Ein Weg durch den Fluss

Josua Kapitel 3 & 4

Josua war so froh und ermutigt über den guten Bericht über Jericho, den seine beiden zuverlässigen Kundschafter gebracht hatten. Nun war es an der Zeit, weiterzuziehen. Früh am nächsten Morgen zog das ganze Volk Israel die verbliebene letzte kleine Strecke hinunter zum Jordanufer, um dort ein letztes Mal ihre Zelte in der Wüste aufzuschlagen. Der »nächste Halt« würde dann schon das Verheißene Land sein!

Am dritten Tag sandte Josua seine Offiziere mit folgender Anweisung durch das riesige Lager, in dem mehr als eine Million Menschen lebten: »Wenn ihr die Bundeslade des Herrn, eures Gottes, die von den levitischen Priestern getragen wird, seht, dann folgt ihr. So wisst ihr, wohin ihr gehen sollt, da ihr diesen Weg noch nie gegangen seid. Haltet etwa 1km Abstand zur Lade. Kommt ihr nicht näher.«

Danach gebot Josua dem Volk: »Heiligt euch, denn morgen wird der Herr große Wunder unter euch tun.« In dieser Nacht ersuchte das Volk, den Herrn im Gebet um Stärkung und Glauben. Denn bis jetzt wussten sie noch nicht, wie sie den gewaltigen, zur Zeit stark angeschwollenen Fluss überqueren konnten, um nach Kanaan zu gelangen. Es war Erntezeit, und wie jedes Jahr überflutete der Jordan seine Ufer, bis er fast doppelt so breit war!

Am darauffolgenden Tag befahl Josua den Priestern, die Lade zu nehmen und vor dem Volk herzugehen. »Und der Herr sprach zu Josua: ›Heute will Ich anfangen, dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: ›Wie Ich mit Mose gewesen bin, so werde Ich auch mit dir sein‹. Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen, und sprich: ›Wenn ihr vorn an das Wasser des Jordan kommt, so steht im Jordan still.‹ « Dann rief Josua zum Volk: »Kommt her und hört, was euch der Herr, euer Gott, zu sagen hat! Heute werdet ihr erfahren, dass ihr einen lebendigen Gott habt. Er wird die Kanaaniter, vor euch vertreiben. Seht! Die Bundeslade, die dem Herrn der ganzen Erde gehört, wird euch über den Jordan führen!

Sobald die Priester, die die Lade Gottes tragen, mit ihren Füßen im Jordan sind, wird das Wasser, das von oben herabfließt, wie ein Damm stehen bleiben, und der Fluss wird sich stauen.«

Nun schaute das ganze Volk mit angehaltenem Atem von ferne zu, als die Priester sich dem Wasser näherten. Noch strömte der reißende Fluss unverändert, doch sie gingen weiter, bis sie schließlich spürten, wie das kühle Wasser um ihre Füße strömte. Und genau in diesem Augenblick geschah etwas wunderbar Seltsames!

Es war unglaublich! Sobald die Priester, die die Lade trugen, an den Jordan kamen und vom Ufer ins Wasser traten, begann sich der Fluss bei der Stadt namens Adam, stromaufwärts zu stauen. Das Wasser blieb wie ein Damm stehen. Das Wasser begann sich höher und höher aufzutürmen, als ob es durch einen großen, unsichtbaren Damm zurückgehalten würde! Währenddessen floss, unterhalb der Stelle, wo die Priester standen, der Fluss weiter zum Toten Meer und leerte das Flussbett. Dies alles geschah im Flusslauf des Jordan wo er an Jericho vorbei fließt.

Als Nächstes befahl Josua den Priestern, sich in die Mitte des Flussbettes zu begeben und dort stehenzubleiben. Dann begannen die gewaltigen Mengen von Männern, Frauen und Kindern, samt ihren Schaf- und Rinderherden, und ihren großen, mit Zelten und Vorräten beladenen Wagen, den Jordan zu überqueren.

Abgesehen vom Knarren der Wagenräder und den Lauten der Tiere, war nichts zu hören. Alle gingen in stillschweigender Ehrfurcht vor dem Wunder, das vor ihren Augen geschah, hinüber. Eine Million Menschen strömten, allen Naturgesetzen zum Trotz, durch das trockene Flussbett. Jedoch fühlten sie sich sehr winzig, wie Zwerge, im Angesicht der gewaltigen Kraft ihres mächtigen Gottes, der in einem Augenblick die Kräfte eines mächtigen Flusses aufgehalten hatte, um Seinen Zweck zu erfüllen.

Viele Stunden später, nachdem alle sicher auf der anderen Seite waren, befahl der Herr dem Josua, zwölf Männer – einen von jedem Stamm – zur Mitte des Jordan, wo die Lade und ihre Träger noch standen, zu schicken. Jeder sollte von dort einen Stein zurückbringen, um am Ufer ein Denkmal daraus zu errichten. Josua sprach zum Volk: »Dies ist für die Zukunft, damit ihr euren Kindern antworten könnt, wenn sie euch fragen, was dies bedeuten soll: ›Es ist zur Erinnerung daran, dass der Jordan aufhörte zu fließen, als die Lade des Herrn hindurchging.‹«

Als all dies geschehen war, befahl Josua den Priestern, das Flussbett zu verlassen, und während alles Volk zusah, kamen sie heraus. Sobald die Priester, aus dem Flussbett stiegen und ihre Füße auf das verheißene Land setzten, kam das Wasser des Jordan zurück und überflutete die Ufer wieder wie zuvor

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Genauso, wie Gott in vergangenen Zeiten für Seine Kinder mächtige Wunder wie dieses vollbrachte, so tut Er es für Seine Kinder auch heute noch! Er sagt: »Ich bin der Herr und verändere Mich nicht!« (Maleachi 3:6) Alles was wir tun müssen, ist beten und Glauben haben und erwarten, dass Er das Erbetene für uns tun wird!

Bedenke aber, dass Gott das Wunder nicht tat, bis die Priester gehorchten und taten, was Er ihnen befohlen hatte. Was wäre geschehen, wenn sie gesagt hätten: »Wir könnten ertrinken, wenn wir diese große, schwere Lade in den schlammigen Fluss hinuntertragen! Lasst uns einfach hier stehenbleiben und warten, bis Gott das Wasser teilt, und dann hinübergehen!«

Hätten sie das getan, so hätte der Herr niemals das Wunder vollbracht. Sie mussten ihren Glauben in die Tat umsetzen und tun, was Gott ihnen befahl. In dem Moment, als sie gehorchten, als ihre Füße das Wasser berührten, teilte sich der Fluss! So funktioniert das bei Gott: Du machst einen Schritt im Glauben in die Richtung, die Gott dir zeigt, erst dann wirst du herausfinden, was Er tun wird. Doch „wirst du nicht gehen, wirst du’s nicht sehen! Wirst du Ihm nicht Folge leisten, kann Er dir den Weg nicht bereiten!“

Gott hilft uns, den Glauben zu haben, zu gehorchen und Seinen Weg zu gehen, wie unmöglich er auch erscheinen mag. Wenn Gott sagt: »Geh!« und du schreitest im Glauben voran ganz gleich was, dann wird Er für dich Sorge tragen! Er wird nie versagen und Seinen Teil immer schneller tun, als du deinen zu tun vermagst!

Und Er wird Sein Versprechen halten: »Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, damit dich die Ströme nicht überfluten!« (Jesaja 43:2)

 

Und hier noch eine Geschichte aus neuerer  Zeit über einen Weg durch einen Fluss

Weg d. FlußJohn Ting wurde auch »Gottes Narr« genannt. Und bevor die Kommunisten China einnahmen, vollbrachte  er eine wunderbare Arbeit für den Herrn. Durch sein lebendiges Beispiel und persönliches Bezeugen gewann er viele Menschen für Christus. Er hatte großen Glauben in Gottes Fürsorge, Macht und Kraft, wie die folgende Geschichte beweist:

Eines Tages wurden Ting und seine Gefährten von Banditen verfolgt. Auf ihrer Flucht erreichten sie das Ufer eines Flusses und es gab keine Alternative, als ihn zu überqueren. Wegen heftigen Niederschlägen war er aber sehr tief und sogar über seine Ufer getreten. Aus menschlicher Sicht schien die Situation hoffnungslos: Sie saßen in einer Falle! Aber Ting ermutigte sie: »Unser Gott ist ein mächtiger Gott! Wenn es Sein Wille ist, vermag Er für uns einen Weg durch den Fluss zu bahnen!« Er sprach ein einfaches, inbrünstiges Gebet: »Oh Herr, halte das Wasser zurück und bereite einen Weg für uns, damit wir unseren Feinden entfliehen können!«

Dann schritt er ins tosende Wasser, das bald bis an seine Knie schäumte. Er gab den anderen ein Handzeichen, dass sie hinübergehen sollten, während er leise betete. Einen Moment lang zögerten Tings Gefährten. Dann sahen sie zu ihrem Erstaunen, dass der Wasserpegel immer niedriger wurde! Sie wateten durchs Wasser und innerhalb kürzester Zeit hatten alle den Fluss sicher überquert!

Man mag sich fragen: »Wie vollbrachte Gott dieses Wunder?« Nun, niemand weiß es, denn Ting und seine Gefährten, die auf der Flucht vor den Banditen waren, verbrachten keine Zeit damit, nach einer Erklärung zu suchen. Möglicherweise benutzte der Herr ein »natürliches« Mittel dazu, ihr Gebet zu beantworten. Er hätte zum Beispiel eine Hügelflanke einsetzen können, die – aufgeweicht und losgelöst durch die heftigen Niederschläge – weiter oben in den Flusslauf hätte hineinrutschen können. Eine solche Schlammlawine hätte einen temporären Damm bilden und den angeschwollenen Fluss zum Absinken bringen können – lange genug, damit Ting und seine Freunde hinüber gehen konnten. Dann, nachdem das Wasser die Barriere überflutet und weggeschwemmt hätte, wäre der tosende Fluss wieder zu seinem ursprünglichen Wasserstand zurückgekehrt, so dass es den Banditen unmöglich gemacht worden wäre, ihnen zu folgen.

Wie auch immer Gott es bewerkstelligte, Er war es, der das Wunder vollbrachte – in Antwort auf ein Gebet in vollem Glauben! Der gleiche Gott, der die Wasser des Jordan Flusses zurückhielt, damit Sein Volk ihn sicher durchqueren konnte, ist auch heute noch derselbe, wie eh und je! Er fordert jedes Seiner Kinder auf: »Rufe Mich an, dann werde ich dir antworten und werde dir große und gewaltige Dinge mitteilen, die du nicht weißt!« (Jeremia 33:3)

Schlüsselversprechungen:

Wenn etwas mein Wille ist, wird die Kraft der Schlüssel es eiligst zuwege bringen und wird jegliche Hindernisse, die der Feind benützt, dich aufzuhalten, beiseite räumen und zerschlagen.

Rufe die Schlüssel von Führung, Ratschlag und Ermutigung an und ich werde das ‚Rote Meer‘ jeglicher Schwierigkeiten teilen.

Fürchte dich niemals vor einem regelrechten Wunder wenn du die Schlüssel anrufst. Die Schlüssel von Wunder sind auf Umstände spezialisiert, die außerhalb der Kontrolle der Macht des Menschen sind.

Was steht dir im Weg? Was lastet auf dir? Was zieht dich hinunter? Durch die Kraft der Schlüssel kannst du jedes Hindernis in Stücke zerschlagen.

Die Kraft der Schlüssel machen das Unmögliche möglich.

Die Schlüssel werden durch deinen Gehorsam aktiviert, so handle bei jedem Schritt den du machst, als ob du schon im Besitzt von etwas bist, während du ihre Kraft in Anspruch nimmst. Und genauso wie es mit den Priestern geschah, die die Bundeslade in den Fluss trugen, und sich das Wasser teilte, sobald ihre Füße das Wasser berührten, genauso wird es für dich geschehen. Die Ströme von Problemen, Anfechtungen und Schwierigkeiten werden sich teilen und dir einen Weg frei legen, um sie auf trockenem Boden zu durchqueren.

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