Ist die Gesundheit das Allerwichtigste?

So vieles im Christentum ist gegensätzlich zu dem, was wir „in der Welt“ lernen und eingeprägt bekommen (Und Tradition ist etwas, das als heilig behandelt wird, Veränderung also nicht erwünscht!). So vieles davon ist ja auch nicht gerade das, was wir uns wünschen. Wir nehmen Jesus liebend gerne an, weil er uns versichert, dass er uns liebt und uns so annimmt wie wir sind. Aber ist das wirklich der Punkt, an dem wir dann stehen bleiben wollen? So sein wie wir nun mal sind, nicht hören wollen, dass Jesus erwartet, dass wir sein Wort in uns aufnehmen und uns dadurch zu einem neuen, zum besseren veränderten Menschen in Christus machen lassen.

Kein alles Mögliche überkommen müssen, kein Test, wie Hiob ihn erdulden musste, keine Rüge und Bestrafung, wie König David erhalten musste, nichts dergleichen. Ist das wirklich das, was wir wollen? Stehen bleiben, als geistige Babies die nicht wachsen wollen, sondern für immer nur die Liebe von Mama und Papa haben möchten? Ist das was du möchtest?

Dann musst du aber auch damit rechnen, dass einmal dein Schöpfer dir nicht sagen kann: „Gut gemacht, mein guter und treuer Diener“!

Dieser nächste Beitrag scheint harmlos zu sein, ist aber wieder so etwas dem natürlichen Widersprüchliches. Lest selbst und findet es heraus:

Ist die Gesundheit das Allerwichtigste?

Dennis Edwards

Ich habe darüber nachgedacht, was Leute meist sagen, wenn sie gefragt werden, wie es ihnen geht. Sie antworten darauf gewöhnlich mit so etwas wie: „Mir geht es gut. Ich bin gesund und das ist doch das Wichtigste, die Gesundheit, und, solange man gesund ist, geht es einem doch gut!”

Während ich einmal eine öffentliche Umfrage durchführte, fragte ich die Leute, die ich interviewte, was für sie das Wichtigste sei, und der größte Prozentsatz antwortete, es sei Gesundheit. Aber ist Gesundheit wirklich das Wichtigste, und solange man gesund ist, geht es einem gut?

Die Bibel sagt uns, dass das wichtigste Gebot bestehe darin, „‚du sollst den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft lieben.‘ Das zweite ist ebenso wichtig: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‘“ – Markus 12,30–31

In den Sprüchen lesen wir: „Weisheit zu erwerben ist das Wichtigste im Leben! Und alles, was du hast, setze dafür ein, Verstand zu erwerben“. Sprüche 4,7 Tatsächlich sagen uns die Sprüche, dass, wenn wir der Weisheit folgen, sie uns Gesundheit und Leben bringen wird: „Richte dich nach meinen Weisungen und vergiss sie nicht. Achte sie, denn sie bewahren dein Leben. …denn sie schenken jedem, der ihren Sinn versteht, Leben und Gesundheit. –  Sprüche 4,13, 22 Das Leben, auf das es anspielt, könnte sehr wohl das ewige Leben sein, nach dem wir doch alle uns innerlich sehnen.

An anderen Stellen in den Psalmen lesen wir immer wieder, wie Davids Probleme und Sorgen ihn Gott näherbrachten. Mit anderen Worten, sie haben zum Wohle des Menschen gedient. Wir lesen: „Immer wieder bin ich falsche Wege gegangen, bis du mich bestraft hast; doch jetzt halte ich mich an dein Wort.“ – Psalm 119,67 „Es war gut für mich, dass ich leiden musste, damit ich lernte, deine Ordnungen zu beachten.“ – Psalm 119,71

David schrieb auch: „Doch in meiner Not betete ich zum Herrn und schrie zu meinem Gott um Hilfe. Da erhörte er mich in seinem Heiligtum, mein Schreien drang durch bis an sein Ohr.“ – Psalm 18,7 In den Psalmen sehen wir ständig, wie David Gott in seinen Leiden findet. Seine Leiden und Schwierigkeiten führten ihn in den Schoß Gottes.

Im Buch Hiob lesen wir, wie seine Verluste und sein Leiden ihn zur Erkenntnis geführt haben, dass Gott gut ist, und egal, was in unserem Leben passiert, Gott wird Gutes daraus hervorbringen, wenn wir Ihn weiterhin lieben und Ihm vertrauen können. Die berühmteste Zeile aus dem Buch Hiob ist seine Glaubenserklärung: „Gewiss wird Gott mich töten (auch wenn er mich umbringt), dennoch vertraue ich auf ihn.“ – Hiob 13,15

Der Apostel Paulus versichert uns in seinen Schriften weiter: „Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten führt.“ – Römer 8,28

Im Buch Jona hören wir, wie Jona sagt: „In meiner Not rief ich zum Herrn und er antwortete mir. Ich schrie zu dir aus dem Totenreich, und du hörtest meine Stimme!“. Jona 2,3 Das Elend, die Notlage, das Problem, auf das Jonas traf, veranlasste ihn, zum Herrn zu rufen.

Deshalb können Bedrängnis, Krankheit, Schwierigkeiten, Qualen und Kummer zusammenwirken, um unser höchstes Gut zu erreichen, wenn wir durch sie näher zu Gott kommen. Der Apostel Jakobus, der Bruder Jesu, schrieb: „Kommt zu Gott, und Gott wird euch entgegenkommen. … Erkennt eure Schuld und weint darüber; klagt und trauert! Seid traurig, statt zu lachen, und niedergeschlagen, statt euch zu freuen. Wenn ihr eure Schuld vor dem Herrn eingesteht, wird er euch wiederaufrichten.“ – Jakobus 4,8–10

Salomo schrieb: „Geh lieber in ein Haus, in dem getrauert wird, als in ein Haus, in dem ein fröhliches Fest gefeiert wird. … Kummer ist besser als Lachen, denn Traurigkeit reinigt den Menschen.“ – Prediger 7,2–3

Salomo schrieb auch: „Bring Gott Achtung entgegen und tu das, was er in seinen Geboten fordert! Das gilt für jeden Menschen.“ Prediger 12,13 Paulus sagt uns, dass die Gebote Gottes in einem Wort erfüllt werden, sogar in diesem: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ – Galater 5,14

So sehen wir vom Wort Gottes, dass unsere Beziehung zu Gott und anderen das Wichtigste ist, nicht unbedingt unsere Gesundheit. Deshalb, Freunde, obliegt es uns, Gott und einander zu lieben und unsere Leiden und Gebrechen tapfer zu ertragen und sie uns näher zu Jesus bringen zu lassen.

Einige der schwierigsten Lebensumstände werden durch die Beziehungen, die in Zeiten des Leidens zustande kommen, erträglich gemacht. Wir können zulassen, dass unser Leiden, unser Schmerz und unsere Trauer uns näher zu Gott bringen, der uns liebt und uns helfen und trösten will und unser Zufluchtsort in der Zeit der Not ist.

Annie Johnson Flint schrieb viele schöne Gedichte, die in dem Buch The Making of the Beautiful (Die Erschaffung des Schönen) zu finden sind. Ihre sie seit 40 Jahren lähmende Arthritis brachte sie näher zu Gott, der aus ihren Scherben etwas Schönes machte. Wie Nick Vujicicic von „no arms and no legs“ (Ohne Arme und ohne Beine) sagte: „Gott wird nicht zulassen, dass etwas in deinem Leben passiert, wenn es nicht zu deinem Besten ist. Ich hoffe nur, die Leute sehen, wenn Gott etwas Schönes mit meinen Bruchstücken machen kann, hat Gott wirklich einen Plan für jeden einzelnen von uns.“

Gott will eine Beziehung zu uns. Durch die Schmerzen des Herzens und Leiden, die wir erleben, versucht Er, uns zu Ihm zu bringen, damit wir unsere Erfüllung in Ihm finden. Er ist da und sehnt sich danach, dass wir Ihn suchen. Die Beziehung zu Gott macht alles im Leben erträglich.

Er gibt mehr Gnade, wenn die Last schwerer wird.
Er schickt mehr Kraft, wenn die Arbeit wächst.
Zusätzlichen Sorgen fügt er zusätzliche Gnade bei.
Zu vermehrtem Leiden kommt sein vermehrter Friede.

Sein Liebe kennt keine Grenzen, seine Gnade kein Maß.
Seine Macht ist Allmacht.
Von seinem unbegrenzten Reichtum in Jesus
Gibt er und gibt und gibt nochmals.

Wenn unser Vorrat an Geduld erschöpft ist,
Wenn unsere Kraft schon am Mittag dahin ist
Wenn all unsere Hilfsmittel aufgebraucht sind,
Da fängt das Geben des Vaters erst an. – Annie Johnson Flint (1866 – 1932)

Hier ist das Lied zu dem Gedichttext

… So sehen wir vom Wort Gottes, dass unsere Beziehung zu Gott und anderen das Wichtigste ist, nicht unbedingt unsere Gesundheit… Doch auch wenn gute Gesundheit nicht das Allerwichtigste ist, schließt das nicht aus, dass wenn wir krank sind, Gott nicht auch heilen möchte. Ich werde darüber nächsten Sonntag berichten.

Und schreibt mir doch, wie es euch so geht mit einem christlichen Leben führen.

P.S. Übrigens, das Zitat vom Titelbild auf Deutsch lautet so:

cs-lewis-quote
Wenn ich in mir selbst Wünsche finde, die nichts in der Welt befriedigen können, dann ist die einzig logische Erklärung dafür, dass ich für eine andere Welt geschaffen wurde. – C.S. Lewis

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