1. Mai Demos – was ist Christen wichtig?

Was ist es, was uns die Demos am 1.Mai  zeigen?

Doch dass so vieles in dieser Welt nicht richtig und gut ist. Dass Menschen für ihre Rechte und ihr Wohlergehen kämpfen müssen.
Wofür sollten jedoch Christen vor allem kämpfen?
Was sollte Priorität im Leben eines Christen sein?
Was ist für uns persönlich am Wichtigsten?
Was sagt uns unser Leitfaden die Bibel?
„Kein Soldat verstrickt sich in die Geschäfte des täglichen Lebens, um dem zu gefallen, der ihn angeworben hat.“ – 2.Timotheus 2,4
Wie vielen Christen ist es bewusst, dass sie ein Kämpfer für Christus sein sollten?
Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. – 1.Timotheus 6,12
Hier findet ihr Beispiele wie das im täglichen Leben aussehen sollte:

– – –

Einen Sinn für Werte

Virginia Brandt Berg

Ich saß in einem kleinen Café am Meer und beobachtete die Boote weit draußen auf See, als das Gespräch am nächsten Tisch meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war laut genug, dass bestimmt jeder im Restaurant es hören konnte.

„Warum hast du Henry aus deiner Firma entlassen?“, fragte ein Mann.

„Er hatte keinen Sinn für Werte“, erwiderte der andere. „Wann immer ich ihn brauchte, machte er gerade eine Kaffeepause. Mir schien, dass er einer Tasse Kaffee mehr Wert zumaß, als seinem Job. Ich warnte ihn eine Zeitlang, aber schließlich musste er gehen.“

Die Unterhaltung ging zu anderen Themen über, aber dieser Gedanke ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Der gefeuerte Mann hatte eine Tasse Kaffee mehr geschätzt als seinen Arbeitsplatz!

Ein leichter Wind ließ die Segelboote auf der Wasseroberfläche dahin segeln – so wie manche Menschen nur die Oberfläche des Lebens berühren, dachte ich, ohne je einen wahren Sinn für Werte zu entwickeln. Wie der Mann in der Unterhaltung. Sie richten sich nach den unwesentlichen Dingen im Leben aus und verdrängen damit das, was wirklich zählt.

Ich hatte eine Bekannte, die Jahre in schwerer Arbeit und vielen Entbehrungen damit verbrachte, ein kleines Landhaus zu bauen und einzurichten, in dem sie es einmal gemütlich haben würde, wenn sie in den Ruhestand ging. Aber nur wenige Monate nachdem das Landhaus fertig war, wurde sie schwer krank, und ihr wurde gesagt, dass sie nicht mehr lange zu leben hätte. Ich besuchte sie eines Tages, und als ich neben ihrem Bett saß, sagte sie: „Meine Zeit nähert sich dem Ende. Ich verbrachte die wenige Zeit, die ich hatte, für Dinge, die kein bisschen an Wert dort haben, wo ich jetzt hingehen werde.“ Sie hatte einen Sinn für Werte gewonnen, aber leider zu spät!05-Werte-1

Ich wünsche mir manchmal, dass wir alle Ereignisse des Lebens voraus projiziert sehen könnten, zu dem hin sie endgültig führen. Was für eine Veränderung würde das in unser Leben bringen! Wir würden nicht nach Ausreden suchen für die Zeit, die wir für Dinge von geringem Wert und mageren Resultaten verschwendet haben, und wir würden uns nicht Belanglosigkeiten hingeben, wenn uns die für die Ewigkeit wichtigen Dinge rufen.

 * * *

„Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber dabei sein Leben verliert? Oder was wird der Mensch als Lösegeld für sein Leben geben?“ – Jesus, Matthäus 16,26

– – –

05-Werte-2Schätze im Himmel

Abi F. May

Zachäus blickte aus seinem Fenster gen Westen. Die Wellen auf dem See tanzten sanft. Bernsteinfarbig reflektierten sie den glühenden Himmelskörper, der langsam in Richtung des blauen Wassers unterging. Es war Sonnenuntergang; auch sein Leben näherte sich dem Ende, und es war an der Zeit, Inventur zu machen. Es war ein volles, reiches Leben gewesen, und Zachäus lächelte, während er in Erinnerungen schwelgte. Freude auf einem Kindergesicht zu sehen; zu beobachten, wie Hoffnung Verzweiflung ersetzt; wie Glaube Zweifel vertreibt; die Liebe von Gott zu Seinem Volk zu feiern – das waren die Erinnerungen, die Zachäus wertschätzte. Aber es war nicht immer so gewesen …

„Kollaborateur!“
„Gieriger Dieb!”
„Gauner!“

Zachäus war es gewohnt, dass ihm die Leute solche Namen hinter seinem Rücken gaben, oder sie sie ihm manchmal auch direkt ins Gesicht schrien. Sogar die Bettler sträubten sich dagegen, sein Geld zu nehmen. Das war widersinnig, wenn man bedenkt, dass er ein reicher Mann war, aber die religiösen Führer verbaten den Armen, von ihm Almosen entgegen zu nehmen. Der niedrige gesellschaftliche Status, den ihm sein Lebensunterhalt bei seinen eigenen Leuten einbrachte, hatte ihn nicht davon abgehalten, weiterhin für die römischen Eroberer zu arbeiten und sich die Karriereleiter nach oben emporzuarbeiten, bis er der Hauptsteuereintreiber für die Römer geworden war – ein Mann von Macht und Reichtum, aber nicht von Beliebtheit.

Was auch immer Zachäus dazu getrieben haben mochte, so viel Mühe in die Anhäufung von Vermögen zu investieren, es hatte funktioniert. Jedoch hatte er ein leeres Leben ohne Liebe. „Vergebliches, sinnloses Streben! Wofür das alles?” fragte er sich oft selbst und  wiederholte dabei Salomos Worte, die Zachäus’ Leben zu beschreiben schienen, als er schrieb: Was hat der Mensch letztendlich von seiner schweren Arbeit und von all seinen Sorgen? Er müht sich ab, jeden Tag leidet er, seine Arbeit bringt ihm nur Ärger ein, und selbst nachts findet er keine Ruhe mehr. Es ergibt keinen Sinn (es ist vergeblich, nichtig, eitel). – Prediger 2,22.23

Doch Neugierde hatte ihn an jenem Tag voll gepackt. Wie andere Einwohner von Jericho so hatte auch er Geschichten über den Rabbi gehört, der die Stadt besuchen wollte – sogar Gerüchte über wundersame Heilungen. Die meisten Leute, die auf demselben Weg sich vorwärts drängelten wie er, hofften wahrscheinlich darauf, ein Wunder zu sehen, vermutete Zachäus. Als immer neue Ankommende sich in die Menge ergossen, wurden seine Chancen, überhaupt etwas sehen zu können, immer schlechter. So klein wie er war, war es für ihn unmöglich, über diese Menschenmenge hinweg zu sehen, es sei denn, dass er einen Aussichtspunkt finden könnte.

Genau da entdeckte er den weit ausladenden Maulbeerbaum, der am Wegrand wuchs. Es war nicht schwer, hinaufzusteigen, und schon bald fand Zachäus eine Stelle, von der er aus eine Menschenmenge beobachten konnte, die sich langsam die Straße vorwärts schob. Im Mittelpunkt von jedermanns Interesse war ein Mann von mittlerer Statur, mit einer Ausstrahlung von sanfter Autorität.

Als die Menge den Baum erreichte, rief der Mann zu Zachäus hinauf: „Zachäus! Komm herunter. Ich möchte dich kennen lernen. Nimm mich mit zu deinem Haus.”

So viele Jahre sind seit jenem Tag vergangen, als der unerwartete Gast zum Abendessen eintraf. Damals hatte Zachäus keine Ahnung, wie wichtig diese wenigen Stunden für ihn sein würden. Aber rückblickend erkannte er jetzt, dass sie nicht nur ihn selbst verändert hatten, sondern auch seine Beziehung zu jedem, dem er von diesem Moment an begegnete.

Die Worte des Lehrers hatten Zachäus’ Herz durchdrungen. Er hatte schon gewusst, wie sinnlos sein Leben war, aber nun wurde ihm zum ersten Mal bewusst, dass er etwas dagegen tun konnte. Noch bevor die Nacht vorüber war, hatte er versprochen, die Hälfte von seinem Reichtum an die Armen zu geben. Das war kein kleiner Betrag, noch war es eine leere Versprechung. Getreu seinem Wort, zahlte Zachäus auch das Geld an die Leute zurück, die er bei der Steuereintreibung betrogen hatte. In der Tat, er machte seine frühere Unehrlichkeit wieder wett, indem er den vierfachen Betrag dessen erstattete, den er durch den Betrug erzielt hatte.

„Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden“ (Lukas 19,1-10), hatte ihm der Lehrer gesagt, „Sammelt euch aber Schätze im Himmel, … denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. (Matthäus 6,19-21) Bemüht euch nicht um die vergängliche Nahrung, sondern um die Nahrung, die bis ins ewige Leben bleibt, die euch der Menschensohn geben wird;“ (Johannes 6:27) Mit Ratschlägen wie diesen, verlor das Steuereintreiben, um Vermögen anzusammeln, bald seinen Reiz.

Es hat eine Weile gedauert, aber mit der Zeit war Zachäus in der Lage, in den Fußstapfen seines Lehrers zu folgen. Die größten Gebote, wie er lernte, waren Gott und andere zu lieben. (Matthäus 22,37-40) Es war dieser Pfad der Uneigennützigkeit, dem er für den Rest seiner Tage folgte.

05-Werte-3Der Sonnenuntergang näherte sich dem Ende. Zachäus schloss ein letztes Mal seine Augen. Ganz sanft glitt er von dieser Welt in die nächste, begrüßt vom goldenen Sonnenaufgang in der Gegenwart des Erlösers, den er seit der Zeit liebte, als sie sich zum ersten Mal auf jener staubigen Straße vor langer Zeit begegnet waren.
Gemäß traditionellen Überlieferungen und den Schriften von Clement von Alexandria (150-215 n. Chr.) wurde Zachäus ein Gefährte des Apostel Petrus und später zum Bischof von Cäsarea ernannt.

 * * *

„Heute hat dieses Haus Rettung erfahren…. Denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ – Jesus, Lukas 19,9-10

– – –

ANTWORTEN AUF DEINE FRAGEN

Eine bessere Perspektive bekommen

F: Ich weiß, dass Probleme ein Teil des Lebens sind, aber ich scheine meine nicht lang genug unter Kontrolle zu bekommen, um aufatmen zu können. Wie kann ich meine Probleme bewältigen, ohne von ihnen überwältigt zu werden?

A: Deine Klage klingt ähnlich wie König David einst seufzte: „ O hätte ich Flügel wie Tauben, dass ich wegflöge und ruhe fände!“ (Psalm 55,7) Dieser Wunsch, in der Lage zu sein, alle seine Probleme und Sorgen hinter sich zu lassen und sich frei zu fühlen, ist eine Sehnsucht, die jeder von Zeit zu Zeit verspürt. Leider gibt es keine einfache, magische Formel, um Probleme ganz einfach zum Verschwinden zu bringen. Wir können jedoch eines tun: die Auswirkung, die unsere Probleme – echte sowie eingebildete – auf uns haben, zu kontrollieren lernen.

Ein absolut sicherer Weg seinen Geist zu stärken, ist sich eine Haltung des Lobens und Dankens zu Gott anzugewöhnen, selbst in den schwierigsten Zeiten. Es spielt keine Rolle, wie schlecht sich die Dinge entwickeln, oder wie hoffnungslos eine Situation zu sein scheint. Es ist immer möglich, etwas zu finden, für das man dankbar sein kann, wenn man angestrengt genug danach sucht. Und das Beste dabei ist, dass Gott bereit steht, um sich selbst als derjenige zu beweisen, der „eine [gegenwärtige] Hilfe in den großen Nöten“ ist. – Psalm 46,2

Diese positive, lobpreisende Haltung wird deine Lasten leichter machen und dir helfen, sie zu tragen. Sie bringt dir Inspiration und erneuert Stärke. Sie gibt dir Flügel, die dich über deine Probleme hinweg heben, einschließlich über die Zweifel, Ängste und Sorgen, die sie begleiten. Sie erhebt deinen Geist über die irdische Ebene hinaus ins himmlische hinein. Auch wenn das deine gegenwärtigen Probleme nicht unbedingt aus dem Weg räumt, gibt es dir doch eine viel bessere Einstellung und Perspektive auf deine Probleme – eine Himmelsperspektive, erfüllt mit Glauben auf ein positives Endergebnis, das Gott denjenigen versprochen hat, die Ihn lieben. – Sieh Römer 8,28

– – –

Das Leben ist voller Probleme …

– Krankheiten, Unfälle, finanzielle und familiäre Probleme, der Tod eines Angehörigen – die Liste ist endlos. „Wie kann das sein?“, fragen wir. „Wenn Gott tatsächlich Liebe ist, wie es in der Bibel im 1.Johannes 4,8 steht und wenn Er sich wirklich wie ein Vater um uns kümmert, wie wir auch in der Bibel an so vielen Stellen lesen können, warum dann all diese Probleme?“

Als Erstes müssen wir verstehen, dass diese Probleme nicht von Gott verursacht werden. Sie sind das Resultat falscher Entscheidungen, die andere oder wir selbst treffen. Gott verursacht unsere Probleme nicht, aber Er verhindert auch nicht, dass wir sie haben und das aus Gründen, die fast so unterschiedlich wie die Probleme selbst sind. Manchmal benutzt Er sie, um uns daran zu erinnern, dass wir einfach nicht fähig sind, unsere eigenen Probleme zu lösen und wir uns stattdessen hilfesuchend an Ihn wenden. Andere Male lässt Er Probleme zu, um uns durch sie zu zeigen wie sehr Er uns liebt, indem Er Lösungen in die Wege leitet. Manchmal geschehen Probleme, um unseren Glauben zu prüfen und zu festigen. Manchmal geschehen sie, um uns dazu zu bewegen, ernsthafter zu beten. Manchmal passieren sie, um uns Lektionen beizubringen – geduldiger und positiver zu werden, wenn sich uns Schwierigkeiten in die Wege stellen. Manchmal treten sie auf, um uns vor Hochmut zu bewahren, oder damit wir klüger werden. Manchmal ereignen sie sich, um uns zu helfen, unsere Segnungen wirklich wertzuschätzen und froh über all die Probleme zu sein, die wir nicht haben. Manchmal dienen sie auch dazu, um uns anderen, die die gleichen Probleme wie wir haben, näher zu bringen. Es gibt also eine Vielzahl von Gründen für unsere Probleme. Aber was auch immer der Anlass für sie ist, Gott möchte sie immer zu unserem Besten wenden. „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.“ – Römer 8,28

Wie schnell und vollständig es dem Herrn möglich ist, Seinen Plan und Willen zu erfüllen, hängt natürlich zu einem großen Teil davon ab, wie weit wir mit Ihm kooperieren. Diese Ausgabe von Aktiviert erklärt, wie man sich geistig gut mit Ihm in Einklang bringt und harmonisch mit Ihm zusammenarbeitet. Dann kann Gott uns das Allerbeste geben – wie schlimm die Situation auch aussehen mag.

Keith Phillips – für Activated (dem Magazin aus dem diese Artikel stammen)

– – –

DENKEN WIE GOTT DENKT

Gott sieht Dinge anders als wir
1.Samuel 16,7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht seine Gestalt und seinen hohen Wuchs an, denn ich habe ihn verworfen. Der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.
Jesaja 55,8–9 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, sagt der HERR, sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
Psalm 92,6 HERR, wie sind deine Werke so groß! Deine Gedanken sind unergründlich tief.
Römer 11,34 Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? (Jesaja 40,13)

Wir sollten versuchen, die Dinge aus Seiner Perspektive zu betrachten
Johannes 7,24 Richtet nicht nach dem Schein, sondern richtet ein gerechtes Gericht.
Psalm 19,10–11 Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewig; die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. Sie sind köstlicher als Gold und viel Feingold; sie sind süßer als Honig und Honigseim.
Philipper 2,5 Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war:
Kolosser 3,2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.

Gott kann uns Seine Gedanken enthüllen
Matthäus 11,25 Zu der Zeit begann Jesus zu sprechen: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du das den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen gezeigt.
Psalm 139,17 Aber wie köstlich sind vor mir, Gott, deine Gedanken! Wie groß ist ihre Summe!
1.Korinther 2,16 Denn »wer hat die Gesinnung des Herrn erkannt, dass er ihn unterweise«? Wir aber haben Christi Gesinnung.
Jeremia 33,3 Rufe mich an, dann werde ich dir antworten und werde dir große und gewaltige Dinge mitteilen, die du nicht weißt.

Fortschritte machen – einen Schritt nach dem anderen

Bitte Gott, dir dabei zu helfen, Ziele zu setzen und den Besten Plan für sie zu finden, um sie zu erreichen
Psalm 37,23 Der HERRN lässt die Schritte eines Mannes fest werden, und er hat Freude an seinem Weg.
Sprüche 16,9 Das Herz des Menschen erdenkt sich seinen Weg; aber der HERR lenkt seine Schritte.
Sprüche 19,21 Es sind viele Pläne im Herzen eines Mannes; aber der Ratschluss des HERRN hat Bestand.

Sei gewissenhaft; tu was du kannst
Sprüche 13,4 Der Faule wünscht sich etwas und bekommt es nicht; aber die Fleißigen bekommen genug.
Sprüche 21,5f Die Pläne eines Emsigen bringen Überfluss;
Sprüche 28,20f Ein treuer Mann wird viel gesegnet;
Epheser 5,15–16 So achtet nun sorgfältig darauf, wie ihr lebt, nicht als Unweise, sondern als Weise, indem ihr die Zeit gut nutzt, denn es sind böse Zeiten.

Danke Gott für seine Hilfe, auch wenn sie nicht sofort sichtbar ist
Psalm 100,4 Geht zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; dankt ihm, lobt seinen Namen!
1.Korinther 15,57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!
Philipper 4,6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Anliegen lasst eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!

Vertraue Gott für die Zukunft
Psalm 37,5 Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird es wohl machen
Sprüche 3,5–6 Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand; sondern denke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.
Matthäus 6,31,34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen und sagen: ‚Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Darum sorgt euch nicht um den nächsten Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Mühe hat.
Philipper 1,6 Ich bin deshalb guter Zuversicht, dass der in euch das gute Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis an den Tag Jesu Christi.

Erwarte mit Geduld das gewünschte Ergebnis
Lukas 21,19 In Geduld beherrscht ihr eure Seele (KJV)
Galater 6,9 Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.
Jakobus 1,4 Die Geduld aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und unversehrt seid und keinen Mangel leidet.
Jakobus 5,7ff–8f Siehe, der Landwirt wartet auf die köstliche Frucht der Erde und ist geduldig ihretwegen, bis sie den Frühregen und den Spätregen empfangen hat. Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen;

– – –

Der Zuschuss

Virginia Brandt Berg (1886-1968)

05-Werte-4Warst du schon einmal weg von zu Hause und dann ging dir das Geld aus? Ich machte diese Erfahrung, als ich von zu Hause auszog, um die Universität zu besuchen. Ich wurde so verzweifelt, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Doch schließlich kam mir in den Sinn, meinem Vater einen Brief zu schreiben. Ich hätte mit meinem Geld besser haushalten sollen, das war klar, aber ich wusste, dass er mich verstehen würde. Was für eine Erleichterung war es doch, nachdem ich diese Entscheidung traf! Mein Vater hatte mir viele Male zuvor geholfen, und ich wusste, er würde mir auch dieses Mal wieder helfen. Ich war während der nächsten Tage, die der Brief benötigte, um zu Hause einzutreffen und mit der Antwort zurückzukommen, vollkommen von seiner Hilfe überzeugt. [Anmerkung: Das fand vor über 100 Jahren statt, lange vor der Zeit von E-Mails oder dass ein Telefon weiträumig zur Verfügung stand.] Alles was ich tun konnte, war um einen Zuschuss bitten, aber ich wusste, dass er kommen würde. Und er kam auch tatsächlich.

Jeder von uns hat Tage erlebt, an denen plötzlich Probleme über uns hereinbrachen und uns der Mut verließ. Wir sahen uns um, aber es gab keinen Ausweg. Dann wandten wir uns an Gott und baten Ihn um einen Zuschuss, eine extra Beihilfe.

Vielleicht weißt du ja, wie es ist, jeden Tag Seine Hilfe zu bekommen, und du verlässt dich auf diese Hilfe und bist dankbar. Aber wenn Gott uns sagt: „Rufe mich an in der Not, dann werde ich dich erretten“ (Psalm 50,15), spricht Er von etwas, das darüber hinausgeht. Es ist eine zusätzliche Hilfe in außergewöhnlichen Umständen – zusätzliche Stärkung, wenn wir ganz besonders schwach sind; zusätzliche materielle Hilfe, wenn wir außergewöhnliche Bedürfnisse haben; zusätzliche Gnade, wenn wir besonders großen Belastungen ausgesetzt sind; zusätzlicher Weisheit, wenn wir sie brauchen und eine extra Portion an Liebe, wenn andere Gottes Liebe benötigen, die sie durch uns spüren können, wir aber nicht genug davon in uns selbst haben. Wir wenden uns an unseren himmlischen Vater, und Er gibt den Zuschuss, den wir zu diesem Zeitpunkt benötigen, um das spezifische Problem zu bewältigen.

Ich habe Leute sagen hören: „Gott hat uns versprochen, dass Er in der Not bei uns ist, aber Er hat niemals versprochen, uns von der Not zu befreien.“ Jene Leute sollten den oben stehenden Bibelvers etwas sorgfältiger lesen. Gott mag sie vielleicht nicht so schnell befreien, wie sie das gerne hätten, oder auf die Weise, wie sie es erwarten; aber Er hat die Rettung versprochen: „Rufe mich an in der Not, dann werde ich dich erretten“. Er versprach beides.

Natürlich stand Gott Daniel in der Löwengrube bei, aber Er befreite ihn auch daraus. (Daniel 6,16-23) Wir wissen, dass Er Shadrach, Meshach und Abednego im Feuerofen beistand, weil König Nebukadnezar sagte, dass er vier Männer in den Flammen sah – „und der vierte sieht aus, als wäre er [der] Sohn [Gottes]!“ (Daniel 3,24-25) – aber Gott befreite die drei auch aus dem Feuerofen.

Wenn wir damit Schwierigkeiten haben, dass uns Gott nicht sofort aus einer schwierigen Situation erlöst, liegt das daran, dass wir noch nicht so weit sind, aus ihr befreit zu werden. Etwas ist dann da noch, das wir zuerst noch tun müssen, oder es liegt daran, dass wir erst noch eine Lektion zu lernen haben. Sobald wir das herausgefunden und erledigt oder gelernt haben, wird Er uns befreien.

Ich habe Zeiten erlebt, in denen ich wegen meiner Versagen so entmutigt war, dass ich mich in diesem Moment nicht an Gott wenden konnte. Aber als ich es dann schaffte, meine Augen nicht mehr auf meine Fehler und Schwächen zu richten, sondern auf Gottes Versprechungen, befreite Er mich. Der Zuschuss bzw. die extra Beihilfe wurde mir zugesprochen, sobald ich darum bat.

Es gibt eine Menge Ratschläge, wie man Schwierigkeiten überwindet. „Tanz dir deine Probleme weg“. „Lächele trotzdem“. „Suche jeden Tag nach etwas Schönem”. „Vergiss dich selbst und sei nett zu anderen. Tue für jemand anderen etwas Liebenswürdiges.” Sicher, es gut, positiv zu sein und Nettes für andere zu tun, und dass das dazu beiträgt, die Gedanken von den Problemen wegzubringen, aber das alles hilft dir nicht aus wirklich ernsten Schwierigkeiten heraus.

Es gab eine Zeit in meinem Leben, bevor ich eine persönliche Beziehung zu Jesus hatte, da war ich ein hilfloser Invalide. Jemand, der sogar noch weniger Glauben als ich hatte, sagte fortwährend zu mir: „Halte durch. Halte nur durch.“ Aber das war das Problem – ich hatte nichts, woran ich mich festhalten konnte! Doch Gott sei Dank, haben wir als Gläubige nicht nur etwas, an das wir uns festhalten können, sondern wir haben jemanden, an dem wir uns festhalten können! „Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine [gegenwärtige] Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ – Psalm 46,2

Eines Tages blieb mein Auto mitten auf einer einsamen Straße stehen. Ich war allein und ziemlich ratlos. Da erinnerte ich mich plötzlich daran, dass in der Nähe eine ehemalige Freundin wohnte. Ich sage „ehemalige“ weil es – obwohl ich oft an sie gedacht habe – schon eine ganze Weile her war, dass ich es geschafft hatte, sie zu besuchen oder anzurufen. Ich wusste, dass sie gerne helfen würde, aber ich konnte mich nicht dazu überwinden, zu ihrem Haus zu gehen und sie um Hilfe zu bitten, weil ich mich so lange nicht um sie gekümmert hatte. Ich saß in meinem Auto und versuchte, den Mut dazu aufzubringen, schaffte es aber einfach nicht.

So kann es einem ergehen, wenn wir vergessen, Gott Tag für Tag in unsere Gedanken und Aktivitäten einzubinden. Wenn wir vergessen, Ihn um Seinen Ratschlag und Seine Hilfe in kleinen Dingen zu bitten, oder wenn wir vergessen, Ihm für Seine Güte zu danken oder uns keine Zeit nehmen, um auf die göttliche Eingebung zu warten und von Seinem Wort zu lernen; wenn wir Ihn vernachlässigt haben, ist es ganz schön schwer, sich an Ihn in den Tagen der Not zu wenden. Es ist schwer und demütigend, aber es ist so viel besser, als sich weiterhin abzumühen und zu quälen. Unser himmlischer Vater ist immer für uns da, nur ein Gebet weit entfernt. Bereit, uns zu vergeben und uns einen Zuschuss, eine Sonderzulage oder extra Beihilfe zu gewähren.

Virginia Brandt Berg (1886-1968) war eine berühmte Evangelistin und Pastorin. 15 Jahre lang war sie Moderatorin der christlichen Radio-Sendung „Meditationsmomente“. Dieser Artikel ist eine bearbeitete Transskription einer ihrer Sendungen.

– – –

05-Werte-5

Maria Fontaine

Menschen müssen nicht perfekt sein, damit sie es verdienen, von uns geliebt zu werden.

Sie müssen nicht fehlerlos oder leicht zu mögen oder ‚pflegeleicht’ sein. Und das ist gut so, denn keiner von uns hat ständig alle diese guten Eigenschaften; keiner von uns ist vollkommen. Gott erwartet nicht, dass wir vollkommen sind, aber Er erwartet, dass wir einander Liebe und Verständnis entgegen bringen. „Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, nämlich: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ – Galater 5,14

Wenn Menschen auf engem Raum zusammenleben oder -arbeiten, dann passiert es leicht, dass man voneinander negativ denkt oder man den anderen negativ abstempelt. Natürlich verbessert sich dadurch die Situation nicht. im Gegenteil. Sie wird zu einem Teufelskreis des Abstempelns, Kritisierens und Abwertens, was wiederum Freundschafts- und Arbeitsbeziehungen unterminiert.

Aber wir müssen dem nicht zum Opfer fallen. Es gibt eine Alternative, ein besseres Niveau, auf dem wir während unserer schlechten Tage liebevoll einander entgegen treten, uns gegenseitig unsere Fehler vergeben, die Schwächen des anderen ausgleichen und seine Stärken aus ihm herausholen. Liebe erzeugt Gegenliebe. Sie motiviert andere dazu, ihr Bestes zu geben; sie resultiert in Gottes Segen und macht uns glücklich.

Anstatt darauf zu achten, wie viel andere uns geben oder wie würdig wir sie unserer Liebe und Hilfe erachten, sollten wir Gott um mehr Liebe bitten. Gottes Liebe ist bedingungslos und stark und auch rein genug, um unseren menschlichen Fehlern und Patzern zu widerstehen, von denen es so viele gibt. Wir sollten Ihn um Liebe bitten, die nicht davon abhängig ist, wie gut wir uns mit anderen verstehen; Liebe, die andere so akzeptiert wie sie sind; Liebe, die auch dann liebt, wenn sie sich verspäten oder selbstsüchtig oder unhöflich oder ungepflegt oder unordentlich sind oder einfach nur total falsch liegen.

Es gibt natürlich viele Ursachen für einen Mangel an Liebe. Voller Vorurteile zu sein ist ein Grund; egozentrisch zu sein, ist ein anderer Grund; wenn wir unsere Augen so auf unsere eigenen Bedürfnisse richten und was wir möchten, dann vermögen wir nicht die Bedürfnisse der anderen zu sehen. Selbstsüchtig zu sein ist ein anderer Grund. Wir denken immer, anderen unserer Zeit und Aufmerksamkeit zu widmen, könnte uns mehr kosten, als wir bereit sind, zu investieren oder daraus profitieren könnten. In unserer Geschäftigkeit liegt ein weiterer Grund. Wir sind so darauf fixiert, unsere Ziele zu erreichen, dass wir gar nicht bemerken, was für Auswirkung dieses Verhalten auf andere hat. Stress verhindert ebenfalls, liebevoll zu sein, denn mit der Zeit erscheint uns nichts wichtiger zu sein, als das, was uns gestresst hat. Stolz ist noch ein Grund, denn man muss demütig sein um Liebe in Taten oder Worte umzusetzen. Unser Stolz gebietet uns, zu warten, bis der andere den ersten Schritt macht. Groll über Beleidigungen, die wir in der Vergangenheit erlitten haben und die wir weder vergeben noch losgelassen haben, kann unsere Fähigkeit zu lieben über eine lange Zeit hinaus beeinträchtigen.

Vielleicht sind wir nicht die einzigen, denen es schwer fällt, mit jemandem gut auszukommen und zu mögen. Vielleicht gehen sie alles falsch an. Vielleicht stecken sie voller Fehler.

Wir können immer einen Grund dafür finden, jemanden nicht zu lieben, und jeder Grund scheint gerechtfertigt zu sein, wenn wir zur Liebe nur dann willens sind, wenn sie uns leicht fällt. Aber wenn wir selbst einmal in die Schuhe des anderen schlüpfen, dann stellen wir fest, welch großen Unterschied etwas Liebe ausmachen kann. Dann sind all diese Entschuldigungen nicht mehr haltbar.

Der Apostel Paulus schrieb, dass unser Leben ohne Liebe nichts zählt. Über unsere Talente und Erfolge, selbst über unsere Opfer, sagt er: „Hätte [ich] keine Liebe, so wäre ich nichts – wäre es mir nichts nütze“. – 1. Korinther 13,1-3

Unvoreingenommene, bedingungslose Liebe ist keine Eigenschaft, die dem Menschen von Natur aus gegeben ist. Sie ist übernatürlich. Sie ist göttlich. Aber sie ist für uns nicht unerreichbar. Sie ist ein Geschenk Gottes, und sie gehört uns, wenn wir darum bitten. „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter“ (Jakobus 1,17) „Bittet, so wird euch gegeben.“ (Matthäus 7,7) Liebe ist ein Geschenk, aber wir werden nicht automatisch durch dieses Geschenk besser. Nichts was wertvoll ist, ist auch leicht zu haben. Zum Beispiel eine alte Gewohnheit durch eine neue zu ersetzen; zu lernen, wie Gott zu lieben, benötigt Zeit, Nachdenken, Gebet und Bemühen. Wenn wir in der Liebe wachsen wollen, müssen wir uns Zeit dafür nehmen.

Wenn das auf dich zutreffen sollte, dann nimm Abstand von allem und fang an, alles neu zu bewerten. Betrachte dein Leben und deine Ziele und schaffe mehr Raum für Liebe darin. Nimm dir mehr Zeit für deine Lieben. Plane mehr Zeit ein für Freundschaften und zwar nicht nur für Leute, denen du sowieso schon nahe stehst oder mit denen du von vornherein gut klar kommst. Plane Zeit dafür ein, dich ‚ins Zeug zu legen’ für Liebe. Und vergiss nicht, genügend Zeit für die „Herz zu Herz Kommunikation“ mit Jesus einzuplanen, den die Bibel „das Ebenbild des unsichtbaren Gottes“ nennt (Kolosser 1,15; Hebräer 1,3;), gefüllt und verändert durch Seine Liebe und dankbar dafür.

Gott möchte dir die Liebe geben, die du brauchst, um erfüllt und glücklich zu sein. Und er möchte andere durch dich lieben. Er möchte deine Fähigkeiten zu lieben erweitern; dich fähig machen, so viel mehr zu lieben, als du dich selbst für fähig hältst.

Liebe ist ein Wunder. Bitte Ihn um dieses Wunder. Bitte Ihn, mehr von Seinem Wesen zu haben, und dann handle so, als ob du all die Liebe, die du brauchst, bereits hast, um die richtigen Entscheidungen zu treffen; die uneigennützigen, liebevollen, bescheidenen Entscheidungen; die schwierigen Entscheidungen. Und Gott wird dich nicht im Stich lassen. Er wird dein Herz bis zum Überfließen füllen.

 * * *

Leben wird aus Kampf geboren. Um diese Welt zu betreten, muss ein Baby die Behaglichkeit und Sicherheit des Mutterschoßes verlassen und die schwierige und gefährliche Reise durch den engen Geburtskanal machen. Bevor ein Adler in den Himmel aufsteigen kann, muss er sich pickend und stoßend seinen Weg aus dem Ei bahnen. Bevor ein Schmetterling uns mit seinen Farben und seiner Anmut erfreuen kann, muss er seinen Kokon verlassen.

– – –

EIN NEUER ANFANG

Die Geschichte des Apostel Petrus, nacherzählt von Abi F. May

05-Werte-6Mein Herz war in solche Tiefen gesunken, dass nicht einmal der ununterbrochene Schwall von Tränen die Reue und Verzweiflung hinweg waschen konnte. Wie hatte es nur dazu kommen können?

Bis vor drei Jahren war ich recht zufrieden mit meinem Leben als Fischer, doch war ich nicht wirklich erfüllt. Ich ärgerte mich darüber, Steuern an den Steuereintreiber zahlen zu müssen. Ich ärgerte mich über die Rabbis, die meine Trinkerei und meine derbe Sprache kritisierten. Am meisten ärgerte ich mich aber über die Tatsache, dass ich, obwohl mein Bauch an den meisten Tagen gefüllt wurde, nie irgendwie besser dran war. Ich würde auch am nächsten Tag wieder zum Fischen ausfahren müssen, um wieder essen zu können. War die Summe meines Lebens ein Korb voller Fische?

Ich hatte mich nicht auf die Suche nach dem Meister gemacht – Er hatte mich gefunden. Er stellte sich als ein Lehrer heraus, der sowohl mit Freundlichkeit als auch mit Autorität sprach. Ich hatte Ihn schon vorher reden gehört und erkannt, dass Er kein gewöhnlicher Mann war. Aber es war die Begegnung am See von Galiläa, die mein Leben veränderte.

Ich war die ganze Nacht draußen auf dem See mit meinem Bruder Andreas und unseren Fischerkollegen Jakobus und Johannes gewesen. Eine Nacht lang fischten wir mit zwei Booten, aber nicht einen Fisch hatten wir gefangen! Alles, was ich tun wollte, war, die Netze zu Ende auszuwaschen, nach Hause zu gehen, zu essen und schlafen zu gehen.

Eine Menschenmenge hatte sich am Ufer versammelt, um Jesus lehren zu hören, und Er wollte sich mein Boot ausleihen. Wenn man es in kurzer Entfernung vom Ufer ankerte, wäre jedermann in der Lage, Ihn zu sehen und zu hören. Dagegen war nichts einzuwenden.

Als er fertig war, war auch ich mit meinen Netzen fertig und war dabei nach Hause zu gehen. Aber Er sagte zu uns, wir sollten unsere Booten hinausfahren ins tiefe Wasser und unsere Netze noch mal auswerfen – dieselben Netze, die ich gerade mit letzter Kraft gereinigt und geflickt hatte. Ich war müde und hungrig, aber Jesus hatte etwas an sich, dem man schwer widersprechen konnte.

Als wir unsere Netze wieder einholten, waren sie mit so vielen Fischen gefüllt, dass die Netze sie kaum halten konnten. Und nachdem wir die Fische in unsere Boote geladen hatten, waren sie so schwer, dass sie beinahe sanken.

„Lasst alles zurück und folgt mir“, sagte Jesus zu uns, als wir am Ufer anlegten. Wie wir schnell merkten, meinte Er damit nicht, dass wir nur die Fische zurück lassen sollten, sondern auch unsere Boote, unsere Netze, unsere Familien, unser Heim – alles. Und wir taten es. Alle vier von uns brachen an diesem Tag mit Ihm auf, mit nichts weiter als unseren Kleidern am Leib.

Während der nächsten drei Jahre sahen wir erstaunliche Dinge! Er heilte unzählige Menschen und tat viele weitere Wunder – wie zum Beispiel zu jener Zeit, als wir alle zwölf, die Er als Jünger auserwählt hatte, in einem Boot saßen, weit weg vom Land, und plötzlich ein Sturm losbrach. Jesus war an Land zurückgeblieben, um zu beten. Aber Er kam zu uns, als der Sturm am schlimmsten war, spazierte daher auf dem Wasser! Als ich Ihn fragte, ob Er das wirklich sei, sagte er mir, aus dem Boot zu steigen und zu Ihm zu kommen. Ich ging auch einige Schritte auf dem Wasser, aber dann packte mich die Angst, und ich begann unterzugehen. Ich wäre ertrunken, wenn mich Jesus nicht ergriffen hätte.

Er war immer da, wenn wir Ihn brauchten. Aber wo war ich, als Er mich brauchte? Deshalb habe ich diesen Schmerz in meiner Magengrube. Ich hatte mich mehrere Male damit gebrüstet, immer für Ihn da zu sein. Ich hatte damit geprahlt, dass ich niemals davonlaufen würde, um meine eigene Haut zu retten. Und was ist passiert?

Zwei Nächte zuvor konnte ich nicht einmal wach bleiben, während Er im Garten Gethsemane betete, bevor Seine Feinde kamen, um ihn zu verhaften. Und dann, was tat ich dann? Ich rannte davon und versteckte mich, folgte nur in sicherer Entfernung, um zu sehen, wohin sie Ihn bringen, und was sie mit Ihm machen würden. Ich wartete in einem nahe gelegenen Hof, als Er vor einem religiösen Rat vor Gericht stand, als eine Frau mich als einen Seiner Jünger erkannte. Ich bestritt es. Und nicht nur ihr gegenüber, sondern noch zwei weitere Male. Ich hätte für Ihn eintreten können. Warum tat ich es nicht?

Ich war solch ein Feigling! Ich bestand darauf, Jesus nicht zu kennen – derselbe Jesus, der all diese Wunder getan hatte, der so viel Liebe gezeigt hatte, den ich als Gottes Sohn erkannt hatte. Ich bin ein Versager als Jünger und als Freund!

Gestern brachten Seine Feinde die Römer dazu, Ihn hinzurichten. Wenn ich doch nur die Zeit zurückdrehen könnte. Ich würde alles für eine weitere Chance geben. …

Das war Simon Petrus’ Geschichte bis zu jenem schmerzlichen Moment. Aber es war nicht das tragische Ende, wie er dachte.

Am dritten Tag, nachdem Jesus gekreuzigt und begraben worden war, erschien den drei Frauen, die bei Sonnenaufgang zu Seinem Grab gekommen waren, ein Engel. „Erschreckt nicht!“, sagte er zu Ihnen. „Ihr sucht Jesus den Nazarener, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier! Seht da die Stelle, wo sie ihn hinlegten! Geht aber hin und sagt es seinen Jüngern – und Petrus -, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen.“

Und so geschah es, wie der Engel gesagt hatte. Petrus, ohne Selbstvertrauen und ohne zu wissen, was er tun sollte, kehrte mit seinen Freunden zum See von Galiläa zurück, wo alles begonnen hatte. Sie verbrachten die Nacht mit Fischen, und wie in jener Nacht, Jahre zuvor, fingen sie nichts. Am Morgen sahen sie einen Mann am Ufer stehen. Er rief ihnen zu: „Werft die Netze nochmals aus!“ Könnte es … Jesus sein? Bald waren die Netze mit Fischen gefüllt. Es war Jesus! Petrus sprang spontan über Bord und schwamm zum Ufer, um den auferstandenen Erlöser zu begrüßen. Bei einem Frühstück mit Brot und Fisch hatten Jesus und Petrus ein Gespräch, das Jesus mit den gleichen Worten beendete, die Petrus’ Leben beim ersten Mal vollkommen geändert hatten – „Folge mir.“

Wir wissen aus der Bibel und aus anderen historischen Quellen, dass Petrus seine Verzweiflung überwunden und von neuem begonnen hatte. Für den Rest seines Lebens predigte und lehrte er. Und er war eine Schlüsselfigur in der frühchristlichen Kirche.

Petrus’ Geschichte erinnert uns daran, dass es keine Rolle spielt, was bisher auf unserem Lebensweg passiert ist. Wie er können auch wir die Kraft finden, wieder von vorne anzufangen. Wir können größere Dinge erreichen, weil wir – wie Petrus später schrieb – unseren Glauben und unsere Hoffnung auf Gott setzen und nicht auf uns selbst. (1. Petrus 1,21) Wenn wir nahe bei Jesus bleiben, wird das Beste erst noch kommen.

Diese Nacherzählung basiert auf Lukas 5,1-11; Matthäus 14,22-33; Markus 14,66-72; 16,1-7; Matthäus 27,1-2; Johannes 21

 * * *

FLÜGEL, GEBOREN AUS BELASTUNGEN

Ganz gleich welche Hindernisse sich dir im Leben entgegen stellen, es gibt einen Weg, sich über sie zu erheben. Gott gibt seinen Kindern Flügel, wenn etwas zu schwierig wird. Flügel werden aus Belastungen geboren.

In dieser Welt gibt es eine Art teuflische Schwerkraft, die täglich nur darauf aus ist, uns herunter zu ziehen. Aber da ist auch etwas, das nach oben zieht, ja das uns direkt bis zum Herzen Gottes emporheben kann. „Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler.“ (Jesaja 40.31) Diejenigen, die in des Herrn Gegenwart verharren, im Gebet und in Seinem Wort, steigen hoch zu Gefilden von Frieden und Ruhe. – Virginia Brand Berg

– – –

EIN NEUER MORGEN, EIN FRISCHER START

Jeden Morgen haben wir eine neue Gelegenheit, alles anders und besser als zuvor zu machen — besonders wenn wir uns die Zeit nehmen, um mit Gott in Verbindung zu treten, um Seine Sichtweise in Bereichen, in denen wir uns verbessern möchten, zu bekommen, und Ihn zu bitten, uns zu helfen, die dazu notwendigen Veränderungen in unserem Denken, unserer Einstellung und unseren Taten zu machen. Tatsächlich würde Er nichts lieber tun, als uns zu helfen, uns zum Besseren zu verändern.

 Jeden Morgen erhalte ich neue Gnade von Dir!
Groß ist Deine Treue, lieber Herr, zu mir.
—Thomas Chisholm

Ein Gebet der Dankbarkeit zu Gott für all Seine liebevolle Fürsorge, ist eine großartige Weise, deinen Tag zu beginnen. Nimm dir gleich morgen früh als erstes ein paar Minuten Zeit für solch ein Gebet und lass dich überraschen, was für einen Unterschied es in deinem Tag machen wird. Du kannst das folgende Gebet oder auch ein eigenes beten. Oder beginne mit diesem und passe es mit speziellen Einzelheiten deinen Umständen an.

Danke für diesen neuen Tag, so frisch und rein, unverdorben von all den gestrigen Patzern und Fehlern. Während ich schlief, hast Du alles bereinigt und neu gemacht.
Danke für all deine brandneue Gnade, deine brandneue Liebe, deine brandneue Vergebung, deine brandneue Kraft und Stärke und für Dein unfehlbares Versprechen, mir zu helfen. Du bist einfach wunderbar zu mir, so geduldig mit meinen Schwächen und Unzulänglichkeiten. Du übersiehst nicht nur meine Schuld und klagst mich nicht wegen meiner Fehler an, sondern schenkst mir immer neue Hoffnung.
All meine Fehler und Misserfolge lasse ich nun hinter mir. Hilf mir vorwärts zu gehen, mit meiner Hand in Deiner.

HERR, frühmorgens wirst du meine Stimme hören; frühmorgens will ich mich zu dir wenden und Ausschau halten (aufschauen). – Psalm 5,4

Mehr Anregungen für Gebete des Lobes im Büchlein „In Liebe zu Jesus“ – auf Anfrage erhältlich.

– – –

05-Werte-7a

05-Werte-9

Eine Botschaft von Jesus mit Liebe – für dich!

Das Geheimnis um geistigen  Reichtum zu besitzen, wie auch materiell versorgt zu sein, ist eigentlich ziemlich einfach: Sei dir bewusst, was für riesige Ressourcen mir zur Verfügung stehen.

Mein Wort enthält hunderte von Versprechungen, auf die du dich berufen kannst. Wenn du sie liest, sie in dir aufnimmst und sie dir zu Eigen machst, wirst du Antworten auf deine Gebete sehen, die deine Seele begeistern wird und deinen Glauben wachsen lässt. Und während du sie weiterhin liest, in dir aufnimmst und dich darauf berufst, werde ich dir weiterhin antworten, dich inspirieren und versorgen. Gemeinsam werden wir eine Kette des Erfolgs erschaffen, die sich weder brechen noch sprengen lässt.

Das bedeutet aber nicht, dass dein Glaube nie schwach werden wird oder du nie wieder schwierige Zeiten durchmachen wirst. Solange du dich in der gegenwärtigen Welt befindest, wirst du gute und schlechte Zeiten erleben. Probleme sind ein notwendiger Teil des Lebens. Aber deine Verbindung zu mir, dein Glaube an meine Liebe und meine Versprechungen kann all den Unterschied der Welt ausmachen.

– – –

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s