oder Christentum versus Islam
Wenn man im Dezember auf Weihnachtsmärkte geht oder den Fernseher andreht, bekommt man unwillkürlich das Gefühl, die Advents- und Weihnachtszeit ist eine einzige Märchenstunde. Nach all den schönen Märchen, wenn man dann Kindern die Geschichte der ersten Weihnacht erzählt, bekommen sie dann nicht den Eindruck, das sei genauso ein Märchen? Hast du als Erwachsener auch diesen Eindruck schon bekommen und wie siehst du heute Weihnachten? Möchtest es nicht gerade als ein Märchen degradieren, also stehst du mehr auf der schönen Bezeichnung „Das Fest der Liebe“? Doch eine Liebe ohne den Gott der Liebe, nur menschliche Liebe, die doch ach so oft versagt?
Gott ist verpönt unter Menschen, die sich intelligent und gebildet wähnen. Aber hast du persönlich nicht auch schon den Wunsch tief in dir verspürt, diesem „Märchen“ nachzugehen, herauszufinden, was wirklich dran ist? Wozu kam Jesus auf die Welt? Und wenn nicht alle an ihn glauben, für wen kam er? Und was war seine Botschaft? Diese Fragen habe ich versucht ein paar Muslimischen Freunden zu beantworten. Sieh, ob sie nicht auch ein paar deiner Fragen beantworten:
Hallo meine Lieben,
als ich euch vor Jahren zuerst getroffen habe, wart ihr interessiert, über das Christentum zu erfahren und zu lernen.
Heute habe ich dieses Bild einer Holztafel gefunden, auf der steht:
„Christus will keine Bewunderer, sondern Nachfolger!“ – Das Wort Christus ist griechisch und bedeutet, Messias – der Gesalbte.
Der Islam bewundert Jesus als einen Propheten, aber sie folgen ihm nicht nach. Jesus nachzufolgen bedeutet, seine Lehren zu lesen, in deinem Herzen zu speichern und sie in deinem Leben anzuwenden. Aber wenn Muslime wirklich die Lehren von Jesus kennen würden, würden die Meisten Jesus nicht mehr bewundern. Denn Jesus lehrte, in alltäglicher Sprache ausgedrückt:
Ich bin gekommen, um Sünder (die, die wissen, dass sie nicht wirklich gut sind) zur Umkehr zu Gott zu rufen, und nicht Gerechte – also solche, die sich sowieso für gut genug halten oder sich anstrengen, mit guten Taten sich selbst zu beweisen, dass sie ein guter Mensch sind.
Jesus war mit seinen Jüngern zu einem Mann in sein Haus gegangen, der in den Augen der „guten“, rechtschaffenen Menschen ein schlechter, niederträchtiger Mensch war. Und die Gelehrten der Heiligen Schriften (die Imame) fragten ihn: Wie könnt ihr nur mit diesem Abschaum essen und trinken?
Und Jesus antwortete: Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken!
32 Ich bin gekommen, um Sünder zur Umkehr zu Gott zu rufen, und nicht solche, die sich sowieso für gut genug halten. – Lukas 5
Diese Holztafel wurde von solch einem schlechten Menschen gemacht, der wegen seiner bösen Taten im Gefängnis saß. Er war also solch ein Mensch, von dem der Koran als ein „Ungläubiger“ spricht und wie sehr solch ein Mensch Allah missfällt und wie schlimm es ihm einmal gehen wird.
Aber dass es ein Krimineller war, der diese Tafel gemacht hat, bezeugt, dass dieser Mann eine Veränderung seines Herzens hatte, durch Christus, der jetzt sein Herr und Gott ist. Nicht Gier und Böses regiert jetzt mehr sein Herz, sondern die Liebe Christi!
Das ist der große Unterschied zwischen dem Christentum und dem Islam. Christen sehen, was Gott mit einem Herzen – ganz gleich wie böse und niederträchtig – tun kann, wie er es verändern kann, einen neuen Menschen aus ihm machen kann. Der Islam sieht nur einen nutzlosen, bösen Ungläubigen und sie haben nicht den Glauben, die Hoffnung und Liebe so wie Christen das haben, denn diese bekommen den Glauben, die Hoffnung und die Liebe von ihrem Gott der Liebe ist.
Gott tut es sehr weh, all das, was Menschen, die sich von ihm abwenden, tun, aber er liebt sie trotzdem, denn es sind Menschen, deren Seele er erschaffen hat, Seelen, die Gott als seine Kinder betrachtet, sie liebt und deshalb sollen wir genauso Liebe für andere haben (und nicht auf sie als Ungläubige oder sonst abwertend herab sehen).
Das Wichtigste aber ist, dass ihr einander beständig liebt, denn die Liebe deckt viele Sünden zu! – 1.Petrus 4,8
Bedeutet das, dass Gott schon allen vergeben hat? Absolut nicht!
Es bedeutet, dass Gott jeder einzelnen Seele, so wie auch dir, einen freien Willen gegeben hat, selbst zu entscheiden, ob du an ihn glauben und ihn lieben willst, oder nicht. Gott möchte keine erzwungenen Anbeter. Keine Anbeter, die keine Wahl haben, sondern in eine Religion hineingeboren wurden und deshalb es von ihnen erwartet wird, dass sie der Religion ihrer Väter, ihrer Kultur und Tradition treu bleiben (ansonsten droht…).
Der Apostel Johannes hielt das in seinem Evangelium so fest: Die ihn – Jesus – aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.
13 Das wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten (gemeint sind Juden), auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben gab ihnen allein Gott. – Johannes Kapitel 1
Wenn du dich also für Gott entscheidest und seine Bedingungen, dass Jesus der Weg zu ihm ist, annimmst, erhältst du von Gott ein neues Leben, mit neuem Denken und Handeln. Und seine Bedingung ist es nun mal, an seinen besonderen, einzigartigen Sohn Jesus zu glauben, zu glauben, dass Gott durch ihn die Vergebung aller Sünden der Menschen bezahlt hat.
Wenn wir unsere Sünden bekennen, dann erweist sich Gott als treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen. – 1.Johanes 4,9
Das ist der springende Punkt, dass wir unsere Sünden erkennen und bekennen, erst dann wird Gott vergeben können, er kann nichts vergeben, das du nicht bereust. Das steht schon so im Alten Testament in Psalm 32, also in den Schriften die von Abraham (Ibrahim) und all den Erzvätern, auch Patriarchen genannt, die Muslime Propheten nennen, erzählen.
Wie Liebe im Alltag aussehen kann, erzählt uns die nachfolgende wahre Begebenheit:
Von Liebe berührt am Weihnachtsabend
Joanna Adino
Solene war eine von ein paar Dutzend Patienten im Krankenhaus, die ich mit Freunden beim Adventssingen am Weihnachtsabend traf. Jeder Patient hatte ein Leiden und hoffte auf ein wenig Liebe und Trost. Doch Solene, bandagiert und eingegipst von Kopf bis Fuß, war anders. Als wir für sie sangen, fing sie zu weinen an. Bald schluchzte sie völlig hemmungslos.
„Jesus liebt dich und sorgt sich um dich“, versicherte ich ihr.
Dann erklärte Solene, dass sie und ihre Familie in einen Autounfall verwickelt waren. Ihr Vater, ihre Mutter und ihre Schwester, alle drei kamen dabei ums Leben. Sie hatte ihre Familie verloren. Solene lag drei Tage im Koma, doch überlebte sie, wie durch ein Wunder.
Ich betete gemeinsam mit ihr, und sie empfing Jesus als ihren persönlichen Erretter. Ich gab ihr auch zwei Weihnachtsposter, die ich mitgebracht hatte – eines davon hatte auf der Rückseite einen Text über den Himmel und das andere einen Text über Jesus und Seine große persönliche Liebe für jeden Einzelnen von uns. Ich betete noch für ihre Heilung und versprach, sie wieder zu besuchen.
„Joanna”, sagte sie, „ich bin gerührt, weil du hier bist und dich um mich, eine völlig Fremde, sorgst und weil du deinen Weihnachtsabend mit mir verbringst.“
Solene musste noch drei weitere Monate im Krankenhaus verbringen, und ich besuchte sie, so oft ich konnte. Jedes Mal brachte ich eine inspirierende Kassette von Aurora-Production mit, wie z.B. ‚Fürchte dich nicht’ oder ‚Wie man ein Sieger ist’ oder ich las ihr aus der Bibel vor, um sie zu ermutigen und ihren Glauben zu stärken. Als Solene aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war das Wunder, welches am Weihnachtsabend begann, vollendet; sie war glücklich, heil und erholte sich von ihrem seelischen Schock, denn sie hatte den Gott der Liebe gefunden, der alle Wunden heilen kann.
Die Wahre Weihnacht
Von Virginia Brandt Berg
Es gibt Menschen, die nicht verstehen können, wie es Gott möglich war, als Mensch auf die Erde zu kommen; aber es ist geschehen. Für mich ist das nichts Befremdliches. Tatsächlich ist es für mich sehr leicht zu verstehen, weil ich sehe, wie Jesus immer wieder in den Herzen der Menschen neu geboren wird. Er kommt und lebt in den Herzen und verändert Leben. Das ist für mich ein großes Wunder – dass er in deinem Herzen geboren werden kann und dort in unseren Herzen lebt und sich so mit uns identifiziert.
Gottes Wort sagt, dass Jesus „Wunderbar” genannt werden soll. „Denn uns wurde ein Kind geboren, uns wurde ein Sohn geschenkt. Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft. Er heißt: Wunderbar, Ratgeber, starker Gott, ewiger Vater, Friedensfürst. – Jesaja 9:5
Wunderbar sein Name, weil er wunderbar in seinem Leben war, überall wohin er ging tat er nur Gutes und heilte alle Unterdrückten. (Apostelgeschichte 10,38) Wunderbar in seinem Tod, da er für uns starb, damit wir ewiges Leben haben (Römer 6,23; 1.Petrus 2,24). Wunderbar in seiner Wiederauferstehung – weil er von den Toten auferstand, werden auch wir auferstehen (1.Korinther 15,20-21) Und wunderbar heute nach seinem Tod, da er lebt, um sich für uns einzusetzen (Hebräer 7,25).
Es reicht aber nicht aus, dass Christus, der König der Könige, in Bethlehem unter dem Stern, der sein Kommen verkündete, geboren wurde. In deinem Herzen muss er neu geboren werden, um seinen Thron zu besteigen. Willst du Ihn nicht hereinlassen?
Vielleicht kennst du das berühmte Bild von William Holman Hunt, in dem Jesus mit einer Laterne in der Hand vor einer verschlossenen Tür steht. Nachdem Hunt das Bild, das eines seiner berühmtesten Werke werden sollte, fertig gemalt hatte, kam jemand zu ihm und meinte, er hätte da einen Fehler entdeckt: An der Tür wäre keine Klinke. „Ich habe keinen Fehler gemacht“ antwortete Hunt. „Diese Tür muss von innen geöffnet werden. Die Klinke ist auf der Innenseite.“
Jesus, unser Erretter, kann durch keine Tür gehen, ehe sie nicht von innen geöffnet wurde. In Gottes Wort heißt es: „All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ – Johannes 1,12 Nimm ihn dieses Weihnachten auf! Er wird dein Leben verändern. Heiße ihn in deinem Herzen willkommen!
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Wenn du Gottes wundervollstes Geschenk, Jesus, noch nicht erhalten hast, kannst du es jetzt mit dem folgenden kleinen Gebet bekommen:
Danke, Jesus, dass Du in unsere Welt gekommen bist und wie wir gelebt hast, dass du alles durchlitten hast, was wir durchleiden, damit ich die Liebe meines himmlischen Vaters kennen lerne. Danke, dass Du für mich gestorben bist, damit ich mich mit Ihm versöhnen kann und ewiges Leben im Himmel erlange. Ich nehme Dich jetzt als meinen Erretter an. Vergib mir bitte alles Schlechte, das ich je getan habe und hilf mir, Dich kennen zu lernen und Dich innig und persönlich zu lieben, damit mein Leben mit Deiner Liebe gefüllt wird. Amen.
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Die Rolle
Akio Matsuoka
„Ich wusste, dass du kommen würdest!“, sagte eine gebrechliche alte Großmutter, als sie meine Hand ergriff und fest drückte.
Es war Weihnachtszeit, und meine Kinder und ich waren zu Besuch in Senioren- und Waisenheimen, so wie wir es immer in den letzten Jahren getan hatten. In den Waisenhäusern würden wir unser Bestes geben, um die Kinder mit Spielen und Darbietungen zu unterhalten, und wir würden die Geschenke verteilen, die liebe Menschen uns für diesen Zweck gesponsert hatten. Auch in den Seniorenheimen überreichten wir kleine Geschenke und veranstalteten Vorführungen. Doch reichte gewöhnlicherweise die Anwesenheit meiner Kinder aus, um den älteren Bewohnern Freude zu bereiten. „Was für entzückende Kinder!” war ein Ausruf, den ich oft hörte.
Im Laufe der Jahre, in denen ich diese Besuche machte, erlebte ich viele berührende Momente. Eine Szene werde ich jedoch nie vergessen. Eine bettlägerige Achtzigjährige verwechselte mich mit ihrem abwesenden Sohn, griff nach meiner Hand und rief wiederholt unter Tränen: „Ich wusste, dass du kommen würdest! Ich wusste, dass du kommen würdest!”
Während meine Kinder ihr Programm darboten, hielt ich ihre Hand und lächelte. Ich konnte es einfach nicht über mich bringen, ihr zu sagen, dass ich nicht derjenige war, den sie erwartet hatte. Eine Pflegerin, die aus der Nähe zuschaute, nickte zustimmend und deutete mir an, diese liebe, einsame alte Frau weiter zu trösten.
Für mich war sie eine Fremde, aber für sie war ich der Sohn, den sie von ganzem Herzen liebte und nach dem sie sich anscheinend sehr lange gesehnt hatte. Wir wissen nicht, warum er sie nicht besuchte. Aber was auch immer der Grund war, sie brauchte das Gefühl, geliebt und beachtet zu werden. Ich glaube, Gott hatte diese Begegnung eingefädelt, weil Er ihr durch mich zeigen wollte, dass Er sie liebte und nicht vergessen hatte.
Jeder Mensch sehnt sich nach einer Berührung der ewigen Liebe Gottes, sogar diejenigen, die Ihn nicht kennen oder nicht an Ihn glauben. Gott sieht dieses Bedürfnis und liebt jeden Einzelnen zutiefst, aber Er benötigt uns, damit wir Seine Hände, Füße und Stimme sind, um Seine Liebe und Fürsorge weiterzugeben. Dies ist die Rolle, die wir, die wir Gottes Liebe in Jesus fanden, berufen sind auszufüllen. Mögen wir alle in der diesjährigen Weihnachtszeit ein Instrument Seiner Liebe sein.
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Gott hat keine Hände, außer unseren, die heute Seine Arbeit erledigen.
Gott hat keine Füße, außer unseren, um andere auf Seinem Weg zu leiten;
Gott hat keine Stimme, außer unserer, um anderen zu sagen, wie Sein Sohn für uns starb;
Und Gott hat keine Hilfe, außer unserer, um andere an Seine Seite zu führen.
– Annie Johnson Flint
Die Essenz von Weihnachten – Liebe
Eine Botschaft von „oben“, von Jesus mit Liebe für dich:
Weihnachten macht am Meisten Freude, wenn sich nicht alles um Dekoration, Geschenke oder Feierlichkeiten dreht, sondern um Liebe. Liebe ist die Essenz von Weihnacht. Weihnachten ist ausgiebig Zeit mit deiner Familie und Freunden zu verbringen; Es geht darum, die Liebe die man teilt wert zu schätzen und hochleben zu lassen. Traurigerweise kann die Liebe inmitten von Weihnachtstrubel und -hektik verloren gehen. Manchmal wird sie von all den Dekorationen und Geschenken verdrängt, dem endlosen Einkaufen, Weihnachtsessen und den Partys.
Weihnachten ist eine Zeit für Feierlichkeiten, aber hat eine noch viel größere Bedeutung. Weihnachten ist der Tag, an dem mein Geburtstag gefeiert wird. Kannst du mir an diesem, meinem Geburtstag, ein bisschen Zeit widmen? Hast du eine Minute Zeit, damit ich dir sagen kann, wie sehr ich dich liebe? Meine Liebe für dich hat mich in deine Welt gebracht, um für dich zu leben und zu sterben. Liebe war und ist immer noch das Wesen meines Seins. Alles, was ich getan habe, geschah aus Liebe zu dir. Das habe ich für jeden getan, der jemals lebte oder leben wird, aber ich hätte es auch für dich alleine getan. Denn du bist mir so viel wert!
Möchtest du wissen, was ich am Allerliebsten von dir zu meinem Geburtstag hätte? Ich wünsche mir, dass du dir Zeit für die Liebe nimmst. Genieße die Weihnachtsdekoration, das fabelhafte Essen und das Geschenkeverteilen, aber lass dich durch das alles nicht vom Besten und Wichtigsten ablenken, von dem Einzigen, das bis in die Ewigkeit andauern wird und was das Wesen von Weihnachten ist – Liebe.
Raum für Liebe. Ihr habt meinen Namen von Christmas ausgekreuzt, habt daraus ein X-mas gemacht, ein Fest ohne Christus, ohne mich…
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Solitär – Von David Brandt Berg
Hast du jemals um die Welt geweint? Jesus weinte um Jerusalem. Der kürzeste Vers in der Bibel ist, „Jesus weinte.“ – Johannes 11,35 Der Herr hatte Mitleid, Trauer und Sorge um die Welt, „ein Mann der Schmerzen, mit Krankheit vertraut.“ – Jesaja 53,3
Wir müssen den Schrei hören, der aus dem Herzen der Welt dringt. Wir müssen ein Gespür für ihre Sorgen und Trauer zeigen, denn wie sollten wir für sie Mitleid empfinden? Wir können ihnen Liebe zeigen, aber wie, ohne ihre Einsamkeit, die Liebe, die ihnen fehlt und ihre Traurigkeit zu spüren?
Ich weiß nicht, wie wir die Welt lieben können oder wie wir die Liebe des Herrn spüren können, ohne Mitleid mit ihr zu haben. Einmal war Jesus müde und wollte nicht hinausgehen, doch Er sah die Menge, die Hilfe suchte, und in der Bibel steht, Er hatte Mitleid mit ihnen (Markus 6,34). Er wollte sich zurückziehen, doch Er hatte Mitleid mit der Menge; sie tat Ihm leid. Er musste sich um sie kümmern, musste ihnen helfen und darum ging Er zu ihnen.
Erinnerst du dich noch daran, als du einsam warst, ohne den Herrn, und alles schien dich zu bedrücken, scheinbar gab es keine Liebe, keine Hoffnung? Es sollte unser Herz zerreißen, uns zum Beten veranlassen und dazu, alles in unserer Macht stehende in die Wege zu leiten, sie für Jesus, den Herrn zu erreichen.
Ich glaube, es lag an den 15 Jahren, die ich alleine im Außendienst war, die dazu beitrugen, mein Herz für die arme einsame Welt zu brechen. Hier hatte ich die Möglichkeit unter ihnen zu sein und zu spüren, wie sie sich fühlten. Ich habe davor in einem Himmel auf Erden gelebt in einer christlichen Familie, in christlichem Dienst mit Gemeinden- und Kirchentreffen und allem Drum und Dran und wusste nicht, wie die Welt ist. Ich denke, der Herr ließ es geschehen, hat mich zu dieser Art Arbeit gebracht, um mich zu brechen, mein Herz für die Welt zu brechen, mich für sie Mitleid empfinden zu lassen, um sie zu trauern und sie zu lieben und mit ihnen zu fühlen.
Solche Traurigkeit, solche Einsamkeit, ohne Ausweg, ohne einen Weg nach oben, nur Wege, die führen nach unten führen. Die Menschen suchen immer nach neuer Liebe und wirklicher Liebe, und sehr oft finden sie sie nicht. Sie wissen, sie muss existieren, sie hungern nach ihr, tasten nach ihr, doch können sie sie nicht finden, da sie Jesus nicht finden.
Es ist traurig aber wahr. Die Griechen hatten für das, was ich durchging ein Wort: Katharsis. Sie behaupteten, Tragödie sei besser für dich als Komödie, denn sie schaffe eine Katharsis, eine Reinigung; sie läutere dich und mache dich rein. Gleich den tiefen Gefühlen und dem Weinen wäscht es deine Unreinheit, deine Albernheit und Dummheit weg und macht dich wahrhaftig. Die Tragödie hilft zu reinigen. Wie es in dem kleinen Gedicht zum Ausdruck kommt:
Einst schlenderte ich mit Narrheit;
Sie plapperte unentwegt,
Doch trotz so manchem lust’gen Wort,
Lernte ich doch nichts, auf meinem Weg!
Ich ging mit Kummer eine Strecke,
Sie war ganz still, kein Wort fiel auf dem Weg,
Doch unermesslich ist der Wert,
Von dem was Kummer mich gelehrt.
– Robert Browning
Darum bin ich der Meinung, viele der Filme, selbst die tragischen, sind besser für dich, säubern dich mehr, reinigen dich mehr und brechen dein Herz mehr für die Welt, als die albern, dümmlichen, übertrieben dich gut fühlen machenden, sogenannten Glücklichen – alles hat jedoch auch seine Zeit!
Es gibt so viele arme, einsame, alte Menschen auf der Welt! Die Welt ist so traurig. Die einsamen, alten Menschen, die Solitär spielen, sind so traurig. Sie sind der traurigste, einsamste Haufen auf der Welt – so alleine. So viel von ihnen haben ihren Lebenspartner verloren, und es ist zu spät im Leben für sie, jemanden anderes zu finden. Niemandem mit dem sie sprechen können, niemandem neben dem sie ihr Leben teilen können, niemandem mit dem sie ihre Nächte teilen können, einfach so alleine und vor allem alleine, ohne den Herrn.
Es sollte uns dazu anspornen, alles in unserer Macht stehende zu unternehmen, sie mit der Liebe Jesu zu erreichen. Zumindest können wir ihnen zum Schluss Errettung bringen an der Schwelle zum Tod und sie von ihrer Einsamkeit, ihrer Trauer und ihrem Solitär befreien.
Herr, hilf uns, diese armen einsamen Menschen zu erreichen, die so alleine Solitär spielen, so traurig. Sie wissen, sie haben andere verletzt, und sie haben manchmal ihre Lieben verloren, manchmal aus eigener Schuld oder eigener Nachlässigkeit. Hilf uns, ihnen die Liebe zu bringen, die ihre Einsamkeit erleichtert. Bitte gibt uns die Liebe, und schenke ihnen die Liebe, die ihnen fehlt, um sie durchzubringen, die, die Solitär spielen, traurig, mit gebrochenem Herzen, einsam, ohne Liebe, so leblos und allein. Hilf uns, sie mit deiner kostbaren Liebe zu erreichen, mit der guten Nachricht deines Glücks und deiner immerwährenden Liebe. Brich unsere Herzen, bring unseren Herzen Schmerz, schmilz uns, zerbrich uns, hilf uns, Mitleid zu spüren, uns danach zu sehnen, diesem armen alten Menschen zu helfen.
Gottes Wort sagt: „Ehre deinen Vater und deine Mutter.“ – 2. Mose 20,12. Manche von ihnen sind allein und einsam. Alle ihre Kinder sind außer Haus, sie sind allein und denken an ihre Kinder besonders um die Weihnachtszeit.
Er kann dein Herz einfach brechen und schmelzen, dann kümmert Er sich liebevoll darum, wärmt und formt es und macht es hell leuchtend und glücklich – nicht länger solitär. Danach kannst du dich aufmachen und Seine Liebe, Seinen Trost und das Zusammensein mit Ihm mit anderen teilen – damit sie nicht länger solitär sind.
Jesus, mein liebevoller Retter,
Er ist so wertvoll mir.
O, wie ehr und lieb ich Ihn.
Für der Gnade freie Gabe;
Als ich am Berge verloren,
wo es wüst und leer und kalt.
Suchte Er das Schaf, das irrte.
Brachte heim mich in den Stall.
Jesus, Jesus, mehr als alles teuer mir.
Jesus, Jesus, Dein nur will ich sein.
Wohin Du mich führst, ich geh.
Wohin auch führen mag der Weg
Und am Ende meiner Reise
Dein herrlich Angesicht ich preise.
– Nach „Jesus Is Dearer Than All“, von George Bennard, 1914
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