Ein seltsamer Traum

20.September 2015

 „In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und Töchter werden weissagen, eure jungen Männer werden Visionen haben und eure alten Männer prophetische Träume.“ – Apostelgeschichte 2,17

Vergangene Nacht hatte ich einen seltsamen Traum – seltsam, aber vielleicht ist er gar nicht so seltsam. Ich habe Probleme mit meiner Verdauung und musste gestern mit Schwindelanfällen kämpfen. Und dann noch all die Nachrichten über die Asylanten und Flüchtlinge. Mag sein, dass ich das in meinen Träumen verarbeitet habe, doch je mehr ich darüber nachdenke, umso überzeugter werde ich, dass es eine Botschaft von Gott ist:

Ich träumte ich war wieder im Krankenhaus (wie vor 2 Jahren) und ein Mann in einem weißen Kittel (wohl der Arzt) sagte mir, dass die Krankenpflege jetzt von den Taliban übernommen wird. Ich hab mich in meinem Bett entsetzt aufgerichtet und während der Mann den Raum verließ, mehrmals in Horror ausgerufen „Von den Taliban? Von den Taliban?“

Das hat mich aufgeweckt, aber noch im Halbschlaf fragte ich mich selbst, werde ich als Christ die Taliban lieben? – auf die Weise von „liebet eure Feinde“?

Wir sehen auf die „armen“ Flüchtlinge und es ist so eindeutig, dass wir ihnen helfen sollen, aber Gott in Seiner großen Liebe scheint etwas anderes auf dem Herzen zu haben, „wer liebt die Taliban, ISIS, Boko Haram etc.? Es gibt da diesen Spruch von hässlichen stinkenden Tierbabys, dass nur eine Mutter die lieben kann, aber ist es mit uns Menschen nicht genauso? So sehr wir diese „Abschlachter“ verachten und hassen, Gott ihr Schöpfer liebt sie, trotz all dem was sie tun. Er sieht tief in ihr Herz, wo sie bestimmt total davon überzeugt sind, dass sie das Richtige tun und nur dem einen höchsten Gott gefallen wollen. Er sieht ihr verblendetes Herz, dass sie nicht erkennen können, dass nicht bestimmte Religionen oder bestimmte Staaten der Feind sind, sondern der Hass, der Neid, die Gier, der Stolz, die Selbstgerechtigkeit, etc. im Herzen der Menschen, auch oder besonders in ihrem eigenen Herz.

Man hört immer wieder Berichte von ehemaligen, fanatischen Islamisten, denen Jesus im Traum erschienen ist und sie sich dadurch bekehrten. Jesus Herz muss sehr bluten über die Seelen dieser fehlgeleiteten Menschen (es gibt ja auch Frauen unter ihnen). Wie sehr muss es ihn schmerzen, wie verblendet sie sich Satan hingeben und meinen, sie dienen dem höchsten Gott. Und nur Gott kann sie auf diese Weise sehen und er bittet uns, seine Nachfolger, das gleiche zu tun – ist es nicht so?

Und wer weiß wie viele „Sauluse/Pauluse“ noch unter ihnen sind? Gott möchte ihr, für ihre Sache der Gerechtigkeit brennendes Herz, umkehren, und diesen „Fanatismus“ für seine eigene Sache nutzen. Wie viele von denen, die nur davonlaufen werden sich ganz für Jesus Sache bekehren und sich engagieren? Es sind doch meist die, die schon in ihrem Herzen brennen, die dann auch für Jesus und die richtige Sache brennen werden, wenn sie bekehrt werden können. Aber nur Liebe, Gottes große, vergebende Liebe kann sie gewinnen.

Sind wir bereit, solch eine große Liebe aufzubringen – überhaupt haben zu wollen?

„Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: `Liebe deinen Nächsten´ (3. Mose 19,18) und hasse deinen Feind.. Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Segnet die, die euch verfluchen, tut denen Gutes, die euch hassen Betet für die, die euch verfolgen! So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten. Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben, was ist daran Besonderes? Das tun sogar die bestechlichen Steuereintreiber. Wenn ihr nur zu euren Freunden freundlich seid, wodurch unterscheidet ihr euch dann von den anderen Menschen? Das tun sogar die, die Gott nicht kennen. Ihr sollt aber vollkommen sein, so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Matthäus 5,43-48

„Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder zur Umkehr von ihren Sünden zu rufen, und nicht, um meine Zeit mit denen zu verbringen, die sich schon für gut genug halten.“ Lukas 5,31-32

„Glückselig sind die Friedensstifter; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Matthäus 5,9  – Ist das nicht unser Auftrag als Christen den Taliban, IS etc. gegenüber? Ich habe keine Ahnung, wie wir etwas von hier von Deutschland aus tun können, aber wir können mit Gebet anfangen, was wohl das Wichtigste sowieso ist und dann sehen, was Gott tut oder wohin er jeden einzelnen führt und leitet.

Was ich noch nicht verstehen kann ist, warum ich der Kranke war und die Taliban zu meiner Pflege kamen? Es sei denn, dass meine Einstellung zu der IS und Taliban seither „krank“ war. Dass ich nur das Grausame und Satanische an ihnen gesehen habe und nicht vorrangig die vernebelte, verblendete, kranke Seele dieser Menschen, die nach einem wahren Hirten sucht? Was meinst du?

Zu „Friedenstifter“ habe ich hier eine weitere Bibelstudie:

„Glückselig sind die Friedensstifter; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“

Von Peter Amsterdam

Friedensstifter bringen Versöhnung zwischen jene die im Konflikt miteinander sind. Gott ist der Autor von Frieden und Versöhnung, da er Versöhnung zwischen Ihm selbst und der Menschheit möglich machte, durch das Opfer Seines Sohnes.

Denn Gott wollte in seiner ganzen Fülle in Christus wohnen. Durch ihn hat er alles mit sich selbst versöhnt. Durch sein Blut am Kreuz schloss er Frieden mit allem, was im Himmel und auf der Erde ist. – Kolosser 1,19-20

Wenn Christen Friedensstifter sind, sind sie „Gottes Kinder“, weil sie die eigenschaften, die Merkmale Gottes reflektieren.

Christen werden aufgerufen, Friedensstifter zu sein. Während wir friedlich mit allen leben sollten, (Tragt euren Teil dazu bei, mit anderen in Frieden zu leben, so weit es möglich ist! – Römer 12,18) ist es doch nicht das Gleiche wie ein Friedensstifter zu sein.  Frieden stiften ist ein aktives Einmischen, ein engagieren zwischen den Parteien, die im Konflikt miteinander sind, mit dem Zweck und Ziel, Versöhnung und Frieden zu schaffen.  Es ist nicht Partei von der einen Seite einzunehmen, um über der anderen zu stehen, sondern bereit sein, die Unterschiede zu erkennen und zu versuchen, Versöhnung zwischen ihnen zu bringen. Das mag ein Mann und eine Frau sein, die in ihrer Beziehung miteinander straucheln, oder Eltern und Kinder die sich gegenseitig nicht vertrauen, oder streitende Mitarbeiter. Ein Friedensstifter zu sein kann auch bedeuten, den ersten Schritt zu tun, um jegliche Konflikte zu überkommen, die du selbst mit anderen hast.

Als Gläubige sind wir auch in dem Prozess involviert, Frieden zwischen Gott und der Menschheit zu schaffen, dadurch dass wir Anstrengungen machen,  andere in Versöhnung mit ihrem Schöpfer zu bringen, indem wir die Botschaft des Evangeliums mit ihnen teilen.

In der Schrift ist der Ausdruck „Kinder oder die Söhne von“ als etwas benutzt, um eine Person mit einer Eigenschaft zu verbinden. Zum Beispiel in dem Gleichnis vom Saatgut und Unkraut (Matthäus 13:24-30,38) wird das Unkraut „Kinder/Söhne des Bösen“ bezeichnet, was bedeutet, dass sie die Eigenschaften Satans, des Teufels haben. Später in der Bergpredigt sagt Jesus seinen Jüngern:

Liebt eure Feinde! Segnet die, die euch verfluchen, tut denen Gutes, die euch hassen. Betet für die, die euch verfolgen! So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten. – Matthäus 5,44-45

Indem wir unsere Feinde lieben, reflektieren wir Christen eine Eigenschaft Gottes, der Liebe ist!

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