Das neue Jahr erklimmen

Das ist viel auf einmal zu lesen, lest es etappenweise, lasst euch Zeit, und lasst es einsinken:

 

Das neue Jahr

Das neue Jahr ist angekommen.
Haben wir uns vorgenommen,
Euch zu wünschen in der Zeit
Glück und Fried und Einigkeit.
Soviel Tröpflein in dem Regen,
Soviel Glück und soviel Segen
Soll Euch Gott der Höchste, geben.
Glückseliges neus Jahr!

Zwischen dem Alten
zwischen dem Neuen,
hier uns zu freuen,
schenkt uns das Glück.
Und das Vergangene
heißt mit Vertrauen
vorwärts zu schauen,
schaun zurück.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832

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Das neue Jahr erklimmen

Von Curtis Peter Van Gorder

1-2-2Selbst die besten Bergsteiger brauchen jemand, der sie führt, wenn sie  auf unbekannte Berge klettern. Um  ganz genau zu sein, nur ein törichter Anfänger würde versuchen, es alleine schaffen zu wollen – ein Anfänger wie ich.

Vor Jahren machte ich einmal Urlaub in den Schweizer Alpen. Am letzten Tag beschlossen mein Freund und ich, einen in der Nähe liegenden Berg zu besteigen. Es war schon später Nachmittag als wir aufbrachen. Wir waren noch nicht weit gegangen, als wir an einem Schäfer vorbeikamen, der seine Schafe in der Höhe hatte weiden lassen und nun auf dem Abstieg war. „Die Dunkelheit kommt früh und plötzlich in den Bergen”, warnte er uns. „Wartet bis morgen und nehmt euch einen Bergführer.” Aber morgen würde es zu spät sein. Morgen Nachmittag würden wir schon im Zug nach Hause sitzen und eine einmalige Gelegenheit verpasst haben. Wir gingen unbeirrt weiter.

So sicher wie die Nacht auf den Tag folgt, waren wir auch bald in totaler Finsternis. Da der Himmel bedeckt war, gab es nicht einmal Mondlicht oder Sterne. Wir konnten nur schwerlich den steinigen Weg unter unseren Füssen ausmachen, geschweige denn, den Pfad vor uns erkennen. Ein Fehltritt und wir würden den Berg hinab stürzen. Wir würden wohl die Nacht auf dem Berg verbringen müssen.

Wir hatten einen Schlafsack dabei und entschieden uns, dass wir uns mit dem Schlafen abwechselten.

Dann fing es heftig zu regnen an. Uns war nicht nur kalt, sondern wir waren auch pitschnass und das war auch unser Schlafsack. Wir fanden Unterschlupf unter einem hervorstehenden Felsen. Nach einer langen Nacht, brach der Morgen an, der Regen hatte aufgehört und wir konnten hinabsteigen.

Auf dem Weg hinab trafen wir denselben Schäfer, mit dem wir am Vortag gesprochen hatten. Als er uns so sah, nickte er uns zu und blickte uns mit einer Mischung aus Amüsement und Erleichterung an. Wäre es in der Nacht noch kälter geworden, hätten wir  erfrieren können.

Die Herausforderungen des neuen Jahres anzunehmen, ist oft genau wie  Bergsteigen: Auch wenn es harte Arbeit ist und möglicherweise gefährlich sein kann, hält es doch eine spezielle Belohnung für diejenigen bereit, die sich der Herausforderung stellen und nicht aufgeben, bis sie den Gipfel erreicht haben.

Manchmal aber werden wir zu selbstsicher und denken, wir könnten alleine gehen. Wenn wir schlau sind, werden wir erkennen, dass wir die Hilfe eines Bergführers benötigen, und natürlich gibt es keinen besseren Führer als Jesus, welchen die Bibel den „obersten Hirten” unserer Seelen nennt (1 Petrus 5:4). Er weiß, wo die saftigen Weiden sind und auch wo die Gefahren liegen. Wenn wir Ihm nahe bleiben, wird Er uns helfen, unsere Ziele für das kommende Jahr zu erreichen, den Gipfel zu erobern und den Nervenkitzel des Sieges zu erleben.

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Jetzt und für immer

Von Maria Fontaine

Am Anfang des neuen Jahres fragen sich viele vielleicht etwas ängstlich, was das neue Jahr für sie, ihre Familien, ihre Freunde und auch ganz allgemein für die Welt bereithält. Es ist beruhigend zu wissen, dass, was auch immer die Zukunft uns bringen mag, und welche Probleme und Belastungen uns auch immer erwarten, Jesus uns dabei helfen möchte, sie zu überwinden. Wenn du Ihn als deinen Retter angenommen hast, kannst du dich auf Seine besondere Fürsorge verlassen.

Ich finde, einige der bewegendsten Kapitel in der Bibel sind die Kapitel 14-17 im Johannes Evangelium. Jesus verbrachte Zeit mit Seinen engsten Vertrauten, sprach mit ihnen, lehrte sie, betete für sie und ermutigte sie. – Er bereitete sie auf die Tatsache vor, dass Er diese Welt bald verlassen würde und machte ihnen klar, dass Sein Geist weiterhin immer bei ihnen sein würde.

Er erinnerte sie daran, dass Er ihr Weg zum Himmel ist (Johannes 14:6) und erzählte ihnen von den wunderschönen Wohnungen, die er für sie vorbereiten würde. (Johannes 14:2-3) Er versprach, ihre Gebete zu beantworten. (Johannes 14:13-14) Er erzählte ihnen vom Heiligen Geist. (Johannes 14:16, 26) Er versprach ihnen überirdischen Frieden. (Johannes 14:27)

Er lehrte sie, wie wichtig es ist, im Geist nahe bei Ihm zu bleiben, damit sie das für sie bestimmte Leben führen können. (Johannes 15: 1, 3-5) Er nannte sie Seine Freunde. (Johannes 15:15) Er forderte sie dazu auf, Seine Liebe und Wahrheit mit anderen zu teilen. Er versprach ihnen, sie dafür zu belohnen, indem Er ihre Gebete beantworten und durch sie wirken würde. (Johannes 15:8,16) Er versprach Gnade und Frieden in Zeiten der Trübsal und verkündete zuversichtlich, dass Er die Welt überwunden hatte (Johannes 16:33) – mit »der Welt« ist ein Leben ohne Gott, oder krass ausgedrückt, die Gottlosigkeit gemeint, die in dieser gegenwärtigen Welt schon immer herrschte.

Dann betete Er für Seine Jünger. „Vater, ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt herausnimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst [dem Teufel]. Sie gehören genauso wenig zu dieser Welt, wie ich. Reinige sie und heilige sie, indem du sie deine Worte der Wahrheit lehrst. Wie du mich in die Welt gesandt hast, so sende ich sie in die Welt.“ – Johannes 17:15-18

Es ist nicht einfach, in der Welt zu leben und sich nicht von den „Wellen“ des Kummers dieser Welt umwerfen und überrollen zu lassen. Aber das ist nicht unmöglich. Das Geheimnis liegt darin, deine Augen auf Jesus gerichtet zu halten, „dem Urheber und Vollender unseres Glaubens“ (Hebräer 12:2) und darauf zu vertrauen, dass Er dich über Wasser hält. (Matthäus 14:25-31)

Er hat versprochen, jetzt und für immer bei dir zu sein, durch dick und dünn. (Hebräer 13:5)

Und nichts kann dich von Seiner liebenden Fürsorge trennen. (Römer 8:37-39)

Aber trotz all dem tragen wir einen überwältigenden Sieg davon durch Christus, der uns geliebt hat. Ich bin überzeugt: Nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen. Und wären wir hoch über dem Himmel oder befänden uns in den tiefsten Tiefen des Ozeans, nichts und niemand in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus, unserem Herrn, erschienen ist. – Römer 8:37-39

Aber trotz all dem tragen wir einen überwältigenden Sieg davon durch Christus, der uns geliebt hat. Ich bin überzeugt: Nichts kann uns von seiner Liebe trennen. Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder unsere Ängste in der Gegenwart noch unsere Sorgen um die Zukunft, ja nicht einmal die Mächte der Hölle können uns von der Liebe Gottes trennen. Und wären wir hoch über dem Himmel oder befänden uns in den tiefsten Tiefen des Ozeans, nichts und niemand in der ganzen Schöpfung kann uns von der Liebe Gottes trennen, die in Christus Jesus, unserem Herrn, erschienen ist. – Römer 8:37-39

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Wenn du einen Berg besteigen willst, musst du das Gefühl haben, dass es sich wirklich lohnt, dein Leben dafür zu riskieren! Jeden Berg – den Berg dieses Lebens, den Berg der Errungenschaften, der Hindernisse, der Schwierigkeiten – wenn du sie erklimmen willst, müssen sie es wert sein, dafür zu sterben und gegen den Wind, die Kälte und den Sturm anzukämpfen – symbolisch für Widrigkeiten. Aber alleine auf der Spitze des Berges fühlst du dich dem Herrn so nah. Die Stimme seines Geistes ist dort so laut, dass sie dir beinahe in den Ohren dröhnt! Die Stille auf dem Gipfel ist ohrenbetäubend! Du fühlst dich richtig ‚high’ auf der Spitze des Berges. Es ist ein Kick! —David Brandt Berg (1919–1994)

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P u z z l e t e i l e

Von Nyx Martinez

Als an Sylvester um Mitternacht jeder sein Feuerwerk anzündete, hast du da begeistert gejubelt? Oder überfiel dich beim Glockengeläut so etwas wie Melancholie, als du still über die Zukunft nachdachtest?

Als die Rufe „Frohes Neues Jahr“ verhallten, war das für dich ein freudiger Moment? Oder mischte sich in den Klang auch Furcht vor der Zukunft?

Im alten Jahr erschien mir alles ein wenig verschwommen. Wir stießen mit unseren Gläsern an und prosteten einander im üblichen Stimmengewirr einer Silvesterparty zu. Als ich mich aber später in meinem Bett hin und her wälzte, fragte ich mich, was das Jahr wohl bringen würde.

Ich war schon ganz gespannt auf viele der in der Zukunft liegenden Perspektiven. Ich wusste, es lag Veränderung in der Luft. Ich schwebte einerseits im Himmel und war gleichzeitig am Boden zerstört. Und während ich einerseits kurz davor stand, Entscheidungen zu treffen, konnte ich mich andererseits zu keiner einzigen durchringen.

Die folgenden Tage der Unsicherheit dehnten sich auf eine Woche aus, dann wurden daraus zwei Wochen. Ich grübelte, zögerte und betete – eine Menge – doch vergeblich.

Dann kam eines Tages ein Päckchen mit der Post an. Außer Kleidung und Schokolade hatte meine Tante auch ein Puzzle für Kinder mitgeschickt. Amüsiert legte ich das Puzzle zur Seite, um es meinem kleinen Bruder zu schenken.

Als der vierjährige Richard das Puzzle sah, trug er die Schachtel ganz aufgeregt in ein anderes Zimmer, um sie dort zu öffnen. Er kam jedoch bald wieder zurück und war völlig aus dem Häuschen.

„Das Puzzle hat kein Bild“, erklärte er. „Du musst das Bild zeichnen!“

„Was?“

„Das Puzzle hat kein Bild!“ wiederholte Richard

Als ich das Puzzle näher in Augenschein nahm, sah ich, dass es eines dieser Puzzles zum Selberfertigen war. Und so zeichnete ich wegen Richards Quengelei ein Bild auf das unzerlegte Puzzle. Er war überglücklich.

Gerade als ich dachte, er würde mich in Ruhe lassen, bettelte Richard „Jetzt musst du mir aber dabei helfen, es wieder zusammenzulegen!“

Er schüttete die Puzzleteile auf den Boden, schob sie auf einen Haufen, verstreute sie erneut und saß dann mit verschränkten Armen da, frohgemut und überzeugt, dass ich es für ihn zusammenlegen würde.

Ich zögerte, gab aber schließlich nach. „O.K., wir machen es zusammen“, sagte ich. „Das geht ganz einfach!”

Ich hatte mir vorgestellt, dass Richard das Puzzle vor dem Zerlegen mit Buntstiften ausmalen sollte. Aber das hatte er nicht gemacht. Die Puzzleteile waren ein Durcheinander von schwarzen Linien auf weißen Feldern und sahen nicht so aus, als würden sie zusammenpassen. Aber Richard ließ sich davon nicht abschrecken.

Ich zeigte ihm, wie man zuerst die Ecken findet, dann die Ränder und dann nach den Teilen sucht, auf denen Elemente des Bildes erkennbar waren – Puzzleteile, auf denen Augen abgebildet sind, hierher, daneben legt man alle Teile, auf denen Nasen zu sehen sind; auf einem anderen Haufen sammelt man alles, was nach Blatt aussieht und legt daneben alle Puzzleteile, die Blumen zeigen, usw.

Stück für Stück wuchs das Bild zusammen. Ich beobachtete, wie Richard langsam jedes Puzzleteil fand und es genau an den richtigen Platz einfügte. Manchmal schüttelte er frustriert seinen Kopf. Ein anderes Mal warf er seine Hände in Verzweiflung in die Luft und rief laut: „Ach, Mann, das passt nicht!“

Und jedes Mal war er davon überzeugt, dass etwas mit dem Puzzle nicht stimmt. Immer wieder musste ich ihm versichern, dass die Puzzleteile auch wirklich alle zusammenpassen würden, wenn er jedes Teil an seinen richtigen Platz legt.

„Alle Teile gehören zu ein und demselben Bild“, sagte ich. „Wir müssen nur herausfinden, wo sie hinpassen.“

Es dauerte eine halbe Stunde, bis das Bild komplett war, das eine im Garten spielende Katze zeigte. Und als es fertig war, strahlte Richards Gesicht vor Zufriedenheit.

Auch ich lächelte, denn in diesem Moment verstand ich, dass ich selbst wie ein kleines Kind war, so wie ich versuchte, die Puzzleteile meines Leben zu ordnen, verwirrt und enttäuscht und sagen wollte, dass ich das nicht schaffe.

„Alle Teile gehören zu ein und demselben Bild“, flüsterte in mir eine zarte Stimme, die ich als die von Jesus erkannte. „Wir müssen nur herausfinden, wo sie hinpassen.“

Genauso wie ich mit meinem kleinen Bruder zusammen gesessen und ihm angedeutet hatte, wo die Teile hinpassten, so würde auch Jesus bei mir sitzen, wenn ich das Häufchen ordnete, das sich meine Zukunft nannte.

Hier war ich nun, versuchte Teile loszuwerden, die mir sinnlos erschienen, jammerte herum in einem Anfall von Enttäuschung, dass ich nicht wüsste, wo was hingehörte. Und Er war da, versicherte mir die ganze Zeit, dass alles in Ordnung käme, dass sich alle Teile zusammenfinden würden. Er konnte sich deswegen sicher sein, da Er ja der Künstler war, der das Bild gezeichnet hatte. Es würde Zeit benötigen, und ich müsste geduldig sein. Aber wenn dann schließlich alle Teile an ihrem Platz lägen, würde auch ich vor Zufriedenheit strahlen und lächeln.

Und genau das geschah. Einige Tage bevor ich mich hinsetzte, um diese Geschichte aufzuschreiben, passten alle Teile, mit ein paar zusätzlichen Hinweisen von Jesus, genau zusammen.

Heute schaue ich auf das Puzzle vom nächsten Jahr und bin total aufgeregt! Alles scheint Form anzunehmen. Ich sortiere gerade die Ecken und Ränder. Ich sehe etwas, das sich vor meinen Augen entfaltet. Ich habe gelernt, dass jedes Teil benötigt wird.

Und ja, es wird ein wunderschönes Bild werden.

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Wenn wir Pläne schmieden, sollten wir uns daran erinnern, dass Gott die Situation unter Kontrolle hat. Er kann Menschen und Situationen verändern und das geschehen lassen, was weit über unsere Fähigkeiten hinaus geht. Das ist der ‚Gottfaktor’. Was unserem Verstand logisch vorkommt, nimmt oft eine andere Perspektive an, wenn der Gottfaktor ins Spiel kommt. Der Gottfaktor ist der zusätzliche Faktor in der Gleichung, der die Gesetze der Natur aufhebt und das Unmögliche möglich macht - und er wird durch unseren Glauben aktiviert.

Wenn wir Pläne schmieden, sollten wir uns daran erinnern, dass Gott die Situation unter Kontrolle hat. Er kann Menschen und Situationen verändern und das geschehen lassen, was weit über unsere Fähigkeiten hinausgeht. Das ist der ‚Gottfaktor’. Was unserem Verstand logisch vorkommt, nimmt oft eine andere Perspektive an, wenn der Gottfaktor ins Spiel kommt. Der Gottfaktor ist der zusätzliche Faktor in der Gleichung, der die Gesetze der Natur aufhebt und das Unmögliche möglich macht – und er wird durch unseren Glauben aktiviert.

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Wegkreuzungen

Eine Botschaft an dich von Jesus mit Liebe:

Kreuzungen sind wundervolle Gelegenheiten, da sie dir eine ganze Reihe von Optionen bieten. Du kannst entweder vorwärts gehen, dich zurückwenden, von wo du gekommen bist, oder eine ganz neue Richtung einschlagen, sei es zu deiner Rechten oder zu deiner Linken.

Kreuzungen sind nicht immer willkommen, da die Menschen gezwungen sind, Entscheidungen zu treffen, und das kann ein unbequemer Prozess sein. Besonders bei wichtigen oder möglicherweise sogar lebensverändernden Entscheidungen mag niemand wirklich die Mühe, die es mit sich bringt, Angelegenheiten zu durchdenken, darüber zu beten und ernsthaft in sich zu gehen.

Ich nutze die Kreuzwege des Lebens, um den Menschen zu helfen, ihre Fehler oder falsch eingeschlagenen Wege zu überdenken und eine Chance zu geben, wieder die richtige Richtung einzuschlagen. Für andere, die schon auf dem richtigen Weg sind, bietet sich hier die Möglichkeit, einer neuen Richtung zu folgen, die ihnen sogar noch mehr Glück, Erfolg und Erfüllung schenken und sie am Ende weiterbringen wird. Für andere wiederum ist es der Ort, sich zu vergewissern, dass sie in die richtige Richtung gehen, so dass sie aufgrund der gefestigten Überzeugung mit neuer Energie weitergehen können. Worum es sich auch handeln mag, wer auch immer an eine Wegkreuzung gelangt, dem eröffnen sich neue Möglichkeiten und wer mich fragt, wohin es gehen soll, dem werde ich auch den Weg zeigen.

Du kannst nichts falsch machen, solange du auf mich schaust und dem Weg gegenüber aufgeschlossen bist, auf den ich dich schicken möchte. Es könnte ein Weg sein, den du nie zuvor beschritten hast und dem du ängstlich entgegenblickst, oder es mag die gleiche Richtung sein, in die du schon seit Jahren schreitest. Ganz gleich, welche Weisung ich dir auch gebe, ich werde dich dementsprechend ausrüsten, auch wenn du meinst, nicht das Zeug dazu zu haben. Wenn du einen Schritt in die von mir vorgegebene Richtung gehst, gebe ich dir alles, was du dafür brauchst. Benötigst du mehr Glauben, statte ich dich damit aus. Mangelt es dir an Mut, bestücke ich dich mit Courage. Ist es mehr Liebe, die du brauchst, gebe ich dir mehr davon. Ist mehr Stärke oder Durchhaltevermögen vonnöten, rüste ich dich genau damit aus. Auf jedem Schritt, den du mir folgst, werde ich kontinuierlich so vorgehen. Was immer du für deine Reise brauchst, werde ich dir geben.

Also, anstatt Angst vor den Hinweisschildern zu haben, die auf die Kreuzungen weisen, kannst du dich voller Erwartung darauf freuen, in der Gewissheit, dass ich an deiner Seite bin, um dich zu instruieren, zu lotsen und dir weiterzuhelfen. Ich kenne dein Herz und weiß, wo genau du die größte Freude und Erfüllung finden kannst. Wenn du dir nicht sicher bist, wo das ist, bitte mich einfach, dir die richtige Richtung zu zeigen und fang an, die ersten Schritte zu unternehmen. Ich bin immer bei dir, egal wo du bist und was du auch tust – direkt neben dir, bei jedem Schritt des Weges. Wenn du lernst, meine Stimme in deinem Herzen zu erkennen, anhand der ich dir den Weg zeige, wirst du wahrlich Fortschritte machen. Ich liebe dich und werde dich niemals im Stich lassen.

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Ein Gebet für den Tag

Danke Jesus, dass du immer bereit und willens bist mir zu Hilfe zu kommen. Es ist ein besonderes Geschenk deiner Liebe, dass du mir während des Tages hilfst, in jeder Situation. Immer wenn Probleme aufkommen, bist du hier um mir bei der Lösung zu helfen. Du bist wirklich besorgt über jedes kleine Detail und du weißt immer am besten. Mit jedem Tag der vorbei geht, möchte ich dass du mehr ein Teil meines Lebens, meiner Gedanken und meiner Entscheidungen bist. Du bist so gut zu mir!

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Ängstlichkeit und das tiefe blaue Meer

Von Josie Clark

Ich bin inmitten von Bächen, Seen und Flüssen aufgewachsen, aber als ich 16 war, ging ich nach Atlantic City in New Jersey, und dort sah ich zum ersten Mal das Meer. An der Strandpromenade, bei der wir nachts angekommen waren, ging ich die Pier entlang. Als sich die ersten herandonnernden Wellen zu meinen Füßen brachen, umfasste ich in Panik das Brückengeländer. Seitdem habe ich eine achtungsvolle Liebe zum Meer entwickelt. Ich bin keine gute und starke Schwimmerin, liebe es aber über das Meer zu sehen, das Gefühl von Sand zwischen meinen Zehen, und das schwebende Gefühl im Wasser hochgehoben und von den zärtlichen Wellen getragen zu sein –  so lange ich etwas Festes in der Nähe habe, an dem ich mich festhalten kann.

Und so verbrachten wir auch einen Sommer in der Nähe des Strandes und meine beiden Söhne im Teenageralter interessierten sich leidenschaftlich für Boogie boarding, was ich auch verstehen konnte. Ich war beruhigt, wenn ich sie sicher mit ihrem Board verbunden, etwa 300 Meter weiter im Wasser sah, wie sie auf die perfekte Welle warteten. Mit der Zeit wurden sie aber immer mutiger und beharrten darauf, dass die perfekte Welle nur noch weiter draußen im Meer kam. Ich saß dann am Strand und konnte meine Söhne nur noch als Punkte inmitten dieses blauen Meeres sehen und versuchte, meine Angst unter Kontrolle zu halten.

1-2-5Manchmal machen Eltern den Fehler, diese Angst und Sorge zur Leitlinie bei Entscheidungen für die Fähigkeiten ihrer Kinder zu machen. Aus Sorge und Angst der Eltern werden Verbote für die Kinder. Angst scheint ein unumgänglicher Teil der Elternschaft zu sein. Es ist ein Zeichen von Liebe und  Besorgnis. Es ist auch ein Warnsignal, dass es Zeit sein kann, zu beten. Ich glaube, Besorgnis kann tatsächlich etwas Gutes sein, wenn sie uns dahin bringt, unsere negativen, ängstlichen Gedanken zu einem Gebet zu formulieren, das hilft, die Situation zum Positiven werden zu lassen.

Unsere Pflicht ist es, unsere Kinder auszubilden, anzuleiten und ihnen die richtige Richtung zu zeigen. Aber ab einem gewissen Punkt sollten wir uns zurückhalten und auf Gott vertrauen, der sie vor Schlimmem bewahrt. Während Kinder heranwachsen, brauchen sie ganz weitreichende Erfahrungen, damit sie daraus lernen können. Sie müssen lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, und sie müssen lernen, wie sie sich selbst „aus dem tiefen blauen Meer“ durch Gebete herausbeten können.

Es gibt ihnen jedoch Sicherheit, wenn sie wissen, dass ihre Eltern „noch am Strand” sind, nach ihnen Ausschau halten und immer wachsam im Gebet sind – wie zu der Zeit, als einer meiner Söhne in Panik geriet, als er nicht auf der Hut war und eine Welle ihn einen Salto schlagen ließ und er aus der Schlaufe, die ihn mit dem Bord verband herausrutschte. Er dachte, er würde ertrinken, erinnerte sich aber, dass ich am Strand für ihn betete und betete selbst auch zu Gott. Im gleichen Augenblick wusste er, dass alles in Ordnung war und so war es auch.

Wenn meine Kinder erwachsen sind und ausziehen, ist es, glaube ich, sehr wichtig für sie zu wissen, dass ihre Mutter für sie betet. Das wird sie daran erinnern, sich in den Momenten der Angst an Gott zu wenden. Ich kann nicht da sein, um ihnen zu helfen, Er ist es aber. Ich kann sie nicht mit allem Nötigen versorgen oder ihre Schwierigkeiten lösen, aber Er kann Wunder wirken, wenn sie ihren Glauben praktizieren und beten.

Ein Bekannter erzählte mir davon, als er mit einigen Freunden und ihren Kindern am Strand war und eines der Mädchen in eine Unterströmung geriet. Als sie ins Meer hinausgezogen wurde, bemerkte er ihre Notlage, sprang ins Wasser und schwamm zu ihr, um sie zu retten. Die Strömung war sehr stark und er brauchte auch eine ganze Weile, bis er sie erreicht hatte. Als er endlich bei ihr war, war sie schon fast dabei unterzugehen.

Er versuchte sie an Land zu bringen, musste sich aber verzweifelt eingestehen, dass er selbst zu erschöpft war und es nicht schaffen konnte. Er betete zu Gott und der sagte ihm, er solle aufhören zu strampeln und sein Bein nach unten strecken. Er berührte so etwas wie eine Sandbank und konnte sich dort mit dem Mädchen halten und mit den Wellen mitgehen, bis ein Rettungsteam der Küstenwache sie erreichte.

Als sie wieder sicher am Strand waren, sagte einer der Retter zu ihm „Mir ist es ein Rätsel, dass sie das so lange ausgehalten haben, das Mädchen festzuhalten und gleichzeitig Wasser zu treten.“ Mein Freund erzählte ihm von der Sandbank, die er gerade so mit den Füßen erreichen konnte. „Ich weiß nicht, wovon sie reden“ erwiderte der Mann, „Wir kennen dieses Gebiet und wo sie waren, ist das Wasser metertief. Dort gibt es  keine Sandbank.“

Sogar in der Mitte des tiefen blauen Meeres gibt Gott uns etwas, worauf wir unsere Füße stellen können, selbst wenn Er es aus dem Nichts heraus, als Antwort auf unsere Gebete,  erschaffen muss.

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1-2-7

Der Aufstieg zum Sieg

Eine Botschaft für dich von Jesus:

Ein schwieriger Aufstieg schreckt den entschlossenen Bergsteiger nicht ab; er genießt die Herausforderung. Nichts kann ihn davon abhalten, weiter zu klettern, bis er sein Ziel erreicht hat. Keine Widrigkeit kann ihn zur Umkehr bewegen. Wenn er auf die steilen Felsvorsprünge über sich schaut, konzentriert er sich nicht auf die Gefahr, sondern konzentriert sich auf die Stellen, an denen seine Zehen Halt finden und auf die schmalen Felsvorsprünge, das ihn zum Gipfel bringt. Er lässt sich nicht durch das Unwirtliche seiner Umgebung abhalten oder dem Tribut, den dieser Aufstieg seinem Körper abverlangt; er wird durch den Gedanken an den Triumph vorwärts und aufwärts getrieben.

Es gibt im Leben viele Hindernisse, die man überwinden muss, aber jedes besiegte Hindernis ist eines mehr, das hinter einem liegt. Wenn dir das Weitermachen zu schwer wird, lehn dich an mich. Lass mich dir den Weg zeigen und dich die rauen Felshänge hinaufführen. Ich kenne alle Gefahrenstellen und weiß, wie du an ihnen vorbeikommst. Zusammen werden wir jedes Hindernis überwinden, zusammen werden wir den Gipfel erreichen, und zusammen werden wir die Siegesflagge hissen!

AM ENDE DES TAGES

Ein geistiges Training

Der Tag neigt sich dem Ende zu. Du bist müde, vielleicht auch erschöpft von allem was du heute erledigen musstest in den langen Stunden des Tages. Sitze einen Moment ruhig da oder lege dich auf dein Bett. Lies diese Botschaft von Jesus, dann schließe deine Augen und denke darüber nach. Lass Jesus deine Nerven beruhigen, entspanne deinen müden Körper und fülle deinen Geist mit seiner Liebe und seinem Frieden:

„Ich bin immer bei euch“ (Matthäus 28:20)

Ich war heute mit dir als du gearbeitet hast. Ich war dort, habe mit dir gezogen, geschoben, gehoben und getragen. Ich war dort und habe meinen Teil getan um deinen Tag sehr viel besser zu machen, deine Last sehr viel leichter und deine Probleme einfacher zu lösen. Ich war dort und habe dich gestützt, gab dir den Auftrieb, den du am Ende des Tages brauchtest, als die Müdigkeit dich fast überkam.

Ich bin immer noch bei dir, jetzt wo du müde und erschöpft vom Tag bist. Lehne dich zurück und entspanne dich. Ruhe dich in meinen Armen aus, wie ein kleines Kind, das in den starken und beruhigenden Armen seines Vaters einschläft. Es gibt nichts zu fürchten und nichts um das du dich Sorgen müsstest – nur tiefe, süße, friedliche Ruhe wenn du dich hier einkuschelst, nahe an meinem Herzen.

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