DAS GEHEIMNIS DER KINDERERZIEHUNG: LIEBE!

Einige der Tipps und Anregungen hier können genauso auch auf Erwachsene angewendet werden, die Jesus noch nicht wirklich kennen:

„Liebe ist das Geheimnis guter Erziehung!“

Dazu werden manche einwenden: „Lieben wir denn nicht alle unsere Kinder? Was genau meint ihr damit, wenn ihr ‚Liebe‘ sagt, und auf welche Weise zeigt ihr euren Kindern Liebe?!

Ja, es stimmt, so ziemlich jeder liebt seine eigenen Kinder. Schließlich hat sie der Herr so liebenswert gemacht! Sogar das härteste Herz wird durch die liebevollen Umarmungen und Küsschen und das Lächeln eines Kindes erweicht. Sie können ganz bestimmt viel Freude in unser Leben bringen, und wir möchten ihnen natürlich auch mit Liebe und Freundlichkeit begegnen. Aber neben dieser natürlichen Liebe, die Eltern für ihre Kinder fühlen, gibt es eine noch größere, wundervollere, eine bleibende Liebe, die wir als Christen unseren Kindern geben können – eine übernatürliche Liebe, die ihnen helfen wird, wirklich glücklich, erfüllt und wohlerzogen zu sein: Gottes Liebe in Jesus!

Um noch genauer zu erklären, wie wir Gottes Liebe an unsere Kinder weitergeben, möchten wir hier ein paar praktische, bewährte Tipps anführen, wie man z.B. Sprüche 22,6 am besten befolgt: „Lehre dein Kind, den richtigen Weg zu wählen, und wenn es älter ist, wird es auf diesem Weg bleiben.“ Folgende Punkte haben uns bei unserer Kindererziehung sehr geholfen. Wir hoffen, dass sie auch für dich und deine Kinder eine Hilfe und ein Segen sein können!

   Das allerwichtigste: Verlasse dich nicht darauf, dass dein Kind Jesus irgendwie durch euch mitbekommt, sondern vertraue, dass auch ein Kind Jesus aufnehmen kann, und je früher desto besser! Jesus aufzunehmen ist so einfach, dass sogar ein Zweijähriges es tun kann! Als christliche Eltern haben wir die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass unsere Kinder – egal wie alt sie sind – den Herrn kennenlernen und Sein wundervolles Geschenk, ewige Errettung, empfangen!

Du kannst einem Kind schon früh den Herrn zeigen – schon von seiner Geburt an – einfach durch dein Beispiel und deine Liebe. Selbst durch ein Bild von Jesus wird ihnen übermitteln, wer das ist. Und du kannst ihm schon auf einfache Weise vom Herrn erzählen, noch bevor es selbst zu sprechen anfängt. Und alle Eltern werden bestätigen, dass Kinder wirklich aufrichtig und unvoreingenommen sind.

Wir haben festgestellt, dass zwei Jahre tatsächlich ein gutes Alter für Kinder ist, den Herrn anzunehmen, weil sie gewöhnlich schon ein wenig sprechen und unsere Worte verstehen können, und sie werden gern ein einfaches Gebet mit dir sprechen. Wenn du deinem Kind gewissenhaft beigebracht und gezeigt hast, wer Jesus ist (Kinderbibeln mit Bildern sind dabei sehr hilfreich), wird dir dein Kind glauben, wenn du ihm einfach erklärst: „Wenn du jetzt dieses kleine Gebet mit Mutti (oder Vati) sprichst, wird Jesus in dein Herz kommen und immer bei dir bleiben.“ Jesus sagt uns ja selbst, wie die Kinder zu werden um ins Himmelreich zu kommen. Dein Kind wird dir vertrauen und an Jesus glauben. Für solch ein Gebet kann es dir einfach so ungefähr nachsprechen: „Lieber Jesus, bitte vergib mir, dass ich unartig gewesen bin. Danke dass du mich liebst und mir vergibst. Bitte komm in mein Herz, und hilf mir, brav zu sein und Dich auch zu lieben!“

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Vertraue darauf, dass Jesus ein kleines Kind versteht und er sein Versprechen wahr gemacht hat, dass Er niemanden zurückweisen wird der zu Ihm kommt – Jesus ist jetzt im Herz deines Kindes! (Anmerkung, wie mein 4. Kind knapp 2 Jahre alt war, war sie etwas laut während einer christlichen Gebetsversammlung. Ich bin deshalb mit ihr in ein anderes Zimmer gegangen. Dort fühlte ich geleitet, mit ihr zu beten, dass Jesus in ihr Herz kommt. Nach einer kurzen einfachen Erklärung hat sie auch ihre Augen geschlossen und mir nachgebetet. Was dann folgte werde ich nie mehr wieder vergessen. Sie öffnete ihre Augen, strahlte wie die Sonne und lief ins Versammlungszimmer und rief begeistert aus: „Leila – ihr Name wie sie ihn aussprechen konnte – Jesus Herz“, dabei legte sie beide Hände auf ihr Herz. Ihr könnt euch den Jubel unter den anderen vorstellen. Wir haben dann Loblieder gesungen und sie hat glücklich dazu getanzt.)

Eines Tages brachten einige Eltern ihre Kinder zu Jesus, damit er sie berühren und segnen sollte. Doch die Jünger wiesen sie ab. Als Jesus das sah, war er sehr verärgert über seine Jünger und sagte zu ihnen: „Lasst die Kinder zu mir kommen. Hindert sie nicht daran! Denn das Reich Gottes gehört Menschen wie ihnen. Ich versichere euch: Wer nicht solchen Glauben hat wie sie, kommt nicht ins Reich Gottes.“ Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf den Kopf und segnete sie. Markus 10,13-16 Wird Jesus nicht jedes Kind heute noch genauso segnen und in dessen Herz kommen, wie damals? – „Bittet, und ihr werdet erhalten.“ -Matthäus 7,7 Amen?

Führe dein Kind darum zu Jesus, damit es ewig gerettet sein kann, einfach weil es darum gebeten hat! Du könntest deinem Kind kein größeres Geschenk machen als ihm die Liebe von Jesus und ewiges Leben direkt in sein Herz zu geben!

   Das Nächstwichtigste: Stärke den Glauben deines Kindes durch das Wort Gottes! Was könnte kostbarer und wichtiger sein oder den Glauben mehr aufbauen, als deinem Kind Gottes eigene Worte zu lehren und ihm damit Gottes Antworten auf all seine Fragen und Probleme zu geben? „So kommt der Glaube … durch das Wort Christi. – Römer 10,17 Du kannst ihm durch bibelbasierte Bilder, Poster, Lesebücher, Ausschneidefiguren, Musik und Schriftstellen zum Zuhören und tägliche Bibelgeschichten eine Kenntnis von Gottes Wort vermitteln. Dann werden deine Kinder „verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben“ sein! – Kolosser 2,6-8

Wenn du ihnen gewissenhaft die Wahrheit vermittelst, werden sie auch nicht so leicht durch die falschen Lehren dieser Welt getäuscht oder durch die Lügen, die Brutalität und den Schund, die in so vielen Büchern und  Fernsehprogrammen auf sie lauern verdorben! Auf der Suche nach Antworten, nach Wahrheit und Erfüllung im Leben wird dein Kind nicht ziellos umherwandern müssen, wenn du ihm durch Gottes eigenes Wort, der Bibel, Seine Antworten gezeigt hast!

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Wir Erwachsenen müssen Gottes Wort lesen und uns dadurch stärken. Und wir haben festgestellt, dass unsere Kinder ebenso die geistige Nahrung von Gottes Wort brauchen, wenn sie fest im Glauben werden und geistig Fortschritte machen sollen. Das Wort Gottes allein ist die Wahrheit, und in Gottes Wort können sie die Antwort auf jede Frage finden, auf jedes Problem, dem sie jemals im Leben gegenüberstehen werden! Wenn sie die Schrift kennen, haben sie die Antwort auf alles!

Du kennst ja die, die dich gelehrt haben, und bist von Kind auf mit den heiligen Schriften vertraut, aus denen du alle Wegweisung bekommen kannst, die zur Rettung nötig ist – zur Rettung durch den Glauben an Jesus Christus. ! – 2.Timotheus 3,14.15

In der Bibel stehen Gottes Prinzipien und Regeln, nach denen wir leben sollen; und wenn deine Kinder schon in sehr jungen Jahren in der Heiligen Schrift unterrichtet werden, dann werden sie mit gefestigten christlichen Überzeugungen aufwachsen und wissen, was Gott in Seinem Wort gesagt und verheißen hat. So können Kinder und auch Erwachsene glücklich sein, indem sie Jesus kennen lernen und wissen, was Gott in Seinem Wort sagt. Gib es treu an dein Kind weiter, und es wird garantiert gute Resultate bringen!

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   Inspiriere dein Kind dazu, Gutes zu tun, indem du ihm einen Lebensinhalt gibst! Wenn du dein Kind zu Jesus geführt und ihm treu und gewissenhaft Gottes Wort beigebracht hast, dann wird es lernen und begreifen, dass Jesus sein allerbester und liebster Freund ist, der es nie verlässt. Auf diese Weise lernen Kinder, dass Jesus sie ganz persönlich sehr liebt, und was Jesus für sie getan hat, dass Er Sein Leben für sie gegeben hat, damit sie nicht nur ein wundervolles Leben im Himmel einmal genießen können, sondern jetzt schon ein wenig Himmel in ihrem Herzen haben können. So wird dein Kind lernen, Jesus gefallen zu wollen und Dinge aus Liebe für Ihn zu tun. Das ist eine der größten Belohnungen von christlichen Eltern: wenn sie sehen, dass ihre Kinder anfangen, ihren Glauben in die Tat umzusetzen, und damit dem Herrn dienen!

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Wenn dein Kind gelernt hat, dass es hier ist, um den Herrn zu lieben und Ihn froh zu machen, kann es schon von klein auf ein wirklich christliches Leben führen, und es kann lernen, anderen gegenüber liebevoll, freundlich und rücksichtsvoll zu sein. Es wird auch lernen, für seine Familie, Freunde, Spielkameraden und andere zu beten, und es wird sich auch an den Herrn wenden, wenn es selbst Hilfe nötig hat.

Ich kenne keine größere Freude als zu hören, dass meine Kinder so leben, wie es der Wahrheit Gottes entspricht. – 3.Johannes 4

Wenn dein Kind lernt, wirklich den Herrn zu lieben, wenn es die Wahrheit, Gottes Wort, kennt und ernsthaft dem Herrn gefallen und dienen möchte, dann wird es aus eigener Überzeugung den vielen Versuchungen widerstehen, denen es in der Schule und unter weltlichen Kindern, die den Herrn nicht kennen, ausgesetzt ist. Es lohnt sich also ganz gewiss, deinem Kind beizubringen, den Herrn von ganzem Herzen und seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben. (Sieh Matthäus 22,37-39)

   Versuche von Anfang an, eine offene und ehrliche Atmosphäre für deine Kinder zu schaffen. Ermutige jedes Kind, ungezwungen und ehrlich mit dir darüber zu sprechen, was ihm auf dem Herzen liegt. Natürlich ist es ausgesprochen wichtig, dass man nicht kritisch, verurteilend oder herablassend auf ein Kind reagiert, das seine Gefühle äußert, einen Fehler eingesteht oder eine Angst oder selbst Zweifel bekennt. Wenn das Kind mit negativen Reaktionen zu seinen inneren Nöten konfrontiert wird, wird es das nächste Mal sicherlich zögern, über solche Dinge zu sprechen.

Wir haben festgestellt, dass ein ganz offenes Gespräch mit vielen liebevollen Umarmungen Kindern Geborgenheit und die Gewissheit unserer Liebe und Fürsorge gibt – wenn wir ihnen genau zuzuhören und uns bemühen, sie wirklich zu verstehen! Dein Kind wird diese besonderen Momente mit dir nie vergessen. Wenn wir an unsere eigene Kindheit zurückdenken, sind das wahrscheinlich die Augenblicke, die uns selbst am wichtigsten waren, als unsere Eltern ganz persönlich Zeit mit uns verbrachten, uns Aufmerksamkeit schenkten, sich mit uns unterhielten und uns auf diese Weise ihre Liebe zeigten. Bevor wir natürlich von unseren Kindern erwarten können, dass sie ehrlich mit uns sind, müssen wir mit ihnen ehrlich sein. Es ermutigt Kinder sehr, wenn sie wissen, dass ihre Eltern auch nicht ganz perfekt sind. (Außerdem kannst du dich darauf verlassen, dass sie es sowieso schon gemerkt haben!) Wenn du aufrichtig deine eigenen Fehler und Schwächen zugibst, setzt du ihnen ein gutes Beispiel von Ehrlichkeit und Demut. Deine Kinder werden dich umso mehr lieben!

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Vergesst nicht, Gutes zu tun und mit den anderen zu kommunizieren, denn über solche Opfer freut sich Gott. – Hebräer 13,16 – nach der KJV. Die ELB benützt: Mitteilen

Wir können gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist, in jeglicher Art von Gesprächen ein guter Zuhörer zu sein. Eltern, die gute Zuhörer sind, lesen nicht gleichzeitig die Zeitung oder machen sich eine Tasse Tee, wenn ihr Kind sein Herz über den Verlust des besten Freundes ausschüttet oder seine tiefsten Sorgen Ängste und Zweifel mitteilt. Als Eltern können wir unseren Kindern eines der größten Geschenke machen, indem wir unser Interesse an ihnen und unsere aufrichtige Anteilnahme an ihren Problemen zeigen und ihnen, wann immer möglich, unsere ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und ohne Ablenkungen zuhören.

Allein durch die Tatsache, dass du zuhörst, zeigst du deinem Kind: „Ich möchte dich verstehen und dir helfen. Was du zu sagen hast, ist mir wichtig, und du bedeutest mir sehr viel. Du kannst immer mit mir sprechen, denn ich habe dich ja lieb.“ Stelle Fragen! (Kinder sollten nicht die einzigen sein, die viele Fragen stellen!) In aufrichtiger Kommunikation mit Kindern – und auch mit Erwachsenen – kann man durch Fragenstellen einer Sache auf den Grund gehen. Es zeigt auch dein Interesse an ihnen und deine Anteilnahme.

Bringe sie dazu zu reden! Und wenn sie dir Fragen stellen, dann nimm dich in acht, dass du nicht anfängst, zu philosophieren oder zu versuchen, ihnen etwas vorzumachen, besonders nicht etwas, das du nicht bist. Mach es nicht zu kompliziert! Gib auch keine Ratschläge, die du nicht auch selbst befolgen würdest! Lerne, deine Ratschläge und Antworten auf solche Weise zu präsentieren, dass sie leicht zu akzeptieren sind. Mache es ihnen einfach, indem du ihnen das Gefühl gibst, dass es wenigstens teilweise ihre eigene Idee war.

Zum Beispiel: „Ich habe mich über deinen Vorschlag, es vielleicht anders zu machen, gefreut. Wir wollen das einmal ausprobieren!“ oder „Was hältst du davon?“ oder „Meinst du, dass es auf diese Weise besser klappen könnte?“

Wenn etwas schief geht, ist es wichtig, die Lage nicht zu schnell zu beurteilen. Alles hat immer mindestens zwei Seiten. Es ist daher zur Beurteilung eine große Hilfe, sich die aller Beteiligten einzeln anzuhören. Die meisten von uns haben schon einmal den schwerwiegenden Fehler gemacht, zu schnell zu urteilen oder impulsiv zu handeln, und so haben wir oft ein Kind zu Unrecht beschuldigt und damit sehr verletzt. Zum Beispiel könnte es passieren, dass eine Mutter ein Krachen hört und ins Zimmer stürmt. Neben einer zerbrochenen Vase auf dem Boden steht ihre weinende kleine Tochter. Wenn sie dem Kind sofort, ohne Erklärung wütend eine Standpauke verpasst, könnte sie ihm unrecht tun und es sehr verletzen. Wenn sie stattdessen erst ruhig fragen würde, was passiert ist, könnte die Tochter erklären, dass sie versucht habe, die Katze wegzuscheuchen und davon abzuhalten, auf den Tisch zu springen, dass die Katze die Vase umgestoßen hat, und nicht sie!

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Denkt daran, als christliche Eltern sollte uns daran liegen, dem Kind Vertrauen zum Herrn zu vermitteln, das aber viel davon abhängt, wieviel Vertrauen sie in uns haben können. Jesus vergibt uns in Liebe, und Gott sei Dank straft Er uns nicht für jeden Fehler oder jede Sünde, die wir begehen. Genauso sollten wir auch unseren Kindern vergeben und mit ihnen so fair und gnädig wie möglich sein. Aber wenn wir sie ständig schnell und hart verurteilen, könnten unsere Kinder bald ihr Vertrauen in uns verlieren. Ja sie könnten schließlich sogar Angst haben, sich uns anzuvertrauen und Dinge einzugestehen, derer sie schuldig sind und bei denen sie Hilfe brauchen!

Noch ein wichtiger Punkt: Verliere nie den Glauben an deine Kinder! Wenn ein Kind in einer Situation seine Unschuld beteuert und du die Wahrheit nicht herausfinden und das Gegenteil nicht beweisen kannst, dann ist es fast immer am Klügsten, es dabei zu belassen. Es ist jedenfalls besser, als das Risiko einzugehen, es zu Unrecht für etwas zu verurteilen und zu bestrafen. Versuche, dem Wort deines Kindes Glauben zu schenken! Solche Liebe wird ihnen dein Vertrauen in sie beweisen und sie inspirieren, dich nicht zu enttäuschen. Zeigst du einem Kind, dass du ihm vertraust und glaubst, zeigst du ihm dadurch deine Liebe.

  Versuche, dich so viel wie möglich in die Lage deines Kindes zu versetzen. Dann kannst du es viel besser verstehen. Du solltest dich ständig darum bemühen, die Situation aus seiner Sicht zu sehen. Frage dich: „Wie würde ich behandelt werden wollen, wenn ich in seiner Lage wäre und in seiner Haut steckte? Wenn ich erst fünf Jahre alt und der Einzige wäre, über den die Erwachsenen lachen, wie würde ich mich fühlen?“

Was uns niedlich oder lustig erscheinen mag, ist für ein Kind vielleicht ganz peinlich und demütigend. Die meisten von uns wissen, wie man sich fühlt, wenn man in Verlegenheit gerät oder von anderen verletzt wird oder wenn man sich über uns lustig macht. Wenn wir uns darüber im Klaren sind, dass solch unangenehme Erlebnisse für ein kleines, unerfahrenes Kind noch viel traumatischer und verletzender sein können, werden wir unser Bestes tun, sie vor solchen Erlebnissen zu bewahren.

„Behandelt die Menschen stets so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet.“ – Matthäus 7,12

Wenn du ernsthaft versuchst, dich in die Lage deiner Kinder zu versetzen, wenn du dir vorstellst, wie du dich an ihrer Stelle fühlen würdest, dann kannst du sie und ihre Emotionen viel besser verstehen.

  Versuche, ein gutes Beispiel zu sein. Nicht ein Beispiel eines perfekten, sündenlosen Heiligen, mit dem sich dein Kind sowieso nie vergleichen könnte, sondern jemand, der ehrlich und fröhlich ist und seine Fehler zugibt – ein Beispiel eines wahren Freundes und liebevoller Eltern, jemand, zu dem die Kinder aufschauen und dem sie vertrauen können. Du musst versuchen, so zu sein, wie du auch möchtest, dass deine Kinder einmal sind.

Richtet euch nach dem, was ich euch gelehrt habe, und lebt nach meinem Vorbild. Dann wird Gott, von dem aller Friede kommt, bei euch sein. – Philipper 4,9

Kinder sind fantastische Nachahmer. Sie lernen fast alles durch Imitieren. Kinder vergessen selten, was sie sehen. Sie richten sich viel mehr nach dem, was sie sehen, als nach dem, was sie hören, mehr nach deinem Handeln als nach deinen Worten. Kinder lernen mehr von dem, was du tust und von deiner geistigen Haltung, als von dem, was du sagst! Wie möchtest du, dass dich deine Kinder sehen? Denke daran, wie du in den Augen deines Kindes gerne wärst und sei solch ein Vater oder solch eine Mutter!

Wenn ihr die Fürsorge eures Kindes anderen anvertrauen müsst, dann solltet ihr möglichst jemanden finden, der für euer Kind ein christliches, nachahmenswertes Beispiel sein kann. Als Eltern seid ihr dafür verantwortlich, dass euer Kind in guten, vertrauenswürdigen Händen ist, wenn ihr nicht bei ihm seid. Gute Kommunikation ist dabei sehr wichtig um auf Übereinstimmungen zu kommen. Es ist auch sehr wichtig, Kinder auf ihrem eigenen Niveau anzusprechen und zu erreichen, und nicht zu viel von ihnen zu erwarten. Ein Kind ist ja schließlich ein Kind.

Aber wenn du dich bemühst, die Lektion leicht verständlich zu machen, damit dein Kind sie ohne weiteres begreifen kann, dann wirst du überrascht sein, wie schnell es lernen und begreifen wird!

  Liebe ist auch Disziplin. Kinder sind am glücklichsten, wenn sie ihre Grenzen kennen, die Erwachsene ihnen gesetzt haben, und nicht, wenn sie völlig uneingeschränkt sind und alles tun und lassen können, was sie wollen, und dadurch in große Schwierigkeiten geraten! Ein verwöhntes und zügelloses Kind wird später ein verwöhnter, zügelloser Erwachsener. Daher ist es ganz offensichtlich sehr wichtig, einem kleinen Kind schon frühzeitig beizubringen, gehorsam, respektvoll und selbstlos zu sein und sich auch mal unterzuordnen. Wenn man es versäumt, einem Kind diese Qualitäten anzuerziehen, wird es später in genau diesen Dingen in der Schule, in der Geschäftswelt und im täglichen Umgang mit anderen versagen.

Man fängt am besten mit liebevoller, konsequenter Disziplin an, wenn die Kinder noch recht klein sind, indem man ihnen für ihr eigenes Wohlergehen Grenzen setzt. Es hat noch nie ein Kind gegeben, das solche Grenzen nicht brauchte, was die Bibel mit diesem Vers auch sagen möchte:

„Alle sind schuldig geworden und spiegeln nicht mehr die Herrlichkeit wider, die Gott dem Menschen ursprünglich verliehen hatte.“ – Römer 3,23

Wenn wir nicht schuldig werden wollen, brauchen wir Regeln an die wir uns halten können. Eltern müssen deshalb ganz klar und deutlich Regeln festlegen. Eine der besten Methoden ist, die Kinder beim Aufstellen der Regeln helfen zu lassen oder dass sie diesen Regeln wenigstens beistimmen. Die beste Art sogenannter Strafe sollte eine, was in älteren Bibelübersetzung noch „Züchtigung“ genannt wird, was aber buchstäblich „Erziehung“ bedeutet, ein Zurechtweisen und Korrigieren, deshalb wird in neueren Übersetzungen das auch so ausgedrückt. Sie sollten durch die „Zucht“, die Strafe, etwas lernen. Es soll ihnen helfen, die Lektion zu begreifen, damit sie den gleichen Fehler nicht noch einmal machen. Natürlich scheint viel mehr Zeit und Geduld dafür nötig zu sein, Kinder zu gewinnen und sie liebevoll dazu zu überreden, aus gutem Willen zu hören und es zu befolgen, also gehorchen – ein Wort das heutzutage nicht mehr sehr beliebt ist. Doch auf diese Weise werden sie auf lange Sicht bestimmt viel bessere Kinder und viel „artiger“ sein, wenn sie mit Liebe zum „Gehorsam“ – dem Vertrauen und befolgen – überzeugt werden. Es ist so viel besser, als ihren Willen einfach zu brechen und sie zum Gehorsam zu zwingen, nur weil sie die Strafe fürchten.

Das ist ein weiterer Grund, warum es so wichtig ist, zuerst einmal deine Kinder zu Jesus zu führen und ihnen treu Sein Wort beizubringen, denn ein Kind, das den Herrn liebt, wird seinen Eltern aus Liebe zu ihnen und Jesus vertrauen und befolgen, was von ihnen erwartet wird (gehorchen). Disziplin ist eine ausgesprochen schriftgemäße Form von Liebe.

Gott selbst diszipliniert Seine Kinder, wenn sie es nötig haben! Er sagt:

„Denn der Herr weist die zurecht, die er liebt, und er straft jeden, den er als seinen Sohn annimmt.“ – Hebräer 12,6

Wenn unsere Kinder lernen, ihren Betreuern zu gehorchen und sich ihnen unterzuordnen, dann ist das ein sichtbares Beispiel ihrer eigenen Beziehung zum Herrn. Kinder, die solch eine schriftgemäße Erziehung erhalten, wachsen glücklicher auf und benehmen sich besser.

Das Herz eines jungen Menschen ist voller Dummheiten, aber durch Bestrafung werden sie ausgetrieben. Ein Kind zu bestrafen und zurechtzuweisen bewirkt Weisheit, aber ein unerzogenes Kind macht seiner Mutter Schande. – Sprüche 22,15, 29,15

Irdische Eltern sind für ein Kind ein Beispiel, ein Abbild, wie Gott, unser himmlischer Vater, zu uns, Seinen Kindern, ist. Wenn ein Kind früh gute, gottesfürchtige, disziplinierte Verhaltensmaßstäbe lernt, dann wird es ihm später, wenn es aufwächst und für sich selbst verantwortlich ist, leichter fallen, sich dem Herrn unterzuordnen. Auch wenn es dir als Elternteil manchmal weh tut, dein Kind strafen zu müssen, ist es doch am besten, diesem schriftgemäßen Gebot Folge zu leisten. Als Lohn wirst du sehen, wie sich das Verhalten deines Kindes bessert.

Eltern tun gut daran, das Buch der Sprüche zu lesen (die „Neues Leben Bibel“ ist dafür eine gute Bibelübersetzung, die sich nicht mehr auf die Rute, den Stock als Korrektur bezieht, sondern auf die neue „moderne“ Erziehungsweise von einsichtigem Erklären und auf die Vernunft appellieren). Die darin aufgezeichneten Prinzipien geben uns im Alltag geprüften, göttlichen Rat, wie wir unsere Kinder erziehen und ihren Charakter formen können. Man hat es auch schon „das beste Buch der Welt über Kindererziehung“ genannt. Die Bibel war während Jahrhunderten die wichtigste Richtschnur, der christliche Eltern folgten, und hat in der Folge Generationen von gut gesitteten, gehorsamen und freundlichen Kindern formen helfen. (Grausam streng, hart, rigoros, unverzeihlich und unliebsam kann nicht als christlich bezeichnet werden.)

In der Bibel wird betont, wie wichtig es ist, Liebe, Verständnis und Vergebung zu zeigen, wenn man Kinder erzieht, es wird aber eben auch angeraten, Strafmaßnahmen zu ergreifen, im Falle von ausgesprochenem Ungehorsam und einem Benehmen, das andere verletzt. Es wird dem Kind helfen – vor allem wenn es jung ist – sich zu ändern und sein Verhalten zu korrigieren, so dass solche Strafe oft vermieden werden kann, wenn es älter wird. „Disziplin“ bedeutet nicht einfach Strafe – und viele Eltern missverstehen das ganz und gar – Disziplin ist Training, die konstante Führung durch die umsorgenden Eltern und ist dazu bestimmt, zu korrigieren, zu formen, zu stärken und das Kind heranzureifen.

♥   Lob und Ermutigung sind ausgesprochen wichtig in der Kindererziehung. Sei mit Lob großzügig und erkenne die guten Absichten und entdecke die starken Seiten deines Kindes. Wenn dein Sohn zum Beispiel bei einem Test in der Schule durchgefallen ist, kannst du immer noch etwas Lobenswertes finden, vielleicht seine saubere Handschrift oder einfach, dass es zumindest versucht hat, es richtig zu machen, was ein Ansporn sein kann, härter an den Schularbeiten zu arbeiten, um es das nächste Mal besser zu machen. Es gibt immer etwas Gutes, das man loben und anerkennen kann.

Schließlich, meine lieben Brüder und Schwestern, orientiert euch an dem, was wahrhaftig, vorbildlich und gerecht, was redlich und liebenswert ist und einen guten Ruf hat. Beschäftigt euch mit den Dingen, die auch bei euren Mitmenschen als Tugend gelten und Lob verdienen. – Philipper 4,8

Mit Lob blüht jedes Kind auf. Es ist wichtiger, ein Kind für sein gutes Verhalten zu loben, als es für sein schlechtes Verhalten auszuschimpfen. Oder wenn es Schimpfe verdient hat, trotzdem noch ein Lob zu finden, mit dem es weitermachen kann. Versuche immer, etwas Positives zu finden und hervorzuheben!

 

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Natürlich ist es wichtig, dass dein Lob und deine Anerkennung ehrlich und aufrichtig sind, und es muss verständlich für sie sein. Wenn du zum Beispiel findest, deine heranwachsende Tochter sei hübsch, sie aber vielleicht im Vergleich zu vielen anderen in ihrem Alter nicht so gut abschneidet, könnte sie trotz deiner diesbezüglichen Meinung denken, dass du nicht ehrlich bist oder ihr nur schmeicheln willst, wenn du ihr dauernd sagst, wie hübsch sie sei. Lobe sie doch einfach für etwas anderes, worin sie wirklich herausragt: vielleicht ihre Sprachgewandtheit oder ihre guten Schulnoten, für ihr liebevolles Wesen und ihren verständnisvollen Charakter, wovon in der Bibel steht, dass sie die schönsten Tugenden einer Frau sind.

Eure Schönheit soll von innen kommen – das ist die unvergängliche Schönheit eines freundlichen und stillen Herzens, das Gott so sehr schätzt. 1.Petrus 3,4

Sei großzügig mit Lob für deine Kinder! Fast jeder liebt Kinder, aber es ist ausgesprochen wichtig, dass die Kinder das auch wissen und es dich sagen hören und dass du ihnen diese Liebe demonstrierst.

Zusammenfassung: All diese Vorschläge und Tipps sind Wege, wie man Liebe in die Praxis umsetzen kann! Liebe ist nicht „echt“ oder greifbar ohne ein lebendiges Beispiel von dir und mir, den Eltern von heute, welche die Zukunft formen! Die Welt von morgen ist das, was die Mütter und Väter heute daraus machen, je nachdem wie sie ihre Kinder erziehen! Versuche es also mit Liebe! Denn Liebe versagt nie!

Gott segne euch, und möge Er euch helfen, liebevolle Eltern und ein gutes Beispiel für eure Kinder zu sein!

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