet.
Philipper 4:8 Und nun, liebe Freunde, lasst mich zum Schluss noch etwas sagen: Konzentriert euch auf das, was wahr und anständig und gerecht ist. Denkt über das nach, was rein und liebenswert und bewunderungswürdig ist, über Dinge, die Auszeichnung und Lob verdienen.

Wir sollten so Tolerant sein, wie wir es für uns selbst wünschen
Matthäus 7.12 Geht so mit anderen um, wie die anderen mit euch umgehen sollen. In diesem Satz sind das Gesetz und die Propheten zusammengefasst.
Lukas 6:31-33 Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest.

Toleranz ist göttlich
Matthäus 5:9 Gott segnet die, die sich um Frieden bemühen, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Matthäus 5:43-48 Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: ‚Liebe deinen Nächsten‘ und hasse deinen Feind. Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen! So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten. Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben, was ist daran Besonderes? Das tun sogar die bestechlichen Steuereintreiber. Wenn ihr nur zu euren Freunden freundlich seid, wodurch unterscheidet ihr euch dann von den anderen Menschen? Das tun sogar die, die Gott nicht kennen. Ihr sollt aber vollkommen sein, so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.
Epheser 4:32 Seid stattdessen freundlich und mitfühlend zueinander und vergebt euch gegenseitig, wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat.
Philipper 2:3 Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst.
Hebräer 12:14 Versucht, mit allen Menschen in Frieden zu leben, und bemüht euch, ein *heiliges Leben nach dem Willen Gottes zu führen, denn wer nicht heilig ist, wird den Herrn nicht sehen.

* Heilig = Reinheit des Herzens und tun was recht ist: Psalm 15 Herr, wer darf in dein Heiligtum kommen und dich auf dem heiligen Berg anbeten? Ein Mensch, der ein vorbildliches Leben führt und tut, was recht ist, und von Herzen die Wahrheit sagt. Ein Mensch, der niemanden verleumdet, der einem anderen kein Unrecht zufügt und nicht schlecht von ihm spricht. Ein Mensch, der jene verachtet, die Gott verworfen hat, der aber die Gottesfürchtigen ehrt und seine Versprechen hält, auch wenn es ihm schadet. Ein Mensch, der keine Zinsen für verliehenes Geld fordert und sich nicht durch Bestechung dazu bewegen lässt, gegen Unschuldige auszusagen. Wer so handelt, steht für immer auf sicherem Grund.

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Copyright 2009 © Aurora Production AG. Alle Rechte vorbehalten

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