keine Auferstehung – keine Bibel

Ein Brief per Post an Freunde und auch an dich!

Liebe Freunde in Christus!

Ich wünsche euch allen eine schöne Vor-Osterzeit und ein wunderschönes,

fröhliches Osterfest!

An Ostern dreht sich alles um Jesus – das tut es sich für uns das ganze Jahr über, doch an Ostern wird auch die Welt mit einbezogen – und deshalb habe ich mit der heutigen Post Artikel zusammengestellt, die besonders sind. Im Activated Heft*1 findet ihr wunderbare Artikel über Ostern und besonders der Artikel über die bedingungslose Liebe von Jesus.

Was ich heute gerne auch mit euch teilen möchte, sind Gedanken über die Entstehung der Bibel, die mich das von einem anderen Blickwinkel sehen lies. Was mich dazu inspiriert hat, sind Videos von Andy Stanley The Bible For Grown-Ups, Part 1: Last Things First – Die Bibel für Erwachsene, Teil 1: Das Letzte zuerst.

Ich gebe euch hier eine kurze Zusammenfassung in meinen eigenen Worten und mit eigenen Gedanken hinzugefügt:

Die Geschichte der Entstehung der Bibel fängt nicht am Anfang mit dem 1.Mose an, sondern erst dem Ende der Bibel zu, nachdem Jesus von den Toten auferweckt wurde. Etwas war geschehen, das so außergewöhnlich war, dass es aufgeschrieben werden musste.

Es heißt, dass Markus, der zwar kein Jünger zu Jesu Lebzeiten gewesen war, aber mit Petrus reiste und ihm zuhörte, der erste war, die gehörten Geschichten aufzuschreiben. Das Evangelium von Markus ist also praktisch das von Petrus. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Geschichten nur von Mund zu Mund weitergegeben. Markus muss die Notwendigkeit gesehen haben, die Geschichte von Jesus zu dokumentieren, wie es heißt ungefähr in den Fünfzigern, 20 Jahre nach der Auferstehung von Jesus. Damals nahmen die Gläubigen noch an, dass Jesus sehr bald wiederkommen wird, deshalb dauerte es wahrscheinlich 20 Jahre, bis die Geschichten niedergeschrieben wurden – die Nachfolger wurden älter, mussten etwas Handfestes hinterlassen. Briefe von Paulus waren schon im Umlauf.

Ich stelle mir vor, dass Matthäus das angespornt hat, zu solch einer Aufzeichnung von Markus, solch einem Dokument noch das hinzuzufügen, das er für wichtig hielt, was ein Evangelium (eine gute Nachricht) enthalten sollte. Wie zum Beispiel all die Prophezeiungen aus dem Alten Testament, die sich in Jesus erfüllt haben. Deshalb sind diese zwei Evangelien (und auch das Lukasevangelium) sich so ähnlich. Es heißt auch, dass das Original vom Matthäusevangelium in hebräischer Sprache war, da es an die Juden gerichtet war, damit sie glauben sollten. Erst später wurde es dann auf Griechisch übersetzt. Warum? Weil griechisch die Sprache damals des Römischen Reiches war. Es wurde somit nicht nur zur Botschaft für die Juden, sondern für die ganze Welt.

Johannes folgte mit dem, was er für wichtig hielt und meist nicht in diesen Berichten von Matthäus, Markus und Lukas enthalten sind. Auch er wollte nur dokumentieren – ohne dem Hintergedanken einer zukünftigen Bibel – all das Kostbare für spätere Generationen festzuhalten. Johannes verstand vor allem, dass es bei Gott um Liebe geht und das Wichtigste bei Gott ist – was ihn wohl zum Lieblingsjünger von Jesus werden ließ. Er endet seinen Bericht mit:

„Dies (der Johannes) ist der Jünger, der diese Ereignisse miterlebt hat und sie hier aufzeichnete. Und wir alle wissen, dass sein Bericht über diese Dinge wahr ist. Es gibt noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man dies alles aufschreiben würde, glaube ich, könnte die ganze Welt die Bücher nicht fassen, die man dann schreiben müsste. – Johannes 21,24-25 Es heißt hier „Bücher“, doch zu der Zeit gab es noch keine „Bücher“, sondern nur Schriftrollen.

3-Schriftrollen

Johannes hebt hier hervor, dass er diese Ereignisse miterlebt hat, es also niemand bestreiten kann, dass das nicht so passiert ist – was viele heute trotzdem tun, was aber Johannes ja schon in seinem ersten Kapitel sagte, dass das passieren wird: 5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.

Lukas, auch wiederum kein Jünger zu Jesus Lebzeiten, muss es geliebt haben, herumzugehen, um von verschiedenen Menschen die Begebenheiten zu erfahren, was wir von seiner Einleitung her erfahren. Viele Menschen, die die Botschaft hörten oder dann lasen, mögen Jesus selbst getroffen haben und wenn nicht trafen sie in den Jüngern und Nachfolgern Augenzeugen, die Jesus persönlich kannten und an ihn glaubten. Durch Lukas Nachforschungen erhielten wir wiederum Geschichten und Gleichnisse von Jesus, die wir nur in seinem Evangelium finden. In den Worten von Lukas gesagt

Da es nun schon VIELE unternommen haben, einen Bericht von den Begebenheiten zu verfassen, die sich unter uns erfüllt haben, wie uns die überliefert haben, die von Anfang an AUGENZEUGEN und Diener des Wortes geworden sind, habe ich es auch für gut gehalten, nachdem ich alles von Anfang an SORGFÄLTIG erkundet habe, es dir, hochgeehrter Theophilus, in guter Ordnung zu schreiben, damit du die Gewissheit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist. – Lukas 1,1-4

Lukas adressiert hier einen gewissen Theophilus, was eine bestimmte Person sein kann, damit aber auch wissensdurstige Gläubige gemeint sein können, wenn wir das Wort von seiner Bedeutung her sehen: theos = Gott (Altgriechisch) philos = der Freund, der Liebende (Altgriechisch). Sein Evangelium ist also an die „Gottesfreunde“ oder “  „Gottesliebhaber“ gerichtet, damit diese eine „ordentliche“ oder geordnete, wahrheitsgemäße Aufzeichnung haben, auf der sie stehen und sich verlassen konnten. Was passiert, wenn Geschichten nur mündlich weitergegeben werden, wissen wir ja, und das wird mit Aufzeichnungen, auf die man sich berufen kann, verhindert.

Durch dieses „ordentlich“ gesinnt sein von Lukas haben wir deshalb auch im Detail die Vorgeschichte von Jesus, bevor er sein Amt antrat. Wenn er sich sorgfältig erkundigt hat, wie er sagt, stelle ich mir vor, dass er z. B. Maria selbst „interviewet“ hat. Aus den gleichen Motiven heraus hat Lukas dann auch die Apostelgeschichte aufgeschrieben, adressiert auch wieder an den „Gottesfreund“.

Wie gesagt, zu der Zeit hatten die Evangelisten noch keine Ahnung, dass diese verschiedenen Aufzeichnungen einmal in einem Buch erscheinen würden. Nach dem Kreuzestod von Jesus waren seine Nachfolger erst einmal Herzgebrochen, waren am Boden zerstört und total Niedergeschlagen und davon überzeugt, dass Jesus doch nicht der war, der er sagte, er wäre – er war tot!

Sie nahmen ihn vom Kreuz und gaben ihm, aus Respekt für ihn, eine ehrwürdige Beerdigung, wie eine solche damals üblich war. Ein Christentum gab es ja noch nicht und diese „Jesusbewegung“ war im Grunde zerstört. Die Feinde hatten gewonnen – so sah es für sie alle aus. Und wenn die Geschichte da tatsächlich aufgehört hätte, hätte es nie eine Bibel gegeben. Es hätte nie ein Christentum gegeben, ja nicht einmal ein Altes Testament.

Wenn es keine Auferstehung gegeben hätte, hätte es auch nie eine Bibel gegeben!

Doch die Evangelien entstanden, weil die Geschichte nicht mit dem Kreuz endete. Atheisten, Muslime und andere bestreiten gerne die Kreuzigung und Auferstehung, doch wie Petrus sagte:

„Diesen Jesus hat Gott auferweckt; davon sind wir alle Zeugen.“ – Apostelgeschichte 2,32

Zeugen zuerst davon, wie Jesus gekreuzigt wurde.

nailed-to-the-cross-1

Zeugen die Jesus mit ihren eigenen Augen da hängen sahen. Zeugen, die seine letzten Worte hörten. Zeugen, die in sterben sahen und Zeugen die den toten Körper von Jesus vom Kreuz nahmen und ihn in ein Grab legten.

Zeugen, die Jesus nach seiner Auferstehung persönlich sahen,

Ch. Irrtum-t

seine Wundmale sahen und von Jesus dann gelehrt wurden, dass alles so geschehen musste, denn so war es von Gott von Anfang an geplant, wie er es auch durch die Propheten voraussagte.*2

Und diese Zeugen haben die Geschichte von Jesus sofort weitergegeben. Nicht Jahre, nicht Monate, auch nicht Wochen danach sondern sofort, wie das Geschehene noch in aller Munde und noch voll in ihrem Gedächtnis war. Und nicht worüber sie gehört hatten oder gelesen hatten, sondern von dem, was sie persönlich miterlebt hatten, Augenzeugen waren. Während sie zuvor bei der Festnahme von Jesus um ihr Leben rannten und sich versteckten aus Angst, als Nachfolger von Jesus das gleiche Schicksal mit ihm teilen zu müssen, liefen sie jetzt furchtlos durch die Straßen von Jerusalem und erzählten jedem, was sie miterlebt hatten.

11-Auferstehung-Bibel-1

Die Geschichte der „Kirche“ (Kirche – Ekklesia, die aus der Masse herausgerufenen) begann in der gleichen Stadt, in der kurze Zeit zuvor Jesus gefangengenommen und gekreuzigt wurde. Tausende haben sich bekehrt, warum? Weil sie das ganze selbst mitbekommen hatten und deshalb nicht anders konnten, als sich an die Brust zu schlagen, zu bereuen und zu glauben.

Das ganze ging wie ein Lauffeuer durch die Lande und bald waren es viele tausende Gläubige überall auf der damals bekannten Welt verstreut.

Und die Evangelien wurden ebenfalls zu tausenden kopiert und in Umlauf gebracht. Manche Leute hatten nur ein Evangelium, manche hatten zwei, drei oder sogar alle und alle als einzelne Dokumente.

Manche hatten dann aber auch Schriften, Briefe von Paulus, Petrus, Johannes, Jakobus und Judas. Könnt ihr euch vorstellen, wie wertvoll diese Dokumente für die Menschen waren?

11-scroll

Damit es nicht bei einer Mund zu Mund Weitergabe blieb, war es für die Jünger und hingegebenen Nachfolgern auch so wichtig, dass die Begebenheiten wahrheitsgemäß und geordnet aufgeschrieben wurden.

Mit der Zeit jedoch gab es eine Vielzahl von Schriften, die im Titel vorgaben, Evangelien, Apostelgeschichten oder Jünger Briefe zu sein, aber die Botschaft von Jesus Christus oder die Lehre der Apostel aus eigener Sicht und Glaubensüberzeugung wiedergaben. Deshalb musste die frühe Kirche eine Entscheidung fällen, welche Schriften als verbindlich galten. Am Ende des 2. Jahrhunderts n.Chr. stand jedoch das Neue Testament im Wesentlichen in seinem heutigen Umfang fest.

Was hatte die Evangelisation zur Folge?

Verfolgung begann! Gläubige flüchteten in benachbarte Länder. Dort in Antiochia des antiken Syriens, heute Türkei, wurden sie schließlich Christen genannt, weil sie Christus folgten – Muslime behaupten gerne, dass Paulus das Christentum „erfunden“ hat, doch Paulus, wurde erst dort in Antiochia wirklich als Missionar aktiv, nachdem das Christentum schon ziemlich „florierte“. Zuvor bezeichneten sie sich mit „dem Weg“ folgen. (Apg. 24,14 dem Weg Christi oder der christlichen Lehre) Diese seltsame Sekte der Nazoräer oder Nazarener bekamen eine Gefahr für die etablierten Regierungen:

Wir haben nämlich festgestellt, dass dieser Mann hier gefährlich ist wie die Pest: Er stiftet alle Juden in der römischen Welt zum Aufruhr an und ist der führende Kopf der Nazarener-Sekte.“ – Apg. 24,5 (NeÜ)

Sie glaubten an Liebe und daran den Nächsten zu lieben und nicht Krieg gegen ihn zu führen. Wie sie sich selbst sahen, finden wir in einem überlieferten Brief an Diognet, von einem ungenannten Christen an eine hochrangige Person, vermutlich im späten zweiten Jahrhundert nach Christus geschrieben. Der Brief ist vielleicht die älteste erhaltene Erklärung und Verteidigung des christlichen Glaubens gegenüber einem Nicht-Gläubigen. Er enthält Einblicke darüber, wie die frühen Christen die Welt und ihren Platz darin sahen. Die Eigenschaften, die der Autor im Kapitel V „Charakteristik der Christen“ auflistet, liefern Gedanken, über die es sich auch heute noch nachzudenken lohnt. – Die Auszüge stammen aus der englischen Übersetzung von J. B. Lightfoot:

Christen unterscheiden sich nicht vom Rest der Menschheit durch ihr Land, ihre Sprache oder ihre Gebräuche. Weder leben sie irgendwo in eigenen Städten, sprechen keine abweichende Sprache, noch führen sie einen exzentrischen Lebensstil.

… Sie bewohnen Städte von Griechen und Nichtgriechen, wie es einem jeden das Schicksal beschieden hat. Sie fügen sich der Landessitte in Kleidung, Nahrung und in der sonstigen Lebensart, legen aber dabei den wunderbaren und anerkanntermaßen überraschenden Charakter ihrer geistigen Bürgerschaft an den Tag. Sie bewohnen jeder sein Vaterland, aber nur wie Fremdlinge. Sie nehmen an allem als Bürger teil und ertragen alles als Fremde. Jedes fremde Land ist ihnen Vaterland, und jedes Vaterland ist ihnen fremd.* 

… Sie sind zwar Menschen, leben aber nicht „nach Menschenart“. Sie leben auf der Erde, aber wie Bürger des Himmels. Sie gehorchen den bestehenden Gesetzen; aber in ihrem Lebenswandel übertreffen sie die Gesetze. Sie lieben alle.

… Man tötet sie und bringt sie dadurch zum Leben.

… Sie leiden Mangel an allem und haben doch gleichzeitig wieder an allem Überfluss.

Sie werden missachtet und in der Missachtung gerühmt und verherrlicht; sie werden geschmäht und doch als gerecht befunden. Sie werden gekränkt und segnen, werden verspottet und erweisen Ehre.

… Bestraft, freuen sie sich, als würden sie zum Leben erweckt

… Aber einen Grund für ihre eigene Feindschaft vermögen die Hasser nicht anzugeben.

Um es kurz zu sagen, was im Leibe die Seele ist, das sind in der Welt die Christen. Wie die Seele über alle Glieder des Leibes, so sind die Christen über die Städte der Welt verbreitet. Die Seele wohnt im Körper, aber sie ist nicht der Körper. So leben Christen in der Welt, sind aber nicht von der Welt.* Die Seele, die unsichtbar ist, ist auf den Körper beschränkt, der sichtbar ist. So ist es auch bei den Christen. So weiß man zwar von den Christen, dass sie in der Welt sind, aber ihre Religion bleibt unsichtbar.

  • * Bezogen auf:
    Johannes 18,36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt.
    Johannes 15,19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
    Johannes 17,14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hasst sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
    Hebräer 11,13 Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheißungen nicht ergriffen, sondern sie nur von ferne gesehen und gegrüßt und haben bekannt, dass sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind.
    1Petrus 2,11 Ihr Lieben, ich ermahne euch als Fremdlinge und Pilger: …)

Wenn es jedoch Naturkatastrophen, Missernten, kursierende Krankheiten oder ähnliches gab, brauchten die Menschen einen Sündenbock und den fanden sie gerne in den Christen. Ungefähr 303 nach Christi kam die Verfolgung zu einem Höhepunkt, als der römische Kaiser Diokletian das gesamte Christentum verbot und ausmerzen wollte. Alle christlichen Schriften mussten eingereicht und verbrannt werden. Christen verloren ihr Leben, weil sie ihren Glauben nicht verleugnen und ihre Schriften nicht herausrücken wollten. Die Verfolgung, die von den einzelnen Kaisern unterschiedlich intensiv betrieben wurde (im Westen weniger hart als im Osten), währte bis 311 und endete mit der Anerkennung des Christentums, als sich zeigte, dass sich dieses nicht ausschalten ließ.

Der einzige Grund warum Dokumente diese Verfolgung überlebte, war, weil Menschen absolut davon überzeugt waren, dass diese Schriften Worte darüber enthielten, was für ungeheuerlich großes Gott im Ersten Jahrhundert hier auf unserem Planeten getan hatte und sie dafür ihr Leben zur Erhaltung der Schriften riskierten.

Schließlich wurde Konstantin der Große Kaiser und in 324 bannte er alle vorhergehenden Edikte gegen das Christentum und erlaubte freie Ausübung des Christentums, Besitztümer wurden wieder an ihre rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben und das Christentum bekam die bevorzugte Religion im römischen Reich. Aus dem Römischen Reich wurde unter Theodosius 1. das Heilige Römische Reich.

Zum ersten Mal waren christliche Gelehrte erlaubt im Tageslicht offen arbeiten zu können ohne Furcht vor Verfolgung und sie brachten Kollektionen von Dokumente zusammen, die man das Neue Testament schon nennen konnte; die erste Bibel – Bibel, das Buch von gesammelten Dokumenten, Büchern. Deshalb enthält auch das Wort Bibliothek Bibl, denn es war eine Theke voll Bücher. Die Bibel ist also ein Buch voller Bücher – um sie von normalen Büchern zu differenzieren, wird sie auch Heilige Schrift genannt. Doch das Christentum war ein eigenständiger Glaube, er hatte nichts mit dem Judentum, der jüdischen „Religion“, zu tun. Die jüdische Religion ist sozusagen unvollständig, da sie immer noch auf den Messias warten, weil sie Jesus als Messias ablehnten (so wie ihn auch Muslime ablehnen).

Jedoch wurden Teile der alten Schriften von allen zitiert. Matthäus hat in seinem Evangelium auf die Prophezeiungen in den „jüdischen Schriften“ hingewiesen, um den Wahrheitsgehalt von Jesus als Messias, dem Auserwählten, zu erhöhen. Auch Paulus erwähnt diese „Schriften“:

„Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben.“ – Römer 15,4; sieh auch 2Timotheus 3,14-17

Neben dem Glauben an Jesus als Gott im Fleisch stellten sich auch jene ein, die Jesus nur als Mensch sahen – so wie die Zeugen Jehovas heute. Kaiser Konstantin berief deshalb das Konzil von Nicäa ein, in der eine Glaubensrichtung festgelegt wurde, die die wir heute haben, Jesus als Gott der Sohn!

11-Nicaea_icon

Zweifler stellen das Konzil von Nicäa als Beweis einer Fälschung des Christentums dar, doch denke ich, sie vergessen dabei die Allmacht Gottes, der alles zu seinem Nutzen hinbiegen kann und selbst „weltliche“ Menschen wie Konstantin benützen kann, seinen Willen zu erfüllen. Auch denken manche Leute, dass auch die anderen „Evangelien“ ihr Recht hätten, dazugefügt zu werden, doch Experten von solchen Schriften betonen immer wieder, dass Gott wusste was er tat, bzw. zuließ, als nur die 4 Evangelien dazu bestimmt wurden, als wahrheitsgetreue Dokumente zu dienen.

Zu dieser Zeit lernten die Menschen auch schon Schriftstücke zu Büchern zu binden und zu den „neuen“ Schriftstücken wurden dann auch die „alten“ in geordneter Weise hinzugefügt. In Bezug auf den Bund, den Gott mit Mose und den Kindern Israels machte, wurden die Schriftstücke das Alte oder Neue Testament genannt. Ein Testament eine „rechtsverbindliche Verfügung“ zwischen Gott und den Menschen. Das Alte eine Verfügung oder ein Bund nur für das Volk Israel, der neue Bund zwischen Gott und der gesamten Menschheit, unterzeichnet mit dem Blut Christi.

So entstand also die Bibel, wie wir sie heute haben.

Wie die Katholische Kirche dann zu alttestamentlichen Praktiken zurückging und man sich Errettung verdienen musste, bis zu Martin Luther, der uns wieder von der Papst-Tyrannei freisetzte, und es ermöglichte, dass wir die Heilige Schrift in unserer Sprache lesen und hören können, das ist eine separate Geschichte.

Jesus Brüder glaubten nicht an ihn, bis er auferstand, und zu ihrem „Herrn“ wurde.

Durch die Auferstehung haben wir die Bibel, die Worte Gottes.

Habt also ein fröhliches Auferstehungsfest!

Mit viel Liebe in unserem wunderbaren Erretter

Charlotte

– – –

*1 – http://activated-europe.com/de/

*2 – https://lassesfunken.com/2015/02/15/beweis-dass-jesus-der-messias-ist/

 

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s