Mein Weihnachtswunder

Was ist Weihnachten?

kerze punkteEs bedeutet: gütig auf die Vergangenheit zurückblicken, Mut für die Gegenwart und Hoffnung für die Zukunft. Es ist der inbrünstige Wunsch, dass jedes Herz mit reichen und immerwährenden Segnungen überfließt, und dass jeder Pfad zu Frieden führt. – Agnes M. Pahro

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Mein Weihnachtswunder

Von T. Caldwell, entnommen aus: „Guideposts“

„Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen Seines Wohlgefallens!“

Für viele von uns bleibt ein ganz bestimmtes Weihnachtsfest für immer in Erinnerung, das die Bedeutung dieses Tages am klarsten ausstrahlte.

Obwohl ich es nicht erahnte, begann mein „wahrstes“ Christfest bereits sechs Monate eher, an einem Regentag in meinem trostlosesten Jahr, das jetzt schon lange zurückliegt. Ich war gerade geschieden, in meinen Zwanzigern, arbeitslos und besuchte Stellenvermittlungen in der Stadt. Ich hatte keinen Schirm, da der alte bei einem Sturm zerfetzt worden war und ich mir keinen neuen leisten konnte. Ich setzte mich in die Straßenbahn, und dort stand an einen Sitz gelehnt ein schöner Seidenschirm mit silbernem Griff, in den Gold und strahlende Emailstücke eingearbeitet waren. Noch nie hatte ich solch ein Schmuckstück gesehen.

Ich begutachtete den Griff und fand unter den goldenen Verzierungen einen Namen eingraviert. Gewöhnlicherweise hätte ich den Schirm dem Schaffner gegeben, doch hatte ich mich impulsiv entschieden, ihn mitzunehmen und selbst nach dem Eigentümer zu suchen. Als ich ausstieg, goss es und ich spannte dankbar den Schirm auf, um mich zu schützen. Dann suchte ich im Telefonbuch nach dem Namen auf dem Schirm, fand ihn und rief an. Eine Dame antwortete.

Ja, es sei ihr Schirm, den ihre verstorbenen Eltern ihr zum Geburtstag geschenkt hatten. Sie war überrascht, da der Schirm vor über einem Jahr aus ihrem Schulschließfach gestohlen worden war. Sie war Lehrerin. Sie war darüber so aufgeregt, dass ich meine Arbeitsuche vergaß und sofort zu ihrem kleinen Haus ging. Sie nahm den Schirm, und ihre Augen füllten sich mit Tränen.

Die Lehrerin wollte mir eine Belohnung geben, doch obwohl 20 Dollar mein ganzer Besitz waren, war ihre Freude über die Rückkehr dieses besonderen Besitzes derart, dass die Annahme von Geld unangebracht schien. Wir sprachen noch eine Weile und ich muss ihr meine Anschrift gegeben haben. Ich erinnere mich nicht mehr daran.

Die folgenden 6 Monate waren schwierig. Ich bekam nur hier und da zeitweilige Beschäftigungen gegen geringes Entgelt. Wenn ich konnte, legte ich 25 oder 50 Cent für Weihnachtsgeschenke für meine kleine Tochter zurück. In 6 Monaten ersparte ich 8 Dollar. Meine letzte Arbeit endete am Tag vor Weihnachten, meine 30 Dollar Miete waren bald fällig und ich hatte 15 Dollar ausbezahlt bekommen, die Peggy und ich für Lebensmittel brauchten. Peggy war von der Klosterschule nach Hause gekommen und war vor Erwartung ihrer Geschenke, die sie am nächsten Tag bekommen würde, ganz aufgeregt. Die hatte ich schon eingekauft und auch einen kleinen Baum, welchen wir an jenem Abend schmücken wollten.

Auf dem Nachhauseweg zu meiner kleinen Wohnung war es stürmisch und die Luft voll vom Klang weihnachtlicher Fröhlichkeit. Glocken läuteten, Kinder riefen in der Abenddämmerung, Fenster waren erleuchtet und Menschen liefen herum und lachten. Doch als ich mich durch das Schneetreiben mühte, war ich am Tiefpunkt meines Lebens angekommen. Wenn kein Wunder geschehen würde, würden wir im Januar obdachlos sein, ohne Nahrung und Arbeit. Seit Wochen hatte ich ständig gebetet und außer dieser Kälte und Dunkelheit, dieser rauen Luft und scheinbaren Verlassenheit hatte es keine Antwort gegeben. Hatten Gott und die Menschen mich völlig vergessen? Ich fühlte mich so alt wie der Tod und so einsam. Was würde aus uns werden?

Ich schaute in den Briefkasten. Es waren nur Rechnungen und zwei Umschläge darin, in denen ich weitere Rechnungen vermutete. In meiner Wohnung angekommen, stand ich im Flur und weinte. Dabei fröstelte ich in meinem dünnen Mantel. Doch ich rang mir ein Lächeln ab, um meine kleine Tochter zu begrüßen. Sie warf sich in meine Arme, kreischte fröhlich und wollte sofort den Baum schmücken.

Peggy war noch keine 6 Jahre alt. Sie hatte stolz den Küchentisch zum Abendbrot gedeckt, sowie Pfannen und drei Konservendosen hingestellt, die unser Abendessen sein würden. Als ich auf diese Pfannen und Dosen sah, fühlte ich mich aus irgendeinem Grund niedergeschlagen. Für unser morgiges Festmahl würden wir nur ,Hamburger’ haben. Ich stand in der kalten, kleinen Küche und das Elend überwältigte mich. Zum ersten Mal im Leben zweifelte ich an der Existenz Gottes und an Seinem Erbarmen. Die Kälte in meinem Herzen war kälter als Eis.

Es klingelte an der Tür. Ein Bote hatte die Arme voll großer Pakete und lachte, als er die Riesenfreude meines Kindes sah, das mit mir an der Tür stand. „Das ist ein Irrtum“, sagte ich. Aber er las meinen Namen auf den Paketen. Sie waren für mich. Als er gegangen war, konnte ich nur auf die Kartons starren. Peggy und ich setzten uns auf den Boden im Wohnzimmer und öffneten sie. Darin war eine riesige Puppe, dreimal so groß wie die, die ich ihr gekauft hatte; Handschuhe, Süßigkeiten, ein schönes Lederportemonnaie. Unglaublich! Ich sah nach dem Namen des Absenders. Es war die Lehrerin, die Anschrift war einfach „Kalifornien“, wohin sie umgezogen war.

Unser Mahl an jenem Abend war das köstlichste, das ich je aß. Ich konnte nur „Danke Vater“ beten. Ich vergaß völlig, dass ich kein Geld für die Miete, nur 15 Dollar im Geldbeutel und keine Arbeit hatte. Glücklich aßen und lachten wir zusammen. Dann schmückten und bestaunten wir den kleinen Baum. Ich brachte Peggy zu Bett, stellte ihre Geschenke unter den Baum und ein süßer Friede durchflutete mich wie eine Segnung. Ich hatte wieder Hoffnung. Ich konnte sogar die Rechnungen gelassen überprüfen. Dann öffnete ich die zwei weißen Umschläge. Einer enthielt einen Scheck über 30 Dollar von einer Gesellschaft, für die ich im Sommer kurz gearbeitet hatte. Es war, wie ein kurzer Vermerk sagte, mein ,Weihnachtsgeld-Anteil’. Das Geld für die Miete! Der andere Umschlag enthielt das Angebot einer Dauerstellung bei der Regierung – Beginn zwei Tage nach Weihnachten. Ich saß mit dem Brief in der Hand und dem Scheck vor mir auf dem Tisch und denke, dass es bis dahin der freudigste Augenblick meines Lebens war.

Die Kirchenglocken begannen zu läuten. Ich schaute schnell nach meinem Kind, welches glückselig schlief und ging zur Tür und sah auf die Straße. Die Leute lächelten mich an und ich lächelte zurück. Der Sturm hatte sich gelegt, der Himmel war klar und voll funkelnder Sterne.

„Der Herr ist geboren“, sangen die Glocken in die kristallklare Nacht hinaus. Jemand begann, „Herbei, oh ihr Gläubigen!“ zu singen. Ich stimmte ein und sang mit all den Fremden um mich herum mit, während ich auf der Eingangstreppe stand.

„Ich bin gar nicht allein“, dachte ich. „Ich war überhaupt nie ganz allein.“

Und das ist natürlich die Weihnachtsbotschaft. Wir sind nie allein. Selbst in dunkelster Nacht, bei kältestem Wind und wenn die Welt am gleichgültigsten erscheint, der Herr vergisst uns nie.

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Lobpreis: Wir beten, süßer Jesus, dass wir den Glauben praktizieren können, den du uns geschenkt hast, und dass wir an deine Versprechen glauben können. Hilf uns, unseren Glauben zu leben und deine Kraft in Anspruch zu nehmen.

Lieber Jesus, durch deine Gnade möchten wir dir die Gaben präsentieren, die du dir gewünscht hast. Hilf uns die Verlorenen zu retten, die hungrigen Herzen zu füttern und deine Liebe und dein Licht mit denen zu teilen, die wir treffen. Hilf uns, deinem Wort treu zu bleiben. Hilf uns, deine Gebote einzuhalten und einander zu lieben, wie du uns geliebt hast. Wir bitten um deine Kraft und Stärke. Bitte hilf uns, unser Leben für andere zu geben, so wie du dein Leben für uns gegeben hast.

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Glauben finden

Eine Botschaft an dich von Jesus mit Liebe:

Glaube ist der Schlüssel zum Leben eines Christen. Er ist der Schlüssel zu Segnungen, zu Versorgung, zu Kraft, zu Inspiration und dafür, all das Gute zu erhalten, das ich meinen kostbaren Kindern zukommen lassen möchte.

Hab Glauben – Glaube an meine Liebe; Glaube an meine Verheißungen; Glaube zu gehorchen, trotz überwältigender Hürden und schier unmöglicher Situationen. Denn das ist der Beweis deiner Liebe – dein Glaube an mich, dein Glaube an meine Worte, und dein Glaube an meine Macht sie zu erfüllen. Deine Liebe zu mir ist in deinem Glauben manifestiert – dem goldenen Schlüssel des Glaubens.

Darum hüte diesen kostbaren Schatz, den ich dir gegeben habe, diesen goldenen Schlüssel des Glaubens. Hüte ihn durch konstante Pflege, erhalte ihn aufrecht durch ständiges absorbieren und aufnehmen meiner Worte, die Geist und Leben sind. Wenn du glaubst und akzeptierst, es in dich hinein trinkst und an meinen Worten teilhast, dann bleibt der goldene Schlüssel des Glaubens glänzend. Du wirst ihn gut dazu benutzen können, viele meiner mächtigen Tore zu meinen Segnungen zu öffnen für all das, was du in jedem Gebiet deines Lebens benötigst.

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Musik von hier:

http://nubeat.org/ABListCH.html

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