Mein erstes Wunder

Mein erstes Wunder

von Chuck Dela Rosa

 

Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal einige Freiwillige von TFI traf, und sie eine Bleibe suchten, lud ich sie zu mir nach Hause ein. Anfangs verstand ich nicht alles, was sie mir über Jesus erzählten, und ich blieb skeptisch.

Dann geschah etwas, das alles änderte.

Eines Morgens, während meiner täglichen Joggingtour, tat mein Rücken plötzlich furchtbar weh. Ich krümmte mich vor Schmerzen, und im Laufe des Tages wurden sie immer intensiver. Am Abend bekam ich hohes Fieber. Ich begab mich ins Krankenhaus und erklärte meine Symptome – Blut im Urin, Schmerzen, Fieber. Der vorläufige Befund lautete: schwerer Fall von Nierensteinen. Weitere Tests wurden durchgeführt, und man sagte mir, ich solle für die Ergebnisse am nächsten Tag wiederkommen.

Krank und zerschlagen ging ich nach Hause, um mich auszuruhen. Dort berichtete ich meinen Besuchern von meinem Leiden. Sie boten an, für mich zu beten, aber stur wie ich war, entgegnete ich: »Nein, dafür fehlt mir der Glauben.«

Sie lächelten einfach und erwiderten: »Kein Problem, wir werden auch dafür beten!«

Sie beteten für meine schnelle und völlige Besserung von was immer mich krank gemacht hatte, lasen aus der Bibel über Heilung vor und zitierten bestimmte verheißungsvolle Verse, die mir tatsächlich vorkamen, als habe Gott sie mir persönlich versprochen. Danach beteten sie für mich, dass ich von meinem Unglauben kuriert werden möge.

Vor dem Schlafengehen las ich diese Verse immer wieder, und langsam überkam mich ein Gefühl des Friedens. Ein winziger Same des Glaubens fing in meinem Herzen zu wachsen an.

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er sandte sein Wort und machte sie gesund… – Psalm 107:20

Am nächsten Morgen ging es mir bereits viel besser. Ich fuhr also erst zur Arbeit ins Büro und ging dann zum Krankenhaus für weitere Tests. Der Doktor war sichtlich verwirrt, als er die Testergebnisse wiederholt überprüfte. Schließlich reichte er sie mir und versuchte mir zu erklären, was ich schon längst wusste: Die Röntgenaufnahmen zeigten nichts! Ich war geheilt!

Die Ergebnisse der zweiten Serie von Tests sahen fast so aus, als stammten sie von einem völlig anderen Patienten, konstatierte der Doktor. Aber ich wusste genau, was geschehen war. Man konnte es nur als ein Wunder bezeichnen.

Die Schmerzen waren weg, alle Symptome, die auf Nierensteine hingewiesen hatten, waren verschwunden, und an ihre Stelle war Glauben getreten. Als ich am selben Abend in der Bibel las, sah ich Gottes Wort in einem völlig anderen Licht. Es war für mich nicht länger nur eine Quelle intellektueller Stimulation, sondern, wie Jesus es ausdrückte, »Geist und Leben»  ( Johannes 6:36) – Worte, die meine Gesundheit gerettet und mich in ein faszinierendes neues Leben geführt hatten.

 * * *

 

Meine „demütige” Heilung

Von Julia Kelly

Ich kann mich an keine  Zeit in meiner Kindheit erinnern, in der ich nicht gestottert hätte.

Eine meiner frühesten Erinnerungen ist die, dass meine Mutter zu mir sagt: „Beruhige dich. Sprich langsam.“ Jeder Satz war schwierig. Manchmal brauchte ich zehn Minuten um allen Mut zu sammeln jemanden nach der Uhrzeit zu fragen. Ich fürchtete den Gedanken mit Fremden sprechen zu müssen. Es war schwer genug für mich mit meiner Familie und Freunden zu sprechen. Einige Leute sagten, dass sie mein Stottern gar nicht so sehr bemerkten, aber nur, weil ich es vermied viel zu sprechen. Wenn ich aber nicht umhin konnte, es zu tun, wählte ich meine Worte sehr sorgfältig, sagte so wenig wie möglich und versuchte es so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, um die Verlegenheit, die Frustration und die mitleidigen Blicke zu vermeiden.

Als ich 16 wurde, hatte ich Jesus schon so oft gebeten mein Stottern zu heilen, dass ich fast überzeugt war, dass das nicht sein Wille für mich war. Ich beschloss Wege zu finden, das Problem, das nicht weggehen wollte, zu umgehen, aber fragte mich schon manchmal, wo denn all meine Gebete landeten. Ich sollte es herausfinden.

Eines Tages, als ich etwas stille Zeit mit Jesus verbrachte, hörte ich Seine Stimme in meinem Herzen deutlich sagen: Statt dafür zu beten, dass ich dich heilen soll, bete, dass dich dieses Leiden demütig macht.

Mich demütig macht? Wurde ich nicht jedes Mal wenn ich versuchte zu sprechen, genug gedemütigt? Und wieder kam Seine Stimme. Erlaube mir in deinem Leben zu wirken, wie ich es für richtig halte. Sobald du die Lektionen, die ich für dich bereit habe, gelernt hast, werde ich dich heilen.

Da wusste ich, dass ich aufhören musste, Gott meinen Plan aufzudrücken und mich stattdessen Seinem übergeben sollte.

Also anstatt wie gewöhnlich für meine Heilung zu beten, betete ich, dass ich durch mein Stottern gedemütigt würde. Und ich begann sogar etwas zu tun, was ich bis dahin um jeden Preis vermieden hatte – in der Öffentlichkeit zu lesen. Ich begann laut vorzulesen bei der täglichen Andachtsgruppe, an der ich teilnehme. Ich bin sicher, dass es nicht einfach für die anderen war, wenn es lange dauerte, bis ich einen einzigen Absatz geschafft hatte. Jedes Mal, wenn ich mit Lesen dran war, brach mir kalter Schweiß aus, aber ich machte weiter. Ich stellte mir vor, dass wenn ich mich über meine Behaglichkeitsgrenze hinaus anstrengen würde, etwas passieren müsste – und schließlich geschah das auch!

Innerhalb einer Woche, nachdem ich mit meinen Gebeten für Demut begonnen hatte, war mein Stottern vollständig verschwunden! Das ist jetzt drei Jahre her, und seitdem hatte ich keine Spur mehr davon. All die Jahre hatte ich damit verbracht für Heilung zu beten, dabei war alles was ich wirklich tun musste, um Gottes Willen zu beten und zu tun, was Er mir auftrug!

Julia Kelly ist ein Mitglied der Familie International in den USA

* * *

Artikel aus dem Activated Magazin Jahrgang 8, Ausgabe 7

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