Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

Advent, Advent ein Lichtlein brennt, erst eins…

 

Gesegnet ist die Zeit, in der die ganze Welt in eine Verschwörung der Liebe verwickelt wird. – Hamilton W. Mabie

Gesegnet ist die Zeit, in der die ganze Welt in eine Verschwörung der Liebe verwickelt wird. – Hamilton W. Mabie

Stille Momente beim Kerzenlicht

Von Abi May

GEDENKEN,

Gedenken gleicht einer Kerze, die am hellsten zur Weihnachtszeit leuchtet. – Charles Dickens (1812-1870)

Zu dieser ganz besonderen Zeit des Jahres gedenken wir der wundersamsten Begebenheit aller Zeiten: der Ankunft des wunderschönen Geschenkes der Liebe von oben – die Gabe aus dem Herzen des himmlischen Vaters an Seine notleidenden Kinder!

ERWARTUNG

– Ich zünde diese Adventskerze in Erwartung an

Die Tatsache, dass wir nicht das genaue Datum von Jesu Geburt kennen, spielt keine Rolle. Was zählt, ist, dass Er geboren wurde. Lasst uns mitten in unseren ganzen geschäftigen Aktivitäten innehalten und über unseren Erlöser nachdenken, der um unsertwillen lebte, starb und wieder auferstanden ist. (Siehe Römer 14,9)

Nimm dir Zeit, verlangsame dein Tempo, sei still, sei wach für das göttliche Geheimnis, das so gewöhnlich und normal aussieht und doch so außerordentlich gegenwärtig ist. – Edward Hays (geb. 1932), Almanach eines Pilgers

DANKBARKEIT

– Ich zünde diese Kerze in Dankbarkeit an

Die Freuden und Sorgen, Erfolge und Misserfolge, Errungenschaften und Enttäuschungen des vergangenen Jahrs liegen nun fast hinter uns. Lasst uns danksagen für alles, indem wir bekennen: „Was mich betrifft, hat Gott alles Böse, … , zum Guten gewendet.“ (Siehe 1.Mose 50,20)

Entwickle eine innere Haltung der Dankbarkeit und sage für alles Dank, das dir zustößt, in dem Wissen, dass jeder Schritt voran ein Schritt ist, der dich näher zu Größerem und Besserem bringt, als deine gegenwärtige Situation. – Brian Tracy (geb. 1944)

ERINNERUNG

– Ich zünde diese Kerze zur Erinnerung an

Es ist üblich, in der Adventszeit Gedenkgottesdienste abzuhalten. Ob allein oder gemeinsam, lasst uns an die denken, die vor uns gegangen sind.

Dankbarkeit, sie wird nicht alt, so wie wir:
Das Nagen der Zeit ermüdet sie nicht, noch schwächt sie die Jahre.
Bei Sonnenuntergang und am Morgen,
Erinnern wir uns an sie.
– Laurence Binyon (1869-1943)

SOLIDARITÄT

– Ich zünde diese Kerze in Solidarität an

Nicht jeder ist mit einer glücklichen Familie, einem Dach über dem Kopf oder sogar mit genug zum Essen gesegnet. Lasst uns für jene beten, die krank, einsam, beraubt oder verarmt sind, und lasst uns unsere Solidarität zeigen, indem wir uns ausstrecken, um ihnen unsere Hilfe und Gesellschaft anzubieten, so oft, wie wir nur können.

Das Herz der Weihnacht ist ein gebendes Herz, ein weit geöffnetes Herz, das an andere zuerst denkt – George Matthew Adams (1878-1962)

GEBET

– Ich zünde diese Kerze im Gebet an

Jesus, du bist der Meister des Universums. Die Sterne und Engel haben deine Geburt willkommen geheißen, so wie wir dich in unseren Herzen mit Lobpreis und Dankbarkeit willkommen heißen.
Danke, dass du die Hallen des Himmels und deinen Platz der Ehre aufgegeben hast, um einer von uns zu werden, geboren als winziges Baby in eine Welt voller Sünde, damit du uns daraus befreien kannst.
Du hast bei den Armen geschlafen. Du hast mit den Reichen gegessen. Du hast mit den Fröhlichen getanzt und mit denen geweint, die gebrochenen Herzens und Körpers sind. Du bist uns ähnlich geworden, damit wir dir ähnlich werden können. Wir erheben unser Herz in Lob und Dankbarkeit zu dir – danke Jesus!

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Eine Zeit der Besinnung

VON ABI F. MAY

Oh du fröhliche…

Oh du fröhliche…

Viele Menschen blicken mit gemischten Gefühlen auf das Weihnachtsfest. Einerseits freuen sie sich auf die Festlichkeiten, das gute Essen, die arbeitsfreien Tage und die geruhsame Zeit mit Familie und Freunden. Andererseits machen sie sich Sorgen wegen dieser besonders vielen Arbeit vor und während der Feiertage, die mit Dekorieren, Einkaufen, Kochen, Backen und den Pflichten eines Gastgebers verbunden sind. Zwischen Einigen gibt es Reibereien, wenn die Familie zusammenkommt, während andere einsam sind.

Es spielt keine Rolle, wie unsere Situation aussieht, oder was uns erwartet. Wir können alle ein bedeutungsvolles und wahrhaftig gesegnetes Weihnachtsfest erleben, wenn wir uns jeden Tag ein paar Minuten Zeit nehmen, um in Ruhe über die Bedeutung der Symbole dieser Jahreszeit nachzudenken.

DER ADVENTSKRANZ

adventskrEine der gebräuchlichsten Weihnachtsdekorationen ist der Adventskranz. Das Immergrün in Kreisform ist oft mit Schleifen, Kugeln, Kerzen oder anderen Schmuckelementen verziert. Die kreisrunde Form erinnert uns daran, dass Gottes Liebe, die Er uns durch Jesus geschickt hat, kein Ende kennt. Das Immergrün erinnert uns daran, dass Christus ewig lebt.

„Denn uns wurde ein Kind geboren, uns wurde ein Sohn geschenkt. Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft. Er heißt: Wunderbar, Rat starker Gott, ewiger Vater, Friedensfürst. Seine Herrschaft ist groß und der Frieden auf dem Thron Davids und in seinem Reich wird endlos sein.“ – Jesaja 9:5-6

* * *

GAUMENFREUDEN ZU WEIHNACHTEN

Lebkuchen war wahrscheinlich die erste Süßigkeit, die mit Weihnachten in Verbindung gebracht wurde. Er wurde erstmals in Deutschland im Mittelalter gebacken. Im Laufe der Zeit sind andere Süßigkeiten in verschiedenen Ländern der Welt zu traditionellen Lieblingsspeisen für Weihnachten geworden: Marzipan und bunte Weihnachtsplätzchen in Europa und Nordamerika; Früchtebrot und Trifle (Biskuitdessert)  in englischsprachigen Ländern, Panettone (süßes Brot) in Italien, Latein Amerika und in einer leichten Variante in Rumänien, wo es als cozonac bekannt ist. Pan de Pascua (wörtlich: Brot des Festes) ist ein Biskuitkuchen in Chile; vánoční cukroví sind geeiste Weihnachtsplätzchen in der Tschechei; Stollen in Deutschland; cougnou (Brot von Jesus) ist ein süßes Brot in Belgien; Mandelkuchen in Spanien und ponche crema (Creme-Punsch) ein süßes heißes Weihnachtsgetränk in Venezuela (bestehend aus Milch, Eiern, Zucker, Rum, Vanille und Muskat) – um nur einige zu nennen. Sie alle können als Erinnerung an die Süße von Gottes Gegenwart durch Christus in unserem Leben dienen.

Süßer Jesus, gibt es etwas Süßeres als dich? Der Gedanke an dich ist herrlicher als alles andere. Dein Name ist Freude, er ist das wahre Tor zu unserer Erlösung. – Der Heilige Antonius von Padua (1195-1231)

KERZEN

Funkelnde Lichter, rote Schleifen und glänzendes Lametta schmücken Heim und öffentliche Plätze. Sie kündigen die festliche Zeit an. Kerzen repräsentieren das Licht, das Jesus in die Welt gebracht hat. Sie fehlen fast nie bei einer Weihnachtsdekoration. Kerzen sind ein Symbol für das Licht Gottes, das bei Jesu Geburt auf die Erde gekommen ist.

Denn das Volk, das in der Dunkelheit lebt, sieht ein helles Licht. Und über den Menschen in einem vom Tode überschatteten Land strahlt ein heller Schein. – Jesaja 9:1

WEIHNACHTSLIEDER

Weihnachtsliedern zuzuhören oder sie mitzusingen, während man den Baum schmückt oder Weihnachtsplätzchen backt, kann den Stress verringern und dich aufmuntern. Gemeinsam Weihnachtslieder zu singen, bringt die Familie und Freunde einander näher und gibt den Feierlichkeiten Rückhalt, wenn du dich mit dem Chor der Engel, der Jesu Geburt angekündigt hat, vereinst.

 

 

GLOCKEN

„Seht! Die Jungfrau wird ein Kind erwarten! Sie wird einem Sohn das Leben schenken, und er wird Immanuel genannt werden. Das heißt, Gott ist mit uns.” [Matthäus 1:23]

Der jubelnde Klang der Weihnachtsglocken, die die Ankunft von Gottes Sohn verkünden, gehört zu den freudigsten Klängen, die wir mit Weihnachten in Verbindung bringen.

Läutet ihr Glocken freudig und gern,
Jesus ist König, begrüßet den Herrn.
Verkündet die Kunde mit frohem Schall,
Christ ist geboren, den Menschen all.
– Mykola Leontovich

GESCHENKE

GeschDie Weihnachtseinkäufe fangen jedes Jahr früher an. Auch wenn wir das Einkaufen selbst nicht so genießen, ist es doch ein besonderes Vergnügen etwas zu suchen, das eine schöne Überraschung für

unsere Kinder, andere Familienmitglieder und Freunde sein wird. Während du Geschenke verpackst oder sie unter den Baum legst, nimm dir einen Moment Zeit, um an denjenigen zu denken, der kam, um Sein Leben für uns zu geben:

Lieber Jesus, es ist deine Geburt, die ich diese Weihnachten feiere. Die Hirten brachten dir ihre Verwunderung und Anbetung; die Weisen schenkten dir Gaben aus Gold, Weihrauch und Myrrhe, um dich zu ehren. Ich bringe dir meine Liebe und Dankbarkeit.

KRIPPENSZENEN

Von nachgestellten Krippenszenen mit echten Menschen und Tieren, über Krippenspiele bis hin zu den in endloser Fülle von Stilen und Materialien gefertigten Miniaturkrippenmodellen, stellen die Krippenfiguren eine bildliche Erinnerung an die Hauptcharaktere der Weihnachtsgeschichte dar. Josef steht aufrecht, groß und unerschütterlich da. Marias Kopf ist in Demut gesenkt, während sie das Christuskind betrachtet, das sie geboren hat. Hirten knien in Anbetung. Die drei Könige nähern sich in edlen Gewändern und mit Geschenken in ihren Händen. Der Esel, auf dem Maria nach Bethlehem geritten ist, steht neben den Schafen und manchmal neben einem Ochsen. Alle Aufmerksamkeit ist auf das kleine Kind gerichtet, das in der Futterkrippe liegt. Es ist der Mittelpunkt von Weihnachten. Doch wäre die Szene ohne all die anderen Figuren nicht vollständig.

Auch jeder von uns spielt eine Rolle in der großen Szene des Lebens. Mit Christus in unserer Mitte ist das Bild vollständig.

Christus neben mir, Christus vor mir,
Christus hinter mir – König meines Herzens;
Christus in mir, Christus unter mir,
Christus über mir – mich nie verlassend.
Christus zu meiner Rechten, Christus zu meiner Linken,
Christus um mich herum – mein Schild im Streit;
Christus in meinem Schlaf, Christus bei meinem Sitzen,
Christus bei meinem Auferstehen – das Licht meines Lebens.
– „Der Brustharnisch des Heiligen Patrick”, bearbeitet von James Quinn

HEILIG ABEND

Viele von uns sind bis hin zum Weihnachtsabend ziemlich beschäftigt. Aber wir sollten nicht vergessen, über die Geschehnisse jener Nacht vor 2000 Jahren nachzudenken. Eine junge Frau muss in einem Stall ihr Kind gebären. Das erste Bett ihres Neugeborenen ist der Futtertrog von Tieren. Doch am Himmel erscheint ein neuer Stern, und auf einem nahe gelegenen Hügel verkünden Engel den armen Hirten, dass der Retter geboren wurde.

Oh heiliges Kind von Bethlehem, komme zu uns, so beten wir;
vertreibe unsere Sünden, und komm herein, sei in uns heute geboren.
Wir hören, wie die Weihnachtsengel die frohe Botschaft verkündigen;
Oh komme zu uns, verweile bei uns, unser Herr Emmanuel!
– Phillips Brooks

WENN DAS WEIHNACHTSFEST VORÜBER IST

Manchmal können die Tage nach Weihnachten enttäuschend erscheinen. Geschenke wurden gegenseitig überreicht, Besucher sind gekommen und gegangen. Wir essen die Reste vom Weihnachtsessen und räumen das Haus auf. In ein paar Tagen beginnt ein neues Jahr – eine neue Runde mit Hochs und Tiefs, Glücksmomenten und Schmerz. Aber die Freude und Magie von Weihnachten muss nicht verblassen. Wir können Weihnachten in uns jeden Tag bewahren, wenn wir Gott suchen und uns von Seiner Liebe berühren lassen.

Feiert das Fest von Weihnachten jeden Tag im Tempel eures Geistes. Bleibt wie ein Baby an der Brust eures Himmlischen Vaters, wo ihr jeden Moment wiedergeboren werdet im göttlichen Wort, Jesus Christus. – Heiliger Paulus vom Kreuz (1694-1775)

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Der Kern der Sache

Von Chris Hunt

 Bei einer gesellschaftlichen Veranstaltung war ich angenehm überrascht, zwei Kollegen zu treffen, mit denen ich vor Jahrzehnten zusammengearbeitet hatte. Wir plauderten über die vergangenen Jahre, bis unsere Unterhaltung sich dem Projekt zuwendete, an dem wir alle zuletzt gemeinsam gearbeitet hatten. Zwar stimmten wir in unseren Schilderungen bezüglich des Ablaufs der Ereignisse und des Endergebnisses überein, doch jeder von uns erinnerte sich an verschiedene Einzelheiten. Um genau zu verstehen, was tatsächlich geschehen war, hätte jemand unsere Erinnerungen zusammenfügen müssen. Mir fiel dieses Ereignis wieder ein, als ich vor kurzem die Erzählungen über die Geburt Jesu in den Evangelien las. Kein Bericht ist in sich selbst vollständig, doch zusammen erzählen die Evangelisten eine erstaunliche Geschichte.

Matthäus fängt mit dem Dilemma an, in dem sich Josef befindet, als er erfuhr, dass seine zukünftige Frau ein Kind erwartete, von dem er nicht der Vater war. (Matthäus 1:18-25) Matthäus erzählt uns auch von drei Weisen oder Königen aus dem Morgenland, die von ihrer Heimat aus, die im Osten lag, einem Stern folgten, um dem neugeborenen König Geschenke zu überreichen. (Matthäus 2:1-11) Und Matthäus berichtet, dass die drei Weisen und Josef in Träumen vor den bösen Absichten des argwöhnischen Königs Herodes gewarnt wurden. Und schließlich schildert Matthäus, dass Josef, Maria und das Kind entkamen, indem sie nach Ägypten flohen. (Matthäus 2:12-15)

Markus fügt der Geschichte nichts weiter hinzu. Sein Evangelium beginnt an dem Zeitpunkt, an dem Jesus als Erwachsener Sein öffentliches Amt antritt.

Lukas versorgt uns mit vielen Details, die Matthäus nicht erwähnt hat. Dazu gehört auch, wie der Erzengel Gabriel Maria besucht und ihr die Neuigkeit überbringt, dass sie den Messias gebären würde, (Lukas 1:26-27) ihre anfängliche Reaktion darauf (Lukas 1:38) und eine spätere Reaktion – eine Passage, die jetzt als Marias Lobgesang bzw. als Magnificat bekannt ist – in der sie Gott und Seinen Plan für den Sohn, den sie gebären soll, über alles lobt. (Lukas 1:46-55)

Lukas erklärt uns auch, wie es dazu kommen konnte, dass Jesus in Bethlehem geboren wurde, obwohl doch Josef und Maria eigentlich aus Nazareth stammen. Lukas erzählt auch, wie es sich zutrug, dass der König der Könige, der Retter der Welt, in einem Stall geboren wurde; (Lukas 2:1-7) wie Engel Seine Ankunft den Hirten verkündeten, die mit ihren Herden in der Nähe waren; (Lukas 2:8-14) und wie die Hirten, nach ihrem Besuch bei Ihm die Neuigkeit weit und breit verkündeten. (Lukas 2:15-18)

Bei Johannes gibt es keine Einzelheiten. Doch in einem der aussagekräftigsten Verse der Bibel trifft er den Kern der Sache: „Und das Wort ward Fleisch (Mensch) und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit des einzig geborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.” (Johannes 1:14)

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