Taliban – ein seltsamer Traum

Mit den Schlagzeilen über weitere Bombenanschläge der Huthi in den Nachrichten ist mir ein Traum wieder eingefallen, den ich vor Jahren schon hatte. In 2013 war ich krank und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden, was keine angenehme Erfahrung damals war. 2 Jahre später dann hatte ich diesen seltsamen Traum, für den ich  einige Zeit brauchte, um eine Deutung zu finden.

20.September 2015

 „In den letzten Tagen, spricht Gott, werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und Töchter werden weissagen, eure jungen Männer werden Visionen haben und eure alten Männer prophetische Träume.“ – Apostelgeschichte 2,17

Vergangene Nacht hatte ich einen seltsamen Traum – seltsam, aber vielleicht ist er gar nicht so seltsam. Ich habe Probleme mit meiner Verdauung und musste gestern mit Schwindelanfällen kämpfen. Und dann noch all die Nachrichten über die Asylanten und Flüchtlinge. Mag sein, dass ich das in meinen Träumen verarbeitet habe, doch je mehr ich darüber nachdenke, umso überzeugter werde ich, dass es eine Botschaft von Gott ist:

Ich träumte ich war wieder im Krankenhaus (wie vor 2 Jahren) und ein Mann in einem weißen Kittel (wohl der Arzt) sagte mir, dass die Krankenpflege jetzt von den Taliban übernommen wird. Ich hab mich in meinem Bett entsetzt aufgerichtet und während der Mann den Raum verließ, mehrmals in Horror ausgerufen „Von den Taliban? Von den Taliban?“

Das hat mich aufgeweckt total verstört und ich konnte keine Erklärung für den Traum finden. Im noch vor mich hin dösen fragte ich mich dann aber selbst, werde ich als Christ die Taliban lieben? – auf die Weise von „liebet eure Feinde“?

Wir sehen auf die „armen“ Flüchtlinge und es ist so eindeutig, dass wir ihnen helfen sollen, aber Gott in Seiner großen Liebe scheint etwas anderes auf dem Herzen zu haben, „wer liebt die Taliban, IS, Huthi, Hamas, Boko Haram und wie sie alle heißen? Es gibt da diesen Spruch von hässlichen stinkenden Tierbabys, dass nur eine Mutter die lieben kann, aber ist es mit uns Menschen nicht genauso? So sehr wir diese „Abschlachter“ verachten und hassen, Gott ihr Schöpfer liebt sie, trotz all dem was sie tun. Er sieht tief in ihr Herz, wo sie bestimmt total davon überzeugt sind, dass sie das Richtige tun und nur dem einen höchsten Gott gefallen wollen. Er sieht ihr verblendetes Herz, dass sie nicht erkennen können, dass nicht bestimmte Religionen oder bestimmte Staaten der Feind sind, sondern der Hass, der Neid, die Gier, der Stolz, die Selbstgerechtigkeit, etc. im Herzen der Menschen, auch oder besonders in ihrem eigenen Herz.

Man hört immer wieder Berichte von ehemaligen, fanatischen Islamisten, denen Jesus im Traum erschienen ist und sie sich dadurch bekehrten. Jesus Herz muss sehr bluten über die Seelen dieser fehlgeleiteten Menschen – es gibt ja auch Frauen unter ihnen. Wie sehr muss es ihn schmerzen, wie verblendet sie sich Satan hingeben und meinen, sie dienen dem höchsten Gott. Und nur Gott kann sie auf diese Weise sehen und er bittet uns, seine Nachfolger, das gleiche zu tun – ist es nicht so?

Und wer weiß wie viele „Sauluse/Pauluse“ noch unter ihnen sind? Gott möchte ihr, für ihre Sache der Gerechtigkeit brennendes Herz, umkehren, und diesen „Fanatismus“ für seine eigene Sache nutzen. Wie viele von den Flüchtlingen, die nur davonlaufen, um sich selbst in Sicherheit zu bringen, wie viel von ihnen werden sich ganz für Jesus Sache bekehren und sich engagieren? Es sind doch meist die, die schon in ihrem Herzen brennen, die dann auch für Jesus und die richtige Sache brennen werden, wenn sie bekehrt werden können. Aber nur Liebe, Gottes große, vergebende Liebe kann sie gewinnen.

Sind wir bereit, solch eine große Liebe aufzubringen – überhaupt haben zu wollen?

„Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: `Liebe deinen Nächsten´ (3. Mose 19,18) und hasse deinen Feind.. Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Segnet die, die euch verfluchen, tut denen Gutes, die euch hassen Betet für die, die euch verfolgen! So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten. Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben, was ist daran Besonderes? Das tun sogar die bestechlichen Steuereintreiber. Wenn ihr nur zu euren Freunden freundlich seid, wodurch unterscheidet ihr euch dann von den anderen Menschen? Das tun sogar die, die Gott nicht kennen. Ihr sollt aber vollkommen sein, so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Matthäus 5,43-48

„Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um Sünder zur Umkehr von ihren Sünden zu rufen, und nicht, um meine Zeit mit denen zu verbringen, die sich schon für gut genug halten.“ Lukas 5,31-32

„Glückselig sind die Friedensstifter; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ Matthäus 5,9  – Ist das nicht unser Auftrag als Christen den Taliban, IS etc. gegenüber? Ich habe keine Ahnung, wie wir etwas von hier von Deutschland aus tun können, aber wir können mit Gebet anfangen, was wohl das Wichtigste sowieso ist und dann sehen, was Gott tut oder wohin er jeden einzelnen führt und leitet.

Was ich noch nicht verstehen kann ist, warum ich der Kranke war und die Taliban zu meiner Pflege kamen? Es sei denn, dass meine Einstellung zu der IS, Hamas, Taliban, Huthis etc. seither „krank“ war. Dass ich nur das Grausame und Satanische an ihnen gesehen habe und nicht vorrangig die vernebelte, verblendete, kranke Seele dieser Menschen, die nach einem wahren Hirten sucht? Was meinst du?

The following article you find in English here:

Wie soll ein Christ reagieren?

Wie sollte ein Christ auf Unrecht und Böses reagieren? So wie Christus in ähnlichen Situationen reagiert hat! Jesus entschied sich, Böses mit Gutem zu überwinden, und das können wir auch, wie uns die Bibel lehrt: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute.“ – Römer 12,21  

In Seiner berühmten Bergpredigt sagte Jesus: „Ihr habt gehört, dass es im Gesetz von Mose heißt: Liebe deinen Nächsten und hasse deinen Feind. Ich aber sage: Liebt eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen! So handelt ihr wie wahre Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen und sendet Regen für die Gerechten wie für die Ungerechten. Wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben, was ist daran Besonderes? Das tun sogar die bestechlichen Steuereintreiber.“ – Matthäus 5,43–46

Später in derselben Predigt erklärte Jesus auch, dass wir nur so viel Vergebung und Barmherzigkeit erhalten, wie wir anderen erweisen: „Wenn ihr denen vergebt, die euch Böses angetan haben, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben.“ – Matthäus 6,14–15

Als einige der ersten Christen Unrecht erlitten, riet der Apostel Petrus ihnen, Jesu eigenem Beispiel zu folgen. „Natürlich verdient ihr keine besondere Anerkennung, wenn ihr Schläge geduldig hinnehmt, die ihr bekommt, weil ihr Unrecht getan habt. Aber wenn ihr für das Gute, das ihr getan habt, leidet und Schläge geduldig ertragt, ist das ein Zeichen für die Gnade Gottes. Dieses Leiden gehört zu dem Leben, zu dem Gott euch berufen hat. Christus, der für euch litt, ist euer Vorbild, dem ihr nacheifert. Er hat nie gesündigt und nie jemanden mit seinen Worten getäuscht. Er hat sich nicht gewehrt, wenn er beschimpft wurde. Als er litt, drohte er nicht mit Vergeltung. Er überließ seine Sache Gott, der gerecht richtet.“ – 1. Petrus 2,20–23

Diejenigen, die verbittert sind, rachsüchtigen Impulsen nachgeben und alles selbst in die Hand nehmen, anstatt darauf zu vertrauen, dass Gott das Unrecht wiedergutmacht, richten in der Regel ein noch größeres Chaos an. Anstelle der erhofften Genugtuung werden sie selbst reumütig und bedürfen dringend der Vergebung.

Diejenigen aber, die alles in Gottes Hände legen und darauf vertrauen, dass Er das zu Seiner Zeit in Ordnung bringt, finden „Gottes Frieden, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann.“ – Philipper 4,7

Find this next article here

Sich dem Drachen stellen

Der Hobbit, eine Fantasy Romanserie von J. R. R. Tolkien, erzählt die Geschichte von Bilbo Baggins, einem die Gemütlichkeit liebender Hobbit, der ungewollt von einem Zauberer und einer Gruppe Zwerge in die Suche nach einem Drachenschatz verwickelt wird. Dabei muss er viele Hindernisse überwinden, von Kobolden über feindselige Elfen bis hin zu riesigen Spinnen.

Am Ende erreichen die Abenteurer ihr Ziel: Die Berghöhle des Drachen Smaug. Bilbo betritt die Höhle durch eine geheime Tür im Berghang, um sich ganz alleine dem Drachen zu stellen. Die Zwerge warten unterdessen draußen auf ihn. Auf dem Weg durch den dunklen Tunnel hört er ein Geräusch, als würde Wasser in einem Teekessel auf dem Herd kochen. Das Geräusch wird lauter und geht in etwas über, was dem Schnurren einer riesigen Katze gleicht. Plötzlich wird Bilbo klar, er hört das Echo des tief in der Höhle schnarchenden Drachens.

Bilbo, nun wie gelähmt, möchte nichts lieber tun, als umzukehren. Und beinahe tut er es wirklich. Doch dann ringt er sich dazu durch, weiterzugehen. Tolkien schreibt: „Weiterzugehen war das Mutigste, was er jemals in seinem Leben getan hatte. Die unglaublichen Dinge, die sich anschließend noch ereigneten, waren nichts im Vergleich dazu. Den wahren Kampf focht er ganz allein in dem Tunnel aus, bevor er die große Gefahr überhaupt gesehen hatte, die auf ihn wartete.“

Wir alle erleben Herausforderungen, vor denen wir am liebsten weglaufen möchten, bevor wir überhaupt gesehen haben, was uns erwartet. Mit Drachen (oder anderen furchteinflößenden Hindernissen) zu kämpfen erfordert sehr viel Mut, oftmals verläuft der Kampf auch auf eine Art und Weise, die wir nicht erwartet haben. Bilbos Prüfung kam im Tunnel. Er musste sich seiner Angst und seinen Selbstzweifeln stellen, bevor er dem Drachen gegenübertreten konnte.

Diese „Drachen“ in unserem Leben finden andere meistens gar nicht so schlimm. Nur wir empfinden sie als gigantisch. Folglich müssen wir den Schlüssel zum Sieg oft in uns selbst finden. C. S. Lewis schrieb: „Mut ist nicht einfach nur eine der Tugenden, sondern die Gestalt, die jede Tugend in Zeiten der Prüfung annimmt.“ Hin und wieder müssen wir uns selbst nur dazu zwingen, das Richtige zu tun.

Wenn du ähnlich denkst wie ich, dann scheint es dir vermutlich unmöglich, diese Art von Mut aufzubringen. Egal wie stark wir sind oder zu sein versuchen, oftmals fehlt uns das Durchhaltevermögen, um eine Krise zu überwinden. Wo können wir also den Mut finden, um uns den Herausforderungen des Lebens zu stellen?

Josua 1:9 sagt: „Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“ Wir können Mut haben, weil Gott mit uns ist. Er schickt uns nicht los, damit wir uns unseren Drachen allein stellen. Er ist immer bei uns und gibt uns Rückendeckung. Er ist nicht nur bereit, uns Stärke und Mut zu geben, sondern verspricht uns auch, uns dort zu treffen und uns hindurch zu helfen.

Wenn du Gott um Mut gebeten hast, hast du dich dafür entschieden, diesen auch zu zeigen, selbst wenn dir nicht danach zu Mute ist. Der Mut wird da sein, wenn du den ersten Schritt machst. Wenn du im Moment nur wenig Mut vorweist, dann ist das in Ordnung. Oftmals bedeutet mutig zu sein einfach, einen Schritt nach dem anderen zu machen, kleine, manchmal winzige Schritte zu machen. Jedes Mal, wenn du eine mutige Entscheidung triffst, stärkst du deinen Mut und stellst dich auf größere Herausforderungen ein, die vor dir liegen. Mut beginnt mit einer bewussten Entscheidung und wächst, je öfter du ihn beweist.

Bilbo eignete sich im Laufe seiner Reise nach und nach Mut an. Er bekämpfte und besiegte furchteinflößende Feinde. Er nahm schwierige Probleme in Angriff und fand Lösungen. Jedes Mal, wenn er sich einer Herausforderung mutig stellte, investierte er in seine Courage. Diese Investitionen machten sich bezahlt, als die Zeit reif war, um sich dem Drachen zu stellen.

Ein Motto der Wachen des Königs im alten Griechenland lautete: „Alle Männer kennen Furcht, doch die Mutigen legen ihre Furcht ab und gehen vorwärts, manchmal in den Tod, aber immer zum Sieg!“ Sei also mutig und stelle dich deinen Drachen.

* * *

Mut ist die gemeinsame Währung all jener, die sich dafür entscheiden, das Richtige zu tun. – Florence Nightingale (1820-1910), englische Sozialreformerin und Begründerin der modernen Krankenpflege

Die größte Gefahr für uns alle … ist nicht die, im Leben zu scheitern oder der Boshaftigkeit anheimgefallen, unglücklich zu sein, oder unser Leben als sinnlos zu empfinden – diese Dinge sind es nicht. Die Gefahr besteht darin, den höchsten Sinn des Lebens nicht zu erkennen, das höchste Gut und das tiefste und bleibende Glück zu verpassen, den wichtigsten Dienst nicht verrichten zu können, den Abglanz des Lebens und das Licht der Präsenz Gottes nicht bewusst wahrzunehmen – und das zu akzeptieren – das ist die Gefahr: Eines Tages mögen wir aufwachen und feststellen, wir waren immer mit den Widrigkeiten des Lebens beschäftigt und haben in Wirklichkeit das Leben selbst verpasst. – Philips Brooks (1835-1893), amerikanischer Geistlicher und Autor.

– –

Davon wie schwer es ist, unsere Feinde zu lieben habe ich hier geschrieben:

Wachsen in Liebe –

– – –

Hinterlasse einen Kommentar