Weihnachtsliebe

Eine Zusammenstellung verschiedener Artikel

Warten … Warten auf das Christkind

Elizabeth English

Herman und ich schlossen endlich unseren Laden ab und schleppten uns nach Hause zur South Caldwell Street. Es war 23:00 Uhr, Heiligabend 1949. Wir waren hundemüde.

Wir besaßen einen dieser großen alten Haushaltswarenläden, die alles verkauften, von Kühlschränken und Toastern über Plattenspieler bis hin zu Fahrrädern, Puppenhäusern und Spielwaren. Wir hatten fast alle unsere Spielzeuge verkauft, dazu alle reservierten Stücke, außer einem Paket, das nicht abgeholt worden war.

Normalerweise hielten Herman und ich den Laden offen, bis alles abgeholt war. Wir wussten, dass wir am Weihnachtsmorgen nicht sehr glücklich aufwachen würden, weil wir wussten, dass das Geschenk eines kleinen Kindes wieder im Regal lag. Aber die Person, die einen Dollar für dieses Paket deponiert hatte, erschien nie.

Früh am Weihnachtsmorgen standen unser 12-jähriger Sohn, Tom, und Herman und ich am Baum und öffneten unsere Geschenke. Doch ich sage dir, es war etwas sehr Monotones an diesem Weihnachten. Tom begann erwachsen zu werden; er hatte kein Spielzeug gewollt – nur Kleidung und Spiele. Ich vermisste seine kindliche Begeisterung der vergangenen Jahre.

Gleich nach dem Frühstück ging Tom zu seinem Freund nebenan. Und Herman verschwand im Schlafzimmer nuschelnd: „Ich gehe wieder schlafen. Es gibt sowieso nichts mehr, wofür man aufbleiben könnte.“

Da war ich also, allein, wusch ab und fühlte mich sehr enttäuscht. Es war fast 9:00 Uhr, und Graupeln mit Schnee vermischt, peitschten durch die Luft draußen. Der Wind rüttelte an den Fenstern, und ich war dankbar für die Wärme der Wohnung. Bin ich froh, nicht an einem Tag wie heute rausgehen zu müssen, dachte ich bei mir und hob die Geschenkpapiere und Bänder auf, die im Wohnzimmer herumlagen.

Und dann begann es. Etwas, das ich noch nie zuvor erlebt hatte. Ein seltsamer, hartnäckiger Drang. „Geh in den Laden“, schien er zu sagen.

Ich schaute auf den eisigen Bürgersteig draußen. Das ist verrückt, sagte ich mir. Ich versuchte, den Gedanken abzuschütteln, aber er ließ mich nicht in Ruhe. Geh in den Laden!

Nun, ich wollte nicht gehen. Ich war noch nie am Weihnachtstag in all den 10 Jahren, die wir ihn besaßen, in den Laden gegangen. An diesem Tag macht niemand seinen Laden auf. Es gab keinen Grund zu gehen, ich hatte keine Lust und ich wollte es auch nicht.

Eine Stunde lang kämpfte ich gegen dieses seltsame Gefühl. Schließlich hielt ich es nicht mehr aus und zog mich an.

„Herman“, sagte ich und fühlte mich albern, „Ich glaube, ich gehe mal in den Laden!“

Herman schreckte auf. „Weshalb denn? Was willst du denn dort?“

„Ahm, ich weiß noch nicht recht“, antwortete ich lahm. „Hier gibt es nicht viel zu tun. Ich denke, ich geh einfach nur mal hin.“

Er argumentierte ein wenig dagegen, aber ich sagte ihm, dass ich bald wiederkommen würde. „Dann geh halt“, meckerte er, „aber ich sehe keinen Grund dafür.“

Ich zog meinen grauen Wollmantel an und einen grauen Schal über meinen Kopf, dann meine Gummistiefel und meinen roten Schal und Handschuhe. Einmal draußen schien keines dieser Kleidungsstücke zu helfen. Der Wind schlug mir direkt entgegen und der Schneeregen stach meine Wangen. Ich tastete mich die Meile hinunter zur 117 East Park Avenue, rutschte und glitt den ganzen Weg entlang.

Ich zitterte und steckte meine Hände in die Taschen meines Mantels, um sie vor dem Frost zu schützen. Ich fühlte mich lächerlich. Ich sollte nicht in dieser bitteren Kälte draußen sein!

Da war der Laden gleich da vorne. Das Schild kündigte den Verkauf und Service von Radio-Elektronik an, und die großen Schaufenster ragten auf den Bürgersteig heraus. Aber … was in aller Welt? Vor dem Laden standen zwei kleine Jungen, die sich zusammenkuschelten, einer um 9 und der andere um 6 Jahre alt.

„Da kommt sie!“ schrie der Ältere. Er hatte seinen Arm um den Jüngeren gelegt. „Siehst du, ich habe dir gesagt, dass sie kommen wird!“, sagte er jubelnd.

Die beiden kleinen Kinder waren halb erfroren. Das Gesicht des Jüngeren war nass vor Tränen, aber als er mich sah, öffneten sich seine Augen weit und sein Schluchzen hörte auf.

„Was macht ihr zwei Kinder hier draußen in diesem eisigen Regen?“, schimpfte ich, brachte sie in den Laden und drehte die Heizung auf. „Ihr solltet an einem Tag wie diesem zu Hause sein!“ Sie waren ärmlich gekleidet. Sie hatten keine Mützen oder Handschuhe, und ihre Schuhe waren abgelaufen. Ich rieb ihre kleinen, eisigen Hände und holte sie ganz nah an die Heizung heran.

„Wir haben auf Sie gewartet“, antwortete der Ältere. Sie standen seit 9:00 Uhr draußen, die Zeit, zu der ich normalerweise den Laden öffne.

„Warum habt ihr auf mich gewartet?“ fragte ich erstaunt.

„Mein kleiner Bruder Jimmy hat überhaupt nichts zu Weihnachten bekommen.“ Er berührte Jimmys Schulter. „Wir wollen ein paar Schlittschuhe kaufen. Das ist es, was er sich wünscht. Wir haben diese 3 Dollar. Sehen Sie, Miss Lady“, sagte er und zog das Geld aus seiner Tasche.

Ich schaute auf die Dollar in seiner Hand. Ich sah ihre erwartungsvollen Gesichter an. Und dann schaute ich mich im Laden um. „Es tut mir leid“, sagte ich, „aber wir haben fast alles verkauft. Wir haben keine Schlittschuhe!“. Dann fiel mein Blick auf das Ablage-Regal mit dem einzelnen Paket. Ich versuchte, mich daran zu erinnern, was da drin war …

„Moment mal“, sagte ich zu den Jungs. Ich ging hinüber, nahm das Paket, packte es aus, und, Wunder über Wunder, da war ein Paar Schlittschuhe drin!

Jimmy griff nach ihnen. Herr, sagte ich im Stillen, lass sie seine Größe sein.

Und Wunder über Wunder, sie waren seine Größe.

Als der ältere Junge fertig war, die Schnürsenkel an Jimmys rechtem Fuß festzubinden und sah, dass der Schlittschuh perfekt passte – stand er auf und präsentierte mir die Dollar.

„Nein, ich möchte dein Geld nicht haben“, sagte ich zu ihm. Ich konnte sein Geld nicht nehmen. „Ich will, dass ihr diese Schlittschuhe behaltet, und ich will, dass ihr euer Geld benutzt, um ein paar Handschuhe für eure Hände zu besorgen.“

Die beiden Jungs blinzelten zuerst nur. Dann bekamen sie große Kulleraugen, und ihr Grinsen wurde immer breiter, als sie verstanden, dass ich ihnen die Schlittschuhe schenkte und ich ihre $3 nicht wollte.

Was ich in Jimmys Augen sah, war wie ein Segen. Es war reine Freude, und es war schön. Meine Niedergeschlagenheit war schlagartig dahin.

Nachdem sich die Kinder aufgewärmt hatten, drehte ich die Heizung herunter und wir gingen zusammen hinaus. Als ich die Tür abschloss, wandte ich mich an den älteren Bruder und sagte: „Welch ein Glück, dass ich zufällig kam. Wenn ihr noch länger dagestanden hättet, wärt ihr erfroren. Aber woher wusstet ihr, dass ich kommen würde?“

Ich war nicht auf seine Antwort vorbereitet. Sein Blick war ruhig, und er antwortete mir leise. „Ich wusste, dass Sie kommen würden“, sagte er. „Ich habe Jesus gebeten, Sie zu schicken!“

Das Kribbeln in meinem Rücken kam nicht von der Kälte. Gott hatte das alles geplant.

Wir winkten uns zum Abschied zu und ich kehrte nach Hause zu einem fröhlicheren Weihnachten zurück, als ich es verlassen hatte. Tom brachte seinen Freund zu uns nach Hause. Herman stieg aus dem Bett, und sein Vater, „Papa English“, und seine Schwester, Ella, kamen vorbei. Wir hatten ein herrliches Festessen und einen wunderschönen Abend.

Aber das, was dieses Weihnachten wirklich wunderbar machte, war das, was jedes Weihnachten wunderbar macht: Jesus, das Christkind war da.

https://bolstablog.wordpress.com/2010/12/25/boys-skates. Diese Geschichte wurde ursprünglich irgendwann in den 1950er Jahren im Guideposts Magazine abgedruckt und 1989 im Buch New Guideposts Christmas Treasuryund 2000 im Buch Christmas in My Heart,Band 9 abgedruckt. … Ich habe mich entschieden zu glauben, dass es tatsächlich passiert ist. Schließlich ist die Weihnachtszeit eine magische Zeit, und der Glaube an solche Geschichten macht sie umso magischer! – Phil Bolsta

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„Weihnachten … ist Liebe in die Tat umgesetzt. Wenn du jemanden liebst, gibst du ihm, was Gott uns gibt. Das größte Geschenk, das Er je gegeben hat, war die Person Seines Sohnes, die von Ihm in menschlicher Gestalt zu uns gesandt wurde, damit wir wissen, wie Gott der Vater wirklich ist. Jedes Mal, wenn wir lieben, jedes Mal, wenn wir geben, ist Weihnachten.“ – Dale Evans Rogers

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Weihnachtswunder

Alda McDonald Strebel

Ich höre noch immer die leise Stimme meiner Mutter, mit der sie dieses Heiligabend-Wunder erzählte. Die Erfahrung war Mama heilig; sie erzählte es nur zu besonderen Anlässen, wie an dem Abend, als mein Schatz um meine Hand anhielt.

Die Geschichte begann an einem klaren Herbsttag im Oktober 1928. Die riesige Scheune hinter unserem Haus in Heber City im nördlichen Utah war bis unters Dach mit frischem Heu beladen und der Speicher war erfüllt vom glücklichen Lachen und Geschrei der herumtobenden Kinder. Unter ihnen war ich, die ich nichts von der Tragödie, die hereinbrechen sollte, ahnte. Ich suchte mir einen einladenden Heuhaufen und machte mich bereit zu rutschen. Plötzlich fiel ich kopfüber durch eine Schütte, schoss einem Zement-Boden entgegen und landete in einer Futterkrippe auf dem Boden der Scheune.

Ich erinnere mich noch an das erschreckende Gefühl, das Bewusstsein zurückzugewinnen, und die schockierende Frustration, nicht imstande zu sein zu weinen. Meine Brüder liefen und holten Papa. Wie beruhigend und sicher sich seine robusten, starken Arme anfühlten, als er mich aus der Heu-Krippe hob und ins Haus trug. Behutsam setzte er mich auf meinem Bett ab.

Einige Tage später hatten meine Kopfschmerzen immer noch nicht nachgelassen. Der Zustand wurde sogar noch komplizierter, als ich mir eine schwere Erkältung zuzog; bis heute erinnere ich mich noch an den Albtraum des begleitenden hohen Fiebers. Später an einem Nachmittag, als der Arzt seine Routine-Besuche machte, schüttelte er den Kopf, als er das Thermometer ablas. Da wusste Mama, dass es Zeit war zu handeln. Sie schickte nach Papa, und wir machten uns fertig für Provo, ein Ort, vierzig Meilen entfernt, wo ich ins Krankenhaus eingeliefert werden konnte. Nachbarn und Verwandte versammelten sich, um ihre Unterstützung anzubieten und uns zu versichern, dass meine vier kleinen Brüder gut versorgt würden.

Die Reise durch die verwinkelten Straßen im Provo Canyon war lang und hart, da Papa sein Ford Modell T durch viele Schafherden auf der Fahrbahn steuern musste. Spät nachts kamen wir im Krankenhaus an.

Der Schmerz war stechend hinter meinem linken Ohr, und nach zwei Tagen hohen Fiebers operierten die Ärzte und entdeckten eine tief sitzende Mastoid-Infektion. Zu dieser Zeit hatte sie meine Blutbahn erreicht. In der nächsten Woche mussten die Chirurgen meinen linken Arm und in der darauffolgenden Woche mein rechtes Bein öffnen. Sieben lange Wochen musste ich die zermürbende Qual der vielen Operationen aushalten.

Drei Tage vor Weihnachten riefen die Ärzte meinen Vater im Büro an und sagten, ihm wenig Hoffnung für meine Genesung machen zu können. Da sie von meiner intensiven Sehnsucht nach meinen Brüdern und nach Zuhause wussten, beschlossen meine Eltern, mich zu Weihnachten nach Hause zu bringen. Sie fanden einen Kleintransporter, um mich zum Zug zu bringen (es gab nur wenige dieser Wagen in der gesamten Stadt) und hoben mich auf ein Kinderbett. Auf dem Flur noch im Krankenhaus gab mir das Personal eine schöne Puppe, mit einem rosa, handgestrickten Pullover und einer Mütze bekleidet. Ich drückte die Puppe eng an meinen Körper unter der Decke, und als wir in die erfrischende Nachtluft herauskamen, war ich sozusagen hysterisch glücklich. Ich dachte, ich würde die ganze Tortur in diesem Krankenhaus hinter mir liegen lassen.

Langsam gelangte der Transporter zum Bahnhof. Wir stiegen an Bord, der Zugführer schaufelte eine riesige Schippe Kohle in den Feuerkessel in der Kombüse und der Zug begann seine drei Stunden lange Heimreise. Das Schlafmittel, das der Arzt mir verabreicht hatte, bevor wir das Krankenhaus verließen, begann zu wirken, und ich schlief den größten Teil des Weges. Als der Zug anhielt, blickte Papa aus der Waggontür, drehte sich zu mir um und lachte.

„Du wirst es nicht glauben wie groß die Menge da draußen ist, um uns willkommen zu heißen“, sagte er. „Meine Güte, du würdest glauben, eine Berühmtheit stiege aus dem Zug.“ Er lachte wieder, als er eine warme Mütze über meinen Kopf zog. Mama deckte mich bis unters Kinn zu und man hob mein Bett auf Onkel Dodes Rodelschlitten. Schlittenglöckchen klingelten, als die Pferde auf der Zentrumsstraße über das glatte, vereiste Pflaster paradierten.

Als wir die Kirchenecke erreichten, hielt der Schlitten mit einem fröhlichen „Brr“ an. In der Mitte der Hauptstraße stand ein großer Weihnachtsbaum, geschmückt mit elektrischen Baumlichtern, die ersten, die ich je gesehen hatte. Wie bunt und funkelnd sie waren! Die Kinder meiner ersten Klasse standen unter dem Baum und begrüßten mich mit den feierlichen Strophen von „Stille Nacht, Heilige Nacht.“ Mit dem ganzen Glauben und der Sanftmut eines Kindes fühlte ich die Liebe unseres Erlösers in den Herzen vieler freundlicher Menschen. Mamas Tränen vermischten sich mit den weichen Schneeflocken, die auf mein Gesicht fielen.

Kurze Zeit später, vor unserer eigenen Haustür, lachte und weinte Mama, als sie ihre vier kleinen Söhne umarmte. Sieben Wochen ohne Mutter waren ihnen wie eine Ewigkeit erschienen. Dann, mit gedämpfter Aufregung, führten sie uns in mein Schlafzimmer, das sie mit roten und grünen Papierketten geschmückt hatten. Eine große, tief rote Papierglocke hing von dem Lampenkegel. „O seht mal! Die Weihnachts-Elfen sind hier gewesen!“, rief Mama und nahm die Jungs wieder in die Arme.

Aber als die Anstrengung der Reise ihren Tribut zollte, erkannte ich, dass die Schmerzen und Leiden nicht geendet hatten. Am Heiligabend war meine Situation kritisch, und die Ärzte sagten meinen Eltern, meine Chancen, die Nacht zu überleben wären gering. Die Ältesten beteten für mich, und zum ersten Mal hatten meine Eltern den Mut zu sagen, „Dein Wille geschehe.“

Nach dem Segen legte sich ein besonderer Frieden über den Haushalt. Papa und Mama gingen ins Wohnzimmer mit den vier Jungs und halfen ihnen, ihre Weihnachtssocken aufzuhängen. Dann steckten sie jeden Einzelnen ins Bett und versicherten ihnen, Santa sei unterwegs.

Zu wissen, dass sie wohl für das, was vor ihr lag, Stärke brauchte, wurde Mama überredet, sich in ihr Schlafzimmer im oberen Stockwerk zur Ruhe zu legen. Ich liebte es, zu hören, wenn sie davon erzählte, wie sie in der Stille der Nacht dalag und von dem Frieden, der über sie kam, als sie in einen tiefen Schlaf fiel. Sie erwachte abrupt, gerade als die Morgendämmerung des Heiligabends anbrach. Sie ging zu meiner Schlafzimmertür, mit einem stillen Gebet auf ihren Lippen. Papa kam gerade heraus, sein müdes Gesicht gezeichnet von einem erleichterten Lächeln. Ein Wunder war geschehen. Mir war die Kraft gegeben worden, die Nacht zu überleben, und Mama konnte sogar ein leichtes Glitzern in meinen müden Augen sehen.

„Ist Santa schon da gewesen?“, fragte ich.

„Du kannst darauf wetten“, rief sie und die Tränen flossen ihr aus den Augen. „Es sieht aus, als wäre Santa in unserem Wohnzimmer gestolpert, und hätte dabei alle Spielsachen aus seinem Sack verloren.“

„Aber das wertvollste Geschenk“, würde Mama sagen, wenn sie die Geschichte wieder erzählt, „war des Retters Geschenk an uns, das den Heiligabend heilig machte.“

Obwohl die Krankheit mich mit einer körperlichen Behinderung zurückließ, – ein Bein war viel kleiner als das andere – hatte ich das Privileg, ein aktives Leben führen zu können. Bevor mein Mann, Dr. George L. Strebe 1977 starb, arbeiteten er und ich in Europa, wo er Koordinator der englischsprachigen Seminare und Institutionen war. Ich habe jetzt vier glücklich verheiratete Kinder und fünfzehn prächtige Enkelkinder.

Vor vier Jahren bekam ich eine neue Hüfte – fast 9 cm wurden meinem Bein hinzugefügt. Ich gehe jetzt ohne Krücken und mit nur einem leichten Hinken. Meinem Bein geht es mit der Zeit immer besser – eine moderne Fortsetzung des Wunders, das an Heiligabend begann.

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Ein kleiner schneebedeckter Baum

Ein Tag vor Weihnachten, wurde unser drittes Kind und erster Sohn, Bay, geboren. Als ich mich an diesem Abend von meiner erschöpften, aber glücklichen Frau verabschiedete und das Krankenhaus verließ, übertönte die Wärme und Freude, die die Geburt meines Sohnes begleitete, die eisige Kälte dieser klaren Dezembernacht.

Im darauffolgenden Dezember feierten wir den ersten Geburtstag unseres dunkeläugigen, dunkelhaarigen Sohnes. Am Tag nach Weihnachten im Haus meiner Schwiegereltern, während wir Brettspiele spielten, wurde unser gemütliches Beisammensein von einem entsetzlichen Schrei meiner Schwiegermutter unterbrochen: „Er atmet nicht mehr!“ Sie war gegangen, um nach Bay zu sehen, der auf ihrem Bett geschlafen hatte, und musste seinen kalten, leblosen Körper entdecken. Sofort eilten wir unseren Sohn ins Krankenhaus und versuchten auf dem Weg dorthin eine Herz-Lungen-Wiederbelebung. Wir waren niedergeschmettert als wir erfuhren, dass nichts getan werden konnte, um ihn wiederzubeleben. Er war an einem plötzlichen Kindstod gestorben.

Seitdem ist Weihnachten mit einer viel tieferen Bedeutung für unsere Familie gefüllt. Jedes Jahr an Heiligabend, wenn wir die Strümpfe unserer anderen Kinder abnehmen, um sie zu füllen, bleibt ein einziger Strumpf auf dem Kaminmantel zurück. Während der restlichen Feiertage dient der Strumpf als Erinnerung an Bay.

Bildergebnis für geschmückter weihnachtsbaum im schneeJedes Jahr, um die Zeit von Bays Geburtstag, gehen meine Frau und ich zum Friedhof, wo er begraben liegt. Doch bei jedem Besuch müssen wir feststellen, dass jemand anderes vor uns da war und etwas auf das Grab unseres Sohnes gelegt hat: in einem Jahr waren es zarte, kleine Blumen, im nächsten Jahr ein ausgestopfter Bär, im nächsten Jahr ein kleiner Weihnachtsbaum mit Miniaturschmuck. Wir haben keine Ahnung, wem das zuzuschreiben ist; denn die Geschenke – die uns tief berühren – werden nie von einem Zettel oder einer Karte begleitet.

Als ich meiner Schwiegermutter andeutete, dass ich ihr Geheimnis kenne, lehnte sie die Täterschaft ab, was auch zu stimmen schien. Im folgenden Jahr, als sie und mein Schwiegervater eine kirchliche Mission im Ausland verrichteten, stellten wir wieder fest, dass jemand ein Geschenk auf das Grab unseres Sohnes gelegt hatte. Selbst nach Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern und Freunden konnten wir das Rätsel nicht lösen.

Zehn Jahre nach dem Tod unseres Sohnes hinderte uns eine Reihe von Schneestürmen daran, selbst kurze Distanzen zurückzulegen. So verzögerte sich unser jährlicher Besuch der Grabstätte unseres Sohnes auf einige Tage nach Weihnachten. Als wir es schließlich schafften, fanden wir einen kleinen, geschmückten Weihnachtsbaum vor, der fast ganz im Schnee begraben war und gegen alle Widerstände tapfer am Kopf des kleinen Grabes von Bay stand. Die Anstrengung, die jemand unternommen haben muss, um durch den heftigen Schneefall auf den Friedhof zu gelangen, hat uns überwältigt. Tränen strömten über unsere Gesichter, als wir erkannten, dass jemand noch immer unsere Trauer und unseren Verlust teilte.

Danach waren wir mehr denn je entschlossen, die Identität unseres Wohltäters zu entdecken und ihm oder ihr dafür zu danken, dass er oder sie uns so viel Mitgefühl gezeigt hat. Aber als wir mehr darüber nachdachten, kamen wir darüber überein, dass derjenige, der diese freundlichen Taten uns zukommen ließ, nicht identifiziert werden wollte. Wir haben beschlossen, unserem Freund zu erlauben, anonym zu bleiben. Wir ersetzten unser Bedürfnis, unserem Freund zu danken, mit dem Wunsch, einfach ein besseres Leben zu leben.

Wir halten inne, bevor wir schlecht über unsere Freunde oder Familienmitglieder sprechen oder kritisieren, denn jeder von ihnen könnte unser anonymer Freund sein.

Oftmals machen meine Frau und ich während des Dienstes eine Pause, um unsere Herzen zu prüfen: Tun wir Gutes, um von anderen gesehen zu werden oder um der reinen Liebe Christi und unserer Mitmenschen willen?

Für uns symbolisiert ein schön geschmückter Weihnachtsbaum, halb im Schnee begraben und auf einem ruhigen Friedhof, wohltätige Nächstenliebe, die nicht das ihre sucht. – Darrell Smart

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Mein erstes Weihnachten im Himmel

 Dieses Gedicht wurde von einem 13-jährigen Jungen geschrieben, der am 14. Dezember 1997 an einem Hirntumor starb, den er vier Jahre lang bekämpft hatte. Er gab das seiner Mutter, bevor er starb – durch die Übersetzung reimt es sich nicht mehr so schön.

Ich sehe die unzähligen Weihnachtsbäume,
rund um die Welt da unten
Mit winzigen Lichtern, wie die Sterne des Himmels,
glitzernd in der Dunkelheit.
Der Anblick ist so spektakulär,
bitte trocknet doch eure Tränen;

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Denn in diesem Jahr verbringe ich
Weihnachten mit Jesus Christus.

Ich höre die vielen Weihnachtslieder,
die den Menschen so lieb und teuer sind.
Aber die Klänge der Musik so schön sie sind ,
sind unvergleichlich mit dem Weihnachtschor ab hier.
Mir fehlen die Worte, euch zu beschreiben,
die Freude, die ihre Stimmen mit sich bringen.
Denn es ist einfach unbeschreiblich,
die Engel singen zu hören.

Ich weiß, wie sehr ihr mich vermisst,
ich sehe den Schmerz in euren Herzen.
Doch ich bin gar nicht so weit weg,
wir sind wirklich nicht getrennt.
Freut euch also für mich, ihr Lieben,
ihr wisst, dass ich euch liebe.
Und freut euch, dass ich in diesem Jahr
Weihnachten mit Jesus Christus verbringe.

Ich habe jedem von euch ein besonderes Geschenk geschickt,
von meinem himmlischen Zuhause oben.
Ich habe euch allen eine Erinnerung geschickt,
meiner unsterblichen Liebe.
Schließlich ist die Liebe ein Geschenk,
kostbarer als reines Gold.
Es war immer das Wichtigste.
in den Geschichten, die Jesus erzählte.

Bitte liebt und haltet euch gegenseitig,
wie unser Vater es geboten hat.
Denn weder den Segen noch die Liebe ,
kann gezählt werden, die er für jeden von euch empfindet.
Also, feiert ein frohes Weihnachten,
wischt eure Tränen ab.


Denkt daran, in diesem Jahr
verbringe ich Weihnachten mit Jesus Christus.- Ben

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3 Gedanken zu “Weihnachtsliebe

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