Liebe B.

Geht es dir manchmal auch so, dass dich eine unsägliche Traurigkeit erfasst? Dein Herz weint und klagt und du weißt nicht warum oder wieso und alles was du noch tun kannst, ist in Zungen zu beten?

Der Heilige Geist hilft uns in unserer Schwäche. Denn wir wissen ja nicht einmal, worum oder wie wir beten sollen. Doch der Heilige Geist betet für uns mit einem Seufzen, das sich nicht in Worte fassen lässt. Und der Vater, der alle Herzen kennt, weiß, was der Geist sagt, denn der Geist bittet für die, die zu Gott gehören, wie es dem Willen Gottes entspricht. Und wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten führt (zusammenwirkt). Denn Gott hat sie schon vor Beginn der Zeit auserwählt und hat sie vorbestimmt, seinem Sohn gleich zu werden, damit sein Sohn der Erstgeborene unter vielen Geschwistern werde. Und da er sie erwählt hat, hat er sie auch berufen. Er hat sie gerecht gesprochen und hat ihnen Anteil an seiner Herrlichkeit gegeben.

Was kann man dazu noch sagen? Wenn Gott für uns ist, wer kann da noch gegen uns sein? – Römer 8,26-31

Hallo liebe B, (eine Muslimin),

ich schreibe dir und weiß nicht warum. Du scheinst absolut nicht empfänglich für Gottes Worte zu sein. Ich habe gerade etwas Schönes gelesen und es macht mich es dir schreiben zu wollen. Wenn du etwas Schönes liest, möchtest du es mit anderen teilen, damit sie auch ihre Freude daran haben können.

Ich bin jetzt 70 Jahre und habe davon 43 Jahre nur für Gott gelebt. Egal was du vom Islam programmiert bist, über mich Ungläubigen zu denken, ich habe Gott in meinem Leben erfahren, seine Kraft, seine Liebe, seine Heilung, seinen Trost, seinen Frieden, und natürlich seine Führung und Leitung. Manchmal schien etwas das Logischste und Folgerichtigste zu sein zu tun, aber Gott sagte mir etwas anderes zu tun und es stellte sich immer heraus, das war das einzig Richtige und Allerbeste.

Ich liebe Gott von ganzem Herzen, ich liebe ihn für seine Worte an uns, seine Gerechtigkeit, Gnade und Liebe, für all das was er ist. Ich möchte mich ihm ganz hingeben und fühle mich so oft so unzulänglich. Diese Worte die ich gerade gelesen habe sind solch ein Trost und Stärke für meine Seele und ich bete, sie werden es irgendwie auch für dich sein:

So oft werden wir versucht uns selbst zu richten nachdem was wir erreicht oder nicht erreicht haben. Oder wie gut oder geistig wir sind oder waren. Doch der Herr sieht die Dinge ganz anders. Er sieht das Herz und unseren Geist und unsere Entscheidungen. Er sieht auf unseren Wunsch ihn zu lieben und ihm zu gefallen, das zu tun was richtig ist, nämlich andere mit seiner Liebe zu lieben, um das zu sein, was er von uns möchte, das wir sind.

Er weiß, dass wir oft stolpern und fallen und unser Ziel, das wir für uns selbst gesteckt haben, nicht erreichen können und wie wir denken, wie wir sein sollten oder gerne wären. Aber alles was er tut, ist unseren Herzenswunsch zu sehen und segnet unsere Bereitwilligkeit zu versuchen, entgegen allen möglichen Widrigkeiten und Hindernissen ihm zu folgen, ihn zu lieben und zu gehorchen.

Dieses Gebet hat jemand vor langer Zeit gebetet und ist auch mein Gebet von ganzem Herzen:

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Im Feuerofen – scheinbar allein gelassen

Von Janet Kluck

Was war 2010 doch für ein Jahr! Ich werde es immer in Erinnerung behalten. Voller Emotionen, Herausforderungen und das dem Rauf und Runter gleichen Gefühl in einer Achterbahn unglaublichen Ausmaßes zu sitzen. Ehrlich gesagt mag ich Achterbahnen überhaupt nicht. Wenn ich kann, gehe ich ihnen aus dem Weg. Und wenn ich auf einer fahre, bin ich diejenige, die laut kreischt vom Anfang bis zum Ende. Kurz gesagt, 2010 war, mit den Augen des Glaubens gesehen, etwas ganz Besonderes.

Es war eine ungemütliche Zeit der Umstellung und dann die Frustrationen, die den schon etwas größeren Umzug unserer Familie von einem Land zum anderen begleiteten. Mein Mann und ich suchten für fast sechs Monate ergebnislos nach Arbeit. Da wir und viele unserer Freunde und früheren Mitarbeiter ziemlich dringlich und verzweifelt gebetet hatten, war die Versuchung groß, sich vom Herrn „verlassen“ zu fühlen. Wir hatten im Gebet um unsere Segnungen gekämpft, und bis vor einigen Tagen, schien die einzige Antwort entweder „NEIN“ oder „WARTE!“ zu sein.

Jetzt können wir dem Herrn danken. Der Durchbruch kam kurz nach dem Anruf unserer guten Freundin, Cameron, die uns sagte, sie würde dafür beten, dass wir einen Job innerhalb der nächsten beiden Wochen finden würden. Gott segne ihren Glauben! Offensichtlich rannte sie für uns die Himmelstüren ein, denn knapp eine Woche später bekamen wir Arbeit.

Wir bedankten uns beim Herrn für Seine Treue. Wir mussten aber auch oft an Seine unkonventionellen Wege denken und unvorhersehbar Er ist.

Eines Abends blätterte ich in dem Andachtsbuch ‚Streams in the Desert‘ – Ströme im dürren Land und hatte folgende Gedanken: Die Prüfungen, wenn man sich so fühlt, als würde Gott nicht hören und einen irgendwie im Stich lassen, sind die Prüfungen, an die man sich später erinnert und von denen man dann redet. Sie werden zu Meilensteinen in unserem Leben. Diese einflussreichen Erlebnisse gehören zu unseren wertvollsten Erfahrungen, weil der Herr sich am Ende immer beweist. (Und das meist, nachdem wir am Ende unserer Weisheit angekommen sind, wir uns an nichts mehr festklammern, die Angelegenheit in Seine Hände gelegt und aufgehört haben, über die Situation aufgebracht zu sein.)

Ich las die folgenden Zeilen, und da in ihnen so treffend ausgedrückt wird, was ich meine, möchte ich sie hier gerne zitieren:

„Glaube muss getestet werden, und scheinbares im Stich gelassen sein ist der Feuerofen, siebenfach angefacht, in den er geworfen werden muss. Gesegnet ist derjenige, der diese Geduldsprobe aushält!“ (C. H. Spurgeon)

Maleachi sagte es in diesen herrlichen und anschaulichen Worten, die uns ein einfaches und deutliches Bild vor Augen führen: „Er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen. Er wird die Leviten (Priester) reinigen und sie läutern wie Gold oder Silber, sodass sie dem Herrn Opfer bringen, die ihm gefallen.“ – Maleachi 3,3

„Unser Vater, der Seine Heiligen (seine Kinder) vollkommen machen möchte, weiß den Wert des Schmelzfeuers zu schätzen. Mit den edelsten Metallen gibt Er sich die meiste Mühe und setzt sie dem stärksten Feuer aus. Diese Feuer schmelzen das Metall. Nur die geschmolzene Masse lässt die Verunreinigungen los und ergießt sich gefügig in die neue Form. Der alte Schmied lässt den Schmelztiegel niemals aus den Augen. Er setzt sich beobachtend daneben, da es ja zu heiß werden und das Metall damit schädigen könnte. Sobald er die letzte Schlacke von der Oberfläche gefischt hat und sein Spiegelbild im Tiegel sehen kann, löscht er das Feuer.“ – Arthur T. Pierson

Das ist unser eigentliches Begehren – Seine Liebe, Schönheit und Sein Licht zu reflektieren. Aber wie hassen wir es doch, im Feuer zu sitzen und an den so schmerzhaften Orten, die Er als Probiersteine* benutzt, um die Reinheit unseres Glaubens zu testen. Da sind die Momente der Prüfungen, die wir so sehr versuchen abzuschütteln und zu entkommen. In unseren Gedanken sind wir ungeduldig bemüht, „mit unserem Leben voranzukommen.“ Doch gerade diese Momente sind das eigentliche Mark und Bein. Die ganze Zeit über produziert das Feuer, die Reinigung, der Schönheitsprozess, das, wovon Er weiß, dass es den wahren Wert darstellt: mehr Glauben und Vertrauen in Ihn, Geduld, Demut und Charaktertiefe. *(Ausdruck beim Goldschmied. Es ist ein kleiner Reibstein, der zur Feststellung der Zusammensetzung und des Reinheitsgrades von Edelmetallen benutzt wird.)

Es weckt Erinnerungen an das bezeichnende Gebet aus der Schrift „Schmuck für Asche“: „Herr, hilf uns, uns nicht gegen Dein Zerquetschen, Zerdrücken und Zerschlagen zu wehren! Hilf uns, dieses wunderschöne Lied nicht zu unterdrücken, selbst wenn es traurig ist – Dir trotz des Leidens zu danken! Hilf uns, bereit zu sein, unter Deiner Hand zerschlagen, zerquetscht, ausgepresst und zerdrückt zu werden, Seelenschmerz zu leiden, damit wir Deine Milde, Deinen Wohlgeruch, Deine Schönheit, Deine Melodie, Deine erfrischenden Wasser hervorbringen mögen! Aus scheinbaren Niederlagen erringst Du einige Deiner größten Siege!“ – David Brandt Berg, (Erstveröffentlichung im Oktober 1971)

Ja, wir lernen, Ihm in den Prüfungen und dem Feuerofen scheinbaren Verlassenseins zu vertrauen. Wir wissen, dass Er uns beobachtet und auf den passenden Moment wartet, uns von der Flamme zu nehmen. Mögen wir im Gegenzug Sein Spiegelbild sein, in Seiner Demut, Milde, Anmut und Liebe.

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