Weihnachtsfreude

Weihnachtsfreude

Verfasser Unbekannt

Es war eines Nachts ungefähr eine Woche vor Weihnachten gewesen. Ein junges Ehepaar, das erst seit kurzem verheiratet war, unterhielt sich über arme, mittellose Menschen, die sehr wenig oder gar nichts an Weihnachten zu feiern hatten. Sie kamen zu dem Entschluss, dass sie, obwohl sie selbst wenig Geld hatten, doch reich im Vergleich zu vielen anderen waren. Sie entschlossen sich, die geringen Ersparnisse, die sie besaßen, für eine Familie in Not auszugeben.

Ohne jemandem von ihrem Plan zu erzählen, suchten sie nach den Namen von Familien, denen ein trostloses Weihnachtsfest bevorstand. Es war leicht, eine Liste zusammenzukommen, denn es gab sehr viele arme Familien. Die Schwierigkeit bestand darin, sich für eine bestimmte zu entscheiden. Schließlich beteten sie um Gottes Führung, und ein Name fiel ihnen auf. Der Vater der Familie war krank und arbeitslos. Die Mutter, die schon vier Kinder hatte, von denen drei im Vorschulalter waren, erwartete ein neues Kind. Sie lebten in einem baufälligen Holzhaus am Rande einer nahegelegenen Stadt.

Sorgfältig sammelte das junge Paar Informationen über jedes Mitglied der Familie, ihre Namen, das Alter, die ungefähre Kleidergröße. Dann gingen sie einkaufen. Sie besorgten für jeden ein Kleidungsstück und für jedes Kind ein Spielzeug. Für das kommende Baby stellten sie eine einfache Babyausstattung zusammen. Als Krönung des ganzen kauften sie noch mehrere Tüten voll Lebensmittel und Süßigkeiten für alle. Fast bis Mitternacht brauchten sie zum Verpacken der Geschenke.

Am nächsten Abend, dem Heiligen Abend, machten sie sich auf den Weg, die Geschenke abzugeben. Ihre größte Sorge war es, die Geschenke dazulassen, ohne gesehen zu werden, aber dies stellte sich als sehr einfach heraus.

Eines der Kinder spielte vor dem Haus, als sie ankamen. „Bist du Timmy?“ fragten die Frau, wobei sie daran dachte, wie sie seinen Namen auf das Päckchen mit dem Hemd für den vierjährigen Jungen geschrieben hatte.

„Ja“, entgegnete er, „und wer sind Sie?“

„Jemand gab uns den Auftrag, diese Schachteln bei eurem Haus abzugeben.“ sagte der Mann, was ja eigentlich stimmte. „Könntest du nachher bitte deiner Mutter und deinem Vater Bescheid geben?“

„Aber sicher!“ antwortete der Junge. Seine braunen Augen schienen mit jeder bunten Schachtel, die das Ehepaar vom Auto zum Haus brachte, größer zu werden. Als sie das letzte Paket abgestellt und die Autotür geschlossen hatten, rannte Timmy ins Haus und rief: „Mama, Papa! Mama, Papa!“

Glücklich fuhr das Ehepaar nach Hause, so wenig Geld in der Tasche wie die meisten jung Verheirateten, aber so voll vom Weihnachtsgefühl, wie es zwei Menschen nur sein können. Ich kann das bestätigen, denn meine Frau und ich waren dieses Ehepaar.

 * * *

Weihnachten ist, wenn Liebe hat Macht, Und strahlend sie erhellt die dunkelste Nacht!

Weihnachten ist, wenn Liebe hat Macht,
Und strahlend sie erhellt die dunkelste Nacht!

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Die „Geschenke-Bäume“

von Kathleen Dixon

 Ich war Alleinerziehende mit vier kleinen Kindern und hatte einen Mindestlohn-Job. Das Geld war zwar immer knapp, aber wir hatten zumindest ein Dach über dem Kopf, Essen auf dem Tisch, etwas zum Anziehen, und wenn es auch nicht viel war, reichte es immer. Meine Kinder sagten mir später, dass ihnen in jenen Tagen nicht bewusst war, dass wir arm waren. Sie hielten Mutter einfach für knauserig. Das hat mich eigentlich immer gefreut.

Es war Adventszeit, und auch wenn das Geld nicht für viele Geschenke reichte, hatten wir uns vorgenommen, mit unserer Gemeinde und der Familie zu feiern, Freunde zu besuchen, in die Stadt zu fahren, um die weihnachtliche Beleuchtung zu sehen, besondere Mahlzeiten zu kochen und unser Haus zu schmücken.

Doch der Einkauf im Shoppingcenter war für die Kinder ein besonderer Höhepunkt. Schon Wochen vorher redeten sie davon und schmiedeten Pläne. Sie befragten einander und die Großeltern, was sie sich zu Weihnachten wünschten. Mir graute davor. Für Geschenke hatte ich 120 Euro zurückgelegt, die wir zwischen uns fünf aufteilen würden.

Der große Tag war da, und wir machten uns früh auf. Ich gab jedem der Kinder einen 20-Euro-Schein und riet ihnen, nach Geschenken zu suchen, die etwa je 4 Euro kosten würden. Dann verstreuten wir uns. Wir hatten zwei Stunden Zeit zum Einkaufen, danach wollten wir uns wieder am Schaufenster der »Bastelstube des Weihnachtsmanns« treffen.

Auf der Fahrt nach Hause waren alle in bester Weihnachtslaune, lachten viel und neckten sich gegenseitig mit Andeutungen darüber, was sie gekauft hatten. Meine achtjährige Tochter Gina war jedoch ungewöhnlich still. Mir fiel auf, dass sie nur mit einem kleinen, flachen Beutel vom Einkaufen zurückgekommen war. Aber so viel konnte ich durch das dünne Plastik erkennen, dass sie Schokoriegel gekauft hatte – 50-Cent-Schokoriegel! Ich war verärgert. Was hast du mit den 20 Euro gemacht, die ich dir gegeben hatte?, wollte ich sie zur Rede stellen, hielt mich aber zurück, bis wir zuhause waren. Dort rief ich sie in mein Schlafzimmer, machte die Tür zu und war drauf und dran wütend zu werden, als ich sie befragte, was sie mit dem Geld angestellt hatte. Und das war ihre Antwort:

„Ich hab überall rumgeschaut und überlegt, was ich kaufen könnte und hielt an, um die roten kleinen Kärtchen zu lesen, die an einem der ‚Geschenke-Bäume‘ der Heilsarmee hingen. Ein Kärtchen war für ein kleines, vierjähriges Mädchen. Eine Puppe mit Kleidern und eine Haarbürste war alles, was sie sich wünschte. Also nahm ich den Zettel vom Baum, kaufte für sie die Puppe und Bürste und brachte sie zum Stand der Heilsarmee. Ich hatte nur genug Geld übrig, um für uns Schokoriegel zu kaufen“, fuhr Gina fort, „aber wir haben doch so viel, während sie gar nichts hat.“

Ich habe mich noch nie so reich gefühlt, wie an diesem Tag.

 * * *

 Weihnachtserinnerungen

 Von Iris Richard

 Ich wurde im Jahr 1955 geboren, nur zehn Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in einer Zeit also, in der die Erinnerungen an die schweren Jahre noch frisch in den Köpfen der Menschen steckte. Großvater pflegte uns Kindern von dem extremen Hunger und der großen Erschöpfung in jenen Tagen zu erzählen und von dem Kampf ums Überleben, während der langen frostigen Wintermonate. (Anmerkung: sehr wenige Menschen wissen heute, dass in den Jahren zum Ende des Krieges und danach viele Menschen in Deutschland wegen Mangelernährung starben. Es gab so wenig zu essen, dass Menschen für eine einfache Grippe oder andere leichte Erkrankung nicht die Abwehrkräfte hatten und daran starben. Auch ging die Tuberkulose stark herum. Die Deutschen haben also genauso ihren Teil an Leid abbekommen, wie der Rest der Welt an diesem schrecklichen Krieg.)

Unser Heimatort befand sich im Herzen von Deutschlands Industriezentrum. Alles war dort von einer scheinbar dauerhaften Schicht von graubraunem Staub überzogen, der von den Stahlwerken kam. Im Frühling wurden Gras und grüne Triebe schnell braun, und so geschah es auch im Winter mit dem frischen Schnee, dessen weißer Mantel nach nur einem Tag wie abgetragen aussah.

Kerzen 4Am ersten Sonntag im Dezember versammelte sich unsere Familie immer rund um den Tisch in der winzigen Küche unserer Wohnung. Meine Mutter, meine Schwester Petra und ich entzündeten die erste Kerze unseres Adventskranzes und sangen Weihnachtslieder, während unsere Gedanken in die Ferne schweiften, weit weg von der staubigen Stadt zu den drei Weisen aus dem Morgenland, die auf dem Rücken ihrer Kamele anreisten. Jede Woche wurde eine neue Kerze angezündet. Frieden und Freude erfüllte unsere Herzen, wenn die Geschichte von der Krippe, die auf die Geburt des Erlösers wartete, lebendig wurde.

12-17-gebäckDann kam der lang erwartete Tag, an dem wir die Weihnachtsplätzchen backten – es waren ganz besonders kostbare Plätzchen, weil es Butter, Nüsse und Eier nur spärlich gab und Schokolade ein seltenes Vergnügen war. Beim köstlichen Duft von frisch gebackenen Leckereien, der noch immer in der Luft hing, füllten wir jede Sorte in große Blechdosen.

12-17-krippeAm Morgen des ersten Weihnachtstages konnten wir Kinder es kaum erwarten, den Christbaum zu sehen, den unsere Eltern in der Nacht zuvor geschmückt hatten. Wir kamen alle langsam zum Wohnzimmer hereingekrochen, während Papa die Kerzen am Baum, eine nach der anderen, mit einem langen Streichholz anzündete.

Was war das für eine Freude, wenn wir unsere Strümpfe mit hausgemachten Plätzchen, Nüssen, Schokolade, Orangen (auch etwas, das sich viele nur zur Weihnachtszeit leisten konnten) und Äpfeln, sowie neu gestrickten Kleidchen für unsere Puppen gefüllt vorfanden. Es gab auch Buntstifte, Malbücher, Mützen, Handschuhe und Schals.

Jene Tage waren Tage mit einfachen Freuden und handgefertigten Spielsachen. Die Erinnerungen an sie dienen mir als Mahnung, nach den wahren Werten zu suchen, nach menschlicher Berührung, nach Dingen, die einen bleibenden Wert besitzen – ganz besonders in der schnelllebigen Zeit, in der wir heute leben, die erfüllt ist mit technologischen Geräten und bild-schirm-basierten Aktivitäten. Sie sind ebenso eine Mahnung an mich, meine Augen offen zu halten für die Bedürfnisse anderer, zu lieben und zu teilen. Das macht die Weihnachtszeit zu einer wirklich unvergesslichen Zeit, die ihr wunderschönes Merkmal in den Erinnerungen unserer Kinder und in jenen Menschen hinterlässt, denen wir begegnen.

Iris Richard ist Beraterin in Kenia, wo sie seit 1995 in der Gemeinde- und Freiwilligenarbeit aktiv ist.

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 Lobpreis: Wir beugen unsere Häupter vor dir, Jesus; dies ist unser Weihnachtsgebet. Wir möchten in deine Fußstapfen treten. Bitte gib uns die Kraft, weiter zu gehen. Wir bitten nicht um unser selbst wegen; nur dass du uns lehrst, was wir für andere tun können.

Hilf uns, Geliebter, die Talente in Ehren zu halten, die du uns gegeben hast, damit wir anderen helfen können. Lass uns nicht untätig werden. Hilf uns, tatkräftige Christen zu sein, die dein Wort jeden Tag in die Tat umsetzen!

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Das Geschenk der selbstlosen Liebe

Eine Botschaft für dich von Jesus mit Liebe:

Empfange das Geschenk meiner selbstlosen Liebe für andere. Wie empfängst du es? Genauso wie du jedes andere Geschenk von mir annehmen würdest. Du bittest, du akzeptierst und du glaubst daran. Wie setzt du es in die Tat um? Einen Schritt nach dem anderen und eine liebevolle Tat nach der anderen.

Empfange meine Salbung und setze sie um Tag für Tag, Schritt für Schritt, Tat für Tat, Wort für Wort, Liebe um Liebe. Während du dich bemühst zu geben, zu teilen und zu lieben, werde ich dich im Überfluss mit demselben segnen und dich mit einer noch größeren, neuen, und stärkenden Liebe erfüllen.

Deshalb hab keine Angst, nimm es einfach an. Öffne dein Herz und sag „Ja!“ Öffne dein Herz und sag „Ich möchte es haben!“ Öffne dein Herz und empfange. Es wird Früchte in deinem Leben hervorbringen sowie im Leben der Menschen um dich herum und derer, die du triffst und mit denen du in Kontakt kommst.

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