Das Leben eines anderen durch dich gelebt

Christus in dir

Von Virginia Brandt Berg

Lass die Schönheit Jesu in mir leuchten,
All diese herrliche Leidenschaft und Reinheit.
Oh göttlicher Geist, läutere mich durch und durch,
Bis die Schönheit Jesu sichtbar wird.

Wir reisten über eine recht holprige Straße, voller Schlaglöcher, und wir sprachen über die Straßen, wie sie vor vielen Jahren waren, als wir über Land fuhren und es noch nicht diese ausgebauten Schnellstraßen und Autobahnen gab wie heute. Diese holperigen Straßen! In jenen Tagen fuhren wir von einem Weg voller Furchen zum anderen.

Zu diesem bestimmten Zeitpunkt reisten wir in Richtung einer kleinen Stadt, in der ein Freund wohnte, bei dem wir die Nacht verbringen wollten. Wir fanden den Weg nicht und mussten anhalten, um die Richtung zu erfahren. Ein Landwirt beschrieb uns den Weg recht eigenartig und wir verirrten uns. Bei dem nächsten Bauernhof fanden wir den Nächsten, der uns solche Wegbeschreibungen gab, wie wir sie manchmal bekommen:

„Du fährst ein Stückchen hier entlang nach rechts und nach der Scheune Links, und dann geht’s gerade aus für eine Weile bis zum Hügel, dann den Hügel hinauf, eine Kurve hinunter einen Steinwurf weit, danach links einen anderen Steinwurf.“ Und er redete von einem Hügel und einer grauen Scheune.

Nun, es gab etliche graue Scheunen und einige Hügel, und ein Steinwurf kann vieles bedeuten, und so verpassten wir wieder einmal den Weg. Wir zogen für eine ganze Weile weiter und fanden dann einen ziemlich schlauen Landwirt. Er war sehr freundlich, und ihn fragten wir wieder nach der Richtung.

Er antwortete: „Wisst ihr, in diesem Landstrich wäre es schwierig, euch den Weg zu beschreiben, und einige der Straßen sind wirklich nicht gut. Würde es euch gefallen, wenn ich einstiege und euch den Weg zeigte?“ Natürlich wollten wir das, wir waren sogar recht froh darüber.

Er stieg also ein, setzte sich neben uns und wies uns dann an, hier lang oder dort lang zu fahren. Wie einfach das doch war. Was für ein Segen.

Es war eine spürbare Erleichterung, da wir uns einfach zurücklehnen, uns ausruhen und ihn uns leiten lassen konnten. Ich dachte mir, wie wunderbar, dass in einem christlichen Leben es so siegreich sein kann.

Viele Leute sagen: „Wie kommt es, dass so viel Leute behaupten, Christen zu sein, aber kein christliches Leben führen?“ Nun man kann es nicht aus eigener Kraft, eigener Anstrengung und eigenem Willen leben.

Gott hat ein Geheimnis, und das Geheimnis ist, Christus muss hereinkommen und sich auf den Thron deines Herzens setzen und dir sagen, was du tun und lassen sollst. Er nimmt Seinen Platz dort ein und lenkt dich von innen heraus.

Das christliche Leben ist einfach das Leben eines anderen durch dich gelebt, und diese Person ist Jesus Christus. Heute noch sagt uns Paulus in Kolosser, Kapitel 1:26- 27 „Diese Botschaft war in der Vergangenheit über viele Jahrhunderte und viele Generationen hinweg wie ein Geheimnis verborgen; jetzt aber wurde es denen enthüllt, die zu ihm gehören. Denn Gott wollte ihnen sagen, dass der Reichtum der Herrlichkeit Christi auch für die anderen Völker bestimmt ist. Das ist das Geheimnis: Christus lebt in euch; und darin liegt eure Hoffnung: Ihr werdet an seiner Herrlichkeit teilhaben.“ Paulus behauptet, das ganze Geheimnis sei Christus in dir, und das ist so wahr. Wir unterwerfen uns einfach, wir ergeben uns vollständig, und dann erledigt Er den Rest. Dann lebt Er Sein Leben durch uns.

Ich hatte einen Freund, der auch predigte und das schon seit Jahren, und er sagte, „Ich werde niemals den Tag vergessen, wo es mit dämmerte, dass es tatsächlich ein Geheimnis war, ein wunderbares Geheimnis! Mir wurde offenbar, dass es Christus in mir war, dass Christus tatsächlich in mich kam und Sein Leben durch mich auslebte.“

Paulus sagt an anderer Stelle in Galater 2:20: „Ich lebe, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Ich lebe also mein Leben in diesem irdischen Körper im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich geopfert hat.“ Es ist nicht ich, sondern Christus, der in mir lebt.

An anderer Stelle sagte Jesus: „Ich bin die ganze Zeit bei euch gewesen, doch werde ich in euch leben.“ Dieses sich Ihm Ergeben, sich Ihm Unterwerfen und Ihn Sein Leben ausleben lassen, erinnert mich an die Geschichte des kleinen nur 5 ½ Jahre alten Mädchens, das an einem Treffen ihr Zeugnis erzählte, wie sie gerettet wurde und wie Jesus in ihr Herz kam, um dort zu leben.

Und dann kam dieser ältere spitzfindige Herr nach vorne, einer, der nicht daran glaubte, wie solch ein Kind wissen konnte, worüber es redete, und sagte, „Wie weißt du, dass du gerettet bist?“ Und sie antwortete, „Ich weiß, dass ich Jesus gebeten habe, in mein Herz zu kommen, und das hat er gemacht.“

„Woher weißt du das?“

„Nun, ich weiß, dass er da ist, da er zu mir spricht und ich weiß es, weil ich ihn dort spüre.“

Da dachte er, dass er sie jetzt erwischt hatte und sie so überführen könnte, „Und was würdest du tun, wenn Satan zu deinem Herzen käme und dich versuchen würde?“

„Was ich tun würde?“, erwiderte sie, „Ich würde einfach Jesus zur Tür schicken! Ich selbst würde nichts tun. Ich würde Jesus zur Tür schicken und wenn Satan sehen würde, wer dort lebt, würde er sagen, ‚Entschuldigen sie die Störung, mein Herr, ich habe mich mit der Hausnummer vertan.‘“

Der ältere Herr ging stillschweigend weg, weil er diesmal nichts weiter vorbringen konnte.

Das ist so treffend. Wenn Jesus ins Herz kommt, um dort zu leben, lebt Er Sein Leben durch dich, mit dir, der du dein Leben völlig ihm unterwirfst. Gottes Wort sagt uns, dass es Christus in uns ist, die Hoffnung der Herrlichkeit. Er lebt in dir; lass Ihn tun, was Er möchte! Er sitzt immer noch auf dem Thron; Er kann auf dem Thron deines Herzens sitzen, und er wird Dinge verändern.

Von einem Transkript von der Radiosendung Momente der Meditation – überarbeitet. Erschienen auf Anker im April 2014.  

http://anchor.tfionline.com/de/tag/jungerschaft/

Copyright © 2014 The Family International.

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Gott in dir

Peter Amsterdam – angepasst

Wir alle sollten Selbstvertrauen besitzen – oder vielmehr darauf vertrauen, dass Gott sich in uns befindet und Er uns zum Guten benutzen kann. Da Gott sich einzelner Menschen bedient, um Sein Werk zu vollbringen, müssen wir darauf vertrauen, selbst auch dazu fähig zu sein. Wir müssen an Seine Fähigkeit glauben, durch uns wirken und etwas vollbringen zu können. Wir müssen wagen, es auszuprobieren, und das bedeutet, Gott zu erlauben, etwas durch uns zu versuchen.

Wir sind zwar schwach und fehlerhaft, doch unser Gott ist unbesiegbar. Wir sind irdische Gefäße, doch wenn wir Ihm unser Leben und Herz übergeben, wird Er eins mit uns und kann durch uns wirken. „Das Volk, das seinen Gott kennt, wird standhaft bleiben und entsprechend handeln.“ – Daniel 11:32

Gott erwartet von uns, demütig und von Ihm abhängig zu sein, und uns auch auf Seine Macht und Seine Fähigkeit zu verlassen, uns zu Seiner Ehre einzusetzen, selbst, wenn wir uns unfähig dazu vorkommen. Gib Gott die Ehre und glaube daran, das ausführen zu können, was Sein Wille ist, weil Er es durch dich hindurch auch bewerkstelligen kann. „Gott bewirkt in euch den Wunsch, ihm zu gehorchen, und er gibt euch auch die Kraft zu tun, was ihm Freude macht.“ – Philipper 2:13

Hier sind noch ein paar weitere Gedanken zu diesem Thema:

In diesem Sinne an dich selbst zu glauben, stellt eine Kombination aus dem Vertrauen in Gott und in Seine Unfehlbarkeit dar, sowie dem Glauben, aus diesem Vertrauen heraus zu handeln.

Es erfordert Demut, dir deine eigene Unfähigkeit einzugestehen und gleichzeitig Gottes Fähigkeit anzuerkennen, alles durch dich vollbringen zu können. „Denn alles ist mir möglich durch Christus, der mir die Kraft gibt, die ich brauche.“ – Philipper 4:13

Diese Art des Glaubens erlaubt es Gottes Kraft, in deiner Schwäche vervollkommnet zu werden. (Siehe 2. Korinther 12:9.)

Glaube setzt keine Grenzen. Lass Gott bestimmen, zu was du fähig bist.

Selbstverständlich wird nicht alles im Leben problemfrei und federleicht von der Hand gehen, egal wie viel Glauben wir haben. Gott wird sich für uns einsetzen, trotzdem müssen wir uns immer wieder dem Kampf stellen. Aber egal, wie schwer wir zu kämpfen haben und wie viel sich verändern muss, wir wissen, am Ende werden wir gewinnen. Jesus hat gesagt. „Alles ist möglich, für den, der glaubt.” – Markus 9:23

Lasst uns darauf hinarbeiten, eine Atmosphäre des Glaubens in unserem Leben zu schaffen – ein Glaube, der vertraut, der das Beste erhofft und erwartet und weiß, dass Gott nie aufhören wird, sich um uns zu kümmern; Er wird die Verheißungen in Seinem Wort einhalten.

Artikel aus dem Activated Magazin März 2015

Auch in anderen Sprachen – links oben auswählen:

http://activated-europe.com/de/gott-in-dir/

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