Ein Sieg entgegen allen Erwartungen

Ein Sieg entgegen allen Erwartungen

 2. Könige 18 & 19; 2. Chronik 32

Es gab eine Zeit, in der Jerusalem, unter König Sanherib, denAngriffen der Assyrer unter König Sennacherib ganz alleine ausgeliefert war. Alle »gesicherten Städte Judas« waren schon von den mächtigen Armeen der Assyrer eingenommen worden. Vom Feind umringt, sah es nun für Jerusalem wie der Anfang vom Ende aus. Wie dem auch sei, Hiskia, der König Judas, war ein sehr guter König, der »dem Herrn, dem Gott Israels, vertraute«. Er blieb nahe bei Gott, darum machte Gott ihn in all seinem Tun erfolgreich. (2. Könige 18:5). Als König Hiskia sah, dass Sanherib alle Städte der Umgebung eingenommen hatte, sandte er ihm, um einen Angriff zu vermeiden, die folgende Botschaft: »Wenn du dich zurückziehst, werde ich dir zahlen, was immer du verlangst.« Sanheribs Antwort war konnte man kaum billig nennen. Er forderte die horrende Summe von 300 Talenten Silber und 30 Talenten Gold. (Dies entspricht 14’733, resp. 1’473 Kilogramm!) Hiskia tat alles was er konnte, um das Geld aufzutreiben. Er entfernte sogar den Goldüberzug von den Säulen und Türen des Tempels. Doch nachdem er den gewichtigen Tribut an Sanherib gesandt hatte, verlangte der assyrische König habgierig mehr und forderte, dass die Tore Jerusalems lieber freiwillig geöffnet werden sollten, denn er würde die Stadt sowieso einnehmen. Trotz alledem blieb König Hiskia standhaft und schmiedete Verteidigungspläne. Er beriet sich mit seinen Beamten und Militärbefehlshabern darüber, ob sie den Wasserzufluss der Stadt, der von außerhalb kam, absperren sollten. Mit einem großen Aufgebot von Männern gelang es ihm, sowohl die Quellen, als auch den durchs Land führenden Bach zu sperren, denn er sagte sich: »Warum sollen die Assyrer reichlich Wasser finden, wenn sie kommen?« Als nächstes erhöhte er die Verteidigungsmauer und Wachtürme um die Stadt und ließ eine Vielzahl Waffen und Schilde herstellen. Er ernannte Offiziere über die Leute und versammelte sie am Stadttor. Unerschrocken sprach Hiskia zum Volk, um es zu ermutigen: »Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht vor dem König von Assyrien, noch vor dem großen Heer, das mit ihm ist, denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm. Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der Herr, unser Gott, und Er hilft uns und kämpft unsere Schlacht!« Das war Hiskias größte Stärke, sein Glaube, dass, egal, wie stark seine Feinde auch sein mochten, Gott kommen und für Sein Volk kämpfen würde. Er wusste, dass Gottes Hilfe von oben viel mehr bedeutete, als die scheinbare Stärke und Anzahl der Mächtigen. Und es heißt, als er aufhörte zu reden, »verließ sich das Volk auf die Worte Hiskias.« Seine Worte hatten Gewicht, denn er verließ sich auf den Herrn und vertraute dem Wort von Gottes Propheten Jesaja, der in Jerusalem lebte und den König mit Gottes Botschaften beriet. Schon bald trafen die ersten Teile der assyrischen Armee unter Rabschake, ihrem Kommandanten ein. Dieser berief ein Treffen ein, und drei der obersten Repräsentanten Hiskias gingen hinaus, um mit ihm zu sprechen. Rabschakes Forderungen waren einfach: Hiskia sollte weder versuchen, Widerstand zu leisten, noch sollte er sich auf ein Bündnis mit Ägypten verlassen, denn das wäre, so sagte Rabschake, als ob man sich auf einen gebrochenen Rohrstock stützte. »Außerdem«, so rief er in all seiner Arroganz, »war es der Herr, der mir gesagt hat, gegen dieses Land zu ziehen und es zu zerstören!« Als Hiskias Leute ihn baten, syrisch zu sprechen, damit die Leute auf der nahegelegenen Stadtmauer es nicht verstehen würden, schrie Rabschake stattdessen laut auf Hebräisch: »Haben etwa irgendwelche Götter der Nationen ihr Land aus der Hand des Königs von Assyrien errettet? Wenn ja, so nennt mir einen. Lasst euch von Hiskia nicht überreden, wenn er sagt, dass ihr auf Gott vertrauen sollt. Kommt lieber heraus aus eurer Stadt und ergebt euch. Erwählt das Leben und nicht den Tod.« Doch das Volk war klug und schwieg still und antwortete ihm nicht, wie Hiskia es ihnen geboten hatte. Als Hiskia das Resultat der Zusammenkunft erfuhr, ging er zum Tempel, um zu beten. Außerdem schickte er einen Boten zu Jesaja, um ihm alles zu berichten. Jesaja sandte eine Botschaft des Herrn, sich nicht zu fürchten, denn der Herr würde Rabschake dazu bringen, in sein Land zurückzukehren, nachdem er gewisse Gerüchte hören würde. Und so geschah es. Doch kurze Zeit später erhielt Hiskia einen bösartigen Brief von Sanherib. In dem er ihn bedrohte und gegen den Gott Israels lästerte. Hiskia ging zum Tempel hinaus, breitete den Brief vor dem Herrn aus und betete: »Oh Herr, Gott des Himmels und der Erde, höre die schmähenden Worte Sanheribs, die er gegen den lebendigen Gott gesprochen hat. Es ist wahr, dass die Assyrer viele Länder erobert und deren Götter umgestürzt haben; doch diese waren nicht Götter, sondern Holz und Stein, von Menschenhand geschaffene Götzen. Nun aber», fuhr Hiskia fort, »errette uns aus ihrer Hand, damit alle Königreiche auf Erden erkennen, dass Du, Herr, allein Gott bist!« Der Herr hörte des Königs verzweifeltes Flehen und sandte ihm eine wunderbare Botschaft durch Seinen Propheten Jesaja, die besagte: »Was den König von Assyrien angeht: weder wird er in diese Stadt eindringen, noch einen Pfeil hineinschießen. Er wird nicht gegen sie ziehen und keine Belagerungsmauer errichten, um sie anzugreifen. Ich werde diese Stadt verteidigen und um Meinetwillen erretten, spricht der Herr!« Wieder einmal versprach der Herr, Sein Volk zu retten, und es sollte nicht lange dauern, bis dieses Versprechen Wirklichkeit wurde. In jener Nacht ging der Engel des Herrn durch das Lager des Feindes und tötete 185’000 Mann. Als Israel am nächsten Morgen erwachte, sahen sie außerhalb ihrer Mauern kilometerweit die Leichen ihrer Feinde über die Hügel verstreut. Die gewaltigen Streitkräfte ihres schlimmsten Feindes waren von Gott selbst vernichtet worden! Und dabei wurde kein Pfeil in die Stadt hinein geschossen, wie es Jesaja prophezeit hatte. Sanherib aber zog sich in sein Land zurück, wo ihn kurz darauf seine eigenen zwei Söhne erschlugen, während er im Tempel seine falschen Götzen anbetete. Auf diese Weise erkennen wir den Glauben des Königs Hiskia, von dem gesagt wurde: »Er vertraute dem Herrn, dem Gott Israel, so dass nach ihm keiner ihm gleich war unter den Königen Judas, noch waren solche vor ihm.« Und warum war er so ein mächtiger und nobler König, so anders als die Könige, die sich von Gott abgewannt hatten, um jene Götzen anzubeten, die machtlos waren, sie aus der Hand des gewissenlosen Eroberers Sanherib zu erretten? Die Antwort ist einfach, aber gewiss: »Denn er hielt sich am Herrn fest und ließt nicht nach, Ihm zu folgen!« Ungleich so vieler gottloser Könige entschied sich Hiskia, gegen scheinbar unüberwindliche Schwierigkeiten, wie auch gegen die stolzen Herausforderungen eines ungeheuer starken Feindes, Gott allein zu vertrauen. Deswegen beschützte und verteidigte Gott ihn und seine Armee auf übernatürliche Weise vor seinen Feinden. Was macht einen Anführer willig, gegen den Strom zu schwimmen und, selbst im Angesicht einer scheinbaren Niederlage, für Wahrheit und Freiheit aufzustehen, obwohl er weiß, wie schwer seine Entscheidung wiegt? Es ist Glaube, der Glaube, der sich ganz allein an Gott durch die Worte Seiner Propheten festhält.

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Glaube, starker Glaube Seine Verheißung sieht, Schaut auf Gott alleine, Lacht über das Unmögliche, Und ruft: »Es wird geschehen!«

Vertraue also auf Gott, und Er wird Dich erretten und beschützen, auch wenn Er dazu Wunder tun muss! Und warum auch nicht? Es wäre nicht das erste Mal!

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 Willst Du von Gott eine Antwort? Wartest Du an Seiner Tür? Versuche in Sein Wort zu schau’n, Was Er dort sagt, spricht Er zu dir!

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Einfacher Glaube würdigt Gott, und Gott würdigt einfachen Glauben!

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Alle großen Männer Gottes waren schwache Menschen, die Großes für Gott vollbrachten, weil sie sich darauf verließen, dass Gott mit ihnen war. Christ sein hat nichts damit zu tun, den Schwierigkeiten des Lebens auszuweichen, sondern damit, wie man ihnen begegnet.

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Gebet für den Tag Lieber Gott, bitte gib uns den einfachen, kindlichen Glauben, auf Deine Verheißungen zu vertrauen, auf deren Gültigkeit zu beharren, ganz gleich, wie die Umstände auch sein mögen – zu wissen, dass wir auf dem Felsen Jesus Christus sicher stehen. In Jesu  Namen, Amen.   Copyright 1996 The Family

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