Gelebtes Christentum – Charakter

Gnade kontra Gesetz

Das ist etwas, das nicht so leicht zu verstehen ist. Als junger Christ konnte ich das lange nicht so richtig in mir aufnehmen, es hat Zeit gebraucht und des Herrn arbeiten in meinem Herzen, um mich für den Unterschied der beiden aufnahmefähig zu machen. Jemand hat ungefähr das gleiche Problem geäußert, wie ich es damals hatte und deshalb werde ich in nächster Zeit Artikel posten, die darin mehr Licht bringen sollen.

Kommentar: … Aus der Bibel wissen wir, dass Gott unveränderlich ist und das lesen wir im AT, wie im NT — und ich als kleines Licht frage mich jetzt, warum Gott jetzt eine Zweitanfertigung an Geboten gemacht haben sollte?

Meine Antwort – nein keine Zweitanfertigung an Geboten, sondern einen neuen Vertrag zwischen Menschen, die nicht nur an ihn glauben, weil sie in diese Religion hineingeboren wurden – so wie die Juden damals – sondern ihm gänzlich vertrauen, so wie es Abraham auch tat – der hatte ja auch keine 10 Gebote und stand deshalb auch nicht „unter dem  Gesetz“.  Galater 3,6-9 … Darum hat sie (die Schrift) dem Abraham zuvor verkündet: „ In dir sollen alle  Völker  gesegnet werden.“ So werden nun die, die glauben, mit dem gläubigen Abraham gesegnet. 18 Denn wenn das Erbe durch das Gesetz erworben würde, dann würde es nicht mehr durch Verheißung gegeben; Gott aber hat es Abraham durch Verheißung frei geschenkt. 4,28 Wir aber, liebe Brüder, sind wie Isaak (Abrahams Sohn) Kinder der Verheißung.

Kommentar: Gnade …, weil wir so toll und aufgeklärt sind, fern des Hochmutes?? (Verpasse meine eigene Geschichte nicht, ganz am Ende)

Meine Antwort – Nein ganz bestimmt nicht. Kann ein Neugeborenes sofort sprechen, laufen, selbst essen etc,? Nein, es muss Tag für Tag Nahrung zu sich nehmen und wächst dadurch. Und mit wachsen ist hauptsächlich für wiedergeborene Christen gemeint, wachsen in der Liebe, im Gleichwerden von Christus – und mit Nahrung ist nicht beten alleine gemeint, sondern vor allem das in sich aufnehmen von Gottes Worten. Johannes 15,3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. 4 Bleibt in mir und ich in euch… – das Wort ist es, das uns rein macht. Und wir bleiben in Jesus, wenn wir in Seinem Wort bleiben, denn Jesus ist das Wort.

War Christus stolz, eingebildet, arrogant, selbstgerecht, mürrisch, unzufrieden und all das Negative, was uns Menschen so natürlich anhängt? Nein, das war er ganz bestimmt nicht und wir sollen all das auch ablegen in unserem wachsen und „zu mündigen Christen heranreifen“- Epheser 4,11-13  (NeÜ) –oder wie es Luther ausdrückte: zum vollendeten Menschen.

Es ist also ein langwieriger Prozess bis wir los kommen von Gesetzen, die uns in Schranken halten und wir mit der Gnade alleine vertraut werden können – gelernt haben, was nun Liebe tatsächlich ist und sie durch uns wirken zu lassen.

Ich bete, die nachfolgenden und noch kommenden Artikel werden euch allen helfen, in eurem Wachstum in Gnade zu Christus hin.

Gelebtes Christentum – 

Die Entfaltung des christlichen Charakters – Teil 1

Peter Amsterdam

Ein Schlüsselfaktor, um wie Jesus zu werden, ist einen göttlichen Charakter zu formen. Jeder Einzelne hat Charakter, der definiert ist als die Summe der Qualitäten, aus denen sich ergibt, wer jemand ist; und er spiegelt sich in seinem Gefühl, Denken und Verhalten wider. Charakter ist die Kombination von Attributen, die die moralischen und ethischen Handlungen und Reaktionen einer Person bestimmen. Die meisten Menschen haben natürlich einige gute und schlechte Charakterzüge. Einige Menschen, unabhängig von ihrem religiösen Glauben oder dessen Fehlen, haben einen überwiegend guten Charakter und eine starke Moral. Wir alle haben unseren Charakter im Laufe unseres Lebens entwickelt.

Der Fokus in diesem Artikel und im Folgenden liegt auf Charakterzügen, die die Schrift als diejenigen identifiziert, denen Gläubige nacheifern sollten und die uns zu Christusähnlichkeit führen. Diese Charakterzüge, die ich als christliche Charakterzüge bezeichne, können von anderen Charakterzügen unterschieden werden, die zwar gut sind, aber einen nicht unbedingt christusähnlicher machen. Zum Beispiel sind Kreativität, Flexibilität, Wachsamkeit, Entschlossenheit und andere gute Attribute, die man haben sollte, aber sie werden in der Schrift nicht direkt angesprochen im Gegensatz zu Glaube, Sanftmut, Geduld, Liebe, Dankbarkeit und anderen. Unser Fokus hier wird auf dem christlichen Charakter liegen.

Kein Christ ist vollkommen; wir alle machen Fehler, wir alle sündigen, und keiner von uns ist weder vollkommen Christusähnlich, noch werden wir das in diesem Leben auch erreichen. Unser Ziel ist es, dem Heiligen Geist (und dem Wort, das Geist und Wahrheit ist) zu erlauben, in uns zu wirken, unsere Gedanken, Ziele, Wünsche und unser ganzes Leben zu verändern, um mehr wie Christus zu sein. Während es bestimmte Dinge zu tun und Regeln zu befolgen gibt, ist es nicht ihre routinemäßige Einhaltung, die Göttlichkeit entwickelt, sondern ihre Anwendung ist ein Reagieren aus unserer Liebe zu Gott heraus, der in uns wohnt. Die Handlungen, die die Frömmigkeit widerspiegeln, kommen aus unserem Inneren, aus der Transformation, die darin wurzelt, dass wir in eine Beziehung zu Gott treten, damit wir zu neuen Schöpfungen werden. (2. Korinther 5,17) Durch das Werk des Heiligen Geistes wird unser Charakter verwandelt.

Natürlich müssen wir an uns arbeiten, damit wir in der Christusähnlichkeit wachsen können. Es gibt moralische Entscheidungen, die wir individuell regelmäßig treffen müssen, und spezifische Bemühungen und notwendige geistige Veränderungen zu machen, um unser Leben, unsere Gedanken und Handlungen mit den Lehren der Schrift in Einklang zu bringen. Aber all dies muss im Rahmen der Gnade Gottes gesehen werden. Wir haben auch eine Rolle zu spielen, aber die eigentliche Transformation kommt durch den Heiligen Geist.

Der christliche Charakter wurzelt in unserem Glauben daran, wer Gott ist – dass Er durch Sein Wort zu uns gesprochen hat; wir in Beziehung zu Ihm stehen; wir uns Ihm hingegeben haben; und deshalb wollen wir unser Leben aktiv nach dem leben, was Er in der Bibel offenbart hat.

Der christliche Charakter verlangt nach bewussten Entscheidungen, um dem Heiligen Geist zu erlauben, deinen Charakter zu transformieren. Es bedeutet, immer wieder richtige moralische Entscheidungen zu treffen, bis das Richtige, das Göttliche, zur zweiten Natur wird, zum Teil dessen, was man als Person ist. Nachdem du von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr, geistlichen Charakter geformt hast, wenn du plötzlich vor einer großen moralischen Herausforderung stehst, kannst du sie meistern, weil du dich in Göttlichkeit oder Christusähnlichkeit geschult hast. In gewisser Weise hast du moralische Muskeln aufgebaut; du hast dein Gehirn oder deine Seele neu verdrahtet, um auf eine Weise zu reagieren, die Gott verherrlicht. Du entwickelst bestimmte Attribute, die Christus widerspiegeln, wie Vergebung, Großzügigkeit, Demut und Dankbarkeit, und wenn du dich regelmäßig dafür entscheidest, zu vergeben, großzügig, demütig und dankbar zu sein, werden diese Eigenschaften bald Teil dessen, was du durch und durch bist. Das ist der Prozess der Entfaltung des göttlichen Charakters.

Durch die ganze Schrift hindurch finden wir das, was als christliche Eigenschaften angesehen wird, vor allem in der Liste der Früchte des Geistes: „Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung; gegen all dies steht kein Gesetz.“ –  Galater 5,22-23

Aber sie sind nicht auf diese allein beschränkt, da überall in der Schrift von zahlreichen anderen Merkmalen gesprochen wird.

Uns wird gesagt, dass wir mitfühlende Herzen haben sollen, Güte, Demut, Sanftmut, Milde, Freundlichkeit, Geduld und Vergebung; – Kolosser 3,12-14

dass wir an das denken sollen, was rein, schön, lobenswert, bewundernswert und ausgezeichnet ist; – Philipper 4,8

dass wir mit anderen Menschen so umgehen sollen, wie wir es von ihnen erwarten; – Matthäus 7,12

dass wir Gerechtigkeit, Heiligkeit, Glauben, Liebe, Ausdauer und Sanftmut anstreben; – 1. Timotheus 6,11

dass wir unser Wort halten; – Matthäus 5,36-37

dass wir gemäßigt, würdevoll, vernünftig und gut sind; dass wir Integrität bewahren; – 1.Titus 2,2-8

ehrlich zu leben, die Wahrheit zu sprechen und unsere Versprechen einzuhalten, auch wenn es wehtut; – Psalm 15

ein Beispiel in Sprache, Verhalten, Liebe, Glaube und Reinheit zu geben; -1.Timotheus 4,12

schnell bereit, zuzuhören, aber uns Zeit lassen, ehe wir reden oder zornig werden; – Jakobus 1,19

aus reinem Herzen zu lieben, aus gutem Gewissen und aufrichtigem Glauben; – 1.Timotheus 1,5

gastfreundlich zu sein; zu lieben, was gut, vernünftig, gerecht, heilig und diszipliniert ist; – Titus 1,8

großzügig und bereit zu sein, mit anderen zu teilen. – 1.Timotheus 6,18

Einige oder viele dieser Eigenschaften kommen für uns vielleicht nicht von selbst, und tatsächlich müssen wir uns zunächst vielleicht fast zwingen, sie anzunehmen. Das Ziel ist es, einen christlichen Charakter zu entwickeln, und wie der Apostel Paulus sagte, „…denn ihr habt eure alte, verdorbene Natur mit ihrem bösen Tun abgelegt und seid neue Menschen geworden, die ständig erneuert werden. Dies geschieht, indem ihr Christus immer ähnlicher werdet, so wie Gott es sich gedacht hat.“ – Kolosser 3,9-10 Christusähnlichkeit fordert eine bewusste Veränderung.

Wir müssen uns dafür entscheiden, Sünden, die zur Gewohnheit geworden sind, „zu töten“ und „wegzuwerfen“. Schlechte Gewohnheiten zu brechen und sie durch gute zu ersetzen, ist keine leichte Aufgabe, und ebenso wenig wie man sündige Einstellungen, Verhaltensweisen und Handlungen durch gute ersetzt. Es mag einige Gewohnheiten von Geist, Körper, Vorstellungskraft, Sprache und mehr geben, die wir verlernen müssen, um Platz für neue Gewohnheiten zu schaffen, die gelernt werden müssen.

Es ist wichtig zu beachten, dass Christusähnlichkeit sowohl das Ablegen als auch das Anlegen von Charakterzügen erfordert. Oft konzentrieren sich die Gläubigen darauf, Eigenschaften sündiger Natur abzulegen. Wir sehen das Aufhören unserer Sünde als Ziel und glauben, dass wir dem Herrn näher sein werden, bessere Menschen und göttlicher, wenn wir diese oder jene Sünde überwinden. Während dies zwar zutrifft, ist der Kampf gegen unsere sündige Natur nur ein Teil der Anstrengung. Die Anweisung lautet: „Lasst euch stattdessen einen neuen Geist und ein verändertes Denken geben. Als neue Menschen, geschaffen nach dem Ebenbild Gottes und zur Gerechtigkeit, Heiligkeit und Wahrheit berufen, sollt ihr auch ein neues Wesen annehmen.“ – Epheser 4,23-24 Wir müssen göttliche Eigenschaften entwickeln und nicht nur gottlose abweisen. So wie wir berufen sind, die Eigenschaften unseres alten Selbst zu vernachlässigen, so sind wir auch berufen, die Eigenschaften des Neuen anzuziehen.

Die Herausforderung besteht darin, die Sünde bewusst abzulegen und die Frömmigkeit anzulegen und es dem Geist Gottes zu ermöglichen, uns in Richtung Christusähnlichkeit zu bewegen.

Da wir von so vielen Zeugen umgeben sind, die ein Leben durch den Glauben geführt haben, wollen wir jede Last ablegen, die uns behindert, besonders die Sünde, in die wir uns so leicht verstricken. Wir wollen den Wettlauf bis zum Ende durchhalten, für den wir bestimmt sind. … Die Nacht ist fast vorüber; der Tag der Erlösung kommt bald (Damals hätte es sich Paulus nicht träumen lassen, dass das noch ca. 2000 Jahre brauchen wird). Deshalb lebt nicht in der Finsternis mit ihren bösen Taten, sondern greift zu den Waffen des Lichts! – Hebräer 12,1; Römer 13,12

* * *

Was hilft, ist eine Art Tagebuch zu führen, in das ihr das schreibt, was zu euch „spricht“, was eine Erkenntnis war oder die Schriftstellen, die ihr euch merken sollt und sie dann auswendig lernt.

Die Entfaltung des christlichen Charakters – Teil 2

Peter Amsterdam

Auf Gott ausgerichtet sein, versetzt uns in die Lage, im christlichen Charakter zu wachsen. Unsere Liebe zu und Hingabe an Gott und Seinem Wort öffnet dem Heiligen Geist die Tür, um unseren Charakter zu verwandeln, um die Frucht des Geistes zu entwickeln – Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Gutherzigkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Zusätzlich zu diesen spezifischen Früchten kann auch jedes andere Merkmal, das in der Schrift als gottesfürchtig bezeichnet wird, als Frucht des Geistes angesehen werden, wie Demut, Mitgefühl, Dankbarkeit, Zufriedenheit und mehr.

Es mag zwar wie eine ziemliche Herausforderung erscheinen, diese Früchte zu manifestieren, aber wir können getröstet sein, dass wir in diesen Bereichen als Ergebnis des Wirkens des Heiligen Geistes in uns, wachsen. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Heilige Geist das ganze Werk tut und dass wir keine Verantwortung für die Entwicklung des christlichen Charakters tragen. Wir müssen offen sein, mit dem Heiligen Geist zusammenarbeiten und unsere Verantwortung erfüllen, in der Christusähnlichkeit durch die Führung und Ermächtigung des Geistes zu wachsen.

Unsere Hingabe an Gott sollte unsere Motivation sein, in einer Weise zu handeln, die Gott gefällt. Wir sehen diese Motivation in der alttestamentlichen Geschichte Josefs, als Potifars Frau versuchte, ihn zu verführen. Er lehnte sie nicht mit der Begründung ab: „Wenn ich das täte und mein Meister es herausfindet, könnte es meinen Kopf kosten.“ Stattdessen sagte er: „Wie könnte ich so etwas tun? Es wäre eine große Sünde gegen Gott!“ – 1.Mose 39,9

Unsere Motivation für unser Handeln sollte ein Gefühl der Hingabe an Gott sein. Der Apostel Paulus schrieb: „Was immer ihr esst oder trinkt oder tut, das tut zur Ehre Gottes!“ – 1.Korinther 10,31

Indem wir in Christus bleiben, entwickeln wir einen göttlichen Charakter. Die Kraft, uns zu verwandeln, kommt von außerhalb von uns. Wir müssen an die Quelle Jesu angeschlossen sein – und wir bleiben mit Ihm verbunden, indem wir in Ihm und Seinem Wort bleiben und in Gemeinschaft mit Ihm durch Gebet und Hingabe stehen.

Verantwortung und Abhängigkeit

Obwohl die Kraft, einen göttlichen Charakter zu haben, von Christus kommt, liegt die Verantwortung für die Entwicklung und Darstellung dieses Charakters bei uns. Uns wird gesagt:

„Wendet euch ab vom Bösen und tut Gutes. Bemüht euch, mit anderen in Frieden zu leben!“ – Psalm 34,15

„Bemühe dich um ein Leben, so wie Gott es will: geprägt von der Ehrfurcht vor Gott, von Glauben und Liebe, geführt mit Geduld und Sanftmut!“ – 1. Timotheus 6,11

„Nutze deine Zeit und Kraft, um im Glauben immer stärker zu werden.“ – 1. Timotheus 4,7

„Sollen wir besonnen, gerecht und voller Hingabe an Gott leben.“ – Titus 2,12

Während wir auf den Herrn für die Gnade und Kraft hoffen können, in Christus zu wachsen, können wir es nicht einfach von Ihm erwarten, dass Er uns göttlich macht. Ein gewisser Aufwand – in der Tat, ein großer Aufwand – wird von uns verlangt.

In gewisser Weise sind wir völlig abhängig vom Herrn, uns durch den Geist zu verwandeln; gleichzeitig sind wir aber auch voll verantwortlich, unseren Teil dazu beizutragen, es möglich zu machen. Wir sind aufgerufen, den moralischen Willen Gottes aktiv zu verfolgen, uns Gott zu widmen, alles zu tun, was wir können, um den christlichen Charakter zu entwickeln, nach den Lehren der Schrift zu leben und uns an ihnen auszurichten, und gleichzeitig vom Herrn abhängig zu sein, uns durch die Kraft des Heiligen Geistes in Sein Ebenbild zu verwandeln. (2.Korinther 3,18)

Im wachsen in der Christusähnlichkeit geht es nicht um Persönlichkeit oder Temperament; es geht darum, bestrebt zu sein, mit Hilfe des Geistes Gottes in jedem Bereich des christlichen Charakters zu wachsen. Wir alle haben Aspekte unserer Persönlichkeit, die sich bis zu einem gewissen Grad mit christlichen Charakterzügen decken. Einige Menschen sind von Natur aus großzügig, aufopfernd, geduldig usw.; aber selbst in solchen Bereichen drängt uns Gottes Geist, uns zu strecken und zu wachsen, oft durch unsere Herausforderung, vor der wir stehen und die uns auffordert, einen zusätzlichen Schritt oder eine zusätzliche Etappe zu gehen. Darüber hinaus gibt es Früchte des Geistes, die unserer Persönlichkeit sogar zuwiderlaufen können und viel mehr Aufmerksamkeit erfordern, um darin zu wachsen.

Egal, welche göttlichen Attribute für uns selbstverständlich sind, wir alle stehen vor der Notwendigkeit, zu wachsen, indem wir die Frucht des Geistes offenbaren. Wir alle haben unterschiedliche Herausforderungen, wenn es darum geht, die Frucht des Geistes in unserem Leben zu zeigen. Wenn wir von uns heraus bestimmte Früchte nicht zeigen, reicht es nicht aus, zu sagen: „So bin ich nun mal.“ Das Prinzip fürs Lernen und Anwenden ist, dass wir alle dafür verantwortlich sind, die Eigenschaften des göttlichen Charakters in ausgewogener Weise zu zeigen. Einige göttliche Eigenschaften sind schwieriger zu erlernen als andere. Diese werden zusätzliches Gebet und Aufmerksamkeit erfordern, aber das ist Teil des Wachstums in Christusähnlichkeit.

Das Wachsen in Christusähnlichkeit, im göttlichen Charakter, ist progressiv. Egal wie viel wir wachsen, es wird immer Raum für weiteres Wachstum geben. Wie Athleten, die regelmäßig trainieren müssen, um den Fortschritt, den sie gemacht haben, aufrechtzuerhalten, müssen wir in Frömmigkeit wachsen; wenn wir nicht vorankommen, werden wir zurückfallen. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht, die Entscheidungen, die wir regelmäßig treffen und die Gewohnheiten, die wir entwickeln, trainieren unseren Charakter.

Der Apostel Petrus schrieb über falsche Lehrer: „Habgier ist ihre zweite Natur!“ – 2.Petrus 2,14 Die Implikation ist, dass wir uns nicht nur zur Frömmigkeit, sondern auch zur Gottlosigkeit schulen können.

Das Wachsen im göttlichen Charakter erfordert das Verständnis für die intime Beziehung zwischen Verhalten und Charakter. Wenn wir eine Handlung (ob gut oder schlecht) ständig wiederholen, wird diese Handlung schließlich zur Gewohnheit werden; sie wird Teil dessen, was wir sind, Teil unseres Charakters. Gleichzeitig kann unser Charakter auch unser Handeln bestimmen; wenn wir zum Beispiel selbstlos sind, dann helfen wir fast automatisch jemandem, der in Not ist, da unser Charakter uns dazu bringt, großzügig zu handeln. Wenn wir jedoch von Natur aus egoistisch sind, während wir uns selbst schulen, um den Egoismus zu überwinden, dann legen wir Wert darauf, den Bedürftigen regelmäßig zu helfen; und je mehr wir es tun, desto mehr wird es für uns zur zweiten Natur, und wir entwickeln einen selbstlosen Charakter.

Wir werden zu dem, was wir tun, und wie wir sind, so handeln wir. Unser Verhalten nährt immer unseren Charakter, und unser Charakter nährt auch immer unser Verhalten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir im Alltag Gottes Liebe sowohl im Verhalten als auch im Charakter praktizieren.

Das Wachsen in Christusähnlichkeit erfordert Engagement und Entschlossenheit sowie das kraftvolle Wirken des Heiligen Geistes in uns. In der ganzen Schrift hindurch wird von zahlreichen göttlichen Merkmalen gesprochen, und es wäre überwältigend und unrealistisch, zu versuchen, an ihnen allen gleichzeitig zu arbeiten. Die Charakterbildung braucht Zeit, sowohl beim „Anlegen“ göttlicher Eigenschaften, als auch beim „Ablegen“ ungöttlicher Eigenschaften. Wo man anfangen soll, ist eine Frage des Gebets, den Herrn zu suchen, um dir durch Sein Wort und durch den Geist zu zeigen, zu welchen Bereichen Er dich führen kann, damit du ihnen eine Zeit lang Aufmerksamkeit schenken kannst, und wann es an der Zeit sein könnte, dich auf einen anderen Charakterzug zu konzentrieren. Lass dich dabei vom Geist Gottes leiten.

Erwarte nicht, ein über Nacht Wunder zu werden. Es braucht Zeit, um sich zu verändern und zu wachsen. Sich verpflichten, den göttlichen Charakter zu erstreben und dann in Verbindung mit dem Geist zu arbeiten und um Führung und die Kraft zu beten, weiterhin auf die Göttlichkeit im Glauben, in der Handlung, im Verhalten und im Charakter hinzuarbeiten. Trage deinen Teil dazu bei, deine Segel zu setzen, damit der Atem Gottes dich in die Richtung des Wachstums in Christusähnlichkeit bewegen kann.

Beide Artikel basieren auf Punkten aus The Practice of Godliness von Jerry Bridges (Colorado Springs: NavPress, 2010). 

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Das bin ich…

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Mit 20 introvertiert, schüchtern, ohne Selbstvertrauen, mit nur einer Menge Minderwertigkeitskomplexen.

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Mit 26 eine neue Kreatur in Christus, voll Passion, meinem Retter gefallen zu wollen.

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Mit 33, mit meinen 3 Kindern und schwanger mit dem 4. immer noch sehr glücklich in Christus, doch war es zu diesem Zeitpunkt, dass ich erkennen musste, wie „schmutzig“ ich eigentlich war. Von meinem Charakter musste gesagt werden, dass ich super-selbstgerecht war, andere ständig kritisch betrachtete – ohne Glaube, Hoffnung, Liebe! Ich murrte leicht und war unzufrieden und hatte, ohne es zu merken, eine bittere Wurzel in mir wachsen lassen – ich brauchte dringend eine Veränderung.

Nach der Geburt meines 4.Kindes war ich einmal so verärgert, weil Dinge nicht so liefen, wie ich dachte, dass sie richtig sind, dass ich mein Baby in den Kinderwagen steckte und losrannte. In der Nähe unserer Wohnung war ein Fluss an dem ein Spazierweg entlang führte. Ich sehe mich noch heute vor mir, wie ich schnaubend vor Aufgebracht sein, den Wagen vor mir her schob, in mir ein schrecklicher Kampf tobend. Schließlich brach ich innerlich zusammen. Ich wusste, wenn ich nicht nachgebe, ganz gleich wie überzeugt ich davon war, recht zu haben, werde ich alles verlieren und irgendwann nur noch eine einsame, verbitterte, zynische alte Frau sein.

Ich schaute endlich auf zum Himmel und bat meinen lieben Herrn mir zu helfen, meinen Stolz aufzugeben, mich gänzlich von ihm zu befreien. Von da an habe ich bewusst danach gehandelt, dass es nicht wichtig ist wer recht hat, sondern was richtig ist. Und in meinem Fall war das Richtige, andere auch mal Fehler machen zu lassen, anstatt dass ich dafür kämpfte, das durchzusetzen, wovon ich überzeugt war, dass es das Richtige und Beste ist. Ich habe meinen Stolz bewusst bekämpft durch Kleinbeigeben. Ich war zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage, etwas so vorzubringen, dass es andere hätte überzeugen können. Meine Selbstgerechtigkeit und kritisches Denken hinderten mich daran, Freundlich und Geduldig zu sein.

Bei einer Zusammenkunft bat ich dann die anderen, für mich zu beten, einen angenehmen Charakter zu entwickeln. Ich las speziell Wort und Artikel, die sich um dieses Thema drehten und die mir halfen, meinen Geist und Sinn zu erneuern. Ich bin durch vieles durchgegangen seit der Zeit, doch schaue ich jetzt mit fast 70 auf ein Leben zurück und staune nur, was Gott in mir und durch mich tat.

„Keine Strafe (Züchtigung) ist angenehm, und während wir sie erleiden, ist sie immer schmerzlich! Doch danach werden diejenigen, die auf diese Weise geformt werden, inneren Frieden und ein Leben in der Gerechtigkeit gewinnen.“ Hebräer 12,11

2018-7-1 007

Was mir sehr geholfen hat, sind Schriften zu studieren – nicht nur lesen, sondern mir dabei Notizen zu machen, was zu mir gesprochen hat und diese Notizen immer wieder zu lesen, bis sie so in meinen Gedanken eingraviert waren, dass ich fast automatisch danach handeln konnte.

Schriften wie diese hier über die Gaben des Geistes:

https://lassesfunken.com/category/07-gottes-wege-gehen/

 

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35 Gedanken zu “Gelebtes Christentum – Charakter

  1. Wer kennt diese „ungefärbte Liebe“ – kennst du diese Liebe – kannst du sie verströmen lassen?
    Wenn ich in aller Demut nach draußen schaue, werte Charle Helen, was sehe ich dann?
    Ich fühle die Tränen nach, als Jesus Christus auf dem Ölberg stehend gen Jerusalem schaute.

    Erst wenn wir in diese „ungefärbte Liebe“ kommen und sie auch verströmen lassen, dann können wir die Gesetze vergessen … – doch dafür brauche ich die Gnade, die Gnade unseres Herrn, auf das er sein Gesetz in mein Herz schreibt, mein Herz neu macht.
    Und auch dann befreit er mich nicht von den Gesetzen, doch ich habe eine unglaubliche Hilfe erhalten, genau diese zu leben, vorzuleben…

    Erst wenn die Herzen von ihm verwandelt wurden, wir wahrlich rein und heilig sind, dann …
    So sehe ich immer noch reichlich Sünde, auch in mir, und eben dafür ist Jesus Christus am Kreuz für uns gestorben, um unser tägliches Fallen in die Sünde zu sühnen oder leben wir, wir alle hier in dieser Welt so, wie es Gott sich wünscht – ich darf an meine Tränen erinnern – und wer bin ich, doch sie sind da, oder brauche ich Augensalbe, weil ich diese Verfehlungen und die Sünde der Menschen sehe??

    Wir dürfen noch viel Erkenntnis erlangen, viel beten für uns und die anderen Menschen…
    … und der einzige der uns von den Gesetzen entbinden kann ist Jesus Christus – und da finden wir etliche Stellen im NT, wo er das eben nicht gemacht hat. Er vergibt uns, wie auch Maria – doch was sagte er ihr: Ich habe dir vergeben, jedoch sündige hinfort nicht mehr…!

    Was passiert, wenn wir, wir Menschen glauben, daß die Gebote nicht mehr gelten? -Schau dich einfach mal nur um; bei dir um die Ecke, in den Nachrichten und Medien.
    Nein, die Gebote gelten nicht mehr??!!!
    oder arbeitest du daran, daß sich die Prophezeihung erfüllt: AUf das der Herr genau dann zurückkehrt, wenn wir das letze Gebot „entfernt“ haben…?

    Demütige Grüße,
    Raffa.

    • Hallo Raffa, wir reden aneinander vorbei.
      Lass mich dich etwas fragen, hast du irgendwann einmal in deinem Leben bewusst gebetet, dass Jesus dir deine Sünden vergibt und ihn gebeten in dein Herz und Leben zu kommen? – du, nicht die Leute um dich herum, sondern ich frage das jetzt nur dich?

      • Das tue ich jeden Tag,
        weil mir bewußt geworden ist, daß ich ein schwacher Kandidat und Sünder bin.
        Glücklicherweise setz da der Heilige Geist an und ich bin auf dem „Weg“.
        Fühle mich zwischendurch wie Jakob und David, also eine kleine 2.0-Version … (;-)

        … und es fallen „Puzzlestücke“ und weitere Erkenntnis herunter.

        Alles Liebe,
        Raffa.

  2. Wieso tust du es jeden Tag?
    Wenn du Jesus einmal angenommen hast, dann ist er in deinem Herzen für immer, und du musst das nicht mehr wiederholen. Er bleibt bei dir, auch wenn du noch nicht vollkommen in deinem Handeln und Benehmen bist. Du verlierst ihn nicht, wenn du etwas tust das „Sünde“ oder nicht richtig ist. Du musst nur Entschuldigung sagen und daraus lernen wollen.

    Was für ein Denken hast du das du das hier sagst:
    Was passiert, wenn wir, wir Menschen glauben, daß die Gebote nicht mehr gelten? -Schau dich einfach mal nur um; bei dir um die Ecke, in den Nachrichten und Medien.

    Wir leben doch nicht in einem Staat wie dem Islam wo die religiösen Gesetze gelten. Wir leben in Deutschland wo das Bundesgesetzbuch gilt. Für mich persönlich gelten diese Gesetze als deutscher Staatsbürger auch, aber als gläubiger Mensch gelten für mich vor Gott Gottes Gesetze und die sind Liebe. Ich lüge und stehle nicht, nicht weil das mosaische Gesetz es so sagt, oder der deutsche Staat mir das sagt, es nicht zu tun, sondern weil ich es in meinen Kopf eingeprägt habe, dass ich aus Liebe handle, weil ich Gott liebe und deshalb handle ich ehrlich, weil ich in seinen Fußstapfen folgen möchte und mein Gott kein Dieb und kein Betrüger ist, deshalb tue ich es auch nicht.

    Du bist sehr durcheinander. Und ich denke es ist deshalb, weil du auf deinen eigenen Theorien stehst und nicht auf Gottes Wort – deshalb stehst du auch so unsicher und findest keine wahre Erkenntnis.

    Für Leute wie dich habe ich ausführlich erklärt, was es mit „Errettung“ auf sich hat in dem Artikel „In den Himmel kommen oder nicht“ – du hast den doch gelesen? aber es nicht in dein Herz eingeprägt, oder hast da immer noch deine eigene Meinung?

    Bist du davon überzeugt, dass die Bibel Gottes Wort ist? Dann darfst du nicht deinen eigene Senf dazu fügen oder es ist nicht mehr Gottes Wort.
    Du musst Gottes Wort in dir aufnehmen, so wie es dasteht.
    Die Erkenntnis ist da, du musst sie nur haben wollen, dein Herz freimachen von all deinen eigenen Gedanken und Theorien.

  3. Oh Schwester, „wie Leute wie mich …“
    Habe ich das jetzt richtig gelesen und hoffentlich nicht falsch verstanden.
    DArf und kann ich jetzt eigentlich noch irgendetwas antworten?

    Verzeih liebe Charle Helen –
    ja, um zu deiner ersten Frage zurück zu kehren, ich bete und bitte täglich, weil ich mich täglich erwische, daß ich Verfehlungen begehe, die ich eigentlich nicht tun möchte, frei nach Paulus oder auch Goethes Faust – und bitte Jesus, daß er meinen Charakter schleift etc.

    In Sanftmut,
    Raffa.

    • Lieber Raffa, gestern war ich noch in der Stadt, dabei bin ich mit einem Mann ins Gespräch gekommen, der zuerst behauptete, er glaube an nichts. Ich habe ihm dann gesagt, dass Gott Liebe ist und nicht in einem Gebäude leben möchte, sondern in unserem Herzen. Dazu hat er prompt geantwortet, „ja das sehe ich in ihnen. Es ist überall auf ihrem Gesicht geschrieben.“
      Zu deiner Frage von zuvor „Wer kennt diese „ungefärbte Liebe“ – kennst du diese Liebe – kannst du sie verströmen lassen?“ – möchte ich also behaupten, dass ich diese ungefärbte Liebe kenne und sie verströme. Denn Gott gibt seine Gaben und seine Salbung jedem, der bereit ist, sie haben zu möchten. Gott wartet nicht, bis wir perfekt sind, bevor er uns seine Gaben gibt, er gibt sie uns und möchte sehen, was wir damit machen.

      Lass mich dich noch das fragen, kannst du mit absoluter 100%iger Sicherheit sagen, dass du dir sicher bist, dass du einmal in den Himmel kommst?

      • Nee, diese Sicherheit habe ich nicht, und die Gnade allein, durch das bloße bekennen reicht eben nicht aus …, wenn ich dann weiterfortfahre zu sündigen.

      • Da liegt also der Hase im Pfeffer… das Problem bei dir.

        Raffa was ist Gnade?

        Gnade ist ein Geschenk! Ein komplettes Geschenk!
        Jesus ist nicht nur für deine Sünden in der Vergangenheit und Gegenwart gestorben, sondern auch für die Zukünftigen. Das ist das komplette, vollkommene Paket – vergebende Gnade: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
        Wenn die Zukunft nicht mit eingeschlossen wäre, wäre es ja nicht mehr Gnade, sondern Werke – deine guten Werke, deine harte Arbeit an dir selbst sündenfrei zu leben – du und nicht mehr Christus.
        Aber es ist Gnade bis du stirbst – was hindert dich daran, dieses Geschenk ständig anzunehmen und dich an ihm festzuhalten?

      • DA liegt womöglich bei dir der Hase im Pfeffer –
        denn die Gnade Jesu Christi bezieht sich auf „alle Sünden“, jedoch ist genau das kein „Freifahrt-Schein“ und das ist auch das Problem bei einigen Denominationen, wie auch bei einigen Menschen, die dann auf Teufel komm ´raus gelebt haben.

        Denn dieses Geschenk (der Gnade) beinhaltet auch, daß wir „neu- oder wiedergeboren“ sind – und somit unsere Einstellung, Gesinnung eine andere, eine Jesus-gleiche wird. So habe ich immer noch die „freie Wahl“ – eben weiter zu sündigen oder gar abzufallen.
        Das „billige“ Annehmen des Geschenkes und dann ist gut … geht nämlich gar nicht.

      • Aber darum ging es doch in dem Beitrag hier, dem an sich selbst arbeiten um Christusgleich zu werden. Aber dieses an uns selbst Arbeiten hat nichts mit deiner gewonnenen Errettung zu tun. Du hast deine Errettung, ganz gleich was du danach machst:

        Du verlierst dein Gnadengeschenk nicht, wenn du wieder Sündigst, ob absichtlich oder unabsichtlich, sonst wäre es doch kein Geschenk. Natürlich beglückst du Gott nicht, wenn du absichtlich das Falsche tust. Aber er wird sein Geschenk nicht zurückverlangen, sondern versuchen, dich wieder auf die richtige Bahn zu bringen und dich dazu anleiten, zu lernen und vorwärts zu gehen. Das sagen diese Verse hier:

        1.Korinther 3,10 Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund – Jesus Opfertod als Gnadengeschenk – gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut – du musst, nachdem du den Grund, deine Errettung hast, zusehen was du auf diese Errettung baust. Aber du wirst von dem Grund, deiner Errettung, nicht herabgestoßen, wenn du sündigst!
        11 Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
        12 Wenn aber jemand auf den Grund (Jesus Christus Opfertodgeschenk) baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh,
        13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen; denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen.
        14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen.
        15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird gerettet werden – ER SELBST ABER WIRD GERETTET WERDEN!!!, doch so wie durchs Feuer hindurch. – da steht’s, er selbst aber wird gerettet werden – du bist gerettet, einmal und für immer – jedoch so wie durchs Feuer hindurch – Gott wird zuerst all deinen Unrat, das Holz, Heu den Stroh und auch Mist an dir verbrennen müssen, bevor er dich mit dem Rest der himmlischen Bewohner dich mischen lässt, und damit nur das Kostbare von dir bleibt, das Gold, Silber, Edelsteine, aus dem er dann eine Krone des Lebens fertigen wird.

      • Lieber Raffa, deinen letzten langen Kommentar möchte ich nicht veröffentlichen, da ich dagegen bin, auf diese Art den Finger auf andere zu zeigen, oder in den Worten von Jesus, auf den Splitter im Auge des anderen hinzuweisen.
        Mir ist auch nicht klar, warum du das alles aufzählst, denn von meinen Artikeln her weißt du ja, dass ich lehre, ein Täter des Wortes zu sein.
        Du sagst: Und so dürfen wir auch gerne die Gesetze Gottes halten, so wie es auch Jesus tat. Zudem hat er, Jesus Christus, uns erläutert, wie einfach es ist diese Gebote zu halten: „Wer mich liebt, der hält meine Gesetze“ – genau das ist der springende Punkt, Jesus sagte MEINE Gebote (in Johannes 14 Gebote, nicht Gesetze – lies auch Joh. 13,34-35), er sagte nicht die Gesetze Mose. Und er sagte ich komme das Gesetz zu erfüllen – erfüllen bedeutet, es ist eben erfüllt und wird deshalb nicht mehr gebraucht – nicht mehr von denen, die Jesus als ihren Erretter von ihren Sünden angenommen haben, wiedergeboren sind und im Wort leben.
        So wie wir sagen, in Jesus haben sich die Prophezeiungen über den kommenden Messias erfüllt, genau das gleiche bedeutet auch das Wort erfüllt, das Jesus benützte um anzuzeigen, dass das Alte erfüllt ist und er gekommen ist, das NEUE Testament oder den neuen Vertrag zwischen Gott und allen Menschen mit seinem kostbaren Blut zu unterzeichnen, das passierte als er am Kreuz sagte, „es ist vollbracht“. Als ich mich bekehrt habe, habe ich mich zu Jesus bekehrt und nicht zum Judentum mit ihren mosaischen Gesetzen – du hast nicht sehr viel von dem verstanden und mitbekommen, was ich in letzter Zeit gepostet habe, oder?
        Jesus beauftragte uns, das Evangelium zu predigen, nicht zu argumentieren und zu debattieren. Ich möchte deshalb nicht weiter auf deine persönlichen Ansichten, die nicht Schriftgemäß sind, eingehen.
        Wir alle sind noch im werden zu dem hin was Christus ist, ich möchte dich deshalb mit diesem Kommentar nicht heruntersetzen oder gar beleidigen, sondern wollte nur meine Stellungnahme bekunden. Was du damit machst, ist deine Sache.
        In Liebe in Christus
        Charlotte

      • Werte Charle Helen, liebe Schwester,

        wir können zum einen eine „Battle“ starten, wer mer Textstellen aus dem NT zitieren kann, was mitunter müßig ist, wenn wir einen Schritt oder mehrere weiter gehen hin zum Gericht Gottes.
        Da wäre ja dann, wenn ich dir folge, die Situation, daß es auf der einen Seite die jenigen gibt, die sagen können „Ich habe einen Persil-Schein“ und auf der anderen Seite die, die sich nach den Zehn Geboten rechtfertigen müssen — Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, daß so die Gerechtigkeit Gottes auszieht, doch wer bin ich?

        Zu dem mit dem Finger auf andere zeigen:
        Sind Fakten, wissenschaftlich-historisch gesicherte Fakten ergo nicht mehr gestattet, dürfen weder „Roß, noch Reiter“ genannt werden? Dürfen wir nicht mehr aus der Geschichte lernen?

        Zu einem anderem Punkt und auch zu einem anderen Artikel: Wie siehst du denn die Situation der Juden? und welchen Aspekt könnte es haben, daß die Apostel erst die Hebräer/Juden missionieren sollten und nach deren „Gnadenzeit“ (Stephanus) die „weltweite Mission“ beginnen sollte. Kann es sein, daß das Volk Gottes „erweitert“ werden sollte? und das auserwählte Volk immer noch das auserwählte Volk ist, trotz dessen hundertelangen Abfall und Verfehlungen. Wo wir jetzt mit zweitausend Jahren christlicher Heilsgeschichte auch nicht unbedingt Bäume ausgerissen haben (so ich das jetzt schreiben darf?)??
        Ja, Jesus hat uns beauftragt das Evangelium zu predigen, doch hat er uns über die neutestamentlichen Schreiber auch gewarnt, weder ein Jota hinwegzunehmen , noch hinzuzufügen.

        Gerade zu Pfingsten dürfen wir lesen, daß die Apostel eins im Geiste waren …

        Erlaube mir noch eine Frage: Gilt für dich das NT als Ganzes?
        Würde mich über eine Antwort deinerseits freuen, nicht nur wegen eines offenen Diskurses, eines Austausches oder weil ich dir deine Fragen beantwortet habe.
        Lesen wir zu dem im NT, daß wir uns gerne gegenseitig ermahnen dürfen und ich bin immer dankbar, für Aspekte die ich nicht erkennen mag, denn wie wahr, wir wachsen alle noch in der NAchfolge Jesu.

        Mit Lang- und Sanftmut,
        demütig dazu zulernen,
        Raffa.

      • Lieber Raffa, einem Missionar würdest du wohl nicht vorwerfen, wenn er mit Schriftstellen um sich wirft – ich bin eine ausgebildete Missionarin, möchte das aber nicht an die große Glocke hängen, sondern möchte die Artikel für sich selbst sprechen lassen.
        Wie siehst du denn die Situation der Juden?
        Das habe ich neulich hier beantwortet – hast du das nicht gelesen? Oder einfach nichts dazu gesagt, weil du das ablehnst?
        https://lassesfunken.com/2019/05/26/gnade-oder-vererbung/

      • Deine Frage: Gilt für dich das NT als Ganzes?
        Ist hier beantwortet – du hast sogar dein „Gefällt mir“ dazu gemacht, also musst du es ja gelesen haben – du liest nicht sehr sorgfältig, oder?
        Zusammengefasst sagte ich darin: Die ersten Christengemeinden hatten denke ich mehr als 300 Jahre nur Schriften des neuen Testaments und lebten danach …das Neue Testament schon nennen konnte; die erste Bibel – Bibel, das Buch von gesammelten Dokumenten, Büchern. Deshalb enthält auch das Wort Bibliothek Bibl, denn es war eine Theke voll Bücher. Die Bibel ist also ein Buch voller Bücher – um sie von normalen Büchern zu differenzieren, wird sie auch Heilige Schrift genannt.

        Doch das Christentum war ein eigenständiger Glaube, er hatte nichts mit dem Judentum, der jüdischen „Religion“, zu tun.

        Die jüdische Religion ist sozusagen unvollständig, da sie immer noch auf den Messias warten, weil sie Jesus als Messias ablehnten (so wie ihn auch Muslime ablehnen und viele andere auch).
        Jedoch wurden Teile der alten Schriften von allen zitiert. …Wie die Katholische Kirche dann zu alttestamentlichen Praktiken zurückging und man sich Errettung verdienen musste, …
        Zu dieser Zeit lernten die Menschen auch schon Schriftstücke zu Büchern zu binden und zu den „neuen“ Schriftstücken wurden dann auch die „alten“ in geordneter Weise hinzugefügt. In Bezug auf den Bund, den Gott mit Mose und den Kindern Israels machte, wurden die Schriftstücke das Alte Testament genannt und den Bund oder den Vertrag zwischen Gott und allen Menschen, das Neue Testament (der neue Wille Gottes). Ein Testament eine „rechtsverbindliche Verfügung“ zwischen Gott und den Menschen. Das Alte eine Verfügung oder ein Bund nur für das Volk Israel, der neue Bund zwischen Gott und der gesamten Menschheit, unterzeichnet mit dem Blut Christi. …
        https://lassesfunken.com/2015/03/18/keine-auferstehung-keine-bibel/

      • Mir erschließt sich beim Bibelstudium nicht,
        ergo auch nur beim Studium des NT´s,
        daß die „christliche Lehre“ nichts mit der Tora und damit auch nichts mit dem Judentum zu tun hat.
        Wieviele direkte und indirekte Hinweise, Verpflechtungen und Parallelen finden wir im NT, welche eindeutig und in Vielzahl auf das AT hinweisen.
        Wie ich wohl vor zwei Kommentaren geschrieben habe, ist mit dem Wirken und den Anweisungen Jesu Christi klar, daß es um eine Erweiterung des Volkes Gottes ging. Das heißt nicht, daß Gott und Jesus Christus das jüdische Volk aufgegeben haben – da wirst du wohl nicht widersprechen, daß Gott keinen Menschen aufgibt, keinen einzigen.

        Brauchst du von mir jetzt explizit Beispiele und Textstellen dafür oder darf ich davon ausgehen, daß du als Missionarin über die Inhlte des At, wie des NT „Bescheid“ weiß???

        Deine trennende Argumentation ist da für mich mehr als irritierend und nach meinem Verständnis auch nicht im Sinne Jesu Christi, denn dann hätte er ja am Ölberg auch nicht weinen brauchen, oder?

      • wie ich schon sagte, wir Christen sind noch im Werden, noch in Arbeit, Gott arbeitet an unseren Herzen, soweit wir es ihm erlauben. Du bist noch von deiner Theorie überzeugt, ich habe meine, lassen wir es doch bitte dabei – danke!

  4. Schade, daß wir nicht zu einem weiteren Austausch kommen und schade, daß du meinen Standpunkt als Theorie bezeichnest, fehlten dir die konkreten Angaben der Textstellen mit Auszug?

    Danke für deine offenen Worte,
    Raffa.

    • Du verstehst mich nicht, Raffa, weil du Teil dieser Welt bist, während ich dieser Welt im Geist den Rücken gekehrt habe, als ich mich für Jesus entschieden habe.
      Ja, die Kirchen sind kein echtes Vorbild. Sie wollen Gott und der Welt gefallen. Wenn sie nur Gott gefallen würden möchten, wären ihre Kirchen völlig leer. Jesus war ein Revoluzzer. In dem Wort steckt das Wort revolve was bedeutet, umdrehen, eine 180° Wende machen und in die andere Richtung gehen.
      Mit meinen Artikeln in letzter Zeit wollte ich zeigen, dass ein echter Christ genau das tut, nicht mehr der Welt angehören, nicht mehr mit ihr rennen, nicht mehr ihr zu gefallen leben – Joh.15,19; 17,14;8,23. Ein neuer Mensch sein, der nicht mehr mit dem Strom schwimmt, sondern in die entgegengesetzte Richtung geht, nach oben, den schweren, steilen, schmalen Weg besteigt, auf dem Berg des Glaubens.
      Je höher du kletterst, je näher kommst du dem Himmel und umso mehr lässt du die Welt zurück. Ich rede aus Erfahrung. Dinge die mir noch vor Jahren viel bedeutet haben, an denen ich Spaß und Freude hatte, bedeuten mir jetzt nichts mehr.
      Es gibt da dieses Lied – du verstehst englisch,
      Turn your eyes upon Jesus,
      Look full in His wonderful face,
      And the things of earth will grow strangely dim,
      In the light of His glory and grace.
      es endet mit
      Then go to a world that is dying,
      His perfect salvation to tell!
      das ist was ich tue, Jesus Angesicht vor mir haben und der Welt seine Errettung bringen, für die, die sie haben wollen.
      Menschen die eine Religion haben, leben in der Welt und integrieren ihren Gott irgendwie auch in diese Welt. Aber Gott ist Geist und die ihn anbeten, müssen ihn im Geit und der Wahrheit anbeten – Jesus Worte. Geist und Wahrheit das ist eine andere Dimension als Gesetze und Regeln. Als wahrlich wiedergeborener Christ stehst du zwar fest auf dem Boden dieser Welt, aber dein Kopf, dein Herz und dein Denken sind im geistigen Bereich.
      So oft grüßen mich Leute auf der Straße, selbst wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, oder sie nicken mir zu, als ob ich sie gegrüßt hätte und ich musste dann immer denken, aber ich habe doch gar nichts gesagt. Aber ich denke mein Gesichtsausdruck redet. Jesus sagte, ihr seid das Licht der Welt. Er meinte das bestimmt nicht nur durch unsere Worte und Lebensweise, sondern das was wir im Herzen haben, spiegelt unser Gesicht wieder.
      Könntest du dich damit abfinden, nicht mit mir austauschen zu können, sondern meine Artikel liest und siehst, was du daraus gewinnen kannst? Ich habe nichts gegen Kommunizieren, aber ich möchte nicht über Glaubensansichten und Dogmen diskutieren, denn es bringt nichts, hat in den 43 Jahren meines Missionslebens noch nie was gebracht.
      Was mir den Zutritt zur geistige Welt geöffnet hat, war eine Schrift, die Gott auf eine ganz andere Art erklärt – Link unten. Aber man muss ein wenig verrückt sein, das erhaschen zu können. Verrückt in dem Sinn, dass du weltliches Denken ablegst.
      Als Fernseher in Deutschland aufkamen, wollten meine Eltern für eine lange Zeit keinen. Einmal waren meine ältere Schwester und ich an einem Sonntagnachmittag bei einem Onkel und Tante und die saßen vor dem Fernseher. Dort wurde eine Unterhaltungssendung gezeigt mit viel Tanzen (Fernsehballett). Ich liebe tanzen und so bin ich auf dem nachhause weg dann getanzt, anstatt ordentlich zu gehen, noch in Seligkeit über die Sendung. Meine Schwester fing an, über mich zu schimpfen, dass man sowas nicht tut und dass sie sich mit mir schämen muss und sagte noch etwas das ich oft zu hören bekam: warum kannst du nicht normal sein, warum bist du so komisch. Das ist was ich meine mit ein wenig verrückt sein.
      Kannst du – möchtest du – diese Welt und ihr verstandesmäßiges Denken einmal abtun und in diese Welt eintauchen?
      https://esgibtkeinengott.com/2016/02/19/liebeslicht/

      • Liebe Schwester,

        der, mit dem du nicht mehr kommunizieren magst, der,
        dem du etwas ans Herz und den Verstand legen möchtest,
        hat seit gut zwei Jahren diese Welt zurückgelassen – ist ohne festen Wohnsitz – hat kein eigenes Bett, kein eigenens Haus etc – ganz wie wir es von Jesus Christus erfahren durften …

        Möge sich dein Liebeslicht ausbreiten, Raffa.

      • Lies das bitte nochmals von mir das mit dem Kommuniziren, ob ich das wirklich so gesagt habe.
        Und wenn das so richtig und gut für dich ist wie du lebst, dann ist das ja schön. Lass nur Sprüche 27,2nicht in den Weg kommen

      • Meinst du diese Passage:
        „Könntest du dich damit abfinden, nicht mit mir austauschen zu können, sondern meine Artikel liest und siehst, was du daraus gewinnen kannst? Ich habe nichts gegen Kommunizieren, aber ich möchte nicht über Glaubensansichten und Dogmen diskutieren, denn es bringt nichts, hat in den 43 Jahren meines Missionslebens noch nie was gebracht.“
        Ich habe es so verstanden, daß ich, faktisch nichts sagen/schreiben möge, was mit Glaubensansichten und Dogmen? zu tun hat. Und ich mich damit abfinden möge, auch weil du mit deiner 43 jährigen Erfahrung als wenig fruchtbar ansiehst.
        Hmm, was ist dann der Sinn deines Blogs und der Kommentar-Funktion? Austausch? oder darf der geneigte Leser eben nur lesen und …
        ——–

        Der Tenor deiner Worte verwirrt mich, denn bei mir kommt dein Satz: „Und wenn das so richtig und gut für dich ist wie du lebst, dann ist das ja schön.“ – etwas seltsam ´rüber, zumal du zuvor mir den Ratschlag gegeben hast, ich möge mich von der Welt, samt dem rationalem Denken trennen – wie du auch zuvor beschrieben hast, wie du das „weltliche“ mehr und mehr verlassen hast und mir das in mein „Pflichtenbuch“ geschrieben hast – hmm, und grübel: Was denn nu??

      • Entschuldige, ich arbeite an etwas, das schon längst hätte fertig sein sollen, der zuständige Bruder es aber nicht machen konnte.
        Was würdest du sagen, folgt sie oder er weniger Gott als du?
        Fehlerbehebung mit Gott
        Li Lian
        An meinem zweiten Arbeitstag gab mir mein neuer Vorgesetzter seinen Laptop: „Aktualisieren Sie ihn bitte auf das neueste webbasierte Betriebssystem!“
        Ich lebte in einem fremden Land, umgeben von Mitarbeitern, die in einer fremden Sprache redeten, und als Junior IT-Techniker fand ich es herausfordernd, mich mit dem neuen Arbeitsumfeld vertraut zu machen, ausländische Fachbegriffe zu verstehen und die unvermeidlichen Probleme zu bewältigen, die über mein Erfahrungsniveau hinausgingen.
        Zurück an meinem Schreibtisch begann ich, alle Dateien und Systemeinstellungen zu sichern und gleichzeitig einen Aktionsplan zu erstellen. Es war das erste Mal, dass ich mit dieser speziellen cloudbasierten Technologie arbeitete und es dauerte nicht lange, bis ich erkannte, dass diese Aufgabe komplizierter war, als ich erwartet hatte. Es gab eine Reihe von Kompatibilitäts- und Sicherheitsproblemen und keine einfache Methode, die Dateien zwischen dem alten und dem neuen Betriebssystem zu migrieren, und außerdem entdeckte ich, dass das neue Betriebssystem ohne spezielle Software keine Verbindung zu unserem vernetzten Bürodrucker herstellen könnte.
        Nach ein paar Stunden, in denen ich Lösungen gesucht und über die Netzwerkstruktur des Unternehmens nachgedacht hatte, war das Büro kurz davor zu schließen und ich hatte noch eine lange Liste von Aufgaben vor mir. Ich begann mir Sorgen zu machen, wie lange dieser Prozess dauern würde und, ob das Endergebnis den Erwartungen entspräche. Ich hauchte ein stilles Gebet, in dem ich Jesus bat, mich zur richtigen Lösung zu führen.
        Du wirst morgen um 10 Uhr fertig sein! Seine Stimme flüsterte leise in mein Herz.
        10 Uhr morgens?, fragte ich. Das klingt unrealistisch.
        Du wirst morgen um 10 Uhr fertig sein!, wiederholte Jesus.
        Ehrlich gesagt, begann ich mich zu fragen, ob Jesus die Herausforderungen der Arbeit mit der Technik wirklich verstanden hatte. Dennoch beschloss ich zu sehen, was der nächste Tag bringen würde.
        Am nächsten Morgen zurück im Büro atmete ich tief durch und betete um Unterstützung, dann startete ich das System. Kurz darauf entdeckte ich eine Lösung, die mir am Vortag entgangen war.
        Um 10 Uhr morgens war ich fertig. Alle Dateien waren geladen und es gab keine Kompatibilitätsprobleme mehr. Obwohl ich mir nicht sicher war, warum oder wie, konnte ich nun auch über den Bürodrucker drucken. Ein Kollege sagte, er werde die Sicherheitszertifikate einrichten. Und mein Vorgesetzter dankte mir für meine Arbeit.
        Solche Erfahrungen überzeugen mich, dass Gott persönlich an meinem Leben interessiert ist. Und wenn wir unseren geschäftigen Geist beruhigen und uns Zeit zum Zuhören nehmen, kann Gott direkt zu unseren Herzen sprechen und uns inneren Frieden schenken.

        Li Lian ist CompTIA-zertifiziert und arbeitet als Office und System Administrator für eine humanitäre Organisation in Afrika.

      • Was machst du Morgen um 10 Uhr??
        Ich gehe vor die Tür und lade Jesus Christus ein, meinen Weg zu begleiten – am Besten er in mir und ich in ihm – die Kompatiblitätsprobleme liegen eher auf meiner Seite und ich bete egoistischerweise, daß er meinen Charakter schleifen mag – und das es „Heiligen Geist“ regnen mag für alle…

      • Bin gerade auf das gestoßen:
        Sein Lebensmotiv war es, die beständige göttliche Gegenwart zu erspüren und zu erfahren. Bruder Lorenz wollte alle Tätigkeiten aus Liebe zu Gott verrichten und ihm zu Diensten sein. „Gott braucht nichts; Gott hat mich nur für sich geschaffen; ich werde alles für alles geben und so leben, als gäbe es nur Gott und mich; ich möchte nichts tun, was Gott missfällt, ich möchte, dass alles, was ich tue, Gott gefällt; darum werde ich alles, was ich zu tun habe, aus Liebe zu Gott machen.“ So verblassten Selbstzweifel, Unsicherheit und Leiden, die er auch kannte. Nach dem Noviziat erhielt er die Aufgabe als Koch für die etwa 100 Personen des Klosters. Diese Tätigkeit übte er 15 Jahre lang aus, obwohl er sie nicht sonderlich mochte. Deshalb betete er vor, während und nach der Arbeit. Ein Gebet lautete: „Mein Gott, da du bei mir bist und ich meinen Geist auf deine Anordnung hin äußeren Dingen zuwenden muss, bitte ich dich um die Gnade, während dieser Aufgabe bei dir bleiben zu können und dir Gesellschaft zu leisten, und damit alles zum Besten verläuft, mein Herr, arbeite bitte mit mir zusammen, nimm meine Arbeit an und akzeptiere all meine Zuneigung.“
        https://de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_von_der_Auferstehung
        Hab jetzt keine Zeit dafür, möchte aber mehr über seine Schriften wissen

      • Ich mag diesen Kommentar zu dem Buch: Die Gegenwart Gottes, eine wirkliche Erfahrung
        Dieser Mann übte sich es zu lernen allezeit in die Gegenwart Gottes zu kommen und dann auch dort zu bleiben. Natürlich ist es für Menschen nicht einfach die es nur gewohnt sind im natürlichen und sichtbaren Bereich zu leben sich auf das unsichtbare zu konzentrieren, doch es ist möglich. Gott ist Geist und die Ihn anbeten müssen Ihn im Geist und in dieser Wirklichkeit anbeten. Der Geist ist die Wirklichkeit Gottes. Anbetung ist weitaus mehr als Achtung und Verehrung, es bedeutet mit Gott im Bereich des Geistes vereinigt zu sein und zu bleiben. Der Apostel Paulus fordert uns auch im 5. Kapitel des Galaterbriefes, im 16.Vers dazu auf im Geist, oder durch den Geist zu leben. Und genau dazu will uns das unerschütterliche Beispiel unseres Bruders Laurentius auffordern : Komme nicht nur zu Gott wenn du deinen Tag beginnst, sondern übe dich auch während des Tages bei Ihm zu bleiben.

      • Bin gerade auf diesen Vers gestoßen:
        Galater 6,2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. – LUT
        Einer trage des anderen Lasten2, und so werdet ihr das Gesetz des Christus erfüllen. – ELB
        Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen! SLT
        Helft euch gegenseitig, die Lasten zu tragen! Auf diese Weise erfüllt ihr das Gesetz des Christus. – NeÜ
        Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen, so erfüllt ihr das Gesetz, das wir von Christus haben. – NLB
        Jeder soll dem anderen helfen, seine Last zu tragen. Auf diese Weise erfüllt ihr das Gesetz, das Christus uns gegeben hat. – HFA
        Bear ye one another’s burdens, and so fulfil the law of Christ. – KJV

        Das Gesetz Christi, das er uns mit dem NEUEN Bund gegeben hat – nicht mehr das jüdische, sondern das christliche Gesetz, das eine eigenständige Religion bzw. Gottesanbetung und Lebensweise ist! – und kein wenn und aber dabei… das AT kam erst ca 300 Jahre n. Ch. zu den Schriften des NT dazu, davor gingen sie ausschließlich nach den NT Schriften …

      • Was ist denn das Gesetz des AT?
        Und was sind die Gesetze des NT?,
        wenn wir jeweils das „heraus-operieren“, was die Pharisäer/Sadduzäer/Leviten, die röm.kath.-Kirche und die Schriftgelehrten da hinein gebaut haben??

      • Das hast du noch nicht durch all meine Artikel herausbekommen? Geh zurück und lies sie nochmals, dann findest du es heraus und was mein Standpunkt dazu ist.

  5. Da ist ein feiner und essentieller Unterschied,
    welcher in der wunderbaren Komplexität der gesamten Bibel als Schatz dann auch nicht mehr verborgen ist.
    Dein Standpunkt ist mir schon bekannt….

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