Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

Advent, Advent ein Lichtlein brennt, erst eins…

 

gesegnet

Stille Momente beim Kerzenlicht

Abi May

GEDENKEN,Preis-4

– Ich zünde diese Adventskerze im Gedenken an

Zu dieser ganz besonderen Zeit des Jahres gedenken wir der wundersamsten Begebenheit aller Zeiten: der Ankunft des wunderschönen Geschenkes der Liebe von oben – die Gabe aus dem Herzen des himmlischen Vaters an Seine notleidenden Kinder!

Gedenken gleicht einer Kerze, die am hellsten zur Weihnachtszeit leuchtet. – Charles Dickens (1812-1870)

ERWARTUNGkerze punkte

– Ich zünde diese Kerze in Erwartung an

Die Tatsache, dass wir nicht das genaue Datum von Jesu Geburt kennen, spielt keine Rolle. Was zählt, ist, dass Er geboren wurde. Lasst uns mitten in unseren ganzen geschäftigen Aktivitäten innehalten und über unseren Erlöser nachdenken, der um unsertwillen lebte, starb und wieder auferstanden ist. (Siehe Römer 14,9)

Nimm dir Zeit, verlangsame dein Tempo, sei still, sei wach für das göttliche Geheimnis, das so gewöhnlich und normal aussieht und doch so außerordentlich gegenwärtig ist. – Edward Hays (geb. 1932), Almanach eines Pilgers

DANKBARKEITkerze

– Ich zünde diese Kerze in Dankbarkeit an

Die Freuden und Sorgen, Erfolge und Misserfolge, Errungenschaften und Enttäuschungen des vergangenen Jahrs liegen nun fast hinter uns. Lasst uns danksagen für alles, indem wir bekennen: „Was mich betrifft, hat Gott alles Böse, … , zum Guten gewendet.“ (Siehe 1.Mose 50,20)

Entwickle eine innere Haltung der Dankbarkeit und sage für alles Dank, das dir zustößt, in dem Wissen, dass jeder Schritt voran ein Schritt ist, der dich näher zu Größerem und Besserem bringt, als deine gegenwärtige Situation. – Brian Tracy (geb. 1944)

ERINNERUNGKerzen

– Ich zünde diese Kerze zur Erinnerung an

Es ist üblich, in der Adventszeit Gedenkgottesdienste abzuhalten. Ob allein oder gemeinsam, lasst uns an die denken, die vor uns gegangen sind.

Dankbarkeit, sie wird nicht alt, so wie wir:
Das Nagen der Zeit ermüdet sie nicht, noch schwächt sie die Jahre.
Bei Sonnenuntergang und am Morgen,
Erinnern wir uns an sie.
– Laurence Binyon (1869-1943)

SOLIDARITÄTKerzenlicht

– Ich zünde diese Kerze in Solidarität an

Nicht jeder ist mit einer glücklichen Familie, einem Dach über dem Kopf oder sogar mit genug zum Essen gesegnet. Lasst uns für jene beten, die krank, einsam, beraubt oder verarmt sind, und lasst uns unsere Solidarität zeigen, indem wir uns ausstrecken, um ihnen unsere Hilfe und Gesellschaft anzubieten, so oft, wie wir nur können.

Das Herz der Weihnacht ist ein gebendes Herz, ein weit geöffnetes Herz, das an andere zuerst denkt – George Matthew Adams (1878-1962)

GEBETKerzenlicht-2

– Ich zünde diese Kerze im Gebet an

Jesus, du bist der Meister des Universums. Die Sterne und Engel haben deine Geburt willkommen geheißen, so wie wir dich in unseren Herzen mit Lobpreis und Dankbarkeit willkommen heißen.
Danke, dass du die Hallen des Himmels und deinen Platz der Ehre aufgegeben hast, um einer von uns zu werden, geboren als winziges Baby in eine Welt voller Sünde, damit du uns daraus befreien kannst.
Du hast bei den Armen geschlafen. Du hast mit den Reichen gegessen. Du hast mit den Fröhlichen getanzt und mit denen geweint, die gebrochenen Herzens und Körpers sind. Du bist uns ähnlich geworden, damit wir dir ähnlich werden können. Wir erheben unser Herz in Lob und Dankbarkeit zu dir – danke Jesus!

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Eine Zeit der Besinnung

 ABI F. MAY

Oh du fröhliche…

Oh du fröhliche…

Viele Menschen blicken mit gemischten Gefühlen auf das Weihnachtsfest. Einerseits freuen sie sich auf die Festlichkeiten, das gute Essen, die arbeitsfreien Tage und die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden. Andererseits machen sie sich Sorgen wegen dieser besonders vielen Arbeit vor und während der Feiertage, die mit Dekorieren, Einkaufen, Kochen, Backen und den Pflichten eines Gastgebers verbunden sind. Zwischen Einigen gibt es Reibereien, wenn die Familie zusammenkommt, während andere einsam sind.

Es spielt keine Rolle, wie unsere Situation aussieht, oder was uns erwartet. Wir können alle ein bedeutungsvolles und wahrhaftig gesegnetes Weihnachtsfest erleben, wenn wir uns jeden Tag ein paar Minuten Zeit nehmen, um in Ruhe über die Bedeutung der Symbole dieser Jahreszeit nachzudenken.

DER ADVENTSKRANZ

adventskrEine der gebräuchlichsten Weihnachtsdekorationen ist der Adventskranz. Das Immergrün in Kreisform ist oft mit Schleifen, Kugeln, Kerzen oder anderen Schmuckelementen verziert. Die kreisrunde Form erinnert uns daran, dass Gottes Liebe, die Er uns durch Jesus geschickt hat, kein Ende kennt. Das Immergrün erinnert uns daran, dass Christus ewig lebt.

„Denn uns wurde ein Kind geboren, uns wurde ein Sohn geschenkt. Auf seinen Schultern ruht die Herrschaft. Er heißt: Wunderbar, Rat starker Gott, ewiger Vater, Friedensfürst. Seine Herrschaft ist groß und der Frieden auf dem Thron Davids und in seinem Reich wird endlos sein.“ – Jesaja 9,5-6

GAUMENFREUDEN ZU WEIHNACHTEN

Lebkuchen war wahrscheinlich die erste Süßigkeit, die mit Weihnachten in Verbindung gebracht wurde. Er wurde erstmals in Deutschland im Mittelalter gebacken. Im Laufe der Zeit sind andere Süßigkeiten in verschiedenen Ländern der Welt zu traditionellen Lieblingsspeisen für Weihnachten geworden: Marzipan und bunte Weihnachtsplätzchen in Europa und Nordamerika; Früchtebrot und Trifle (Biskuitdessert)  in englischsprachigen Ländern, Panettone (süßes Brot) in Italien, Latein Amerika und in einer leichten Variante in Rumänien, wo es als cozonac bekannt ist. Pan de Pascua (wörtlich: Brot des Festes) ist ein Biskuitkuchen in Chile; vánoční cukroví sind geeiste Weihnachtsplätzchen in der Tschechei; Stollen in Deutschland; cougnou (Brot von Jesus) ist ein süßes Brot in Belgien; Mandelkuchen in Spanien und ponche crema (Creme-Punsch) ein süßes heißes Weihnachtsgetränk in Venezuela (bestehend aus Milch, Eiern, Zucker, Rum, Vanille und Muskat) – um nur einige zu nennen. Sie alle können als Erinnerung an die Süße von Gottes Gegenwart durch Christus in unserem Leben dienen.

Süßer Jesus, gibt es etwas Süßeres als dich? Der Gedanke an dich ist herrlicher als alles andere. Dein Name ist Freude, er ist das wahre Tor zu unserer Erlösung. – Der Heilige Antonius von Padua (1195-1231)

KERZEN

Funkelnde Lichter, rote Schleifen und glänzendes Lametta schmücken Heim und öffentliche Plätze. Sie kündigen die festliche Zeit an. Kerzen repräsentieren das Licht, das Jesus in die Welt gebracht hat. Sie fehlen fast nie bei einer Weihnachtsdekoration. Kerzen sind ein Symbol für das Licht Gottes, das bei Jesu Geburt auf die Erde gekommen ist.

Denn das Volk, das in der Dunkelheit lebt, sieht ein helles Licht. Und über den Menschen in einem vom Tode überschatteten Land strahlt ein heller Schein. – Jesaja 9,1

WEIHNACHTSLIEDER

Weihnachtsliedern zuzuhören oder sie mitzusingen, während man den Baum schmückt oder Weihnachtsplätzchen backt, kann den Stress verringern und dich aufmuntern. Gemeinsam Weihnachtslieder zu singen, bringt die Familie und Freunde einander näher und gibt den Feierlichkeiten Rückhalt, wenn du dich mit dem Chor der Engel, der Jesu Geburt angekündigt hat, vereinst.

Zu Bethlehem geboren
ist uns ein Kindelein,
Das hab ich auserkoren,
sein eigen will ich sein.
Eja, eja, sein eigen will ich sein.

In seine Lieb versenken
will ich mich ganz hinab,
mein Herz will ich ihm schenken
und alles, was ich hab.
Eja, eja, und alles was ich hab.

O Kindelein, von Herzen
dich will ich lieben sehr,
in Freuden und in Schmerzen,
je länger mehr und mehr.
Eja, eja, je länger mehr und mehr.

Dazu dein Gnad mir gebe,
bitt ich aus Herzensgrund,
dass ich allein dir lebe,
jetzt und zu aller Stund.
Eja, eja, jetzt und zu aller Stund.

Dich, wahren Gott, ich finde
in unserm Fleisch und Blut;
darum ich mich dann binde
an dich mein höchstes Gut,
eie, eia, an dich, mein höchstes Gut.

Lass mich von dir nicht scheiden,
knüpf zu, knüpf zu das Band
der Liebe zwischen beiden;
nimm hin mein Herz zum Pfand,
eia, eia, nimm hin mein Herz zum Pfand! – Friedrich Spee von Langenfeld (1591-1635)

Dieses und viele weitere, schöne, neue und traditionelle Weihnachtslieder in Deutsch und Englisch auf der CD „Kommt und Singt“, erhältlich auf Nachfrage!

GLOCKEN

„Seht! Die Jungfrau wird ein Kind erwarten! Sie wird einem Sohn das Leben schenken, und er wird Immanuel genannt werden. Das heißt, Gott ist mit uns.” – Matthäus 1,23

Der jubelnde Klang der Weihnachtsglocken, die die Ankunft von Gottes Sohn verkünden, gehört zu den freudigsten Klängen, die wir mit Weihnachten in Verbindung bringen.

Läutet ihr Glocken freudig und gern,
Jesus ist König, begrüßet den Herrn.
Verkündet die Kunde mit frohem Schall,
Christ ist geboren, den Menschen all.
– Mykola Leontovich

GESCHENKE

GeschDie Weihnachtseinkäufe fangen jedes Jahr früher an. Auch wenn wir das Einkaufen selbst nicht so genießen, ist es doch ein besonderes Vergnügen etwas zu suchen, das eine schöne Überraschung für unsere Kinder, andere Familienmitglieder und Freunde sein wird. Während du Geschenke verpackst oder sie unter den Baum legst, nimm dir einen Moment Zeit, um an denjenigen zu denken, der kam, um Sein Leben für uns zu geben:

Lieber Jesus, es ist deine Geburt, die ich diese Weihnachten feiere. Die Hirten brachten dir ihre Verwunderung und Anbetung; die Weisen schenkten dir Gaben aus Gold, Weihrauch und Myrrhe, um dich zu ehren. Ich bringe dir meine Liebe und Dankbarkeit.

KRIPPENSZENEN

Von nachgestellten Krippenszenen mit echten Menschen und Tieren, über Krippenspiele bis hin zu den in endloser Fülle von Stilen und Materialien handwerklich gefertigten Krippen, stellen die Krippenfiguren eine bildliche Erinnerung an die Hauptcharaktere der Weihnachtsgeschichte dar. Josef steht aufrecht, groß und unerschütterlich da. Marias Kopf ist in Demut gesenkt, während sie das Christuskind betrachtet, das sie geboren hat. Hirten knien in Anbetung. Die drei Könige nähern sich in edlen Gewändern und mit Geschenken in ihren Händen. Der Esel, auf dem Maria nach Bethlehem geritten ist, steht neben den Schafen und manchmal neben einem Ochsen. Alle Aufmerksamkeit ist auf das kleine Kind gerichtet, das in der Futterkrippe liegt. Es ist der Mittelpunkt von Weihnachten. Doch wäre die Szene ohne all die anderen Figuren nicht vollständig.

Auch jeder von uns spielt eine Rolle in der großen Szene des Lebens. Mit Christus in unserer Mitte ist das Bild vollständig.

Christus neben mir, Christus vor mir,
Christus hinter mir – König meines Herzens;
Christus in mir, Christus unter mir,
Christus über mir – mich nie verlassend.
Christus zu meiner Rechten, Christus zu meiner Linken,
Christus um mich herum – mein Schild im Streit;
Christus in meinem Schlaf, Christus bei meinem Aufstehen,
Christus bei meinem Gehen – das Licht meines Lebens.
– „Der Brustharnisch des Heiligen Patrick”, bearbeitet von James Quinn

HEILIG ABEND

Viele von uns sind bis hin zum Weihnachtsabend ziemlich beschäftigt. Aber wir sollten nicht vergessen, über die Geschehnisse jener Nacht vor 2000 Jahren nachzudenken. Eine junge Frau muss in einem Stall ihr Kind gebären. Das erste Bett ihres Neugeborenen ist der Futtertrog von Tieren. Doch am Himmel erscheint ein neuer Stern, und auf einem nahe gelegenen Hügel verkünden Engel den armen Hirten, dass der Retter geboren wurde.

Oh heiliges Kind von Bethlehem, komme zu uns, so beten wir;
tilge unsere Sünden, und komm herein, sei in uns heute geboren.
Wir hören, wie die Weihnachtsengel die frohe Botschaft verkündigen;
Oh komme zu uns, verweile bei uns, unser Herr Emmanuel!
– Phillips Brooks

WENN DAS WEIHNACHTSFEST VORÜBER IST

Manchmal können die Tage nach Weihnachten enttäuschend erscheinen. Geschenke wurden gegenseitig überreicht, Besucher sind gekommen und gegangen. Wir essen die Reste vom Weihnachtsessen und räumen das Haus auf. In ein paar Tagen beginnt ein neues Jahr – eine neue Runde mit Hochs und Tiefs, Glücksmomenten und Schmerz. Aber die Freude und Magie von Weihnachten muss nicht verblassen. Wir können Weihnachten in uns jeden Tag bewahren, wenn wir Gott suchen und uns von Seiner Liebe berühren lassen.

Feiert das Fest von Weihnachten jeden Tag im Tempel eures Geistes. Bleibt wie ein Baby an der Brust eures Himmlischen Vaters, wo ihr jeden Moment wiedergeboren werdet im göttlichen Wort, Jesus Christus. – Heiliger Paulus vom Kreuz (1694-1775)

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Der Kern der Sache

Chris Hunt

 Bei einer gesellschaftlichen Veranstaltung war ich angenehm überrascht, zwei Kollegen zu treffen, mit denen ich vor Jahrzehnten zusammengearbeitet hatte. Wir plauderten über die vergangenen Jahre, bis unsere Unterhaltung sich dem Projekt zuwendete, an dem wir alle zuletzt gemeinsam gearbeitet hatten. Zwar stimmten wir in unseren Schilderungen bezüglich des Ablaufs der Ereignisse und des Endergebnisses überein, doch jeder von uns erinnerte sich an verschiedene Einzelheiten. Um genau zu verstehen, was tatsächlich geschehen war, hätte jemand unsere Erinnerungen zusammenfügen müssen. Mir fiel dieses Ereignis wieder ein, als ich vor kurzem die Erzählungen über die Geburt Jesu in den Evangelien las. Kein Bericht ist in sich selbst vollständig, doch zusammen erzählen die Evangelisten eine erstaunliche Geschichte.

Matthäus fängt mit dem Dilemma an, in dem sich Josef befindet, als er erfuhr, dass seine zukünftige Frau ein Kind erwartete, von dem er nicht der Vater war. (Matthäus 1,18-25) Matthäus erzählt uns auch von drei Weisen oder Königen aus dem Morgenland, die von ihrer Heimat aus, die im Osten lag, einem Stern folgten, um dem neugeborenen König Geschenke zu überreichen. (Matthäus 2,1-11) Und Matthäus berichtet, dass die drei Weisen und Josef in Träumen vor den bösen Absichten des argwöhnischen Königs Herodes gewarnt wurden. Und schließlich schildert Matthäus, dass Josef, Maria und das Kind entkamen, indem sie nach Ägypten flohen. (Matthäus 2,12-15)

Markus fügt der Geschichte nichts weiter hinzu. Von seinem Evangelium wird gesagt, dass er der erste aufgeschriebene Bericht über Jesus ist und beginnt an dem Zeitpunkt, an dem Jesus als Erwachsener Sein öffentliches Amt antritt.

Lukas war der ‚Journalist‘ der herumging und fehlende Information sammelte und versorgt uns damit mit vielen Details, die Markus und Matthäus nicht erwähnt haben. Dazu gehört auch, wie der Erzengel Gabriel Maria besucht und ihr die Neuigkeit überbringt, dass sie den Messias gebären würde, (Lukas 1,26-27) ihre anfängliche Reaktion darauf (Lukas 1,38) und eine spätere Reaktion – eine Passage, die jetzt als Marias Lobgesang bzw. als Magnificat bekannt ist – in der sie Gott und Seinen Plan für den Sohn, den sie gebären soll, über alles lobt. (Lukas 1,46-55)

Lukas erklärt uns auch, wie es dazu kommen konnte, dass Jesus in Bethlehem geboren wurde, obwohl doch Josef und Maria eigentlich aus Nazareth stammen. Und wie es sich zutrug, dass der König der Könige, der Retter der Welt, in einem Stall geboren wurde; (Lukas 2,1-7) wie Engel Seine Ankunft den Hirten verkündeten, die mit ihren Herden in der Nähe waren; (Lukas 2,8-14) und wie die Hirten, nach ihrem Besuch bei Ihm die Neuigkeit weit und breit verkündeten. (Lukas 2,15-18)

Johannes gibt uns keine solche Einzelheiten, wie es die anderen 3 tun. Doch in einem der aussagekräftigsten Verse der Bibel trifft er den Kern der Sache: „Und das Wort ward Fleisch (Mensch) und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, die Herrlichkeit des einzig geborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.” (Johannes 1,14)

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Eine Gelegenheit um zu lieben

Maria Fontaine

Seit der Kindheit ist Weihnachten für viele von uns eine besondere Zeit. Eine Zeit, den Geburtstag von Jesus zu feiern, Geschenke zu geben und zu bekommen und Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. Doch Weihnachten ist nicht nur eine Zeit, diese Segnungen selbst zu genießen. Weihnachten bietet auch die beste Gelegenheit des Jahres, der Welt von unserem kostbaren Retter zu erzählen. Wahrscheinlich ist Weihnachten mehr als jeder andere Tag im Jahr eine Zeit, in der die Menschen über das Wunder nachdenken, das im Herzen von Weihnachten liegt, – Gott hat Seinen eigenen geliebten Sohn in die Welt geschickt, um uns zu Ihm zurückzuführen. Selbst in nicht-christlichen Kulturen möchten die Menschen etwas über die wahre Bedeutung von Weihnachten erfahren.

Wir, die wir Gottes Liebe durch Jesus erlebt haben, haben die Möglichkeit, an dieser Weihnacht das schönste Geschenk zu machen, nicht nur denen, die wir am besten kennen und die wir lieben, sondern auch Nachbarn und Fremden, die unsere Welt mit uns teilen. Es gibt diejenigen in unserer Umgebung, deren Herzen traurig und müde sind, die nach einem Tröster rufen, die sich nach einem Retter sehnen. Manche sind überwältigt von Furcht und Ungewissheit. Andere sind erfüllt von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, weil sie keine Ziele haben und keinen Sinn in ihrem Leben sehen. Andere tragen die Last der Bitterkeit und Schuld, sind in einer großen Leere gefangen, werden von Schmerzen gepeinigt, oder von anderen Problemen überwältigt, die für sie zu groß sind, um sie allein lösen zu können.

Jesus liebt sie und möchte sie in Seine Arme nehmen. Aber Er, der Allmächtige, Allwissende und Liebevolle braucht unsere Hilfe! Wir sind Seine Augen, die sie finden können, Seine Ohren, die ihre Rufe hören können, Seine Stimme, die ihnen antworten und sie trösten kann, Seine Arme, die sie umarmen können.

Wirst du dein Bestes tun, um ihnen zu helfen? Wirst du etwas von dir selbst geben? Jesus hat es getan. Er verließ den wunderbarsten Ort, der jemals geschaffen wurde, um auf die Erde zu kommen und Unbehagen, Demütigung, Spott und Schmerz zu ertragen. – Und das alles nur, um uns zu retten.

Du kannst an dieser Weihnacht etwas ändern. Sogar der bescheidenste Versuch, das bisschen, was du vielleicht hast, zu teilen, kann ein hellleuchtendes Licht im Leben eines anderen sein. Ein Strahl der Hoffnung, der die Dunkelheit durchdringt, die sie einhüllt. (Matthäus 5,14-16)

Reiche anderen deine Hand. Erzähle ihnen, wie Jesus auf die Erde kam, um sie zu lieben, wie Er starb, um sie zu retten, und wie Er auferstanden ist, um ihnen eine wunderbare neue Welt zu eröffnen, die sie schon jetzt auf Erden erleben und für immer im Himmel genießen können. Verkünde, dass wir den Geburtstag eines lebendigen Retters feiern, der ganz allein die Antwort auf Ihre größten Nöte ist.

Wie der Vater Ihn sandte, so sendet Er uns. (Johannes 20,21) Sei Jesus Hände. Sei Seine Füße. Sei Seine Augen. Sei Seine Lippen. Heile die gebrochenen Herzen. Befreie die Gefangenen. Erwecke diejenigen, die tot sind in Verfehlung und Sünde. Heiße die Zurückgewiesenen willkommen, die Entfremdeten, die Geächteten. (Jesaja 61,1,3) Predige den Armen das Evangelium, lockere die Fesseln der Bosheit, wirf die schweren Lasten ab, entlasse die Unterdrückten in die Freiheit, (Matthäus 11,5; Jesaja 58,6) Gib ihnen Schönheit an Stelle der Asche, das Öl der Freude statt der Trauer und das Gewand des Lobes gegen den Geist der Schwere. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebt. Matthäus 10,8

Lasst uns nach Weihnachten damit nicht aufhören! Lasst uns im neuen Jahr damit fortfahren, genauso viel zu teilen, zu geben und zu lieben. Lasst uns jeden Tag zu einer Feier von Jesu Geburt machen, die das Versprechen eines neuen Leben für alle mit sich gebracht hat.

Es ist immer dann Weihnachten, wenn du zulässt, dass andere durch dich die Liebe Gottes spüren können. Ja, es ist immer dann Weihnachten, wenn du deinem Bruder, deinem Nächsten zulächelst und ihm deine Hand reichst. – Mutter Teresa

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Alles Gute zum Geburtstag, Jesus!

 Helene Mineo

Da ich in der Sowjetunion aufgewachsen bin, feierte ich mein erstes Weihnachtsfest erst mit 16 im Jahr 1991. Bis dahin hatte ich nie eine Krippe gesehen, nie ein Weihnachtslied gehört und nie die Geschichte von Jesu Geburt erzählt bekommen. Doch in jenem Jahr eroberten die Wahrheit und der Geist von Weihnachten mein Herz und meinen Verstand im Sturm. Vom 25. Dezember (Weihnachten im Westen) bis zum 7. Januar (Weihnachten gemäß dem julianischen Kalender und der russisch-orthodoxen Kirche) fühlte ich mich trunken vor Glück. Ich verbrachte diese beiden Wochen mit Mitgliedern von The Family International, die mir kurz zuvor Christus näher gebracht hatten. Wir wünschten jedem, dem wir begegneten, frohe Weihnachten und verteilten bunte Poster mit der Weihnachtsgeschichte darauf an Tausende von Menschen. Viele von ihnen hörten die Weihnachtsgeschichte, so wie ich selbst bis vor kurzem (ca. 1990), zum ersten Mal.

Kurz bevor ich Jesus fand, war ich gerade 16 Jahre alt geworden. Meine Familie und Freunde hatten die größte Geburtstagsparty für mich organisiert, die ich je erlebt hatte. Heute erinnere ich mich jedoch kaum noch an die Feier oder die Geschenke. Aber ich kann immer noch jedes Detail meiner Begegnung mit Jesus beschreiben. Er füllte mein leeres Leben mit seiner Liebe und Freude. Und das war bei weitem das beste Geschenk, das ich je bekommen habe – viel besser, als ich es mir je hätte erträumen können.

Ich erinnere mich daran, wie ich mit ein paar Freunden am orthodoxen Weihnachtsabend um Mitternacht draußen im Freien stand. Unsere Augen waren auf den klaren, sternenübersäten Himmel gerichtet, und wir schrien, so laut, wie wir konnten: „Alles Gute zum Geburtstag, Jesus!” Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke, wie glücklich ich in diesem Moment war. Bis zum heutigen Tag singe ich jedes Mal, wenn es wieder Weihnachten wird, am 1. Weihnachtstag ein Geburtstagslied für Jesus.

An jenem ersten Weihnachtsfest, nachdem ich Jesus kennengelernt hatte, wollte ich Ihm ein weiteres Geschenk geben, von dem ich mir sicher war, dass es ihm gefallen würde. Ich wollte anderen Menschen von Ihm erzählen, damit Er ihre Herzen mit so viel Freude erfüllen könnte, wie Er mir gegeben hatte. Dieses Verlangen ist über die Jahre nicht verflogen. Ich mag vielleicht dieses Jahr an Weihnachten keine Poster mehr auf der Straße verteilen, aber ich werde andere Wege finden, um Jesus mit so vielen Menschen zu teilen, wie ich kann.

Gottes unendliche, allumfassende Liebe – das Herz und die Seele von Weihnachten – hört niemals auf, diejenigen zu verändern, die sie berührt. Lasst uns alle unseren Teil tun, um Jesus dieses Jahr einen besonders glücklichen Geburtstag zu ermöglichen, indem wir Ihn mit anderen teilen.

* * *

Zur Weihnachtszeit ist immer eine Menge los. Aber wir finden es nicht in den Geschäften, auf den Partys und in der stimmungsvollen Beleuchtung. Um ein Teil von Weihnachten zu werden, ist es notwendig, Zeit zu finden, um ruhig zu sein, schweigsam und still. Um über Seine – Jesus – Gegenwart in unseren Herzen und unserem Geist nachzudenken.

Er ist da. Er will dich umarmen. Lass Ihn. Und wenn wir entdeckt haben, was wirklich an Weihnachten geschieht, können wir letzten Endes nicht darüber schweigen. Wir können nicht in einer Welt leben, die – trotz Tragödien und Nöten – eine Welt voller Geschenke an uns ist, ohne „Danke” zu sagen. Wir können nicht Teil von dem sein, um was es an Weihnachten wirklich geht, ohne Gott zu loben und zu preisen. – Kardinal Cormac Murphy-O´Connor

Weihnachten ist kein Zeitraum und keine Jahreszeit, sondern ein Zustand des Geistes. Das ist der wahre Geist der Weihnacht, wenn wir Frieden und guten Willen pflegen und voll großer Güte sein können. Wenn wir an das alles denken, wird in uns ein Retter geboren und über uns ein Stern leuchten, der seine Hoffnungsstrahlen in die Welt sendet. – Calvin Coolidge

Das Schönste an Weihnachten

Josie Clark

Als wir entlang der Straßen von Morelia, Mexiko hasteten, wimmelte es an den Ampeln nur so von Bettlern. Es war Heilig Abend, und ich war mit meiner 10-jährigen Tochter unterwegs, um letzte Einkäufe zu erledigen.

„Schau mal die da!“ Cathy lenkte meine Aufmerksamkeit auf eine alte Frau, die das Betteln für einen Moment unterbrochen hatte, um ihre kalten, nackten Füße zu reiben.

„Sie ist bestimmt die Großmutter von jemandem”, dachte ich laut, „aber anstatt mit ihrer Familie zu Hause zu sein, steht sie hier draußen mit nackten Füßen und versucht, ein bisschen Geld für ein Weihnachtsessen zusammenzukratzen.“ Dann hatte ich plötzlich eine Idee. „Cathy, lass uns nach Hause gehen und für sie etwas zu Essen holen.“

Es wurde bereits langsam dunkel. Sie würde also nicht mehr lange an dieser Ampel stehen. Wir rannten nach Hause, fanden ein paar stabile Taschen und arbeiteten uns durch unseren gut durch Spenden gefüllten Lagerraum und Kühlschrank. Reis, Bohnen, getrocknete Jalapeños (getrocknete Paprika), ein Glas Soße, Mais-Tortillas, ein gekochtes Huhn. Es fiel uns leicht, die Taschen aus unserem Überfluss heraus zu füllen. Ein Brotlaib, Marmelade, Speck. Ich band große Schleifen um die Taschen, und wir machten uns auf den Weg, um die alte Frau zu finden.

Zuerst dachten wir, wir kämen zu spät und hätten sie verpasst. Aber dann sahen wir sie, wie sie sich langsam die Straße hinunterschleppte. Ihren Schal hatte sie eng um sich gewickelt. Wahrscheinlich war sie auf dem Weg nach Hause.

„Hallo“, begrüßte Cathy sie und sprach auf Spanisch weiter: „Wir haben sie an der Ampel gesehen und ihnen ein paar Lebensmittel für ein Weihnachtsessen mitgebracht. Wir hoffen, sie und ihre Familie werden dieses Weihnachten Gottes Liebe fühlen.“

Die alte Frau sah uns verwundert an. Tränen stiegen ihr in die Augen. Dann nahm sie Cathys Hand in ihre und küsste sie. „Danke. Danke. Gott segne dich. Du bist wunderschön. Du bist ein Weihnachtsengel.“

Sie nahm die Taschen und ging weiter die Straße hinunter.

Unser eigener Heiliger Abend war festlich wie immer und nach unserem Brauch öffnete Cathy am nächsten Morgen ihre Geschenke. Als ich sie fragte, ob sie ein schönes Weihnachtsfest hätte, erwiderte sie: „Weißt du, Mama, dass ich die alte Frau von gestern Abend so glücklich gesehen habe, und dass sie meine Hände geküsst hat – das war das beste Weihnachtsgeschenk für mich. Ich glaube, etwas zu verschenken, ist der beste Teil von Weihnachten!”

1-wishes

Ich denke, je älter du wirst, umso kleiner wird deine Wunschliste und das was du dir wirklich wünschst für die Weihnachtszeit, kann nicht gekauft werden.

* * *

Gottes Weihnachtsgeschenk

Peter Amsterdam

An Weihnachten feiern wir die bedeutendste Geburt in der Geschichte der Menschheit. Der Schöpfer des Universums betrat in leiblicher Gestalt als Gott und als Mensch unsere Welt – durch Jesus. Ein Engel erschien, um einigen Hirten, die ihre Schafe des Nachts hüteten, die Geburt Jesu zu verkünden. „Seht, ich verkünde euch große Freude, die dem ganzen Volk widerfahren wird“, verkündete der Engel, „denn euch ist heute in der Stadt Davids der Heiland geboren, der Christus, der Herr ist.“ – Lukas 2,10-11 

Als ich darüber nachdachte, fiel mir ein anderes Ereignis in der Geschichte Jesu ein, das einige Tage später stattfindet. Als die Eltern von Jesus Ihn, getreu dem mosaischen Gesetz, in den Tempel bringen, treffen sie einen alten Mann, dem Gott ein persönliches Versprechen gegeben hatte. Sein Name war Simeon, und Gott hatte ihm gesagt, er würde nicht sterben, bevor er nicht den Messias gesehen hätte. Als Simeon das Jesuskind erblickt, nimmt er es in seine Arme, lobt Gott und spricht: „Herr, nun kann ich in Frieden sterben! Wie du es mir versprochen hast, habe ich den Retter gesehen, den du allen Menschen geschenkt hast. Er ist ein Licht, das den Völkern Gott offenbaren wird, und er ist die Herrlichkeit deines Volkes Israel!” – Sieh Lukas 2,26-32

Beide Verkündigungen machen deutlich, dass Jesus kam, um „allen Menschen” Heil zu bringen – und zwar jedem, der an Ihn glauben würde, ungeachtet seiner Rasse, Religion, Herkunft oder irgendetwas Anderem. „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat. Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, um sie zu verurteilen, sondern um sie durch seinen Sohn zu retten.“ – Johannes 3,16-17

„Jeder, der an ihn glaubt.” Errettung ist Gottes Weihnachtsgeschenk für dich und mich.

Wenn du Gottes unvergleichliches Weihnachtsgeschenk noch nicht erhalten hast, kannst du es genau jetzt bekommen, indem du Jesus als deinen Retter willkommen heißt. Bete einfach das folgende Gebet:

Jesus, ich möchte Gottes Liebe und Fürsorge erfahren, die durch dich, „den Weg, die Wahrheit und das Leben“* versprochen wurde. Ich öffne mein Herz und lade dich ein, hineinzukommen. Amen. *Johannes 14,6

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Im traditionellen christlichen Denken, der Ikonographie und den Gemälden … scheint das geistlich wachere Volk – seine Mutter, die drei Weisen aus dem Morgenland, Simeon und die Hirten – alle zu wissen, was geschieht. Erlösung kommt durch dieses eine Kind: Es wird Gott alles kosten und dich nichts. Du kannst Gott nicht helfen. Aber Er ist gekommen, um dir zu helfen.Martyn Percy

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Leila

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