von Engeln umgeben

Die flüsternde Krankenschwester

Eine persönliche Erfahrung

Von Joanna Adino, Brasilien

In der achtzehnten Woche meiner neunten Schwangerschaft fing ich an etwas zu bluten. Ich ließ einige Tests machen und dabei entdeckte mein Arzt einen Tumor. Er sagte es wäre ein Wunder, wenn das Baby überleben würde.

Ich betete und bat Jesus das Baby behalten zu dürfen, da ich fühlte, dass es meine letzte Schwangerschaft sein würde. Und der Herr bewirkte das Wunder und bewahrte das Baby bis zum errechneten Termin, trotz vieler Schmerzen in meinem Rücken und der Gebärmutter. Sie wurde per Kaiserschnitt entbunden – wunderschön, groß und gesund!

Nach der Geburt sagte der Arzt, dass ich zwei Monate warten müsste bevor er den Tumor entfernen könnte, der sich inzwischen als bösartig erwiesen hatte. Kurz vor dem verabredeten Operationstermin wachte ich mit einem Blutsturz auf. Ich informierte den Arzt und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Dort sagte man mir, dass ich sehr viel Blut verloren hätte und man unverzüglich eine Bluttransfusion durchführen müsste. Offenbar war der Tumor in mir aufgebrochen und hatte den Blutsturz ausgelöst. Die Ärzte konnten die Blutung nicht stoppen. Obwohl ich 18 Blutkonserven bekam, ließen die Blutungen nicht nach. Mein Mann rief die anderen Mitglieder unserer Gemeinde an und bat sie für mich zu beten.

Ich wollte keines meiner Kinder sehen, da ich glaubte, dass ich sterben müsse, und ich wollte nicht, dass sie mich in diesem Zustand sahen und das als letzte Erinnerung an mich behielten. Die Krankenschwestern, die sich um mich kümmerten, riefen die Ärzte, da sie sahen, dass es rapide schlimmer mit mir wurde. Ich konnte meine Beine nicht mehr fühlen. „All das Blut, das wir in sie reinpumpen, kommt gleich wieder raus, und nichts was wir tun hilft ihr“, sagte die Oberschwester zum Arzt. In dem Moment war ich mir sicher, dass ich mich auf dem Weg befand, Jesus von Angesicht zu Angesicht zu begegnen.

Zu dem Zeitpunkt konnte ich schon gar nichts mehr von meinem Körper fühlen, und ich sagte Jesus, dass ich bereit wäre zu gehen, wenn er das wollte; ich würde seinen Willen nicht bekämpfen, wenn dies sein Plan für mich wäre.

Das war schon eine ziemliche Erfahrung, dem Herrn zu sagen, dass ich bereit war, hier und jetzt zu ihm zu gehen!

Später, als sie mich in den Operationssaal brachten, war dort eine ältere, dunkelhäutige Krankenschwester mit einem sehr freundlichen Gesicht. Sie nahm meine Hände, schaute mich an und sagte: „Keine Angst! Die Engel sind alle hier dir zu dienen. Und Jesus ist hier für dich.“ Sie schaute weiter in meine Augen und tätschelte mein Gesicht, meinen Kopf, meine Hände, und ich begann mich zu entspannen. Sie sagte: „Der Herr ist hier bei dir. Er liebt dich. Ich bleibe auch hier bei dir und werde die ganze Zeit an deiner Seite bleiben. Du wirst jetzt einschlafen, aber ich werde hier bei dir bleiben.“

Sie wechselte zum Flüsterton über, als all die Ärzte hereinkamen und es sehr hektisch im Raum wurde. Ein Krebsspezialist war gekommen und verschiedene Krankenschwestern, und sie sprachen alle sehr schnell. Die dunkelhäutige Schwester begann mir Bibelverse ins Ohr zu flüstern. Einer von ihnen war:

„Der Engel des HERRN lagert sich um die her (umschirmt alle), die ihn fürchten (lieben, ehren, gehorchen), und hilft ihnen heraus (befreit, rettet sie).“  – Psalm 34:8

Immer wieder flüsterte sie diesen Vers, und er gab mir Kraft, als ich in Betäubung fiel. Vier Stunden dauerte die Operation.

Als ich aufwachte, hatte ich ein ganz merkwürdiges Gefühl, und das erste, an das ich dachte, war diese Krankenschwester. Ich wollte gerne mit ihr sprechen und suchte sie unter dem Pflegepersonal, die nach mir schauten, konnte sie aber nicht entdecken. Als mein Mann kam, versuchte ich ihm zu berichten, wie diese Schwester mir geholfen hatte und was sie über den Herrn und die Engel um mich herum im Operationssaal gesagt hatte, aber da ich so müde und schwach war, konnte ich mich nicht gut ausdrücken.

Später, nachdem ich mich von der Betäubung erholt hatte, fragte ich einen der Ärzte, die mich operiert hatten, nach dieser Schwester, aber sowohl er als auch die anderen, die bei der Operation zugegen gewesen waren, sagten, dass niemand, auf den die Beschreibung passte, im Operationssaal gewesen wäre. War sie ein Engel   gewesen? Es scheint so!

Der Krebsspezialist sagte zu meinem Mann, dass der Tumor schon sieben Jahre in meinem Körper gewesen sein musste, aber versteckt lag. Was der Arzt entdeckt hatte, der mich während meiner Schwangerschaft untersucht hatte, war nur ein winzig kleiner Teil des Tumors gewesen.

Was ich auch später noch herausfand: zur gleichen Zeit, als ich so heftig blutete, hatten sich unsere Freunde und Mitarbeiter unseres christlichen Projekts versammelt und für mich gebetet, und mehrere von ihnen hatten dabei Visionen, in denen Engel an meiner Seite waren. Als ich ihnen von der Krankenschwester erzählte, fand ich heraus, dass die Dinge, die sie gesagt und die Bibelverse, die sie zitiert hatte, exakt dieselben Botschaften waren, die sie bei ihrer Gebetsversammlung vom Herrn bekommen hatten. Erstaunlich!

– – –

Botschaft von Jesus zum Thema Leiden und Heilung, mit Liebe an dich!:

Satan begehrt danach dich zu haben, um dich durchzusieben wie Weizen. Doch ich bete beständig für dich, dass du deinen Glauben nicht verlierst. (Lukas 22:32) Schau deshalb nicht auf diese vorübergehenden Leiden als seien sie eine Bestrafung für deine Sünden, denn sie erfüllen einen großen Zweck. (2.Korinther 4:17)

Diese momentanen Leiden sind lediglich Trittsteine, die alles zum Guten zusammenführen, um meinen Willen und meine Absicht zu erfüllen. Sie führen zu Wegen von höherem Grund von Glauben und Vertrauen in mich.

Ich gebe dir diese mehrfarbigen Trittsteine, damit durch dieses vorübergehende Leiden ein vielfacher Zweck erfüllt werde: größere Abhängigkeit von mir, größerer Glaube, innigere Gebete, mehr Ermutigung, größere Kraft alles dadurch, dass du meine heilende Berührung erfährst. Wenn du betest und mir in deinem Leiden vertraust, wird das nicht nur deinen Glauben ermutigen und stärken, sondern auch den Glauben derer, die während deinem Leidens dein Beispiel von Glauben, Vertrauen und Abhängigkeit von mir sehen.

(Aus dem Büchlein: Von Jesus mit Liebe für dich!)

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